| Kind_der_Dunkelheit | 2 Engel In dunkler Nacht am silbernen See Ein weißer Engel Fällt kaum auf Mit gebrochenen Flügeln Kann nicht fliegen, nicht laufen, ist zu schwach Sitzt da und weint Und einer denkt an ihn Niemand weiß es Niemanden interessiert es Allein den weißen Engel Gefesselt an die Nacht Und da, im Mondschein Das Antlitz eines Schattens Furcht liegt in der Luft Der Schatten tritt näher Setzt sich neben den weißen Engel Nimmt ihn in den Arm Und sagt: “Ich kam einst vom Himmel War ein Engel, so wie du Mit gebrochenem Flügel und voller Furcht Sollte helfen allen Wesen - ob Mensch - ob Engel Doch niemand wollte mich Wurde immer nur verbannt Geschlagen - fortgejagt Jeder hatte Angst vor mir Es ist schwer anders zu sein Wer sieht schon gern den schwarzen Engel? Doch du hast keine Angst Bist scheu wie ich Ich kam um meinem Dasein ein ende zu setzen Und traf dich” “Aber...” “Sag nicht - hör mir zu Wir retten unser Leben Ich deins, du meins Wir sind füreinander bestimmt Sind der größte Wiederspruch in sich In der Stunde der Not unser rettender Halt Haben beide unsre Aufgabe erfüllt und uns gefunden” Und die Engel beginnen zu leuchten Erleuchten die ganze Nacht Niemand bemerkt das Schauspiel “Ist nicht wichtig” - denkt sich jeder Und doch verändert es 2 Leben Man rettet Leben ohne viel zu sagen Ohne viel zu machen Man muss bloß da sein Muss Gefühle haben Die Engel wurden miteinender alt Sie liebten sich Teilten alles Nach ihrem Tod war der Himmel nicht mehr leer Viele Wesen folgten ihrem Sein Hatten ein glückliches Leben Und schenkten alles was sie hatten Am Ende braucht man nicht viel... |