| Windspiel | Flammensturm Meine Seele schreit, schreit im Angesicht der Welt Der Katastrophe die wir Leben nennen. Verzweifelt sucht sie einen Weg einen Ansatz zum Verstehen doch nur Wahnsinn und Leid schlagen ihr in lodernder Masse entgegen. Ein Strudel aus Verzweiflung, sie mit sich zu reissen droht. Ich fliehe, fliehe in mich selbst, fliehe vor einer Welt in Flammen, nur um zu sehen ich im Innersten lichterloh brenne. Ich bin eine Hölle, ein Odem des still brüllendem Feuersturms, mein Hass auf meine Umwelt versengt mich. Und nun stehe ich vor dem verkohlten Gerüst dem Fragment des Hasses der Sinnlosigkeit dieser Destruktion hilflos ausgeliefert. Und ich stehe dort und frage mich war es das wert? War es es wert in Leidenschaft fast zu verglühen, einer Hölle zu trotzen die eines Tages von selbst erlöschen sollte? Noch heute stehe ich in den Trümmern meiner selbst frage mich noch heute: War es das wert? |
| Windspiel | Feuer in mir Still brenne ich viel zu lange schon eine Obhut des inneren Brandes der mich langsam überwindet Funken durchstoßen die Hülle Vorboten des wahren Orkans der heiß und reinigend einst über meine Peiniger wird hereinbrechen Doch noch hält die Fassade der Schein kann noch gewahrt werden doch scheint der Ausgang unausweilich unbarmherzig schlagen die Flammen gegen mein Inneres Die sich aufbauende Urkraft des Feuers in mir lässt mich meine Grenzen fühlen die Grenzen der Akzeptanz die Grenzen des Erträglichen lässt mich verzweifeln... |
| Windspiel | Die Stille nach dem Brand Stehe in Dunkelheit eins mit der nach Luft ringenden Stille eine Ewigkeit in Gedanken Gedanken der Befreiung Gedanken des Entsetzens Gedanken des Glücks der grausamen Realität jedoch nur für Sekunden entfliehend, Unendlichkeit im Geiste suchend. |
| Windspiel | Genesis I Das Erwachen Was ich bin?Ich habe viele Namen,trage viele Gesichter...Nenn mich das Urfeuer,den feurigen Tiefen dieser Welt entstiegen, oder bezeichne mich als die unheillige Flamme des Zorns.Nenn mich wie du willst,die Zeit hat mir im Laufe meines Seins schon viel zu viele Namen zugemutet,als dass ich die Fixierung auf einen einzigen "wahren" Namen auf dauer ertragen könnte. Die Frage des "Wann bin ich?" scheint sich schon viel eher dem Mysterium meiner Existenz anzunähern.Ich existiere vom Anbeginn dieser Welt und bin vermutlich doch Äonen älter als sie.Ich bin elementar an das Schicksal dieser Erde gebunden,sah,wie sich das Leben ansiedelte und siegreich aus dem Ringen mit den Naturgewalten hervorging.Ich überdauerte den Aufstieg und Fall großer Völker und Kulturen und tue es noch heute.Doch seid einiger Zeit liegt das von Jahrmillionen zernarbte Angesicht der Erde tot und ausgebleicht darnieder,das Leben scheint in der letzten Katastrophe seinen Meister gefunden zu haben und hat sich selbst in kleinsten Ansätzen nicht zu remanifestieren vermocht.Ödland,soweit das Auge reicht,nur Staub und Fels.Der von Staubfahnen ins Undefinierbare verwischte Horizont scheint die Zukunft dieses toten Stück Gesteins zu reflektieren.Seine Endlichkeit stellt das Schicksal jeder Welt dar,die sich der Katastrophe des Lebens ergab.Und doch pulsieren die Magma Ströme unter der verwaisten Kruste,das Herz des Planeten hat sich noch nicht mit dem Ende abgefunden und kämpft einen kraftlosen Kampf gegen die Absolutheit der ungewissen Zukunft,die letzten Regungen eines Äonen alten Organs.Doch seit einiger Zeit fühle ich vermehrt die Schmerzen,unter denen die ohnehin schon gepeinigte Erde bebt und schreit.Erruption erschüttern mit zunehmender Stärke die ausgebleichte Oberfläche und Vulkanausbrüche nehmen an Heftigkeit und Anzahl zu.Wolken schwarzer Asche hängen beissend in der Luft und Gase erzeugen bizarre Illusionen inmitten trister Realität.Blutrot steigt der Mond über dem kaum ersichtlichen Horizont auf und zieht als stiller Zeuge seine Bahn am schwarzem Himmel.Sein Schein fällt auf den Boden und hüllt die Landschaft in geisterhaftes Zwilicht.Die Schatten scheinen sich zu verfestigen und ich spüre,wie millionen Elementargeister sich zu regen beginnen,dem letzten großen Kampf im Zeitalter dieser Welt entgegen zu treten.Auch spüre meine Zeit nahen,der Strom der Zeit hat mir eine Rolle im Untergang der Erde zugeschrieben und reisst mich unbarmherzig aus meiner distanzierten Position des nüchternen Beobachters,mitten hinein in das Inferno der jüngsten Schlacht.Doch noch ist es nicht so weit,das Zerren der Geschichte hat mich noch nicht übermannt.Doch ich bin erwacht.Wie von einem Bann befreit schlage ich die Augen auf und erkenne zum ersten Mal die Flut der Geschehnisse in vollem Umfang.Ein Gedanke,zuerst nur das Aufblitzen einer Idee,heiß und stechend wie ein Funke in meinem Kopf verglühend,setzt schließlich meinen gesammten Geist in Brand und entwindet mir langsam die Kontrolle.Wie ein Schmorbrand frisst er sich durch alle Windungen meiner Gedanken und steckt mich lichterloh in Flammen.Es ist nur eine Frage der Zeit,doch noch kann ich klar genug sehen,noch kann ich mich zügeln.Noch ist es Zeit zu warten,dem scherbengleichen Verlauf einer in Trümmern liegenden Zeit folgend und einer ungewissen Zukunft entgegenblickend... |
| Windspiel | Genesis I Tage des Feuers Es hat begonnen.Der Jüngste Tag,das Armageddon.Die Flammen tanzen brüllend ihren feurigen Reigen auf dem ausgelaugten Angesicht des öden Landes.Sie feiern wild ihren Sieg über das Leben,fast über die Zeit,da sie unendlich sind.Sie stehen am Beginn und am Ende einer jeden Zeitrechnung,Symbol des Todes, auch der Wiedergeburt.Ich stehe mitten in diesem tosenden Meer aus wirbelnden Farben und Formen,das Rauschen des Orkans übertönt meine Gedanken.Es lässt mich eins mit ihm werden,ich bin der Orkan.Der Sturm sich brüllend gegen die tote Hülle eines einstigen Paradieses wirft,die Oberfläche neu zu gestalten und die Leiden der alten Zeit zu verwischen.Alle Elemente sind frei gesetzt und lassen der über Jahrmillionen gespeicherten und teils manipulierten Energie freien Lauf.Ein neues Zeitalter bricht an,mitten in der Glut dieser Hölle.Lichterloh ist der Brand nun auch in die Atmosphäre gefahren und entzündet sein bizarres Spiel aus Licht und Farben am düstren Nachthimmel.Jahre währt der Sturm, Mahnmal des absoluten und unausweichlichen Scheiterns des Lebens in jeglicher Form... |
| Windspiel | [B]Gothic[/B] Was es ist,das uns verbindet,keiner weiss die Antwort wirklich.Alle suchend,tastend,fühlend,auf dem Weg zum wahren Kern...Doch ihn noch niemand wahrhaft hat gefunden noch berührt.Eine Illusion,getragen von Träumen und Ideen,Gefühlen und Wünschen,zarter als der Hauch des Nebels. Laufe,laufe soweit dein Geist dich trägt,hinein in die Unendlichkeit des Himmels,hinein in den Schoß der Erde.Spüre das pulsieren des Lebens,den Atem der Welt.Lasse deine Gedanken fliegen,auf Schwingen,filligran wie Licht.Lausche dem Wind der Zeit,der Veränderungen bringend seit jeher weht,fester Bestandteil unseres Denkens und uns letztendlich doch unbegreiflich. Laufe,laufe in Gedanken über schmale Klippen,fast nicht vorhandene Fäden,auf dem Weg zu neuer Erkenntnis.Höre den Ruf des Schicksals und halte inne,denke nach und sieh die Welt.Begreife das Spektrum des Geistes,welches sich wie ein feines Netz über dir ausbreitet und akzeptiere es.Werde eins mit der Zeit. Auch wenn du es schaffst,all die Barrieren zu zerbrechen,welche das rationale Denken dir aufzwingt,wirst du doch vermutlich niemals in der Lage sein zum Kern vorzudringen,zum wahren Grund unseres Gedanken,unserer Idee,die auch uns wohl immer ein Rätsel sein mag... |