| NioRabe | Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Lange scheint es nun zurück da schien mir die Sonne allein durch Dich Mein Fels in der Brandung der Unzerstörbare der Unverwüstliche der Unbeirrbare Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Hinaus zogst Du, hinaus, immer wieder auf das Schlachtfeld des Lebens Und kehrtest Du nach erfolgreichem Kampf zurück zu mir erfülltest Du mich mit Deiner Liebe Deiner Nähe Deiner Wärme Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Elf Äonen währte es Elf geliebte Narben trägt meine Seele zur Erinnerung - an Dich kein Streit kein Gram kein Alltag Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Dann der Tag der Tage Du kehrtest vom Kampf nicht zurück der Streitwagen des Gegners zerschmetterte Dich zerschmetterte mich zerschmetterte elf Äonen Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat So zog ich aus, blind vor Wut und Hass zu richten den, der dies getan doch bewieß sich eines nur zu deutlich Justizia ist blind und wird es immer sein keine wahre Gerechtigkeit keine Vergeltung keine Rache Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Mein Licht ist fort für immer dahin der Abgrund hat mich umarmt hat mich liebkost hat mich verbrannt hat mich wieder ausgespien Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Mein Engel ließ mich jedoch nicht im Stich Er blieb beständig an meiner Seite gab mir die Möglichkeit gleich einem schattenhaften Phönix aus der Asche wiedergeboren zu werden neu erschaffen zu werden wieder eins zu werden ...doch anders als zuvor Mein Garten ist die Zeit und Tränen meine Saat Nun stehe ich hier, am Rande des Nichts zu meiner rechten mein Engel, mein Kind säe jeden Tag meine Tränen und die schwarzen Rosen, welche daraus knospen sind eine weitere, haltbar gemachte Erinnerung an eine schönere Zeit an eine Zeit, in der meine Sonne noch schien eine Sonne, welche nun durch meinen Engel ersetzt wird und so stehen wir zwei zu zweit alleine hier zwischen schwarzen Rosen in meinem Garten der Zeit Ich liebe Dich schönste aller Sonnen meine stolzeste Rose mein Luca |
| NioRabe | [COLOR=crimson]Hoch - Zeit[/COLOR] Der volle Mond, der blutig rote hoch am Himmel er nun thront Rasch da steht sie auf, die schöne Tote von Verwesung sie nun sei verschont Ihr altes Leben nun vorüber ein neues sie geschenkt bekam so wandert sie ganz sanft hinüber zu jenem, der ihr altes Leben nahm sie steigt mit ihm ganz hoch hinauf zum blut´gen Fürst am Himmelszelt sie läßt den Dingen ihren Lauf und kehrt nie mehr zurück auf diese Welt [COLOR=orange]In Memorian[/COLOR] [COLOR=orangered]- für meine schöne Snow -[/COLOR] |
| NioRabe | [COLOR=indigo]Flußkönigin[/COLOR] Stumm schaut sie aus ihrem Lauf auf die Welt, die war und nicht mehr ist ihre Kinder fort, sie ist allein kaum einer, der sie vermißt doch ist da noch die eine welche ihre Älteste, sie steht noch zu ihr und betrachtet mit ihr diese Menschen die alles zerstören in ihrer Gier Doch noch immer ist sie die Königin stolz und schön, sie will nicht, kann nicht gehn denn in ihr lebt auch ihre Älteste die Prinzessin würde mit vergehn Äonen halten sie gemeinsam durch bis es endlich ist geschafft der Mensch mit seinen Giften, seinem Walten hat sie beide nun dahin gerafft jetzt fließen sie woanders weiter im ewigen Land schmerzloser Zeit ohne Sorgen und ganz heiter Flußkönigin und -prinzessin in ewiger Glückseeligkeit |
