| SolPreto | Das hier wird also mein Garten... Bitte, ihr müsst euch ja nicht überall an die Regeln halten aber hier will ich kein Unkraut und tretet nicht auf meine geliebten Pflanzen. Wenn ihr wollt gebe ich euch Ableger mit soviele ihr wollt! |
| SolPreto | Der spontane Gedanke an eine andere Welt. [SIZE=1] Ein Raum, auf der anderen Seite meines Fensters. Ob [B]ICH[/B] dort auch Musik vernehme? Nichts bewegt sich dort. Warum? Wegen [B]MIR[/B]. Was es für Auswirkungen hat, sollte ich mich bewegen? Und wenn [U]er[/U] sich bewegt, bewege auch ich mich dann? Wegen [B]IHM[/B], Wegen... Mir? Ist es nicht vermessen, zu glauben, wir seien der Ursprung? Wie wir nur zu dem Schluß kommen? nun.. Weil [B]ER[/B] so unwirklich scheint. Doch immer wenn ich absetze und in diese Welt blicke, so blickt er mich an und scheint mich zu fragen, ob ich wohl echt bin? Ich tue nichts [B]vor[/B] ihm und Er nichts [B]vor[/B] mir. Aber wenn es doch einen Unterschied gibt? Ich sehe nur einen kleinen Teil! Was wohl hinter seiner Tür geschieht?[/SIZE] |
| SolPreto | 2003. [SIZE=1] Er übt bereits, den roten Teppich weitläufig im Sand auszulegen, Ein verblendeter Kuhjunge mit vernebelten Sinnen. Der Nebel ist dicht um sein Haupt, seine Augen sehen nur, Was die Schwaden bereit sind, ihm in der Ferne zu zeigen. Ein Volk von Blinden wählt sich einen von ihnen zum Anführer, Während And're an ihm das Spiel der Bauchzunge üben. Nur der Grüne, Wertvolle Unrat sitzt über den Puppenspielern; Oh Oberste und Letzte Instanz! Und täglich schreien in Großen, vernetzten Tempeln, die Mönche des Mülls ekstatisch ihren Gott an. Die Gläubigen kleben an matten Scheiben sinnlosen Glases, Wie mögen die Zeichen des Herrn wohl aussehen? Die Augen der Bauern, Springer und Läufer sind Blutunterlaufen, Nur selbst verbauen sie den Weg zu ihrem Ziel: Der Ordnung. Die Maden im Speck zehren von den Leibern der Gassenwächter, Doch auch der zarte Geschmack von Hoffnung ist verschlingenswert. Wenn die schwarzen, pestgeschwürartigen Flecken des Goldes, Erneut mit viel eigenen Schwaden gen Himmel zur Hölle gehn; Ist jetzt ein Blinder Tot, sind aber zwei Blinde Mörder? Der Unvernünftige könnte durchaus weise sein. [/SIZE] |
| SolPreto | Unbetitelt. [SIZE=1]Ich renne davon, meine Verfolger sind mir seltsam vertraut. In panischer Angst hetzte ich einen Bergkamm hinauf, stolpere und strauchele den Trampelpfad entlang, Schritt für Schritt. Eine dieser Kreaturen steht vor mir, ich kann sie nur verschwommen erkennen... Wir kämpfen... Ich bin stärker als es... Gelingt mir es zu töten... Es ist tot! Ich will weiter... Was ist das? Es... Es trifft von hinten meine Brust... Es ist glatt und kalt, kalt wie der Tod selbst. Ich stürze zu Boden. Mein Blut bildet eine Pfütze... Tiefrot... Und irgendwie auch... Ein Schrei! Woher nur? Er stammt aus meiner Kehle! Ich bin nicht... Ein Traum! Nur ein Traum... Gedämpft hörte ich Vogelgezwitscher, wo ich liege ist es dunkel. Die Bilder stecken noch zu frisch in meinem Geist, ich wage kaum mich zu Rühren, still liege ich da, jede Bewegung könnte jene Wesen auf mich aufmerksam machen... Ich liege still... Stunden? Tage? Nur Sekunden? Ich weiß es nicht... Ich liege nur da... Und falle erneut in meine ganz persönliche Tortur... Ein weiteres Erwachen, diesmal sind keine Vögel zu hören... Ich erhebe mich langsam und schreite unsere Halle entlang, mein Bruder erwartet mich bereits. Ich liebe ihn sehr, nachdem mein Vater uns verließ, ist er alles was mir noch etwas bedeutet. Ich bin jetzt sein Vormund, und ich würde alles für ihn tun. „Setz dich, und trink was“, sagt er, „Du bist bestimmt durstig...“ Ich trinke die Flasche ganz aus... „Es ist köstlich, Brüderchen, so frisch... Warst du heute schon jagen?“ – „Ja, unten am Wiesengrund, nahe der Stadt...“ Die selbe Diskussion jeden Morgen, doch heute hatte ich einfach nicht die Kraft schon wieder mit meinem kleinen Bruder darüber zu streiten, wo denn nun das beste Jagdrevier sei, außerdem war er schon bald alt genug, das für sich selbst zu entscheiden. „Gut, Brüderchen... Ich werde an meinem Buch schreiben, bis später... Du musst noch ein wenig lernen, also mach hin!