German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Tales of Mornedhel
MornedhelEinst Träumte ich, den Traum vom Tod.
Doch unerwartet verblasste der Traum, und ich erwachte...
Tränen netzten mein Gesicht...
Verwirrt fragte ich mich, warum ich Tränen vergieße...
Sind es Tränen aus Freude, das ich dem eisigen, vernichtenden zugriff des Todes entkommen bin,
und weiterhin die Wärme des Feuers das sich Leben nennt genießen darf...
Oder sind es Tränen aus Trauer, das ich der zärtlichen, schützenden Umarmung des Todes entgangen bin,
und weiterhin vom Feuer des Lebens verzehrt werde...
MornedhelIn der Einsammen Stunden der Nacht, umgeben von Stille und alles umhüllender Dunkelheit, vernahm ich eine Stimme
leise und unfassbar wie ein Windhauch wehten ihre Worte durch die Stille
angestrengt lauschte ich in der Hoffnung das Geheimnis das mir diese mysteriöse Stimme mitzuteilen versucht ergründen zu können
Doch als ich erkannte welche Worte es waren die, die Stimme Sprach erschrak ich zutiefst
Die Stimme sagte nur „Erkenne dich selbst...“
wie konnte sie nur, wusste sie den nicht das dies die 3 Wörter waren vor denen ich mich am meisten Fürchtete
Ich versuchte vor der Stimme und ihren Worten davon zu laufen, sie einfach nicht zu hören
Doch konnte ich nicht entkommen, den nun wo die Worte einmal erkannt, waren sie Nichtmehr leise und unverständlich sonder geradezu unerträglich laut und Anklagend
Die Stimme lässt mir keine ruhe unerbittlich wiederholt sie die Worte immer wieder
Die Dunkelheit um mich herum, die mich vorher schützend umhüllte scheint mich jetzt erdrücken zu wollen um so jede Flucht unmöglich zu machen
Während ich mich gegen die Anklagenden Worte und die erdrückende Dunkelheit zu wehr zu setzen versuche spüre ich wie etwas in meinen inneren immer mehr anwächst und mich von innen heraus zu Zereisen droht
Ich merke das meine Kraft diesmal nicht ausreicht um gegen die Anklagende Stimme, die erdrückende Dunkelheit und die unbekannte Kraft von innen den Sieg zu erringen
Kurz bevor die Kräfte die auf mich wirken mich ganz zerstören gebe ich meinen Wiederstand auf
Ich Stelle mich der Stimme und ihren Anklagende Worten, gebe dem Druck der Dunkelheit nach und öffne ihr mein innerstes und gebe so auch der drohenden Kraft in meinen inneren nach
Ich gebe mein ganzes sein auf, biete mich als Opfer da und erwarte Schicksalsergeben das Urteil meiner Peiniger
Doch das von mir erwartete vernichtende Urteil kommt nicht
Die unbekannt Kraft die mich eben noch zu Zereisen drohte ist Verschwunden
Ich höre zwar wieder die Stimme doch sie klingt jetzt Nichtmehr anklagend sonder geradezu mitfühlend während sie sagt ich solle jetzt in den Spiegel sehen und mich selbst erkennen
Auch hat die Dunkelheit nicht über mich geurteilt oder mich gar Verschlungen sondern hat mich in sich aufgenommen, ist ein teil von mir geworden und gibt mir mit ihre warmen, schützenden Umarmung Kraft
Ich habe zwar noch immer Angst vor dem was mich erwartet doch sehe ich jetzt in den Spiegel und sehe dort mein tief verborgenes inneres wahres ich mit all seinen Fehlern, seiner Trauer, Angst, Verzweiflung und Schwäche
Mein Spiegelbild sieht mich erwartungsvoll an, ich merke wie ich einen Schritt Vorwärts mache und meine Arme ausstrecke um es willkommen zu heißen...
Ich erwache und bin von einer nie gekannten Leichtigkeit, Kraft erfüllt den ich weis ich habe mich mir selbst gestellt und den Sieg davon getragen nicht durch Kampf, Verdrängung oder Flucht sonder durch Mut und Akzeptanz...
MornedhelAuf den Weg meines Lebens kam ich an einen reißenden Fluss
In mein Armen trug ich 2 kleine Kinder, das eine war das Kind meiner Hoffnung, das andere das Kind meiner Träume
Ich wusste das der Weg auf der anderen Seite des Flusses weiter geht doch wie sollte ich hinüber kommen
Nicht weit entfernt stand ein Fährmann mit seinen Boot, jedoch wusste ich das er seinen Preis für die Überfahrt fordern würde einen Preis den zu entrichten ich nicht bereit wäre
Mir blieb nichts anderes übrig als aus eigener Kraft zu versuchen über den Fluss zu kommen
Also stieg ich in den reißenden Fluten...
die scharfen kanten der Steine auf dem grund schnitten mir in die nackte Haut meiner Füße,
das eiskalte Wasser, welches mir bis zur Brust reichte, ließ mich vor Kälte erschaudern und lähmte langsam meine Muskeln,
die reißende Strömung zerrte an meinen Körper geduldig auf einen Moment der Schwäche wartend um mich nieder zu reißen.
Doch all dies kümmerte mich nicht das einzige was meine Gedanken beherrschte war der Wunsch die beiden Kinder in meinen Arm vor dem kalten Wasser des Flusses zu schützen und sie sicher zur anderen Seite zu bringen
In der Mitte des Flusses wurde mir jedoch schmerzlich bewusst das meine Kraft nicht Ausreichen würde um beide Kinder sicher an das andere Ufer zu bringen
Doch wollt ich Lieber mit ihnen zusammen bei den Versuch Sterben als nur einen Gedanken daran zu Verschwenden eines von ihnen aufzugeben
Nun fingen beide Kinder an zu Weinen und wie wild zu zappeln, es fiel mir immer schwerer die beiden Kinder festzuhalten und gleichzeitig weiter zu gehen
Dann passierte das unsagbare grauen, ein Kind entglitt meinen Griff und fiel in den Fluss
Machtlos musste ich mit ansehen wie das Kind meiner Hoffnung von mir weg getrieben wurde mehr und mehr meinen Blick entschwand
Aufeinmahl war da eine Stimme, als ich meinen Tränennassen Blick von der Stelle abwand an wo das Kind meiner Hoffnung grad entschwunden und mich umwandte sah ich in die Toten Augen des Fährmannes, er reichte mir die Hand und sagte mit eiskalter Stimme „Mach dir keine Vorwürfe, es war vorherbestimmt das eins der beiden Kinder mir als Preis gegeben“
Ich hatte keine Kraft mehr mich gegen sein Kräftigen griff zu wehren als er mich und das mir verbliebene Kind ins Boot zog
An der anderen Seite des Flusses angekommen übermannte mich unsagbare Trauer und Wut zugleich
wozu sollte ich jetzt noch weiter den Weg der vor mir liegt Beschreiten nachdem was ich verloren...
Doch da begegnete mir der Blick meines mir noch verbliebenen Kindes, und er gab mir neue Kraft
Diesmal hatte das Leben einen hohen Preis von mir gefordert, ich habe ein Teil von mir selbst verloren und diese Schmerzliche Wunde die dieser Verlust hinterlassen hat wird nie ganz Heilen
Doch noch gibt es etwas für das es sich lohnt weiter zu gehen noch habe ich das Kind meiner Träume das ich beschützen muss.
Das mich im Gegenzug dafür auf meinen Weg begleitet und mir Trost und Freude Spendet.
Ich stehe auf, beschreite wieder den Weg der vor mir liegt nicht wissenden was mich dort erwartet
Nicht wissend wann das Leben wieder seinen Preis von mir fordern mag...
Nicht wissend wie hoch der Preis dann sein mag...

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur