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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Ein Bach der Ruhe
Dark_ArchangelEin Bach der Ruhe



Ich schleiche einsam durch den Wald

Der Nebel senkt sich bitterkalt

auf sanft gefall'nes, dunkles Laub -

es ist des Herbstes bittrer Raub

an Bäumen, die wie Gestalten,

den' man ihre Form gestohlen,

so wie die and'ren Schatten

sich in des Waldes hohlen,

dunklen Bildes malten.



Allmählich näh'r ich mich dem Bach

und lass' mein Leben hinter mir.

Die Gedanken schweben ungemach;

ich merke, daß ich bald erfrier

an Bildern voller Kält' und Hass

- und wäge ab -

zwischen einem Sprung ins tosende Nass,

der mich zur Ruhe bringt - ins Grab

und einem ruhelosen Leben

den Ängsten und der Pein ergeben;

Ich denke an des Menschen Leid

und ohne Sinn ich hier nicht bleib.

Ich riech' noch feuchten Stein und nassen Harz

und dann:

ein dumpfer Schlag, im Geist wird's schwarz.



Nun hab' ich mich dem Schicksal ergeben,

und werd' in Ruh und Frieden leben:

Der Körper, vergessen, im tosenden Gewässer

die Seele in einem Bach voll Ruh' und Frieden-
wahrlich war dies Los viel besser
Dark_Archangel[U][COLOR=royalblue]Und wieder eine verlorene Nacht[/COLOR] [/U]

[COLOR=skyblue]
Glaubst du es gibt eine andere Welt?
Zu der wir aufbrechen können?
Es gilt zu lösen was uns am Leben hält
und zu versuchen, was wir den Wahnsinn nennen!


Deine Lider sind geschlossen,
sanft streicht Dein Atem über Deine träumekrallenden Finger,
Schlaf hat sich über Dich ergossen
Schlummerst so sicher und ruhig. So war es nicht immer.

Es war die Zeit, da war uns're Liebe noch jung,
wir hatten beide Zweifel an unserem Glück.
Heuer verfiel vieles zu Gewohnheit,
Du fülltest zwar ein Stück,

dieser Leere in mir.
Erfülltest mich mit Freude und Glückseeligkeit
Doch schon immer wusste ich,
da liegt etwas anderes für mich bereit.

Es ist Nacht! In eine Traumwelt Du entfliehst!
Aber ich sitze hier, wartend, ruhelos, schon bald zu alt;
Daß Du diese Aufregung nicht siehst!
Die in meinem Herzen wallt!

Natürlich bist Du mein Leben.
Ich betrüge Dich nicht!
Ich will Dir alles geben,
aber warum erkennst Du nicht,

daß ich mich nach etwas sehne,
was es auf dieser Welt nicht gibt.
Verzweiflung begleitet schon lange all meine Wege,
dreht meiner Seele einen beklemmenden Strick.

Ich bin glücklich mit Dir in dieser Welt
und doch denke ich an eine Geliebte.
Es ist weder Weib, noch Macht noch Geld
nur wenige wollten, daß sie sie liebte.

Aber ich sehne mich nach ihr
Sie weckt in mir die tiefsten Triebe.
Sie zerreißt mich, packt mich, fesselt mich
und schlägt um sich, wie Tausen Hiebe

begleitet von Furcht und Pein.
und doch will ich sie mehr als alles andere.
Will an ihr, unter ihr, in ihr sein!
Vergessen alles Vergangene.

Denn mein Herz sehnt sich ab und zu,
nach Melancholie, nach greifendem Leid,
nach vertrauter Traurigkeit und silberglänzender Schwärze
Nur dort findet meine Unruh Ruh'!

Vielleicht bin ich anders - ich weiß es nicht!
Doch brauche ich manchmal ein Gefühl,
das andere als dunkel beschreiben. Als ein Schwermut-Angst-Depressionen-Gemisch!
Ich suchte es oft, doch vergeblich diese Müh'!

Ach, ich würde es woanders suchen wenn ich nicht wüsste
Daß nun für zwei Wesen ich die Verantwortung tragen müsste!
So wie ich Dich abgöttisch liebe, frei in Deinem eigenen leidenvollen Feuer zu vergehen
so schlösse sich auch auf andere Art der Kreis und Dein Lebenshauch würde mit dem meinem vergehen.

