| Toxic Tears | Bloß ein kleines Mädchen? Das kleine Mädchen hockt still da starrt schweigend auf den Stein Konnte nicht glauben was sie sah sie wusste es - doch wie kann es sein dass die Stille sie so erdrückt. Wie die Leiche dort zerfällt Von Maden und Würmern ganz zerfressen Eine Vorstellung, die ihr nicht gefällt Kann sie ihn niemals mehr zergessen der, der sie zeugte. Es nicht kann bei ihr daheim Jemandem zeigen, wie sie weint Ihre Schreie ersticken noch im Keim Auch wenn ihre Mutter meint sie soll Gefühle zeigen. Sie war die Trauer, Musste sie sich neigen Gefangen hinter hoher Mauer die Trauer, die ich nicht vermag zu zeigen... (c) Toxic Tears 27.10.2003 |
| Toxic Tears | Am Höllenschlund Das Kind schlief tief und fest Träumte von seinem Pferd Ritt mit ihm an des Welten Rest Doch ein Wunsch blieb ihm doch verwährt. Wachte nie mehr auf Es war gestorben Nahm das Schicksal so in kauf Die Welt war so verdorben. Musste das Schicksal so enden? Am Höllenschlund Konnte es sich nicht doch noch wenden? Sah das Blut tropfen von seinem Mund. Doch wer war ER? Stehend an den Klippen An einem Ort ohne Wiederkehr. Aß eines Menschen Rippen. Wollte er das Kind so jung schon holen Es quälen und dann fressen? Hatte er es den Dämonen befohlen? Er schien wie besessen. Er packte das Kind am Schopf Biss es und trank das Blut Hielt fest umklammert seinen Kopf Und kochte bald vor Wut. Er riss es hin und her Was hatte es getan? Was wollte er? Hatte er sich nicht vertan? Es gab kein zurück für das Kind Es war fast leer Es wehte ein kalter Wind Der Rest seines Lebens blieb ihm doch verwehrt. Der letzte Tropfen schwand Seine Lippen noch ganz rot Stieß es über den Rand Das kleine Kind war Tot. (c) Toxic Tears 27.02.2003 |
| Toxic Tears | Todesfluch (1) Die Augen leicht geschlossen Die Kälte des Windes Suchte ich sie ganz betroffen Gestalt eines Kindes Woher kam sie bloß? Wie aus der Erde gesprungen Der Gedanke ließ mich nicht los Er war in mich eingedrungen Wie sollte ich ihr entkommen? Rennen, laufen, hetzen? Ich hatte es deutlich vernommen Wie Schatten ihre Messer wetzen Kamen auf mich zu Wollten mich verschlingen Ließen mich nicht in Ruh’ Mich auf diese Weise umzubringen Stolperte, fiel und war erstarrt In den Händen hielten sie ein Buch Schienen wie vernarrt Und sprachen aus den Todesfluch. Todesfluch (2) Ich wartete und sah die dort Dem Todesfluch entkommen Wollte laufen zu einem andren Ort Einen Fluchtversuch hatte ich mit vorgenommen Wie sollte es gelingen? Sie starrten mich an Als wollten sie mich verschlingen Einfach nicht Entkommen kann Sie sprach ihn laut Hielt das geöffnete Buch Als Statue erbaut Und las ihn erneut, den Todesfluch Sollte ich ihn erneut überleben? Wieso konnte sie mich nicht quälen? Mich an den Teufel übergeben Ihm alles erzählen? Der Todesfluch ertönte wieder, Ich verlor den Boden unter meinen Füßen Es erklangen wirre Lieder Ich sollte für meine Taten büßen. Der Todesfluch (3) Es wurde kalt Die Gestalten waren fort Ich war zurück im Wald Doch an welchem Ort? War dies die Qual? Durch einen Wald zu gehen Ich hatte keine andere Wahl Der Wind begann zu wehen Ich schmeckte Salz auf meinen Lippen Hörte den Teufel lachen Dort stand er, bei den Klippen Was würde er mit mir machen? Mir wurde bange Am Rand der Klippe war ein Grab Er fackelte nicht lange Packte mich, warf mich hinab. In der Hand hielt ich das Buch Das Schicksal nahm seinen Lauf Sprach ich den Todesfluch Und endlich schlug ich auf. (c) Toxic Tears 26./27.02.2003 |
