| Gibson | Mein Blick schweifte von ihren Füssen zu ihrem engelsgleichen Gesicht… Vor ihrem Bett stand ich und blickte auf sie herab, wie ich es nie zuvor getan habe. Ich probierte jeden Einzelheit für immer in meinem Gedächtnis zu speichern, auf das ich es nie wieder vergesse. Es war das letzte Mal. Ich beobachtete ihre Züge, so zart und feminin, dass ich es kaum aushalten konnte. Es war das letzte Mal. Ich beobachtete wie sie ihr Kissen fester an sich drückte, und genoss das Schattenspiel des Mondes auf ihrer glatten Haut. Sanft umschmiegte das Mondlicht ihr Gesicht und ich wünschte ich könnte in diesem Moment ein Strahl des Mondes sein. Nur noch ein einziges Mal. Ich beobachtete sie wie sie atmete, gemächlich und doch schwer. Ich wollte sie aufwecken, aber ich konnte es nicht machen. Ich konnte ihr nicht noch mehr Schmerz zufügen als ich eh schon getan hatte. Sie schlug die Augen auf. Ihre grenzenlose Sehnsucht, gepaart mit dem Schmerz einer gequälten Seele spiegelte sich darin. Sie blickte in meine Richtung, doch ihr Blick glitt über mich hinweg, weil ich nicht wirklich da war. Tränen rannen ihr über das Gesicht und ich wollte alles dafür geben ihr diese Tränen zu trocken. Der Schmerz marterte sie und mich. Es war der Schmerz der einen wissen lies, es ist endgültig aus. Wir werden uns auf der anderen Seite wieder sehen. Ich werde unter einer alten Eiche auf dich warten, und die Tage zählen, bis das was uns trennte uns wieder vereinen wird. Sie stand auf. Ihre Silhouette zeichnete sich vor dem Mond ab. Ihre Augen wanderten wieder umher. Es war das letzte Mal. Das ich ihr so nahe war, das ich sie sehen konnte. Ich wollte sie umarmen aber wusste es geht nicht. Ich wollte nur noch einmal ihre zarten Lippen auf den meinigen spüren sie nur noch einmal ihren Atem an meinem Hals spüren. Aber all das war nicht möglich. Später… Viel später. Sie stand auf und ging ruhelos im Zimmer umher. Ich hätte sie so gerne berührt. Es war das letzte Mal! Sie ging in die Knie und begann zu weinen. Ihr Gesicht begrub sie in ihren zitternden Händen, und ihr Schluchzen hallte tief in meiner Seele. Warum musste es so kommen? Presste sie gedrückt heraus. Ich konnte ihr die Frage nicht beantworten. Das letzte Bild von uns beiden war der einzige Trost, den sie hatte. Nachdem sie es studiert hatte, legte sie sich wieder ins Bett und schlief ein. Unruhige Träume quälten sie. Ich konnte ihr nicht helfen. Ich konnte nicht für sie da sein. Es war das letzte Mal – Ich stand an ihrem Bett. Ich schaute auf sie herab, und wusste, egal was mich auch erwarten würde, ich würde nie was so schönes wie sie wieder finden. Ich gab ihr einen letzten Kuss. Ihre Lippen waren kalt und unspürbar. Wie meine Hülle, die weit weg von hier war. Ich stand auf, und nahm Abschied, mit dem sicheren Wissen, das was ewig wären sollte, wird alles überstehen. Nichts kann so etwas Starkes trennen. Mit diesem wissen ging ich hinüber in die bessere Welt, wo ich unter einer alten Eiche auf meinen Engel warte, und die Tage zähle, an dem ich wieder seine Berührungen spüren kann und sie in die Arme schließen kann. Ich werde warten. Ich habe die Ewigkeit vor mir um auf sie zu warten. Und noch mal so lange Zeit um sie zu lieben. |