| Norolind | Sei gegrüßt Reisender! Auch ich habe einen langen Weg hinter mir und habe vieles gesehn und erlebt. Wenn ich jedoch gerande nicht auf Reisen bin und die vielfältigsten Dinge sehe, fühle und erlebe, lasse ich mich unter dieser Weide nieder und bringe im Schatten dieses Baumes meine Werke, welche von diesen Ereignissen und Gefühlen inspiriert sind, zu Papier. Du kannst gern einen Blick darauf werfen wenn du willst. Ich hoffe [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=30988]sie gefallen dir.[/URL] |
| Norolind | Folge mir Komm mit mir. Reich mir deine Hand. Folge mir in meine Welt. Folge mir durch die Ruinen, welche einst meiner Seele Heimat waren. Sieh die Trümmer meines Lebens. Fühle die brennende Glut in meinem Herzen. So rot wie das Blut, welches mich durchströmt. Welches, aus zahllosen Wunden mir entflieht. Wunden die nie mehr verheilen werden. Wunden der Einsamkeit, welche mit jeder Sekunde, die verrinnt, tiefer ins Fleisch schneiden. Leg deine Hände auf die Wunden. Spüre den Schmerz, der so tief in mir sitzt und mich meines Verstandes beraubt. Sieh mir in die Augen. Tauche ein in den tiefen Ozean meiner gemarterten Seele. Fühle den Sturm der in meinem Innersten tobt. Höre das Peitschen der Wellen, die verzweifelten Schreie, welche in der Leere meines Daseins widerhallen. Folge mir, denn ich möchte, dass du dein Leid mit mir teilst, so wie ich das Meine mit dir teile. Lass uns verbrennen in der Glut meines Herzens. Lass uns ertrinken in den Tiefen des Ozeans meiner Seele. Lass uns gemeinsam fallen. Auf ewig fallen in das endlose Nichts. Gemeinsam. Für alle Zeit im Leid vereint. In Ewigkeit… |
| Norolind | Liebesbrief an… Nie hab ich dein Antlitz erblickt und doch hat mich dein Blick verzaubert. Nie hört ich den Klang deiner Stimme Und doch hat sie sich in meine Gedanken gebrannt. Nie fühlte ich die sanfte Berührung deiner Hand und doch bin ich süchtig nach ihr. Nie hab ich dich je gekannt und doch kann ich nicht ohne dich leben. Nie konnt ich es, nie werd ich es können. Drum setz ich nun allem ein Ende. Nun sitze ich hier und schreib mit meinem Herzblut einen Brief an dich. Einen Brief, der dich nie erreichen wird. So wie ich dich nie erreichte. Wie ich mir doch wünschte dich gekannt zu haben… |
| Norolind | Zeitlose Wunden Du bist überall. Verfolgst mich wie mein Schatten. Dein Bild in meinem Kopf. Die Erinnerung wie eine Klinge in meinem Herzen. Du umgibst mich, bist in mir und lässt mich nicht los. Nirgends find ich Ruhe vor dir. Vor dir und dem Schmerz den du mir zugefügt hast. Selbst in meinen Träumen suchst du mich heim. Lässt mich keine Ruhe finden. Quälst mich mit Erinnerungen voll bitterem Schmerz. Ich will dich vergessen. Dich und den Schmerz. Lass mich los! Träume enden. Jahre vergehen. Zeit verrinnt, doch heilt sie die Wunden nicht. Die Erinnerung bleibt und wird nie vergehen. Wie eine kalte Klinge in meinem Herzen. Erinnerungen an dich. Zeitlose Wunden. Mein ewiger Fluch. 13:23… (Gewidmet einer bestimmten Person. Ich werde es nie vergessen können...) |
| Norolind | Scherben des Seins Der Spiegel ist zerschlagen. Scherben zerschneiden meine Haut. Scherben zerfetzen meine Seele. Ein Traum ist zerbrochen Wie der Spiegel. Der Spiegel meiner selbst. Der Spiegel meines Traumes, meiner Welt. Scherben pflastern meinen Weg. Meinen Weg ohne Ziel, ohne Anfang, ohne Ende, ohne Sinn, ohne Verstand. Kälte umschließt mich, dringt in mich, zerstört mich. Trägt mich weiter. Weiter. Immer weiter. Immer weiter auf meinem Weg. Ein weg aus Scherben. Scherben meines Seins. Scherben meiner selbst. Scherben meines Traumes. Wäre ich nur niemals erwacht… |