German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Just my thoughts
black_lost_soul[CENTER][B]Vogelfrei[/B]

Im Menschsein fühl ich mich verloren,
wünscht` ich wäre nie geboren –
in diese graus`ge Welt hinein,
mit blutend’ Hand und Heil`genschein.

Ach welch` Leid hätt’ ich gespart,
hätt mein Geist sich nie gepaart,
mit dem schwächsten Fleisch auf Erden;
wollt` doch lieber Vogel werden!

Fliegen, grenzenlos und frei,
egal wohin – ist einerlei.
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Gefährte[/B]

Der Tod, mein ständiger Begleiter,
macht mir die Seele immer heiter.
*
Denk ich an ihn, so geht s mir gut,
's verschafft mir täglich neuen Mut.
Er ist s der mir die Kraft verleiht,
zu widerstehen all dem innren Streit.
Welch’ täglich an der Seel mir nagt,
mir täglich neue Angst einjagt.
*
Der Tod mein ständiger Begleiter,
macht mir die Seele immer heiter.
*
An nicht s wird er vorüber gehen,
keiner kann ihm widerstehen.
Ein jeder wird ihm einst die Hände reichen.
um seine Sünden zu begleichen.
Die er begangen hier auf Erden.
Wie wohl wird dem dann werden.
*
Der Tod mein ständiger Begleiter,
macht mir die Seele immer heiter.
*
Eben weil ich um sein Kommen weiß,
freue ich mich immer heimlich leis.
Noch mehr da ich ihn Bitten kann,
jederzeit zu kommen, nicht irgendwann.
Denn bis zum Greis schaff ich s wohl nicht.
vorher mir wohl das Herze bricht.
*
Der Tod mein ständiger Begleiter,
macht mir die Seele immer heiter.
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Die beste Wahl?[/B]

Des Messers Klinge, dir die Seele wohl befreit.
Keine and'ren Dinge, nehmen dir die Einsamkeit.
Der funkelnd' Stahl, wie verzaubern er doch mag,
Immer zur Wahl, an einem jeden Tag.
Rinnen rote tränen erst, dann nur geht der Schmerz.
Du der Welt den Rücken kehrst, dann nur lebt dein Herz.
Ist s nicht die beste Wahl, die dort zu treffen du gewohnt.
Ergib dich doch der Qual, sonst wird sie doch nur belohnt.
Denn wird die Wunde eine Narbe, so schimmert sie für immer.
Ist auch rot die schönste Farbe, macht' s doch nur das Elend schlimmer.
Ergibst du dich der Qual und Pein, ganz ohne Kling' und Schneide.
wird dir doch bald wohler sein, webst du dir Pein da doch zu Seide.
Wodrin zu liegen, das Gemüte so erhöht.
Die Einsamkeit besiegen, in dem man sich mit ihr versteht.
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Gebet an einen Engel[/B]

Einen Engel wünsch ich mir,
der mich erlöst vom Leiden hier.
Mag er mich heute doch noch holen,
würd mit ihm gehn - auf leisen Sohlen.
Ohne mich wohl umzudrehen,
und nur das Ganze Leid zu sehn.
Dem ich da entfliehen könnt,
Ist mir das wohl nicht vergönnt.
Muss weiter mich hier täglich quälen,
umgeben nur von toten Seelen.
Die meißt nicht wissen was sie tun.
Engel! Komm und hol mich nun!
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Kein Zurück[/B]
Zum Selbstmord hin wird man getrieben,
Mit des Schicksals strammen Hieben;
Der kleinste Husten schon, kann hin zum Tode führn;
Auch Liebe und ihr Hohn, kann verriegeln alle Lebenstür’n.
So das nur eine Türe übrig bleibt,
Die, welch’ führt in die Unendlichkeit.
So steh’ ich nun vor dieser Tür,
Les’ eine Inschrift, derweil ich schon den Knauf berühr’:
„Es gibt kein zurück“ steht dort geschrieben,
Und wie von einem Schlag getrieben,
Renn ich hinweg, hinweg von diesem Orte,
Wo geschrieben stehen, diese grausig klingden Worte.
So irr’ ich den riesig’ langen Flur entlang;
Welche Türe soll ich nur wählen – ach! mir ist’s so bang.
Vergang’ne Tür’n mir nur den Weg ins Unglück wiesen,
Wieso sollt es anders sein bei Diesen?
-
Werd’ all mein Mut zusammen nehm’,
und durch jede dieser Tür’n geh’n.
-
Bringt keine dieser Türen mir dann jemals Glück.
So wahrlich die wo steht: „Es gibt kein zurück.“
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Wann?[/B]

