| Seelenvergifter | Taucht ein in meine Welt, sie ist eure, wenn sie euch gefällt... bis ans ende aller tage im gifte deines toten hafens schwimmt die schwere lang und dürr ich spucke gierig, um zu saufen das gebein gehört nun mir und jede nacht in vollem rausche zerrt der mond am fleisch der welt und sabbernd an den eingeweiden bis er doch vom fleische fällt der hafen stinkt nach tod und elend blinde frösche, schmeckt nach moos bevor ich endlich schlafen gehe leg den kopf in meinen schoß wo die wahrheit liegt tief unter meinen augenbrauen seen voller salz und meer tief unterm nabel weiße völker warten sehnlichst auf verkehr tief hinter meiner brust schlägt heftig ein vulkan aus roter glut tief hinter meiner stirn pulsierend leben schlangen von dem blut und an den seiten liegen muscheln nackt am strand, rauscht mit dem wind in wahrheit gibt es keinen hafen auf der seele sind wir blind fieber viel zu lange schon liege ich wach in meinem bach voll tränen und dämonen wo ich dich einstmals suchte gehe ich nun zu grunde überm abhang schläft der tod und träumt mich frei von dieser welt viel länger wollte ich doch zehren von dir und deinen augen im tiefsten dunkel wollt ich dich berühren und aus den trümmern dir ein schloss bauen stell dir vor, die welt geht unter dann glaubst du, was ich sage: du bist das schönste tier von allen und deine seele ist das meer auf dem ich treibe ohne segel denn die hoffnung hab ich aufgegeben ich will nur deine wärme spüren dann macht das dunkel nichts stell dir vor, die welt geht unter dann wären wir doch frei von allem dann könnten wir die wahrheit spucken aus unsrem selbstgefängnis vielleicht sind rosa wolkenbrücken irgendwann mein weg zu dir tanz der teufel dämonischer verführung erlegen der blinde fluss läuft rückwärts mir den rücken hinauf der schale wind auf toter see führt in die häfen der verderbnis wo die heimat wäre die schleier der verzweiflung treiben sehnsucht in die augen in den farben der nacht rissiges segel, kein steuer mehr und keine matrosen mit haut noch es zu flicken der wahnsinn kommt in wellen... im traum fade wolken ziern den himmel über nacht hat nicht gestört denn ihr duft hat mich betört ignoriert den stolzen schimmel weder fliegen, noch die maden fraßen den kadaver an was da lag vom toten mann hundsgemein, nicht zu vertragen also ging ich, sie beim händchen brücken sprengen ohne laut war die allerschönste braut stille tränen in das kännchen bis wir dann an dem gestade auf die knie fieln, taub und blind was wir waren, was wir sind nur im traum kommt es zu tage weil ich dich nicht haben kann das augenlicht nahm ich dir gestern heute sind die haare dran morgen küss ich dich dann blutig weil ich dich nicht haben kann zerschnitt dir das gesicht gar grässlich wenn es dich auch hässlich macht morgen zieh ich dir die zähne schön bist du für mich heut nacht du trägst das rosa kleid der mutter schön warst du von anbeginn tiefer wollt ich dich berühren nun ist alle hoffnung hin so nehm ich dir zuletzt den atem fass dich überall nun an jag das blei mir durch die schläfe weil ich dich nicht haben kann wilde tiere zwischen hass und innig liebe gibt es nicht vernunft, nur triebe spürst du auch den seelentod der uns stets zu holen droht? keine macht kann uns bewegen diesen wahnsinn aufzugeben kinderleichen, krieg und blut hasserfüllt von rachsucht, wut menschen tun abscheulich dinge die ich zu papier dann bringe gib schon nach, dem drang zu töten ohne dabei zu erröten alles leben muss zerstören alles muss dir selbst gehören was wir sind und was wir bleiben "wilde tiere" werd ich schreiben wie zerplatztes porzellan das böse dieser welt ist überall und wie zerplatztes porzellan in meinem kopf dessen scherben meine seele schneiden und den ozean der verdammnis mit blut und tränen füllen hier ist deine seele ein schiff in dunkler nacht mein herz ein rotes segel aufgespießt auf einen mast dessen spitze feurig glüht unser fleisch ist längst verwest und brennt auf stirn und lippen das verderben folgt mir nach auf schritt und tritt und auf dem fuße das erdrückende gewicht der welt stürzt auf mich ein wie glühend heiße nägel die sich in die augen bohren weil die welt in blut ertrinkt [to be continued...] |