| Toxic Tears | Seele zu verschenken… Wenn das Herz zerfällt zu Scherben, Die Sonne nicht erscheint, Die Erde scheint du sterben, als hätten die Engel in der Nacht geweint. Es bleibt dunkel und kalt, dichte Wolken am Himmel hängen, was einst so friedvoll galt, was sich bald mit Tränen wird vermengen. Wann werde ich gehen von dieser Welt Will nicht mehr leben wie bisher Mein Hilfeschrei durchs Dunkel gellt Laufe ich in der Nacht umher. Wo ist er nur - der mich erlöst, Muss ihn suchen diese Nacht Als hätte sich die Seele vom Körper gelöst Was hab ich nur mit meinem Leben gemacht? Wäre ich nur einen andren Weg gegangen Nehme nun mein Leben in dir auf Wie konnte ich auch nur so viel verlangen Muss nun nehmen diesen Preis in kauf. Überreiche ihm meine Seele Oh Schöpfer der Nacht Weiß dass ich diesmal den richtigen Weg werde wählen Jetzt ist es eh zu spät- er hat die Macht… (c) Toxic Tears 12.03.2003 |
| Toxic Tears | Hass Gefrorene Herzen - aufgebrochen Zersplittert, gespalten - durch seine Macht Werden nie mehr Leben - nicht auf Erden Vollendeter Hass in einer Nacht. Hass in die Herzen intrigiert Schwarz, finster und ohne Seele Keine Hoffnung mehr Sterben, ersticken - Schnitt in die Kehle. Ohne Liebe weiter leben Vegetieren, verrotten, nie mehr spüren Gefrieren ganz und gar Werden sich nie mehr rühren… Ewig dem Tod geweiht Keine Sonne in Sicht In die Dunkelheit eingereiht Tot - Verloren und Allein. (c) Toxic Tears 17.04.2003 |
| Toxic Tears | Hetzjagd - Eine Kurzgeschichte Sie ging durchs Dunkel. Eulen schrieen. Sie spürte, sie waren da. Blickten sie an. Wollten sie holen. Ihre Brust schmerzte. Sie rannte los. Immer tiefer in die Nacht. Der Vollmond drang nicht durch die dichten Baumkronen. Ein gellender Schrei ertönte. Sie geriet in Panik. Hechtete weiter. Ungewiss wohin. Die dicken Stämme der Bäume wirkten wie Fratzen. Die Blätter waren schwarz. Wirkten scharf wie Klingen. Wollten auf sie fallen. Sie ritzen. Sie verletzen. War sie wirklich Schuld an der ganzen Misère, die sich abgespielt hatte? Sie rannte weiter. Kein Blick zurück. Sie waren dicht hinter ihr. Doch wer oder was waren sie? Egal, keine Zeit verschwenden. Sich in Sicherheit bringen. dachte sie schnell. Ihre Beine wollten nicht weiter laufen, doch sie mussten. Sie stolperte, fiel. Die Gestalten stürzten sich auf sie. (c) Toxic Tears 27.02.2003 |