“ Meine Schritte hallen durch unser altes Haus, ich setze mich und beginne zu schreiben. Doch irgendetwas stimmt nicht... Ich kann mich nicht konzentrieren... Ich... Ein Gefühl beschleicht mich, ich kenne diese Empfindungen... aus... meinen Träumen! Die Angst kriecht wie eine Spinne meinen Rücken bis zu meinem Nacken hinauf und beißt sich dort fest... Ich habe Angst... und diesmal Träume ich nicht, dessen bin ich sicher. Ich schrecke erneut von einem Schrei hoch, doch es ist nicht meiner sondern der meines Bruders! Ich stürme zurück zum Esszimmer, doch noch bevor ich dort ankomme hallt mir der Todesschrei meines Bruders entgegen... Mit schmerzverzerrter Stimme brüllt er mir zu: „Adrian, lauf weg! Schnell... Du kannst mich nicht retten...“ Ich höre ihn zusammenbrechen und heiße Tränen laufen meine Backen hinunter, als eine kalte Klammer sich um mein Herz legt... Für eine Sekunde hält die Zeit ihren Lauf an, ich bin gefangen zwischen purem Entsetzen, dem verzweifelten Wunsch zu ihm zu gelangen und meinem Instinkt, exact das zu tun was er wollte, wegzulaufen... Dann bricht die Zeit wieder los, und ich renne, fliege den Gang hinunter, mit aller Kraft die ich habe... Ein Traum... Nur ein Traum... Ich springe aus dem Fenster und renne zum hundertsten Male den Bergkamm hinauf. Eine der Kreaturen stellt sich mir in den Weg... Die Tiere von denen wir uns ernähren sind gekommen, uns zu vernichten... Ein Traum! Ein Traum... Was sollen wir denn sonst essen? Wir zehren von ihnen, doch töten wir sie nicht dabei... Doch dieser hier hasst mich, ich fühle seine Wut in jeder Faser meines Körpers... Hass... Ich habe keine Wahl... Keine Wahl! Ich stoße meine Fangzähne in seinen weichen zarten Hals... Sein köstlicher Lebenssaft rinnt meine Kehle hinab... Der Herzschlag stoppt... Die Melodie verstummt... Nun habe ich genug Kraft zu fliegen.. Ich steige in die Luft ... Ein Surren... Kein Traum... Ein leises Geräusch nur, doch donnert es in meinen Ohren... Ein dumpfer Schlag, als der Bolzen mein Herz durchdringt... Ich stürze... Kalt... Wie der Tod den ich einst gespürt... Werde ich ihm nun zum zweiten Male gegenübertreten? Die Lache meines eigenen Lebenssaftes ist wunderschön... Tiefrot... Es ist kein Traum... Nur die Stimme des schreienden Menschen bleibt... Sie wird mein Epitaph... "Ich hab den Blutsauger erwischt! Das verdammte Mistvieh ist tot!“ [/SIZE] |
| SolPreto | Blockiert. [SIZE=1] Ich will jetzt etwas schreiben. Etwas gutes. Etwas... etwas atemberaubendes. Etwas worauf ich stolz sein kann. Ich fühle mich ja auch so merkwürdig kreativ heute. Das wird bestimmt gut. Ich setze mich bedächtig vor mein Word. Blink. Blink. Blink. Auf weissem Grund. Mit grauem Rand. Blinkt immernoch. Aber der kleine schwarze Balken verschwindet nur, er bewegt sich nicht. Was soll ich nur tun? Was zur Hölle soll ich schreiben? Ein Liebesgedicht? ... Ja? ... nein. Was dann? Das is anstrengend... Vielleicht eine Theaterszene?... Ich brauch was zu Essen. Ab in die Küche, ich will mir einen Apfel holen. Stattdessen komme ich mit einem Schokopudding, einer Banane und einer Flasche Saft wieder. Shit. Okay, jetzt tanke ich bestimmt ganz viel kreative Energie. Ganz sicher. ... Aber mir fällt nichts ein! Schrei! Zu nervös. Genau, das ist es. Rauchen. Zigaretten! Wo sind meine Kippen? Keine Kippen mehr da... Fuck it. *Durchdreh*... Ich sitze hier doch bestimmt schon 2 Stunden... oder länger? Es is schon halb 3. Oh scheisse. Mein Vater steht bald auf. Dann sollte ich im Bett sein. Ich will doch nur irgendwas schreiben. Okay. ... Nein, das is scheisse, das geht nich... Ich geb’s auf. Manchmal bricht es aus mir heraus, und manchmal kann ich einfach keinen einzigen neuen Gedanken erschaffen. Ich... Moment mal! Is das ne Idee? Hey... das geht, oder? Passt auf: ... Blockiert. „Ich will jetzt etwas schreiben. Etwas gutes..." [/SIZE] |