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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Kastanienblüten im Wind
shiphrah[color=f6f9f9]Kastanienblüten im Wind

mein Körper an deinen geschmiegt
mein Gesäß an deiner Scham
dein Atem in meinem Nacken
deine Lippen in meinem Haar

der Duft deiner Lust lockt
die Wärme meiner Erwartung

die Laken umschmeicheln
beschützend unsere glänzenden Körper
- Moment der Vollkommenheit

unsere Küsse die Sterne
unter dem gleichgültigen Himmel
in der Nacht der Unendlichkeit[/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Geschafft !

Paradebeispiel der Gesellschaft
Mustersohn jeder Schwiegermutter
Funktionalität in Fleisch und Blut,

bestehst nur noch aus
unüberlegten Gewohnheiten
gesellschaftlichen Standards
längst akzeptierten Widerständen

Verleugnung der Gefühle
Verdrängung der Schmerzen
Verzicht auf Liebe

dafür vertraust du jetzt
der Anerkennung deines
trainierten Körpers
beschmückt mit Piercing und Tattoo

Dein Sein geschliffen
zur universalen Persönlichkeit
gebettet in die Rolle der Souveränität

Infiziert vom Konsumvirus
den du mit Strahlenkonsum
aus der TV Röhre behandelst


Wo hast du dich verloren
du Ruine Mensch?[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Fenster der Seele

Leuchtende Augen hatte
ich als Kind
sagte man.
Angst in den Augen hatte
ich als Kind
Verschwieg man

Spiegel waren mein Feind
sie offenbarten die Angst
in meinen Kinderaugen
die ich nicht sehen durfte
damit ich ich nicht weinen musste
denn die Angst in meinen Augen
machten mich traurig.
und traurige Kinder weinen

ich durfte nicht weinen!

Angst in den Augen
vor dem Hass in seinen Augen
Angst vor der Kraft seiner Hände
Angst vor dem Schrei seiner Stimme
Angst vor ihrer Hilflosigkeit
Wut auf ihrer Angst vor seiner Wut
Wut auf ihre Hilflosigkeit vor meiner Angst

Meine Kinderaugen hörten auf zu leuchten
aber sie versagten auch die Tränen
um auch gar nie mehr zu leuchten

Dann kamst du
und mit dir und durch deine Liebe
meine leuchtenden Augen
und meine Tränen
zurück

jetzt bist du gegangen

und ich bleibe zurück ohne leuchtende Augen

aber meine Tränen gehören wieder zu mir[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Gedanken sind frei

Wenn ich an deinen Mund denke
wie du mir etwas erzählst
dann denke ich
an deine Worte
unsere Gespräche
an deine und meine
Gedanken
an den Ausdruck deiner
Augen
beim Sprechen

Aber ich an deinen Mund denke
wie er meinen berührt
dann denke ich
an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Schoß
und an deine Augen[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Tagtraum

hi
ein Blick,
ein Gedanke
ein Gefühl
kein Wort
alles fallen lassen
was man hält
alles ausziehen
was man trägt
sich Hals über Kopf
in die Arme stürzen
Mund, Lippen, Zunge
.....
und denken, fühlen
- wissen -

ja![/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Ich glaube an die Liebe.
Die Liebe ist
Anfang und Sinn alles Lebens.
Ich glaube
an die zerstörerisch-schöpferische Kraft,
die den Verstand ausrottet,
um in seinem Lebensraum Gefühle zu säen.

Ich glaube an ihre Gegenwart.
An ihre gesetzlose Einzigartigkeit,
an die hoffnungslos-biederen Versuche,
sie greifbar zu machen,
wenn sie in uns ist.

Ich glaube an ihre Macht.
Und an unsere Machtlosigkeit
gegen alle schmerzenden, blutenden Wunden,
die sie wie Wunder spielerisch
durch sich selbst heilt.

Ich glaube an ihren Sieg.
An die oft verdammte Hoffnung,
an die quälende Sehnsucht
nach dem Unnachahmlichen..

An ihren Tod,
Auferstehung und Wiedergeburt

Ich glaube an ihren Wahn.
An die Spinnerei, die uns vernetzt,
an alle irrationalen Unerklärbarkeiten.

Ich glaube an MEINE Liebe.
Daran, dass sie mich niemals verlässt.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Du Meer

in dir habe ich schwimmen gelernt
in dir habe ich mich groß und stark
gefühlt, als mich alle nur klein sahen
vor dir hatte ich Respekt, nie Angst,
du hast mich getragen und gewarnt

Meer wer bist du?
Meer, warum ziehst du mich so an?
Meer, woher kenne ich dich?
Meer, warum liebe ich dich?
Meer, ich vermisse dich.

Du trennst die Menschen in zwei Welten
die, die Angst vor dir haben, und
die, die eine Beziehung zu dir empfinden
wie ich...

Du bist Schrecken und Anziehung
Wie ich fremde Menschen empfinde,
seit ich denke, fühle. Du bist Leben.
Du bist Tod.

An deinem Ufer erlebe ich mich so klein
angesichts deiner überwältigenden
Größe. Du bist so schön, so stark.
Du bist der Himmel, aber greifbar.

Nirgendwo spüre ich meine Endlichkeit
so deutlich
und nirgendwo habe ich so wenig Angst
vor
und so große Sehnsucht
nach
dem Tod...

Ich fühle mich zu deiner Mitte hingezogen
dies würde das Ende meines Lebens bedeuten
du bist nur am Rand betretbar
in deiner Tiefe unerreichbar
das bewundere ich.

ich tagträume von dir
voller Sehnsucht nach deiner Tiefe
deiner Ruhe, deiner überwältigenden Größe
alles, was du bist.

Der Wind ist deine Seele
du bist das Leben
von ihm regiert, fügst du dich
vielleicht deshalb
fühle ich mich so angezogen
meine Seele bleibt mir fremd
und doch bestimmt sie mich.
nur IHR vertraue ich.

du bist nirgendwo und überall
verteilst dich wo du willst
bist in ständigem Fluss
nichts beherrscht dich
nichts ändert dich
du bist du
unendlich
Anfang und Ende alles Lebens.

In dir fühle ich mich geborgen, bin ich ich
In dir bewege ich mich wie neu geboren
In dir ist mein Körper in seinem liebsten Element
du gibst mir Kraft und streichelst mich
meine Haut und flatternden Haare
umspülst du mit deinem Salz
das in der Sonne glitzert.
die schönsten Brillianten für mich.

du bist der Trost meiner schwarzen Stunden.
Mein Tod in dir.

Noch spiele ich nur gerne mit den Gedanken
voller Vorfreude und auch Angst
doch eines Tages
werde ich kommen von mir zu dir
in Ewigkeit.
wann weißt nur du und das ist gut.

kein Sarg, keine Urne wird mich
in der Welt zurücklassen
ich werde aufgehoben sein
in deiner tiefen Mitte
wie nirgendwo auf dieser Welt
wenn alle mich vergessen haben -
dort werde ich in Frieden ruhen
und für immer angekommen sein.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Je tiefer ich werde
je mehr ich mich von der
Gesellschaft zurückziehe
meist aus Kummer
im Moment aus Erschöpfung
emotional, seelisch, körperlich
umso klarer sehe ich die Welt
in ihrer ganzen Verzerrtheit
sodass ich mich frage, warum
ich sie nur aus dieser Ferne
so wahrhaftig erlebe.
Vielleicht, weil ich sie
sonst inmitten des Lebens
nicht ertragen könnte?