| Toxic Tears | Adam - Eine Kurzgeschichte Sie rannte so schnell sie konnte. Wo war er nur? Sie rannte, als wäre der Teufel persönlich hinter ihr her. Ihre Brust schmerzte. Ihre Beine waren schwer. Sie stolperte. Fiel. Stand auf und lief dennoch weiter. Tränen liefen über ihre Wangen. Benetzten sie mit Salz. Das Salz brannte auf ihren Lippen. Doch sie lief weiter. Immer weiter ins Ungewiss. Sie musste ihn finden. Ihren Geliebten. Ihren Schatz. Rannte durch die Nacht. Immer weiter. Sie schrie seinen Namen so laut sie konnte. Sie spürte ihren Puls. Sie spürte wie das Blut durch ihre Adern floss. Sie spürte wie sehr sie ihn liebte. Vor ihr lag das Meer. Sie lief in seine Richtung. Dort! Dort an den Klippen sah sie ihn stehen. Er starrte in die Ferne. Sie schrie erneut seinen Namen. Rannte so schnell sie konnte zu ihm. In dem Moment, in dem sie seine Schulter berührte, sprang er in die Tiefe. In die Tiefe des Meeres. Sie kreischte und brach zusammen. Auf Knien blickte sie in die Tiefe. Doch von ihrem Geliebten war nichts zu sehen. Der Wind wehte und sie spürte deutlich, dass es kälter geworden war. Sie murmelte vor sich hin. Doch ihr murmeln wurde immer deutlicher und lauter. Sie schrie nun förmlich: „WARUM NUR??? WARUM???“ Sie bekam keine Antwort. Als eine Träne den Meeresspiegel berührte, kam sein Körper wieder zum Vorschein. Er trieb regungslos im Meer. Wie sollte sie ohne ihn weiter leben? War ein Leben ohne ihn überhaupt möglich? Wieso hat er sich nur in die Tiefen des Meeres gestürzt? Sie hatte ihn verloren- den Vater ihres ungeborenen Kindes- ihren Geliebten- ihren Adam… Eva Sie fror. Trommelte unruhig mit den Fingerspitzen auf dem Tisch. Spürte, etwas Schreckliches würde geschehen. Das Kind schlief. Sie zitterte. Die Fensterläden klapperten. Der Wind peitschte durch die Nacht. Draußen knallte etwas. Sie zuckte zusammen. Warf sich ihren Mantel über, ging hinaus. Das Kind ließ sie drinnen. Sie sah das Übel. Das Scheunentor war zerbrochen. Das Vieh schrie. Sie lief zum Stall um das Vieh zu beruhigen. Sie schaffte dies zunächst nicht. Sie hörte Wölfe heulen. Aus der Nähe. Kamen sie? Sie verwarf den Gedanken sofort. Kümmerte sich ums Vieh. Streichelte die Kälber, bürstete die Kühe, gab ihnen zu fressen. Sie beruhigten sich. Sie war zufrieden. Hörte schreie. Rannte sofort zurück zum Haus. Die Wiege lag umgestoßen auf dem Boden. Dieser war mit Blut befleckt. Pfoten Abdrücke quer durch die Stube. Blutige Abdrücke. Wo war das Kind? Sie wurde panisch. Sollte sie es auch verlieren? Sie rannte durch die offene Tür in den Nebenraum. Dort auf dem Boden lagen die Überreste ihres Kindes. Zerfetzt durch den Wolf, der dort lag. Sie schrie und der Wolf stürzte sich auf sie. Wieso in ihrem Leben? Eva nun auch… Die Wiedergeburt I Wie er so trieb, auf dem Meere. Tot. Sein Lebloser Körper. Von Möwen angefressen. Die Geier kreischten von den Klippen aus durch die Stille und das Rauschen des Meeres. Das Meer verschlang den leblosen Körper. Jahre später erwachte er. In den Tiefen des Amenti (Totenreich). Sein Körper von Wunden übersät. Gequält durch Belial’s Diener. Geschändet, gequält, gewürgt. Narben der Jahre zeichnen seine Seele. Auferstanden aus den Tiefen des Meeres. Sein Körper treibt noch immer im Ungewiss. Seine Seele in Belial’s Gewalt. Wehrlos, verletzlich, schwach. Kein Ausweg, kein Entkommen. Ewig gefangen unter Qualen und Folter. Die Folter der Sünde, die Folter des Teufels, die Folter des Herrschers des Amenti. Seine Geliebte Eva für immer vergessen, für immer verlassen, für immer einsam… im Reich des Todes. (c) Toxic Tears 6./13.4.2003 |