| NioRabe | [COLOR=red]- Darketeer -[/COLOR] Ein dunkler Kriegsfürst schreitet dahin zu folgen einem fernen Ruf es ist die Spinnenkönigin die Liebe in ihm schuf Felder aus Blut, Ozeane der Zeit er bedeckt mit dunklem Gewand und ohne freies Geleit er seinen Schatten voraus gesandt dann endlich, es ist soweit erreicht er ihre Lande erschreckt seine Seele schreit denn ein Fremder zertrennt sinnliche Bande Allein zu ihrem Wohl er läßt sie ziehn sein Gefühl wird hohl sieht sie in die Arme des Anderen fliehn tief getroffen, blutend Herz geht er zurück in karges Land die Augen blind vor lauter Schmerz sieht er nicht ihre suchend Hand den Rücken hat er ihr zugekehrt will sich nicht nach ihr sehnen so bleibt ihm auch der Blick verwehrt auf ihre blutigen Tränen Lange Zeit verschwand er nun in selbstauferlegtem Nebel Kämpfen, Schlachten, viel zu tun mit gekreuztem, roten Säbel Indess, ein Krieg von göttlicher Hand Über das Reich der Spinnenkönigin fegt die Ländereien sind verbrannt während Asche sich auf ihre Hauptstadt legt Der Gatte ist im Kampf geblieben ihre Kinder - alle tot sie verabschiedet sich von ihren Lieben und tötet sich selbst, in ihrer Not Der Kampf vorbei, das Reich liegt brach die Totenglocken längst verklungen da wird sie plötzlich wieder wach von einem Engel zurück ins Leben gesungen Zurück bleibt sie, vor Gram gebeugt verwirrt nun ist ihr Sinn dieser lebende Schatten ihr altes Leben bezeugt wird nie mehr sein die Spinnenkönigin doch tief in ihr eine Erinnerung wacht sie begrüßt davon jed einzeln Wort ihr stolzer Krieger, Kämpe der Nacht ist aber leider seit langem fort Viele Männer sodann sendet sie aus Boten reiten nun durch so manchen Staat gelangen fast an ein jedes Haus und kommen auch zu des Kriegers Habitat Getragene Worte an des Darketeers Ohr von einem fernen Land eine Königin kommt darin vor Soraya ward sie einst genannt Man erzählt, sie suche den Einen nun schon Tag für Tag dessen romantisches Wort im Reinen ihren Schmerz zu besiegen vermag Drum Darketeer, eil hin zu ihr vielleicht erreichst du sie bei Zeiten siehst du nicht, ganz fern von dir winkt sie schon von Weitem |
| NioRabe | [COLOR=indigo] - Flammendes Eis - [/COLOR] Er ist allein so will er sein möcht´ keinen andren leiden mag jeden Kontakt vermeiden in ihm ruht sein Herz aus Eis die Seelenlandschaft, ganz in weis doch offensichtlich hungert er gar glühend heiß ist sein Verzehr sehnt sich nach ner bess´ren Zeit doch die ist weit, unendlich weit so sitzt er hier und wartet bang und lauscht dabei auf jeden Klang dann, endlich ist´s geschehn die Liebe, die hat er gesehn sein Herz es wird unendlich heiß göttlich Schauspiel - flammend Eis |
| NioRabe | [COLOR=teal]Shah Banath Arutha[/COLOR] Ein Krieger kam von sehr weit her aus einem unbekannten Land mit einem Schiff über´s Tränenmeer gekleidet in dunkles Gewand Nicht menschlich ist sein Angesicht der Blick scheint Raubtier-gleich er kam zu halten hoch Gericht über ein altes, elbisches Reich sein schwarzes Roß mit flammend Hufen reitet geschwind dahin begleitet wird er von Shirufen* Gerechtigkeit hat er im Sinn Spät des Nachts, es ist bei Zeit eine Schenke er sieht im Weiten dort begrüßt ihn eine Elbenmaid ein Mahl will sie ihm zubereiten Er scheint verwirrt und fragt alsbald warum sie sich nicht schert sein Antlitz bös´, strahlt aus Gewalt der Blick sein Innerstes verwehrt die Maid, ganz ohne Klag setzt sich zu ihm hin "Ich kann tun, was ich vermag s´geschieht eh, was