Je tiefer ich in mich gehe
um so einsamer komme ich
mir manchmal vor.
umso ruhiger werde ich,
umso mehr in Ruhe gelassen fühle ich.

Aber nicht nur das.
auch meine engsten Mitmenschen
lassen mich dann gerne allein
oder ziehen sich ebenso von
mir zurück.

warum fragte ich mich lange Zeit.

falsche Liebe?
Ehrfurcht?
Verlegenheit?
Schamgefühl?
Hochachtung?
Scheu?

Also fragte ich.
Die Antwort hat mich überrascht.
Niemand hat mich vergessen.

Viele handeln aus den
vielleicht edelsten Gründen

Takt und Mitgefühl.

Ihre Liebe ist mir gewiss.

Je mehr ich mich zurückziehe
um so mehr beginne ich mich
zu lieben.
heute
seit ich gefragt habe...[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]
feuerwasser

immer wieder träumte ich
dass ich halb sterbe
verbrenne
und dass du kommst
um mich aus den flammen
zu retten

dass du halb stirbst
ertrinkst
und ich zu dir schwimme
um dich aus den wellen
zu retten

dann verließ mich dieser traum...
ohne dass es mir gedanken machte

und gestern fragte ich mich
zum ersten mal, warum?

heute denke ich, weil ich
befürchtete, dass ich
dich aus den wogen rette
und
dann verbrenne
und du
die glut mit deinen nassen schuhen
löschst.
[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Ende der Unendlichkeit

Ich bäumte mich auf
gegen meine Endlichkeit in deinem Leben.

Ich wollte nicht sehen das
unüberwindbare Vergessenwerden.

Und du schriebst mir wage und zögernd
über den Sinn und die Not deines Lebensweges
und führtest mir meine Angst
von der Bedeutungslosigkeit meiner Person
im Heute und Später deines Lebens
schwarz auf weiß vor Augen...

...und schweigst.

Dein Schweigen zerwütet meine Gedanken
die Gedanken quälen meine Seele
die Seele zerbricht mein Herz

Etwas in mir beginnt zu sterben.
Sterben schmerzt,
Sterben macht krank,
zu langsam Sterben tötet - irgendwann.

du schweigst.

Wie lange warten, wie lange hoffen
wie langsam sterben?

du schweigst.

Was ist die Alternative?
auf dich warten, auf uns hoffen
und weiter langsam sterben?
oder dich verlieren und leben?

du schweigst.

was will ICH ?
eindeutig
leben.
und
mit dir leben
irgendwann...

wann ist irgendwann?

du schweigst.

ich sterbe langsam...
oder nur die Hoffnung?

Der Drang nach Leben
hat gesiegt.

Ich beschloss
weiterzugehen.

Ohne dich.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Happy Hour in Mainhattan

Einladung spontan modern per sms
Wortlaut ganz dynamisch
„Wenn du Lust hast, komm’ vorbei,
tut dir gut, sind viele Singles dabei"
Lust? Worauf denn nun genau?
Tut mir gut? wobei?
....

Also los mit neuem Duft, dezent gestylt
Verschwendung denke ich insgeheim
Mein Lächeln ist nicht echt.
Doch wen wird’s interessieren?
und wenn, dann deren Pech.

Runde Stehtische,
wie mich ihr Anblick schon langweilt.
Und da stehen sie nun alle
wie aus dem Ei gepellt
betonte Lässigkeit in Designerkleidern
Männer eine Hand in der Hosentasche
Frauen die Haare aus dem Gesicht sich werfend

Aber es wird ja auch gesprochen
.....

Auswendig gelernte Sprüche
Aufgesetzt wirkende Weisheiten
Für mich nur Peinlichkeiten.
Bin ich die Peindlichkeit?

Grauenhaftes Bemühen um Komplimente
Öde Mayonnaise-Schnittchen wandern
in den Mund des coolen Flittchens
mit Glitzersternchen auf der Haut

Gut gelaunte Gastgeber grüßen
Hektisch um Aufmerksamkeit bemüht
Stets zum Nachschenken parat
Alkohol geschwängerte Luft
Vermischt mit hölzernem Herrenduft
Designer kompatibel selbstverständlich

Pseudointellektuelles Geschwafel
Vollgefressene Bäuche
Glänzend rote Gesichter
Austauschbare Minen
Festgefahrene Antipathien

Geheuchelte Freundlichkeiten
Unverholen nette Lügen
Spießige Schleimer gemischt
mit jungdynamischen Yuppies
mit Einheitshaarschnitte und
Standard-Glanz im Haar
Jeder den Blick eines Rivalen erhaschend und
Mit falschem Lächeln überbieten

Lippenstiftränder an Gläsern und Kippen
Zigaretten und Essensmief sich an
den Dunst der Fensterscheiben kleben

Türen geschlossen
Fenster gekippt
Schweißränder an Männerhemden
Müde Maskararänder unter Frauenaugen
Die Uhr hat jeder im Blick und
Niemand scheint zu verstehen
warum ich noch immer meinen
Mantel trage, und
- höflich mich entschuldigend natürlich -
bereit, schon wieder zu gehen.

Fragende, missgefällige Blicke,
Schon?
Gerade erst gekommen!
Wie schade!
....

Ich – modern gesellschaftsunfähig -
den neuen Duft noch in der Nase...[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Hunger – Einkaufen – Supermarkt

Genervte Mutter
mit alltagstauglicher,
deutsch-praktischer Föhnfrisur
schreit ihre nörgelnden Kinder an.
Gehetzte Gesichter.
Unlebendige Gesichter
Fratzen.

Jeder das Signal aussendend:
Nicht ansprechen!
Bitte wegsehen!
Auf keinen Fall lächeln!
(Das wäre verdächtig…)

Ich lächele gerne, hey….!
Und wieder frage ich mich:
Ich - Inkompatibel für diese Gesellschaft?
===
Nein. Ich bin nur (noch) zu lebendig!
Beruhigt.

Bleiche Gesichter
verärgert, vergrämt
ohne Leuchten in den Augen
keine Neugier, keine Freude
trotz (oder wegen?) des
supertollen Warensortiments.

Frau begutachtet streng
die ca. 80 Käsesorten
Ehemann im 49 Euro
4-Jahreszeiten-Trenchcoat
Komm schon…!
Wir haben noch genug!
Gleich nebenan Fischgestank
Und überall drängelnde Kinder
Wen wundert’s in diesem toten Neonlicht.

Einkaufen im Supermarkt…
Das fröhlichste sind die Reklametafeln
Beschämend für den deutschen Kunden
der doch ach so kritisch und immun
gegen jede Manipulation sich glaubt

Einkaufswagen versperren die Gänge,
Menschen schieben sie beiseite, als wären
sie herrenlos oder übrig geblieben
Adrenalinspiegel steigt.

