| Natanael | Frei zu sein Lichtsplitter, gebrochen von Ästen, fliegen engelsgleich. Wollt' ich könnte reiten auf ihnen, ins Himmelreich. Zurücklassen all meine Schuld, um von neuem zu leben. Wollt' mein Geist wäre endlich frei, um sich empor zu heben. |
| Natanael | Wandler des hohen Tals Einst spie mich der Himmel aus. In Vergessenheit schlafe, In Erinnerung wache ich. Tugend und Glück sind mir die Eingeweide. Mein Gesicht ist schattig, meine Beine kalt, meine Augen müd. Ich wandle ungesehen zwischen seelenlosen, hölzernen Puppen. Und wage zu ritzen mein Wappen in ihre Wangen. Treibe Unzucht mit ihrer Ordnung, und ihnen zum Hohn lache ich laut doch ungehört. Der Zukunft üble Fratze grinst mich an, mit kühler Gewissheit. |
| Natanael | Legt euch nieder Legt euch nieder, Ihr, die ihr müde geworden seid! Lasset die Leiber erstarren In kaltem Marmor! Der dunklen Gräber Duft verspricht Die Geborgenheit. Und tiefe Schatten werden sein Ein gutes Obdach! Des Mondes Licht kann führen dich Für ewige Zeit. |