Nur ein kurzer Ritt den Pfad entlang, um zu sehen was sich dahinter verbirgt,
ein Schnitt, der das Schwert mit Blut benetzt, aber eine Pforte zu dem Reich des Nachlebens bewirkt.
Meinen ruhelosen Geist schauen zu lassen, nach was er immer forschte,
nach was er immer suchte, mit blitzenden Augen spähte - mit spitzen Ohren horchte:

Die Augen, die sich im dunklen Wald verbergen,
die Geräusche, die nachts vom Berge hallen,
das Zwielicht, das sich plötzlich in Deinen hintersten Augenwinkeln befindet
Den Stolz, beim Anblick des Kindes im Vaterherzen aufwallen.

Die angstvolle Faszination bein Anblick eines Grabes
Der Schatz in der dunklen Höhle des eigenen Seins
Das Ende des langen, horizontstreichelnden Pfades
Und vielleicht die Gefahr und der Genuß der schwerelosen "Hilflosigkeit", des offenbarenden "Alleins".

Ich würde mein Dasein hier riskieren,
um dorthin zu gehen und nie wieder zurückzukehren.
Doch schon zieht mein Herz sich zusammen beim Anblick des Messers in meiner Hand.
Mein Blut fühlte sich bestimmt wärmend an - doch würde es Dir das verdiente Glück in diesem von Dir gewählten Leben verwehren.

So lege ich mich zitternd neben deinen wunderschönen Körper.
Du bist das, was ich zum Leben brauche so sagt mein Herz.
So sagt es auch meine Seele, aber tief in mir gibt es einen kleinen Fleck,
der vor jugendlichem Übermut, der Lust nach Gefahr und einem Realitätsgrenzenbrechenden Wunsche schmerzt.


Glaubst du es gibt eine andere Welt?
Zu der wir aufbrechen können?
Vielleicht gibt es sie! Aber nicht für mich! Nicht jetzt!
Sieh! ein neuer Tag bricht an! Und du verstehst mich nicht, denn "schön" würdest DU einen solchen nennen![/COLOR]
Dark_Archangel[COLOR=crimson]Nur ein paar Zeilen schreiben,
wie immer, wenn es weh tut.
Schnell den Stift in die Hand nehmen,
so wie es immer ist, wenn ich die Tränen unterdrücke.
Ein Stück Papier suchen,
am besten nicht denken.
Dann die Farbe aufs Papier drücken,
nicht beachten, dass sich das Herz verkrampft.
Die Feder stetig gleiten lassen,
auch wenn ich nicht weiß, ob Du mich noch liebst.

Auch...

Wenn die letzten Monate, die schönsten waren,

...

wenn nun alles, worauf ich meine Existenz aufgebaut habe ins Wanken gerät,


auch, wenn wir naiv und verliebt waren,
selbstverständliche Phrasen über die Liebe runterleiern,

es kann ja nicht sein, nein – einfach die Schönheit schreiben

... die zur Gewohnheit wurde? ...


die Leidenschaft die Gedanken führen lassen,

aber ... die Worte sind so hohl geworden, nur der Rahmen einer verlorenen ...

nein einer gänzlich wunderbaren Liebe.

Vers um Vers aneinanderreihen,
wie die melancholischen Sorgen, welche die letzte Zeit ausmachten

Den Reim über die Inhaltslosigkeit die Oberhand gewinnen lassen,
wie die Wehmut die glücklichen Zeiten, das Kribbeln, verdrängte.

Schnell noch ein paar Zeilen schreiben,
damit du mich lieben musst.
Schnell noch die Tränen vom Papier wischen.
Noch weiß ich, dass ich Dich liebe,

oder ...

wie immer ein Stück Aufmerksamkeit für einen Teil meines Lebens,
schnell mit hübschen Rosen verpacken

und wie immer der gleiche Satz von Dir:
„Danke, Ich liebe Dich!“

Schnell noch etwas fühlen ...
[/COLOR]
:(

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