Im Kopf mich böse Geister plagen,
wie lang kann ich’s noch ertragen?
Diesen Dolch zu spür’n im Herze,
Und nicht zu sterben an dem Schmerze.
Dem Schmerz der mir die Seel’ zerfrisst,
und bald des Wahnsinn’s Flagge hisst.
Weht sie im Wind, so kommt die Zeit;
für Ängste blind, für’s End bereit.
-
Keine Scheu mehr vorm erhängen,
Ein Messer sich ins Herz zu drängen,
Sich zu erschiessen und dergleichen,
Des Lebens Rechnung zu begleichen.
-
Im Wahn die Angst ganz schnell verschwindet,
Die sonst so stark sich an mich bindet.
So hoffe ich und wünsch ich’s mir,
Denn Wahn ist nicht mehr weit von hier.
-
Sollt er die Erlösung sein?
Erlösung von der Qual und Pein?
Die täglich mir hier widerfährt,
Stetig mir den Ekel mehrt.
Den Ekel vor des Menschen Welt,
Wo einzig zählt das leid’ge Geld.
Wo Seel’ und Geist ganz ohne Wert,
Ein jeder Macht und Ruhm begehrt.
-
Dem Wahnsinn ich verfallen möcht,
Auf das er mir die Angst auslöscht.
Die Angst, welch’ mich am leben hält,
Und mich so am meißten quält.
Lässt’ sie mich dann einst allein,
So wird’s das wohl gewesen sein.
Dann wird mein traurig Leben enden,
Und alles sich zum Guten wenden.
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Der Engel Glück[/B]

Mit Schmerzen mir im Busen nur,
wach ich jeden morgen auf,
ganz allein auf weiter Flur,
muss ich ertragen den willkürlich’ Lauf.
Auf dessen Pfade niemand geht,
der mir den Schmerze nehmen könnt,
der ständig wie ein Schatten steht,
und nicht die leiseste Erholung gönnt.
*
Wie atemlos hetz’ ich dahin,
ein jeden Tag zu End’ zu bringen,
bis ich dann im Traumland bin,
wo mir die Engel Lieder singen.
Verschen voll von Lieb’ und Glücke,
ach! wie wissen sie bescheid.
Keine Kenntnis von des Menschen Tücke,
ach! wie sehr ich sie beneid’.
*
Wie gern ich doch ein Engel wär,
den ganzen Tag nur froh zu sein!
Wie wird mir,ach! die Seele schwer,
schwerer als der härt'ste Stein.
Wenn ich erwache aus dem Traume,
und weiß es war doch nur ’ne Grille.
Kein Engel schwebt über ’nem Raume,
denn dort ist nur die heil’ge Stille.
In welch’ ich gerne flüchten würde,
was mir die Angst so stark verwehrt;
Sie ist die einzig hohe Hürde,
die ständig mir die Sehnsucht mehrt.
*
Die Sehnsucht nach dem Himmelstor,
welch’ Einlass in Glückseeligkeit.
Wann steh ich denn dann wohl davor,
zu vergessen all den inn’ren Streit?
Der mir in der Seele wohnt,
und so mein Innerstes zerstört,
das keine Anstrengung je lohnt,
das kein Gebet wird je erhört.
[/CENTER]
black_lost_soul[CENTER][B]Endloses Glück[/B]

Tränen sich den Wege bahnen,
Ganz vom Herzen hin zum Auge.
Ach wer konnte das wohl ahnen,
Dass ich für nichts und niemand tauge.
Verirrung heißt der Seele Last,
Welch’ ständig mein Begleiter,
In des Lebens ständ’ger Hast,
Bin ich auch traurig oder heiter.
Mein Herz, es soll nur dir gehörn,
Auch magst du es nicht haben.
Ach! auf wieviel könnt’ ich schwörn;
Kann nur im Geiste je mich an dir laben.
Im Traume kann ich mir den Geist erquicken
Denk ich mich an dein’ Busen hin,
Die Seel’, sie droht mir zu ersticken,
So ich nicht durch sie bei dir bin.
Der Weltschmerz, welch’ mich elend quält;
An deiner Brust ist er vergangen,
Nicht’ s zum Glücke was hier fehlt,
Ich fühl mich angenehm gefangen.
Angenehm so lang’ ich träume,
Wach’ ich, martert’s mir die Seel’,
Dass ich alles um mich rum versäume.
Und fast mir meinen Schmerz befehl’.
So zeig ich dir mein tiefstes Ich,
In welcher Hoffnung, weiß ich nicht.
Mein Herz fühlt einzig nur für dich,
Wart nur drauf, dass es erneut zerbricht.
[/CENTER]

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur