| Lohengrin | Aus dem Keim der Leidenschaft spriessen Worte - zaghaft,schwach. Und sie träumen schon vom Blühn, ungeboren, bleich und grün, wollen wachsen und gedeihn und einst Schattenspender sein. Lasst sie uns umsorgen, pflegen und erfahrn der Schönheit Segen. |
| Lohengrin | Homo Ego Kein Mensch kann mich bändigen, keine Macht mich zügeln, kein Gesetz mich brechen, kein Gott mich besänftigen, die Ketten die mich fesseln, sind in meinem Feuer geschmiedet die Grenzen die mich halten, sind von meiner Feder geschrieben. Ich bin Sklave und Meister, bin Narr und Weiser. bin Verdammnis und Erlösung mir Nichts und Alles, das bin ich - was seid ihr? |
| Lohengrin | Das Erwachen Was für ein schöner Morgen! Ein Sonnenstrahl küsst mich wach. Vergessen sind alle Sorgen, die Phantome der Nacht. So ein herrlicher Morgen! Die ganze Welt lacht mir ins Gesicht. Ich muss hinaus, sie umarmen, bevor ihr Glanz wieder erlischt. Was für ein schöner Morgen! Alles duftet, wirkt und blüht. Eine Macht webt verborgen zum Lob der Liebe ein Lied. So ein herrlicher Morgen! Alles Erhoffte rückt so nah. Ich fühl mich glücklich, geborgen es ist so vollkommen - sonderbar. So ein herrlicher Morgen! Ein Lächeln geht durch die ganze Stadt. Ich steh' in all dem verloren, bis die Wirklichkeit mich eingeholt hat... |
| Lohengrin | Der Abend Das Land erstrahlt im Abendglanz und kommt zur Ruh'. Als ob es ahnt: es naht die Nacht auf sanftem Schuh. In warmen Farben brach das Licht am Horizont. Als ich es sah da wusste ich ich werd gesund. Alles getan, alles gesagt der Tag klingt aus. Und langsam bahnt sich alles matt den Weg nach Haus. Der Abendstern: er grüsste vom Horizont Als ich ihn sah da wusste ich ich war gesund. |