| Seelenvergifter | flammenpest - der seelenvergifter I flammen sonnenträger abendschwimmer kriechen mir empor am bein und in dieser finsternis für immer sollte gott mein sklave sein fiel ich doch ins reich der schatten, schlimmer herr der seelen, schmerz und pein und bei mitternächtlichem gewimmer hauche gift den seelen ein qualen seelenloser unschuldsengel laufen mir hinab am mark und in diesen käfigen voll mängel schuf mir diener wild und stark fiel ich doch ins reich von qual, gegängel wo das licht nur schwach und karg und bei lauter todesqualgequängel freu ich nachtgeschöpf mich arg lebet in schrecken... |
| Seelenvergifter | flammenpest - der seelenvergifter II dein ganzes leben lang vom tage der geburt bestimmt zum untergang das licht hat dich geblendet du kennst den weg bereits der in dem dunkel endet du warst für mich bestimmt schon ehe du gezeugt der dir die unschuld nimmt dein herz hab ich gestohlen die seele füttert gift nun komm ich, sie zu holen flammenpest - der seelenvergifter III / finale schwarzer tannen blutdurst sucht toller trolle tanz im schacht aschengrauer wolkenbruch morgens und bei mitternacht seelendurst und flammenpest endlich findet statt das fest aufgebrochen ist das tor dringen die dämonen vor abgehackter glieder tanz raubt verstand und letzten sinn was nicht stirbt im feuerkranz richtet sich schon selber hin flammenpest und seelengift auf dem todverderbten schiff truppen voller hass und wut streben nun nach menschenblut ich hab dich lieb kleine fee aus dem staub kroch dann der mensch gebückt und ohne haltung krumm und hässlich sein gesicht geschaffen zur entfaltung tausend kriege, tod und leid geknechtet und gebrochen aus den aschen stieg ein licht dem ich mein herz versprochen scherben dieser welt sind scharf sie schneiden voller schmerzen grausamer ist nur die sucht nach dir in meinem herzen du bist das schönste kind du bist das schönste kind das schönste tier von allen und wenn ich unterm schatten liege scheint mir nie die sonne du bist das schönste kind du hast die augen und das gesicht und wenn ich unterm schatten liege regnet es in strömen du bist der erste engel das schönste tier von allen wenn ich in deinem schatten liege blendet mich die sonne du bist der erste engel du hast die augen und das gesicht und wenn ich in der hölle schmore lächelst du auf mich herab |
| Seelenvergifter | für immer ich wünsche mir, ich wäre tot für jetzt und alle zeiten ich wünsche mir ein schwarzes boot auf dem ich könnte gleiten ganz ohne segel über's meer in seelenlosen welten und keine lüge schmerzt mich mehr des urteils, das sie fällten ich wünsche mir so sehnlichst sehr für jetzt und alle zeiten ich wünsche mir aus blut ein meer auf dem ich könnte gleiten ganz ohne hoffnung über's meer in mondscheinlosen nächten für immer und für ewig wär das dunkel, das sie brächten für immer (2) nie wieder tot geboren nie mehr seelenlos belebt nie wieder falsch geschworen nie mehr nach erlösung strebt für immer in der leere immer zu das traute nichts wohin ich dann auch kehre es ist jenseits jeden lichts nie wieder abgehoben nie mehr schein und euphorie nie wieder abgeschoben nie mehr dann melancholie für immer schwarze bücher immerzu von allem fern im bann der leichentücher löst sich auf der hoffnungsstern |