du hast im Sinn" Überrascht ob dies Gebaren fragt sich der Krieger leis´ "Soll dies Geschöpf zur Hölle fahren- sie wird, sie muß, ich weiß" In seltsamer Geborgenheit er sich in ihrer Nähe fühlt die Zunge löst sich mit der Zeit er seine Geschichte erzählt, ganz unverhüllt Seine Worte beschreiben ein Reich, so schön von göttlich Hand gemacht niemand würd´es je verhöhn´ doch Elfensoldaten brachten herein die Nacht Sein Staat zerstört, seine Leute tot verbrannte Erde, wo sein Heim gestanden sein Leben, völlig aus dem Lot so stand er in jenen kargen Landen Die Götter flehte er um Hilfe an er war mit seinem Leben am Ende so erschienen just die Himmlischen dann und legten neue Gaben in seine Hände Nun ist er hier, der Grund jetzt klar doch die Maid zeigt Mitgefühl ungetrübt nimmt er sie wahr Innen nicht mehr ganz so kühl Ein Schlafgemach sie ihm bereitet und bettet ihn zur Ruh´ alsdann sie in den Schankraum schreitet und schließt die Türen zu Der Krieger sinkt in sanften Schlummer fühlt sich seit langem wieder Geborgen für kurz nun ist besiegt der Kummer und vernebelt alle Sorgen Am nächsten Tag, der Morgen wacht die Sonne schenkt ein Strahlenspiel der Krieger hat sich aufgemacht zu seinem hohen Ziel zurück er läßt, es in ihm brennt die arme, nun tote Maid die Rache keine Unschuld kennt und doch - es tut ihm Leid So sieht man ihn, wie er da zieht zu des Elbenkaisers heil´gem Schrein die Bevölkerung schon vor ihm flieht denn sein Name wird "Rache" sein [COLOR=crimson]*Shirufen - eine besondere Art seelischer Dämonen[/COLOR] |
| NioRabe | [COLOR=teal]Tik Tak[/COLOR] Das Leben rast auf schnellen Kufen Glückliche Momente - nur ein Teil So leg dich,mein Herz Und lausche seinem Rhythmus Gleich einem fernen Lied Und schlafe dazu ein Ich werde wachen über dich Passe auf und lausche Das auch niemand deine Ruhe stört Und ich werde noch hier sein, wenn du wiederkehrst Aus dem Märchenland der süßen Träume Doch wundere dich nicht wieviel Zeit verstrich Denn das Leben rast auf schnellen Kufen Seinem Ende zu Und es wird nicht halten, noch straucheln Gleich einem unbeirrbaren Uhrwerk Verstreicht es und verrinnt Wie Sand zwischen unseren Händen Lausche dem Rhythmus des Lebens Dem Ticken des Uhrwerks Und laß dir von ihm ein schönes Lied singen Ein Lied über Freiheit Und Schönheit Und Ewigkeit Ein Lied von all den Dingen Die es uns nur kurz gewährt Und manchen von uns sogar verweigert Kannst du es hören Das Ticken des Lebens Tik Tak Und mit jedem Geräusch ist ein weiterer Kostbarer Moment verloren Sind wir näher unserem Ende Doch gräme dich nicht, mein Herz Lausche nur dem Lied Dem ewig gleichen Und schlaf - tief und fest Und vergiß, das es ein Morgen gibt Denn nur das Jetzt zählt Doch bis wir uns dessen bewußt werden Ist es meist zu spät So schlaf, mein Herz, und träume Von einer besseren Welt Von einer besseren Zeit Und erkenne, das das Lied verstummt In deinem Traum Und fühle, das dies die wahre Freiheit ist In deinem Traum Und wenn du wiederkehrst aus jener wunderbaren Welt ist es wieder da, das Tik Tak der Rhythmus des Lebens das Geräusch des Vergänglichen der Herzschlag der Zeit Ich werde über dich wachen Werde auf dich warten Hier – bis in alle Ewigkeit Als Widerspruch zum großen Gesetz Dem Gesetz der Natur Nur für dich, mein Herz Und bist du erst wieder bei mir Werden wir gemeinsam lauschen Dem Rhythmus des Lebens Und sehen, wie die Zeit an uns Unabänderlich vorüberzieht Tik Tak |