Kein Lächeln, kein freundliches „darf ich mal vorbei?“
Fast als wäre es nicht erlaubt
Lieber drängelt man sich den Weg durch die
Unfreundlichkeit, angepasst mit derselben

Einkaufen im Supermarkt –
Eine Nebensache im Leben
eines Jeden in diesem Lande
in dieser Zeit

Und doch so bezeichnend für
fast alles und viel wichtigeres
dem ich in meinem Leben immer
öfter begegne:

Lieblosigkeit und (oder durch?) Überdruss[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Der Lärm der Stille

Sehnsucht,
die immer größer wird
und sich gleichzeitig verliert
und erstarrt zu einem Zustand
durchdrungen von Hoffnung auf
Hilfe von irgendwoher,
diese Liebe zu verstehen,
sie zu ertragen
sie ausleben zu dürfen.

Was passiert in mir?
Ist es Entfremdung
durch Entzug?
Methode der Seele
sich an jeden Schmerz zu gewöhnen,
bis man glaubt er wäre gegangen?
und verlässt einen damit dann
auch der Wunsch nach Erfüllung?
Ist Liebe am Ende Selbsttäuschung?

Betrügt sich die ganze Welt
um das Leben zu ertragen
und nicht allein zu sein?
Fragen, Zweifel, Gedanken...

Das Leben so bunt und leuchtend
wirkt auf mich ohne dich
blass und uninteressant
meine Sinne betäubt von dem Gefühl
der Leere, der Trauer, die ich
noch immer nicht annehmen kann.

Die Leere wird größer
die Müdikgkeit lähmender
die Hoffnung kleiner
der Wunsch zögerlicher
die Kraft täglich weniger

Aber die Sehnsucht...,
die Stille...,
sie bleiben
und rufen
nach dir
als wollten sie mich
bestärken, den Weg
nicht zu verlassen,
den ich mich nicht
mehr getraue zu gehen
ohne deine Erlaubnis.

Diese Stille,
die in meinen Ohren schmerzt
und meine Seele traurig stimmt
hat es auf meinen Verstand abgesehen.

Diese Stille
die ich bekämpfe mit Musik
mit Simmen mich langweilender Menschen
Telefonaten mir unwichtiger Bekannten
manchmal auch mit meinem Schrei
oder meinem eigenen Lachen,
das so lebendig und frisch
erklingt, als hätte es nie
einen traurigen Tag gegeben

Doch das einzige,
das diese Stille,
die niemals wirklich still ist,
noch wirklich vertreiben könnte,
ist das Schlagen deines Herzens
dicht an meinem Ohr
das ich höre
wenn ich meine Wange
auf deine Brust lege
und den Duft deiner Haut einatme.

Dann wäre die Stille wieder still...

[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9][center]Pur

Kantige, maskuline Schwünge
Eingetaucht in Dunkelheit
Nur vom Laternenlicht bestrahlt.
Steigern sie für mich
deine göttliche Schönheit

du lächelst mich an
mit erweiterten Pupillen
verführerisch und lüsternd
geheimnisvoll
versprechend

Überall deine Wärme,
die mich einhüllt in Liebeslust,
und wie immer in diesem Moment
schlägt mein Herz wie wild
Ich atme deinen Duft
Den ich so gut kenne
Vermischt mit dem Schweiß
Deiner Haut

Mein Schoß will endlich spüren
was meine Auge sehen
doch viel zu kostbar die Erwartung
die mich zwingt mich nur
langsam dir hinzugeben

Wie ich deine Augen liebe,
mit ihrem sanften Blick
durch die ich deine Zärtlichkeit
spüre, die du mir in deiner
Lust noch entgegenbringst.
Dein Atem lockt meine Erwartung
Bis ich fast schreie vor Ungeduld
Alles ist in Bewegung und
Erfüllt den Raum um uns mit Leben.

Alles an dir
weckt in mir
diese Hilflosigkeit,
manchmal auch Tränen
vor Glück
die wahre, tiefe Liebe
nur mit sich bringt.
In meinem Schoß ganz tief
Diese Quelle der Lust
so labend nach dir
deinem starken Pfahl
am liebsten jeden Tag

Deine Haut
auf meiner Haut,
glänzend heiß
deine Lippen
auf meinen
Wo ist mein Verstand?

Wenn meine Beine umschlingen
deinen Körper
sie zum Himmel hoch sich strecken
und du deine Lust in der meinen
stillst
bin ich verloren in Liebe für immer
und kann den Moment dieses Glücks
kaum fassen
Dein Körper auf mich gepresst
deine Haare in meinem Mund
mich an der Decke mich fest
beißend
spürend dass sich unsere Seelen
in unseren Körpern finden
und wir uns beschützen vor
der Welt
und uns selbst.

Ich wache auf,
und du bist
schon lange nicht mehr da.


für Christoph[/FONT][/color][/center]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Entweder Oder?

Gedanken, Gefühle...
ich schreibe sie auf.
Warum?
hoffend, Erkenntnis zu finden?
wenn meine Seele weint,
schreibe ich Fragen
und
bin ich glücklich,
die Antworten.

Warum fragt man sich,
...warum?
wenn man traurig ist
und selten,
wenn man glücklich ist?

warum?

Meine Kinder-Frage
schon war stets: warum...?
an alle und jeden
um mich herum.
wenn ich weinte,
ich nichts verstand
mir die Augen verband
vor Scham und Angst

ich fragte, weil ich
ganz schnell,
ganz viel,
am liebsten alles
wissen wollte -
kein Kind mehr
sein sollte.
und glaubte, wenn ich
die Antwort nur wüsste
auf ...Warum?
der Schmerz verginge

Antwort kam so schnell
wie meine Frage ich gestellt
und war genauso dieselbe:
...warum?
Darum!
Das wirst du im Leben noch lernen...

Ich glaubte das nicht,
doch ich verstand
zu fragen ...Warum?
macht andere böse,
oder war es nur die Frage?
oder war nur ich böse,
weil ich böse fragte ...warum?
...

Heute frage ich
nur noch mich
- wenn ich traurig bin -
warum....?
Und wünschte,
mir sagte jemand
darum!
Und es wäre gut.

Warum es nie
eine Antwort gab auf meine
Frage,
ahnte ich vielleicht schon damals.
Nur heute weiß ich,
dass ...WARUM ?
zu fragen, böse ist:
weil die Antwort
...Darum!
eine Lüge ist.

Die Lüge, die ein Kind
nicht glaubt
und man erst erwachsen
sich zu denken traut:

das Leben ohne ...warum? zu leben lernen....
denn ohne ...warum? bleibt man zwar dumm
doch mit ....warum ? geht man zugrund'

Also heißt lernen zu leben
lernen, die Lüge zu ertragen?
oder die Lüge des Lebens zu leben?

Leben um zu lernen,
die Gefühle mit dem Verstand zu unterdrücken
und zu glauben
dass es Reife ist?