| Seelenvergifter | ein bisschen gerechtigkeit das bezaubernde licht ihrer sonne lockte mich aus meinem versteck obwohl es blendete und meine augen beinahe verbrannten konnte ich nicht widerstehen in mir wuchs, was ich geschworen nie wieder werden darf geboren denn es blendet herz, augen und den verstand das kann nicht gut sein noch ein stückchen näher, sprach sie und stieß mir einen dolch durchs herz und sie blendete mich mit dem höllenfeuer ihrer sonne das sollte sie büßen ich erdolchte, wen sie liebte wie sie stach ich direkt ins herz und blendete sie dann zerschnitt ich ihr das gesicht wer will dich jetzt noch... außer mir? |
| Seelenvergifter | kein entrinnen von tod ist's fleisch verdorben der untergang von jahren er wollt zur hölle fahren und ist doch nicht gestorben es zieht das eingeweide das kind sich nach dem fuße es betet und tut buße dass es vom leben scheide doch muss für immer leiden muss tausend mal verrecken und sich die wunden lecken die last der großen beiden so fällt es nun vom glauben denn klug wird der bettnässer und greift geschwind zum messer zu öffnen sich die augen: "durch lügen fault die seele drum suche ich nach klarheit und schenke dir die wahrheit dem ich das leben stehle voll tod und voll verderben die welt kann ich nur hassen ich will sie doch verlassen ach, könnte ich nur sterben" |
| Seelenvergifter | ich hab gelogen ich hab gelogen, als ich dir die treue schwor porzellan in tausend scherben ich hab das schwarze auge mir in der brust versenkt als ich später telefonierte das blut noch auf den fingerkuppen kreisten geier überm höhrer dritter stock ist nicht sehr hoch sie wollten dann die wahrheit wissen oder was davon noch übrig war ich gab sie ihnen krumenweise dir gab ich sie an einem stück gleich klopft es an der türe vielleicht lass ich sie freundlich ein du hast ja doch alles vergessen ich hab gelogen, als ich dir die treue schwor |
| Seelenvergifter | prolog zu den verlorenen träumen das verräterische rascheln der blätter im wind und das fahle mondlicht, welches zu meinem fenster hereinschien hatten mich aus jenem schlafe aufgeweckt welchen ich zeit meines lebens geschlafen und alle schmerzlichen erinnerungen aber auch die an all das so sehr lieb gewonnene waren urplötzlich verschwunden wie die spuren im wüsten sand oder die liebe aus einem kalten herzen alsbald versuchte ein weiterer schlaf mich zu überkommen doch ich kämpfte mit aller kraft gegen den verstand damit ich nicht über meinesgleichen richtete bis ich dann doch das land aus den augen verlor und so bin ich nun müde vom schwimmen gegen den strom denn die hoffnung schwindet mit jedem zuge vielleicht wäre es am einfachsten, sich treiben zu lassen oder besser noch mit dem schiff unterzugehen |
| Seelenvergifter | die verlorenen träume I und ich träumte von der goldenen sonne als mich in jener nacht der wind über die meere der verzweiflung trug und das licht sich in der dunkelheit spiegelte und ich saß auf den hügeln des lichts im tale einer mondlosen nacht und die strände der vertrockneten meere waren mit dem blute gefallener engel beschmutzt und ich schlafwandelte durch die wüste und die sieben täler der furcht doch die hoffnungslosigkeit konnte nicht ihre arge gier nach träumen stillen denn falls nur ein funke den boden berührte so gingen die fluten der lügen in hell lodernde, gierige flammen auf welche die träume verschlängen |
| Seelenvergifter | die verlorenen träume II der mond hinter den wolken war wie ein spiegel als ich mich in den ruinen einer lebendigen stadt vor mir selbst verbarg denn auch ihn hatte das licht so sehr verschreckt dass er der sonne den rücken zugewendet hatte um auf mich zu starren seitdem die sonne erstmals den horizont überschritten kann sich ein geschöpf der nacht wie auch ich eins bin nur die halbe zeit hinauswagen nur zwischen den zeilen weiß ich zu leben und doch spürte ich dich - nur für einen moment - so nah, als wärest du mein... |
