| BadhCatha | ohne titel solang sie sich zurück erinnern konnte, war sie im land der träume unterwegs um den schlüssel zum herzen des Einen zu finden. sie war durch marmorne städte gewandert und durch kühle wälder, durch eiswüsten und über lavaströme. sie hatte die höchsten gipfel bestiegen und war bis zu den tiefsten meeresgründen getaucht. sie hatte in schimmernden palästen auf weichen betten geschlafen und im stinkenden stroh verfallener bettlerhütten. die meiste zeit war sie allein gewesen, doch manchmal, wenn ein heißer leib sich an sie drängte, versuchte sie sich Seinen duft ins gedächtnis zurückzurufen, wenn ihr lustvoll liebesworte ins ohr geflüstert wurden, versuchte sie sich Seiner stimme zu erinnern. nun stand sie am rand der steinernen wüste, nahe des großen abgrundes, als sie den mann mit der schwarzen kapuze sah. er saß auf einem felsvorsprung über der bodenlosen leere und schaute nicht zu ihr auf als er sagte: „nenne mir deinen namen, und ich gebe dir das wonach du so lange gesucht hast.“ und mit schrecken erkannte sie, dass sie ihren namen, ihre erinnerungen, ihr selbst zurückgelassen hatte, dass sie so sehr bestrebt war etwas zu finden, dass sie nicht mehr fühlte, wie sie alles verlor. der mann mit der schwarzen kapuze stand auf und öffnete seine hand. ein kleiner silberner schlüssel lag darin. sie wußte, was zu tun war. sie ergriff den schlüssel und warf ihn in die in die gähnende leere. tief in ihrem herzen hoffte sie, dass er niemals gefunden werden würde. dann eilte sie sich, dem mann in schwarz zu folgen, zu einem ort an dem sie ausruhen konnte von ihrer reise, ohne namen, gedanken und erinnerungen. |
| BadhCatha | siehst du mich ? wandelnd auf der straße der tränen gebaut aus bittersüßer erinnerung hörst du mich ? das lied der traurigkeit auf meinen lippen geboren aus dunkler einsamkeit nein ! du siehst mich nicht deine erinnerung ist tot und die straße deiner tränen führt nicht zu mir du hörst mich nicht du hörst schönere lieder und einsamkeit ist die mauer deiner welt doch manchmal, du weißt es nicht fühlst du mich meine tränen regentropfen auf deiner haut mein lied ein warmer wind in deinem gesicht denn ich, ich sehe dich ich höre dich ich fühle dich immer |
| BadhCatha | du wirst nie vergessen diese nacht als deine träume starben auf dem grund des schwarzen sees als die wellen über dir zusammenschlugen und du schriest all die sinnlosigkeit aus dir heraus denn du wusstest, dass dich nichts retten konnte, dass dir niemand mehr helfen konnte denn mit den träumen starb auch die hoffnung |
| BadhCatha | chaos hängend am abgrund des wahnsinns festgekrallt mit aller seele die blieb chaos über mir chaos unter mir chaos in mir schreiend die enttäuschung in mich in meiner seele die traurigkeit die blieb chaos über mir chaos unter mir chaos in mir blutend an allen narben des ichs herrschend über meine seele das chaos das blieb chaos über mir chaos unter mir chaos in mir |