Es bleibt die Lüge
und nur ein Kinderherz traut
sich fragen ...warum?

und ich schreibe
heute immer noch

warum...?[/FONT] [/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9] Ich frau

wild, tief, zäh,
sinnlich, zart, rein
dressiert von kleinauf
gepresst in Erwartungen
Gewohnheiten
und meine Rolle: Ich liebe Frau

ich streikte.
Klare Gedanken besiegt
von der fehlenden Kraft

doch
Wildheit, Lust, Lebendigkeit
sie leben, beben tief in mir
brennend, alle Rahmen sprengend
gierend nach Befreiung

Tiefste Gefühle
unstillbares Verlangen
Sehnsucht nach Liebe
nach einer mir verwandten Seele
aber nicht beklemmenden Nähe

wann endlich?

ich böse Frau....[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Liebestrunken

HAUT - sie duftet
zieht mich magsich an
schon aus der ferne ich rieche
in dir den mann
ungeduld....nur am anfang
und dann
dein körper mein einziger blickfang
ich liebe nackte haut, deine haut
möchte sie spüren, berühren, riechen
den duft deiner lust
elektrisierend, sich steigernd das verlangen
nehm' nichts mehr wahr außer töne von dir
erkunde jede erhebung haut mit meiner zunge
schmecke dein salz, immer weiter, rieche, schmecke ...
Lust mich an dier hinunter zu essen
meine hände nur zweitranging
meine augen wie blind
nehm' alles nur wahr
mit dem feineren sinn
mein mund der dich schmeckt
meine lippen deine haut leckend
meine zunge nur schmeckt
meine nase betört vom aroma deiner feuchten haut
ich atme deinen atem
ich trinke aus deinem mund
zergehe im duft unserer lust
weiter liebe ich mit lippen, zunge
dieses geschenk dieser moment
du,mensch, mann, haut, duft
kraft, deine stimme, dein stöhnen
geben mir kicks, wahnsinnige kicks
ich höre dich kaum und doch ist es laut
und wieder unheimlich still und nur
in meinem kopf in dem sich vereint
die bilder unserer nackten körper
meine wange an deiner brust, meine zunge
deinen bauch nabelumkreisend, meine hände
deine lenden fast umpressen
dein körper, hart wie stahl
so unglaublich gespannt
deine hingabe, deine hitze, deine lust
will dich so nehmen, haben, spüren
möchte den schmerz der liebe empfangen
dich spüren, in meiner geheimsten gruft
mein schoß brennt, eine quelle de lust
rinnsal sich bahn entlang meinen schenkeln
will spüren und schmecken
unfähig zu denken, unwillig zu entscheiden
mein herz rast, keuchender atem
gebremster,fordernder klang deiner stimme
mich verlässt der verstand endlich
ich spüre nur meine sinne
lass mich treiben und zerren von den geistern
die rufen ins paradies oder zur hölle
egal, nichts interessiert,
fühl mich zu schwach, leidenschaft übermannt
ich schmecke dich süß und salzig und heiß
erkenne den augenblick der mich zerreißt
dein blick unter mir,
meine schenkel deine fest umklammernd
ein kurzes innehalten nur
und endlich ich darf
dich empfangen, hart und stark und tief in mir
wie ist die liebe nur so zu ertragen?
ich bäume mich auf vernarrt in den anblick deiner lust
dein stählener hals von spannung ganz starr
alles bebt, keiner denkt, keiner spürt, alles von sinnen
von innen regiert.
die lust diese macht aus liebe geboren
nie satt genug, schon morgen die sehnsucht
der hunger zu groß
und
immer wieder

der kleine tod...[/color][/font]
shiphrah[color=f6f9f9]Zu voll ?

Inmitten dieser Kunstwelt
den vielen Menschen
doch auch in der Natur
lebt eine Angst in mir

....

vor jedem Gegenüber
der Beurteilung
dem Abchecken
der Einschätzung
des anderen Geschlechts

und so endet nie diese Unruhe
unverbrauchte Sinnlichkeit
unstillbare Lust

und vor allem

der unerträglich ungenutzte
Überfluss der Liebesfähigkeit
[/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]La guillotine

Die Stunde hat geschlagen
mein Auftritt gleich
reinweiße Laken umhüllen meinen sündigen Körper
Haare flattern im Wind und schlagen in mein Gesicht
das ersehnte Ende erwartet mich

Eisige Kälte kaum spürbar
zwischen Haut und Leinen.
Meine einst so zarten Lippen
spröde und blau der Kälte trotzend.
Außen starr, innen gebannt
erwarte ich die schöne Qual.

Mein Kopf dazwischen
noch kein Tropfen Blut
auf der glänzende Scheibe
der verkneisterten Wand
dem formschönen Rahmen
getaucht in Engelgesang

Und mir ist egal
wo mein Blut gerinnt
Sinnlos mir scheint es abzuwischen
dieses nutzlose Nass
auf der Scheibe
der Wand
dem Rahmen....

Ich noch dazwischen
ohne zu wissen
warum es erst jetzt passiert
dass die glänzende Scheibe auf mich fällt
und mich trennt von meiner Welt
und mein Blut süß und warm rinnt
auf eure Welt
[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]mein Sein euer Haben?

Mancher glaubt ein großes Ziel
sei des Lebens Inhalt und gar Zweck.
Zu viele glauben die Religion ist das
was den Lebensweg mit Sinn erfüllt.
Fast alle glauben und sehen nur
ihr Geld, dass das Konto sei gefüllt
Doch kaum einer denkt an sich selbst,
der Sinn in seinem eigenen Sein zu sein.

Warum klagt dann jeder,
sein Leben wäre nicht mehr seins,
und übergießt gleichzeitig den, der
immun ist gegen diesen falschen Zauber
und an eigene Werte glaubt,
mit Neid?[/color][/font]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Zu spät

Fragt mich nicht
wohin ich gehe
wenn der Tag
kommt und ich euch
ohne ein Wort
verlasse.

Fragt mich nicht
warum ich jetzt
nichts sage, wo
ich doch sonst
so offen klagte.

Fragt mich nicht
was ich tue
wenn's mir misslingt
weil ich es selbst
dann erst verstehe

Fragt mich nicht
warum ihr mich
nicht vesteht
warum ich so anders bin.

Ihr habt mich nie gefragt
so wie ihr euch nie fragt
und ich bin es leid
euch Antworten zu geben
damit ihr die Fragen
denkt.

Die Antworten sind
auch in eurer Seele
und ihr braucht euch
nur selbst zu fragen und
zu verstehen was
auch in euch
schläft und Ihr
irgendwann einmal
geträumt habt.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Unmoralische Gedankenfetzen - unsortiert

Eines Tages werdet ihr vielleicht
verstehen oder befürchten (?)
dass meine geheimen
Kritzeleien nicht nur wenig
geglückte Gedichte sein sollten
sondern ein Akt der Verzweiflung
und Verachtung
- wenn ihr euch das zu denken traut
was, wie ich wiederum befürchte,
nie geschehen wird.

Ihr lebt in eurer starren Welt
innen wie außen
kaum Raum für andere Gedanken
Sprachen, Zeiten, geschweige
Farben und Kleidung.

Seid befallen vom
Feigheits-Konsum-Virus
jedem Konsumrausch erlegen
bestrahlt mit TV
- auch geistig - vollgestopft mit
jedem Fraß, um nur euch
selbst nicht zu begegnen.

Studium abgschlossen
Familienbild beschlossen
Gesellschaftlicher Aufstieg eingeschlossen.
Und sonst?
auch abgeschlossen?

Führt mäßig bis schlechte Ehen
fast überall schon Standard
und gerne toleriert, weil
geteiltes ist halbes Leid....
Sieht man euch zu Zweien
schauderts mich vor Leichenharmonie.
Doch ihr fühlt euch clever, gebildet
und ach so wichtig. Dagegen sind
tote Ehen wirklich nichtig und sich
selbst belügen erscheint richtig.

Kritik und Widerspruch
bekommt ihr selten und
glaubt ihr seid deshalb die besten.
Seid organisiert bis auf den Punkt
spontan wär’ euer Leben viel zu bunt.