| Seelenvergifter | die verlorenen träume III / letzter tag als alle dimensionen sich vermengten die stimme aller seelen sprach als alle die visionen sich verengten das land lag sprachlos vor ihr brach denn sterne wissen träumers sicht erblinden ich glaub nicht, dass du gestern sahst denn sterne können träumers sicht verbinden weil du am übel mitschuld warst doch wenn dann alle diese träume sterben und sich die geister so verliern so gibt es keine hoffnung für die erben und küsst dem todesstern die stirn denn sterne wissen träumers sicht vernichten ich weiß doch, was ich gestern sah denn sterne können dieses werk verrichten und plötzlich wird mir alles klar... |
| Seelenvergifter | lucky brothers on our greatest day we climbed the highest mountain and from that glory time it was just a step to the fall for i sat in that circle of minds thinking of it all as - nothing since the world had gone crazy and all those minds at a hole so the sky became a white ceiling encircling the dying stars and the moon had to face that he would lose that battle and as the last angel was defeated the ceiling turned towards the earth however, mankind was lucky having brothers to slay them early |
| Seelenvergifter | schwarze witwe nun hast auch du mir hass gebracht das hab ich jetzt davon ich träumte viel und hoffte schon auf's ende dieser nacht auch dich kann ich nicht mehr erreichen du hälst dich von mir fern ich dachte schon, du magst mich gern doch das gefühl muss weichen so seh ich dir nicht länger nach was glaubst du, wer ich bin? ich schleich mich an und richt dich hin dann kennst du meine schmach ganz langsam bringe ich dir leiden dann weißt du, wie es ist wenn mich die sehnsucht gar zerfrisst so müssen wir nun scheiden |
| Seelenvergifter | zweisamkeit zersplittert vor dem thron gestanden fließen honig, milch und blut aufgedunsen im verstand verwesend tut geschlechtsverkehr dir gut zerbrochen vor dem kelch gelegen fließt nun todverderbter wein aufgerissen dort im herz verblutend sollst für immer bei mir sein zerflossen vor dem traum geflohen fließ mit mir zum toten meer aufgegeben musst du nun verleben zweisam stirbt's sich halb so schwer |
| Seelenvergifter | nie mehr an dich denken nie mehr tote augen schauen nie mehr stehen am verfluss nie mehr denken, nicht darüber niemals wieder über dich kann nicht essen, kann nicht schlafen singe tod und fieberverse die ich selbst nicht mal ertrage die die hölle hat geboren die mich frisst leicht, stück für stück krieg ich morgen wieder hunger wird's im keime schon erstickt lasst mich liegen, lasst mich sterben werd ich morgen wieder weinen wenn ich kann, soll das bedeuten stetig überfluss in reimen reihen fügen sich dir an und knien nieder vor der lüge haben angst, sich zu erkennen wo das kind den docht berührt wie es leise muss verbrennen die angst erstickt im nebeldunst voller gier und voller qualen tut dir doch nicht abbruch an weiß ich wirklich über wiesen wenn sie scheinen wie das meer geh ich morgen wieder rückwärts wär die dunkelheit nicht schwer bis dann doch der himmel regnet voller hass und perversion geht sich morgen am geweide deines todessterns berauschen muss das auge mir ausstechen damit ich sehe, wo du bist muss dich finden und dich retten bis das gestade sich dann teilt kann nicht leben zwischen welten such die mauern zu zerstören muss dich wissen überglücklich weil ich sonst den abend schreibe wie er steht im grünen dunkel vor der wand aus seelenfleisch wo sich alle das gemunkel über tod und leben kreischt muss sich winden und sich wenden bis der tag an ihm verreckt wie auch du mir ausgerissen herz und lunge über tisch |
| Seelenvergifter | aus dem herzen im seelenwinter faule eier lagern sich am herzen an so schlüpft hernach der eiterspeier um zu fressen, was er kann verdorben ist mein geist schon lange längst verwest vor einsamkeit so mach, dass ich nicht länger bange endet hier nun alles leid verbrannt bin ich schon tausend male aschentrauer im kamin so schlüpf nun aus der eierschale wo die sonne niemals schien zerbrich mein ich und friss die scherben hüll mich ganz mit nächten ein so soll mein weg mit blut sich färben und vom leben mich befrein |