| Edea | [b]Persephone[/b] 10.11.2003 schwarze Waben, kalte Kleider, decken ihre Anmut zu; es empfängt sie ihr Gefreiter, lässt dem Fräulein keine Ruh, nimmt sie, ihre Hände greifend, tief hinab in Dunkelheit. Ihre Blicke, irre schweifend hassen grausam diese Zeit. Viele Tage, viele Nächte stets jedoch nur schwarzes Licht, dass man sie nach oben brächte wünscht sie, doch sie spricht es nicht. Wartend, hoffend, ewig sehnend, dass man sie vom Bann erlöst, nebenbei den Herrn verwöhnend, welcher ihren Leib entblößt. Doch nach langem, schwarzem Weilen, steigt sie an die Welt empor, will mit ihr den Frühling teilen, der bei ihrem Tod erfror. Öffnet ihre zarten Hände -es erstrahlt ein heller Glanz und sie bringt dem Land die Wende -kündigt an den Lebenstanz. Frei erblühen Baum und Blüte, frei schenkt sie das Leben ein, doch durch ihre warmen Güte sieht man nie den grauen Schein... |
| Edea | [b]TRÄNENTOD[/b] 13.07.2003 Zuviel vom bittren Nass getrunken hat das müde Auge nun, in klaren Tränen ist’s ertrunken kann jetzt endlich, endlich ruhn. [i]Tränentod – zuviel an Trauer, wahre Tränen sind so rein, wahre Tränen sind so bitter, Tränentod muss grausam sein.[/i] Brandesnarben zier’n die Wangen, heiße Tränen brannten sie. Oh, dies schmerzerfüllt‘ Verlangen, Tränen, oh, versiegt doch nie! [i]Tränentod – zuviel an Trauer, wahre Tränen sind so rein, wahre Tränen sind so bitter, Tränentod muss grausam sein.[/i] Eiskristallne, runde Tropfen, klirrend bei dem Augenschlag, hör, wie sie von Innen klopfen, wartend auf den Sterbetag. [i]Tränentod – zuviel an Trauer, wahre Tränen sind so rein, wahre Tränen sind so bitter, Tränentod muss grausam sein.[/i] Tränentod, dich will ich wählen, denn der Schmerz, er rührt mich an, lieb ich’s doch mich selbst zu quälen wenn ich dabei weinen kann. |
| Edea | [b]Tränenmeer[/b] 10.11.2003 Starrer Blick, nach unten gerichtet, leerer Blick, sie sieht auf sich, blinder Blick, der Hoffnung nichtet stummes Sein, so jämmerlich totes Leben, verdörrt, verweht und die Augen sind so leer dort wo ihre Hoffnung geht, zieht sich hin ein Tränenmeer. |
| Edea | [b]Frühling und Winter[/b] 29.10.2003 Es tanzt der liebe Frühling mir, dem Winter, schon voran und schaffet neues Leben hier, wo’s Sterben ich begann. Und lacht er mir gar ins Gesicht, und tanzt den Lebenstanz und schert sich um die Kälte nicht, um meinen kalten Glanz. Es singt der liebe Frühling mir, dem Winter, schon sein Lied und weckt erneut das Leben hier, wo ich von Dannen schied. |
| Edea | [b]Sinn[/b] Der Sinn des Lebens, In schweigenden Wäldern, Tief verborgen, Unerkannt. In tausend Träumen, In stummen Ängsten, Im festen Stein, Im losen Sand. In stillen Weihern, In schweigenden Seen, Schlummert stets Sein Angesicht. In tiefer Schwärze, Im hellen Leuchten, Dort, Wo sich die Welle bricht. In heißen Tränen, In Grausamkeiten, In ewigem Leiden, Hält er sich auf. In manchen Menschen, In vielen Momenten, In dunklen Grotten, Im Wasserlauf. ~~~~~~~~~~~ Kannst du ihn finden, Wirst du verstehn, Was zu sagen Er versucht? Wirst du wissen, Was zu tun ist, Hast du ihn nicht Selbst verflucht? Bist du Herrscher Über sein Wesen, Über das, Was er dir bringt? Kannst du selbst Die Aufgabe finden, Die er dir In Nächten singt? Weißt du was es heißt Zu suchen Ständig auf der Suche Zu sein Niemals scheint ein Hoffnungsschimmer Stets bleibt Düsternis allein Kannst du sagen Du warst fündig, Dann gebührt Dir großes Glück. Denn viele sind Sinnlos gestorben, Mit leeren Augen , Mit leerem Blick. Sie fanden nicht Und sind verzweifelt, Sie suchten, gierten Nach dem Sinn. Manche strebten nie Danach, Kümmerten sich nicht, Warfen ihn hin. ~~~~~~~~~~~ Der Sinn des Lebens, In schweigenden Wäldern, Tief verborgen, Unerkannt. Überzeugende Illusionen Er sei gefunden, Bis alles zerfällt, Asche und Sand. |