Weihnachten, jetzt geht’s wieder los
Ach, was schenkt man sich da bloß?
damit man nicht wird übertroffen
von seinen Weihnachtsfestgenossen.
Und der Braten erst – jedes Jahr besser
und größer, die Weihnachtsgans pur
schon längst der Stimmungstöter.

Die Norm siegt immer aufs Neue.
Die die am lautesten schreien
verschwinden am schnellsten.
Und belügen sich schnell mit der
der abgedroschenen Phrase:
entweder einsam oder Mitglied der Masse.

Es war einmal…
da hatte ich Angst
Da schämte ich mich meiner
inneren Unangepasstheit;
meiner rebellischen geisten Ader
Sie verunsicherte mich, machte mich klein.

Heut' lass' ich euch schmoren im
moralischen Weihnachts-Eintopf

... und esse allein.[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][font=arial]
macht der angst

unsere körper ziehen sich an wie magneten
unsere Seelen waren eins bevor wir uns kannten
unsere Herzen einander geschenkt ohne zögern
innen für ewig vereint
außen getrennt

für c.[/color][/font]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Ent-täuschtes Erwachen

Strahlend schön sollte sie sein
die Welt, in die ich wollte fliehen
mit viel Licht, kaum Schatten
sagte die Illusion
wärmer, geborgener
flüsterten meine Träume

buntblumige Lebenslüge.
lädt jeden ein - auch mich,
der ich in Dunkelheit wartete
schon zu lange auf Licht.
Wie verlockend die Verheißung:
Enttäuschung ausgeschlossen
Verletzung unmöglich
in dieser Welt wachsen Rosen
ohne Dornen

nur sie dufteten auch nicht.[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Du

Jeder Gedanke an dich ist Traurigkeit.
Jeder Kuss ist eine Träne.

Jeder Blick in deine Augen - auf dem Foto
lässt mich seine Wirkung in anderen suchen.

Jede Berührung von dir
hinterließ mich unberührbar für andere

Jedes Hoffen auf dein Kommen
zerfällt im Schmerz deiner Abwesenheit.

Jeder Liebesakt mit dir
erinnert mich an die tausend Male,
die ich geliebt werden werde
- von einem anderen.[/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Erwartungslos

Ich erwarte nichts von dir.
Ich brauche nicht, dass du meine Angst zähmst
Das möchte ich selbst, mit deiner Hilfe vielleicht.

Ich will nicht, dass du aus Angst mich endgültig zu verlieren
handelst gegen deine inneren Triebe,
etwas von deiner Persönlichkeit aufgibst
und mich zwanghaft liebst, wenn du es gar nicht willst
Bleib so, wie du dich selbst am wohlsten fühlst.

Ich erwarte nichts von dir.
Ich kann nur bekommen, was du mir
freiwillig und ohne Zwang gerne gibst.
Mehr wäre auch nicht mehr willkommen und gesund
für dich wie für mich.

Doch verwechsele meine Erwartungslosigkeit
nicht mit Wunschlosigkeit, die nach nichts schreit.
Ein herzbrecherischer Trugschluss
zu denken, dass meine neue Bescheidenheit
Altruismus und innere Leere sein muss.

Ich erwarte nicht von dir,
dass DU mir meine Wünsche erfüllst.
Ich spüre, dass nur die freiwillige Liebe
mich wirklich mit Glück erfüllt und selbst
frei lieben lässt.

Dein Bedürfnis, mir mein Leben zu versüßen
Ohne Angst wegen enttäuschter Erwartungen zu büßen
Ist eine ehrliche Weise zu lieben
Und nur die ist es, die ich wünsche und kann genießen.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Ach!

Jetzt kommst du wieder - nach all der Zeit
dir graut's vor deutschen Wintertagen
die Deutschen so spießig hier, klagst du
und zufälligi erwähnst, ohne Frau seiest du

Angst vor der leeren Wohnung?
Angst vor dem langweiligen Wochenende?
Angst vor dem, was andere sagen könnten?
Angst, alleine zu sein?

Keine Lust zu suchen?
dich in Flirtlines einzubuchen?

Ja? Nein? !
Wir wär's mit der da?
Zu hässlich?

Kommt mit uns!
Wie wär's mit der da?
Zu doof?

Wir finden jemanden für dich!
Wie wär's mit der da?
Sehr nett!

Die Wohnung ist nicht mehr leer.
Das Wochenende ist ausgefüllt.
Die anderen beneiden dich.
Du bist nicht mehr allein.

Nur ein wenig einsam.[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Abgetrieben

Am Höhepunkt fing alles an,
da nahm das Leben seinen Lauf
und hörte fristgerecht dann auf,
als sie sich irgendwann besann
auf das, was man in Lust vergaß
wie leicht ein Leben entstehen kann.
Ungefragt.
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Gestern

Ich lief in den Wald meiner Kindheit
seit langem das erste Mal allein,
meiner Angst und dem Regen trotzend
tapfer und gar nicht mehr klein.
Saugte Erinnerungen in mich auf
wie ein spröder Schwamm das Wasser
Innere Befreiung und Frieden überkam mich,
ich spürte Reinheit und Ehrlichkeit
und dann - nur noch Einsamkeit
Regentropfen durchnässten meine Haare
blieben in meinen Wimpern hängen,
Verschwommene Konturen, verblasste Farben,
die Welt erschien in einem kranken Licht.
Als ich einen Tropfen über meine Wange
rinnen spürte, leckte ich ihn auf.
Seitdem bilde ich mir ein
zu wissen
wie Wahrheit schmeckt.[/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Kahlschlag

Wenn du nur einen Tag lang, dich mir anders gezeigt hättest,
könnte ich glauben, dass, was du mir sagst, in dir steckt -
ungeweckt.

Seit heute weiß ich, dass da nichts mehr ist, was mich
interessieren müsste, so sehr ich mich auch bemühe.

Mich ekelt deine Verständnisfähigkeit, maskierte Unsicherheit,
deine Fairness, Wutlosigkeit, allseits funktionierende Höflichkeit.
Wie sehr habe ich gehofft auf den Menschen in dir, mit Ecken und Kanten
Neurosen und Eitelkeiten, Leidenschaft und Geschwindigkeit
Kurz: Lebendigkeit, und Mensch-Sein

Stattdessen wurde es nur unerträglicher, dass alles mich begann zu ekeln
deine kraftlose, Stimme, die ich früher betörend fand
deine stets geheim gehaltene Lust, die mich nur anwidern kann.
dein Singlefrust, durchströmend jedes Wünschen, Denken
und in mir lange nur noch Mitleid weckt.

Wenigstens [I]eine[/I] unverzeihliche Tat hätte ich gebraucht,
um mich selbst zu motivieren für den Wunsch dich noch anders zu erleben
nicht mal ein „Danke“ würdest du vergessen, und bringst mich so zum Erbrechen
Du bist zu glatt, aber nicht stark, das machte es zu der bitteren Qual
selbst provozieren konnte ich dich nicht, weil es dir unter Niveau schien, darauf zu reagieren

Und langsam kam es dann heraus, dass du was anderes in dir behaust
Gefühle, ja auch Leidenschaft, Liebe, wenn auch ohne Sinneskraft
und ich fühlte mich betrogen, denn nun war auch das verloren, wofür
ich dich lange ehrlich schätzen konnte.

Heute ist passiert, was kommen musste, viel zu lange hielt es sich zurück
die Kraft, die endlich zeigt den Menschen in dir, kam nun endlich hervor.
Jedoch – leider – nur in Form von Unfähigkeit, sich zu zeigen
in der Wut, dem ungerechten Hass, der Verzweiflung und der Trauer
stattdessen wieder nur versteckte Enttäuschung, passiver Trotz, dass ich
immer diesen einen anderen liebe, der alle Fehler hat, die du nicht zustande bringst, und genau das den Menschen für mich anziehend macht,
und eins dir wird immer haben voraus, ein greifbarer Mensch zu sein.

Du erträgst nicht, dass ich so immun dir gegenüber bin, dass du erstarrst unter der Last deiner Tugenden
die dich gefangen hält und isoliert von dem, was du so sehr dir wünschst:
ein gesehener Mensch zu sein.[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Selbstachtung

sich selbst

sehen, annehmen, spüren, erhören, glauben, wertschätzen, lieben, vergeben, anlächeln, Ruhe gestatten, umsorgen, kritisieren, auslachen, loben, ernähren, verstehen, fragen, geduld schenken, motivieren, genügen, korrigieren, abgrenzen, helfen, entwickeln, Zeit nehmen, Schlaf gönnen, verwöhnen, beschenken

ertragen[/color][/font]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Bekenntnis

Liebe kennt viele Namen.
für mich nur einen -
deinen.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]
Liebesschmerz

was berührt mich, warum ertrage ich das?
Was bewegt mich dazu?
diese kranke Unnähe,
in Angst gehüllte Sehnsucht.
Wahrscheinlich die letzten Funken
meines vom Wahnsinn verpesteten Verstandes,
die immer wieder zu neuem Leben erweckt werden
durch Nahrung für meine masochistischen Zellen,
die sie mit Genuss in sich aufsaugen.
Anders ist es nicht nur erklären,
- und auch nicht zu überleben -
diese Liebeskraft, die sich ausbreitet,
Besitz ergreift, sich in mein Gehirn
hineinfrisst und aus meinem Herzen wieder entleert.
[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][font=arial]Unterschied

Etwas in mir hat begonnen zu sterben oder scheint es nur so?
Ich wollte das nie und versuche noch immer, es zu verhindern.
Sterben schmerzt anders, als unerfüllte Sehnsucht, als Trennung
Es macht traurig, träge, fühlt sich lauwarm an, wo es einmal heiß war.
Zu wenig Reaktion scheint da zu sein, um noch zu kämpfen,
zu viel um es zu vergessen - alles schmeckt unehrlich,
ich habe mich verloren in meinen eigenen Wünschen und
Gefühlen, weiß nicht mehr, was ich will, warum das alles passiert.
Freundlichkeit stößt auf Kälte, Hoffnung auf Pessimismus,
Freude auf Gleichgültigkeit, Angst auf Vorwürfe.
Sind [I]das[/I] die Mordwerkzeuge für das Gefühl Liebe?
Wer ist schuld? Hey, ich will meinen Schmerz zurück.

Der Drang nach Leben scheint gesiegt zu haben
gegen den Schmerz der unerfüllten Sehnsucht.
Doch kann ich mich noch nicht finden in diesem schmerzarmen Raum.
Alles scheint fad und lau, sogar der Schmerz.
Will nicht ohne meine Liebe für dich leben.
Es scheint so neu, so unbekannt.
Oder habe ich es nur so lange verdrängt unter meiner Liebe,
unter meiner Angst? Ich habe dich in meinem Herzen,
mehr kann ich nicht mehr aussprechen, ohne mich unehrlich zu fühlen.

Ist das der Anfang vom [I]wahren[/I] Ende?
Fühlt sich so Selbsttäuschung an?
Angst, sein Gefühl Liebe zu verlieren ist bitterer
als die Angst seine Liebe zu verlieren.
Oder ist es Mangel an Intensität, ein Trick der Seele
heil über die Runden zu kommen?
Fühlt es sich [I]so[/I] an in all den Herzen,
die ich tagtäglich auf den Straßen gemeinsam
zufrieden herumlaufen sehe?
Ist [I]das[/I] das Gefühl der [I]lebbaren[/I] Liebe?

Man sagt die Liebe überlebt alles, trotzt jeder Zeit,
die Zeit lässt alles verblassen, nur die Liebe nicht.
Soll ich ehrlich sein?
Nein...nicht die Liebe, die ich meine.
[/color][/font]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Spiegelschmerz

Du
bist das Unverwechselbare,
das Du,
in dessen Augen sich
mein Ich,
mein Wesen spiegelt,
und dessen Sein
in meinem Herzen
seinen Spiegel findet.

Es ist der eine Spiegel,
der uns Unsichtbares zeigt,
die Wahrheit und das Wesen,
das ein Wort verschweigt
und schmerzt als sei
ein Herz aus Stein.

Du bist mein Du.

[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][font=arial]Nächtliche Entfaltung

Noch bin ich
dein Engel mit schwarz glänzendem Haar,
als Frau mit geilem Hintern nimmst du mich wahr
eine Geliebte mit wildem Instinkt
dort, wo du es dir nicht erträumtest, mein Mund aus dir trinkt.

Nur hier diene ich dir als Wesen ohne eigenen Willen
oder verfüge über deinen Körper, um meinen Hunger zu stillen

Eine Aura, so scheint mir, umschwebt mich wie eine mythische Macht,
verwoben mit deinem Körper, mein Naturell erst erwacht.

Dein Blick auf meinem Mund, meine Lippen umschließen dich
du flüchtest dich in meinen Schoß, zu stillen meine Gier,
die aus allen Poren schreit
du setzt an mit mächtigem Schwung
und füllst meinen Schoß mit wahrer Männlichkeit.

Jetzt hast du Scham vor dem Engel in mir und suchst die lasterhafte Hure
es kommt der Moment, in dem ich es mich zu flüstern getrau’
du wagst nicht zu sehen die Wahrheit, die nackte,
dass ich von beidem habe – denn ich bin eine Frau!
[/font][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial] Deutscher Macho

Deutscher Atem stinkt naturgemäß nach Bier
denn überall sprudelt rein und klar das Quell
Der Deutsche denkt und fragt gehässig
Und kommt zum Punkt erschreckend schnell
Und genauso schnell steht er vorm Abgrund
Er malt die Welt so gern in Schwarz
Still hoffend dass am Ende ´s sich auszahlt
Er fragt nicht nach "warum?" aber gerne "wofür?"
Praxis und Ziel, einst große Koordinaten im
deutschen Wertesystem, heute zur Mittelmäßigkeit verkommen.
Die goldene Sprache, kaum einer beherrscht sie noch sauber
Dafür die Spiel- und virtuelle Lust immer lauter.
Der Mann auf der Suche nach neuer Sinnlichkeit
Erfolglos bestrebt mit Rivalen des Südens mitzuziehen
Dabei doch so kläglich und wenig charmant
Zu sehr hat das Deutsche sein Ego gebannt
So hat er den Stolz einer ganzen Generation
In sich vereint , doch wo bleibt der Lohn?
Langeweile oder Umtriebigkeit als Ersatz,
wohin man auch schaut, selbst Fremde, einst des
Geldes wegen der Deutschen Freund,
Sind kaum noch erbaut.
Und die Frauen – längst wissend, dass die wahre
Liebeskunst hier nicht zu finden, träumen oder tun -
was deutsche Männer schon fürchten –
von heißen Nächten mit fremden Küssen in undeutschen Betten.
[/FONT] [/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Toi

J’adore ton visage
dès le début
cette beauté incroyable – jamais vue
Tes cheveux noirs
Ta peau noisette
Tes yeux marrons
Sourir du nuit
Tes lèvres presque fermées
cachant tes dents rayonnantes

Ta mixture parfaite
m’attirait toujours
l’homme animal
avec un douce odeur
Ta voix bas et tendre
la langue d'amour

Je suis coincée et incapable d’y résister
comme le désir est immortel...
Dans mon âme je ne veux pas jouer
mais la vie me propose toi,
et tant de choses dont j’ai besoin

Je veux, je [I]dois[/I]
te voir
te caresser
te sentir
...

toutefois, il ne me reste que d'y rêver.[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9]
Maskenball (ohne lyrischen Anspruch)

Ich trug diese Maske nun schon so viel Jahr
sie ersparte mir die Fragen und euch die Scham
Langsam traute ich mich, sie abzunehmen,
jedoch nur zögernd und ängstlich
wie alles in meinem Leben: nur zögernd und ängstlich ….
Ihr seht in meine nackten unmaskierten Augen und ich spüre,
dass ihr in ihnen lest und sucht und ahnt … – und euch schämt?
meine Trauer, meine Wunden, meine nie gestellten Fragen…
Ich spüre den Sanftmut, euere verdammte Angst vor Wahrheit
Euere verdeckte Drohung, mit der ihr mich mein Leben lang
Zum Schweigen verdammt hattet
Eure Angst vor Entlarvung durch meine Demaskierung.
Nun habt ihr Angst, und ich die Macht – könnte man vermuten
Doch wo hilft Macht, wenn nichts mehr da ist zum Verbluten?
Ihr redet über Belanglosigkeiten, schon ein Leben lang, damit das Gras
Schnell wächst und ja nicht wieder aufersteht, was so scheußlich begann
Ihr seid die großen, lebenserfahrenen, aufopfernden….. Narren
Und so lass’ ich euch in euerer geheuchelten Sicherheit
Weil ich heute selber besser weiß Bescheid
und nur Verachtung spüre und die Trauer,
dass es so war und so lang hat gedauert
Doch jetzt reiße ich sie ab, die Maske, egal wer von euch daran krepiert
Ihr habt euere Ruhe gehabt so viele Jahr, jetzt bin dran, will leben oh ja!
Ihr habt keine Ahnung, wie es ist,
wenn diese Angst in mir hochkriecht, genau dann
wenn das Leben schön zu werden verspricht.
Diese Angst vor Nähe, vor Liebe, Berührung
Angst vor Stille, vor Sicherheit,
Angst vor Angst
Angst vor dem Schuldgefühl
Nicht annehmen zu können,
Liebe nicht zu vertrauen, ihr nicht zu glauben
Angst verletzt zu werden
Angst vor meiner Wut
Angst nicht zu vergessen
Angst zu reden
Angst zu schweigen
Angst, weil ich es weiß
Schmerzen vor Angst
Angst vor ihm
Noch immer….solange er lebt.
Früher hatte ich Angst nicht schnell genug erwachsen zu werden
In der Hoffnung, dass es dort so was nicht gibt
Heute vermisse ich eine Kindheit, die diesen Namen verdient.
Wann war ich wirklich Kind, wann?
Ihr habt sie mir genommen mein Leben lang.
Was seid ihr nur für Menschen, die ihr glaubt
Ihr hättet Ahnung vom Leben, womit ihr euch rühmt,
5 Kinder ernährt, 2 Häuser gebaut, zig Schweinsbraten verdaut
Ihr tragt die Masken mit Stolz, geht ins Licht, nicht um zu sehen
sondern um in seinem Licht zu strahlen, wohl wissend, dass
der nächste Schatten wartet überall.

Mir ist egal, was hinter eueren Masken ihr versteckt
Ich trug meine nur aus Angst und Schutz vor diesem Dreck
Und so bin ich – wie ihr es mir einzureden wagt, egoistisch ,
und habe endlich nur noch mich im Sinn
denn hinter meiner Maske tief im Inneren starb vor langer Zeit ein Kind.
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]
Um nicht taktlos zu sein,
verheimlichte ich Verachtung und Abscheu

Um nicht eigenartig zu wirken,
verbarg ich Isolation und Einsamkeit
meines Geistes

Um nicht als wählerisch zu gelten,
hielt ich meine Erwartung an die Menschen
zurück

Um nicht zu romantisch zu wirken,
schrieb ich keine schmalzigen Liebebriefe

Um nicht arrogant zu wirken,
ging ich vordergründig
auf die ach so selbstlosen Vorschläge
vieler Mitmenschen ein.

Um nicht zu intelligent zu wirken,
verheimlichte ich, welche Bücher ich lese.

Um nicht kindisch zu wirken,
versteckte ich meine kindliche Albernheit.

Um niemanden zu verletzen,
nahm ich Einladungen an, die mich langweilten.

Um nicht anhänglich zu wirken brachte
ich meine Sehnsucht zum Verstummen

Ich glaubte, um selbst glücklich zu sein,
müssten [I]andere[/I] meinem Leben zustimmen.

Irrtum.

Um wieder [I]ich[/I] zu sein, werde ich endlich eigenartig,
wählerisch, ablehnend, taktlos wenn sinnvoll,
verletzend, wenn vertretbar, nutze meine Intelligenz,
bin kindisch verrückt, kämpfend um die Liebe.

Und es tut gut.
[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]
Warum? Seit wann?

Ein kleines Mädchen war ich einst
unbekümmert und frei,
neugierig und quirlig im Leben;
mit Gedanken zu erwachsen,
Gefühlen noch ganz klein,
doch einem Geist schon klar
und so die Fragen gemein (?)

Das Mädchen wurde älter
verlor seine Unbekümmertheit
und tausche sie ein- gegen
Angst vor Strafe und Geschrei.
Doch wohin mit meinen
Gedanken, Fragen, die ich nicht
mehr auszusprechen wagte?

Und so kam es, dass ich eines Nachts
- aus Kummer zu früh aufgewacht -
wieder einmal dasaß mit meiner Angst
meinen Schulfüller in der Hand,
ein kariertes Blatt noch unbeschriftet…..

DAS hat mich allein
vor langer Zeit
zum Schreiben angestiftet.[/FONT][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][Font=arial]
Liebe für eine Jahreszeit

keine Winterstadt
bist stets
schneefreie Zone
unter grauem Himmel
wehen deine wenigen Bäume
Blätter faulen vor sich in in feuchten Winkeln
Neonlicht
Hochhäuser
wichtige Menschen
in erstklassigem Zwirn
huschen zwischen den Hochhäusern
von Termin zu Termin
Tagsüber...
Nachts bist du leer.
Worte fliegen mir um die Ohren
die Wirtschaft, ja sie kommt wieder in Gang
und Frankfurt als erstes
der €uro gestern: EINS 26,
Schau einer an...!
wen interessiert's da unten,
gealterte Menschen, betrunken
im U-Bahn-Schacht
Rekorder der rebellischen Jugend
tönen aus Ebene B
Rebellion wogegen noch?
ich habe deinen Frühling lang
nicht gesehen
deine Luft nicht gerochen
Musik am Mainufer genossen
Meine Liebe
Stadt
du machst
mich müde
und ödest mich an.

im Winter...[/font][/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Langsamer Tod

Bleierne Schwere lähmt schwache Glieder
Endlose Müdigkeit trüben den Geist
Notorisches Desinteresse an jeder Gestaltung
Dieser sinnlosen Lebensverwaltung
der Neubeginn vor Augen
beglückwünscht von jedermann
Die Zukunft kann blühen
Sie ist mir egal, denn irgendwo
Bin ich hängen geblieben

Zwischen Ja und Nein
schwanke ich
Jein ist nicht lebbar,
Gibt es nicht.
Ein Hier ohne dich
ein Dort ohne uns
Was gleich erscheint
Und doch ganz anders ist

Dort warten sie alle
Hier vermisse ich nur einen
Wer hilft mir zu ertragen
Dieses endlose Verweilen
In der Landeschleife des Glücks
Wo der Himmel doch endlos ist?

Traurigkeit immer
Nachsicht ganz oft
Wut nur noch selten
Aber dann ganz schroff

Auf dich, auf mich
Auf unsere Undankbarkeit
Unfähigkeit zu behandeln
Ein Geschenk des Himmels
Das seinesgleichen nicht kennt

Und doch habe ich getan
was du sicher längst vor
mir hast gemusst -
nun ist es beschmutzt

So stehe ich da
Erschrocken, beschämt und eiskalt
Solche Dinge passieren im Leben halt…

Nicht ich, niemals
Hatte ich das gewollt
Warum diese Prüfung
Warum dieser Groll?
Eine Nacht nur, ein kleiner Versuch
Mich zu befreien aus deinen Schlingen

Doch bin ich gefangen im Kerker des Herzens
Verdammt bis in alle Ewigkeit ?
Ringend nach Befreiung und Angst gleichermaßen
Wer soll mich retten aus diesen Qualen?
Deine Liebe, so süß und warm
Ist wie ein Stein, eine Rache, ein Triumph
Angst vor der eigenen Tiefe
Grausam und wunderbar
Lieblos und stark
Dass ich nicht lassen kann
und sei’s mein Untergang[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]und nun...

...hast du gewonnen oder verloren?
du hast mich einmal so gereizt
deine Hingabe, dein Glaube.
Tut mir leid,
meine Bewunderung hat nachgelassen
dein Selbstmitleid hat mich erdrückt
scheinbar harmlos im Hintergrund
ausharrend, mit dir selbst im Clinch
doch deine Waffen, sie töten anders,
langsam aber endgültig und ohne Reue.
ich passe nicht in dein System,
nichts ist gut genug, meine Fragen
und deine Antworten berühren sich nicht.
Du willst, was du nicht hast, und was du hast,
du kannst nicht schätzen. Vielleicht nicht einmal
später, lieber wirst mich vergessen.
Ein paar Mal noch glaubte ich,
dich zu sehen, wie du wirklich bist
hinter der Maske aus Trägheit, Selbstmitleid und Hass
jetzt sehe ich nur resigniert
wie du dich schwindelfrei im Kreis bewegst
und mir und dir selbst damit im Wege stehst.
Ich habe den Weg meiner Hoffnung verlassen
Er wurde zum Dornenteppich
und ich balancierte auf nackten Füßen
und keine Schuhe schienen zu passen.
Grenze und Gutwilligkeit ausgereizt.
Wenn ich an Frühling dachte, wolltest du Herbst,
als ich mich für den Herbst richtete, wolltest den Winter
Zu allem gehören Zwei und was du willst ist mir jetzt einerlei.
Ich kam mir irgendwann vor wie ein Boxer,
der den anderen beobachtet und nach Deckungsschwächen sucht.
So oft habe ich mir gedacht, ich hätte keine Lust mehr auf
eine Liebe gespeist von Kicks.
Einmal, da warst du mein Ein und Alles
selbst deine plötzliche Abwesenheit
machte ich zu einem Geschenk der Herausforderung
Doch nun ist passé, deine Zirkusnummer erlahmt.
Such' dir 'ne Puppe, die in diesem Rhythmus mit dir tanzt.[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]
Haltlos

Ein unwiederbringlicher Moment, Bruchteil einer Sekunde
hat in mich gesät das Samenkorn der Liebe
ohne Auftrag oder Bitte, ein wahres Geschenk,
dessen Wert ich sollte selber herausfinden.
Es wuchs in mir schneller, als ich verstand,
und obwohl ich mich nur langsam traute, ihm Platz zu schaffen, damit es langsam im Schutz meines
Herzens gedeihen könnte und es keine wilden Triebe schlagen würde, bevor die Wurzeln
genug Halt geben könnten, sprossten tiefe starke Wurzeln.
Und meine Wurzeln fanden in dir ebenso guten Boden
und wuchsen kräftig und schnell.
Doch vor lauter Wurzelschlagen vergaß man die wilden Triebe,
die ihre Nahrung von außen bekommen.
Und gerade als sich meine Wurzeln und Triebe ihre Nahrung zu teilen begannen,
zogst du schon wieder an deinen Wurzeln,
weil du deine eigenen Triebe vernachlässigt hattest
und so die ganze Pflanze töten zu müssen glaubtest.
Dabei sind deine Triebe für mich unsichtbar, so wie meine für dich.
Jeder ist für die Pflege und das Stutzen nur seiner eigenen verantwortlich.
Und nun muss jeder die blutenden Wunden der halb entrissenen
Wurzeln selber füllen, damit eine neue darin Halt findet,
obwohl die Pflanze überlebt hat und ihre Wurzeln noch unendlich tief verankert sind.
[/color][/FONT]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Ende

Dunkelheit, Leere
Reste der Zerstörung in mir
Hoffnung gestorben
Gefühle infiziert vom Virus des Todes
das nicht schnell genug voran kommt
sich durchzufressen durch mein Herz
noch voll von dir, aber schon so kalt
Fremd geworden bist du mir
Als seiest du niemals in mir gewesen
Das Gefühl, das ich in mir trug für so lange
Gibt es nicht mehr. Es hat sich gewandelt
In eine fremde kalte Masse
Was war es, wer bist du, was waren wir?
Fragen, die mir nicht gleichgültig sind
Und doch nur noch meinen Geist streifen
Apathie regiert meine Sinne,
Keine Traurigkeit, keine Träne
Der Tod ist kalt und so die fremde Masse in mir
Oder das, was noch von ihr übrig ist.
Nicht mal mehr Schmerz, der mich
So lange getragen und meine Liebe
Nährte und die Hoffnung am Leben hielt
Nichts. Tot, kalt, dunkel, leer.
Unsagbare tiefe Enttäuschung? Vielleicht.
Und Befreiung von der Klammer
der falschen Liebe,
von dir.
[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]stumm

es gibt keine sprache
für diesen verlust
für dieses verlieren
und die lücke
die bleibt

es gibt keine sprache
für das schwinden dieser gefühle

es gibt keine sprache
für diese Dunkelheit

es gibt keine sprache
es gibt keine [/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Kleine funkelnde Sterne - großer schwarzer Horizont

Es wird hell
manchmal ganz schnell
und unverhofft
als sei das Leben doch gerecht
im Verteilen von Glück und Pech
ein wahrhaft schönes Geschenk
das mich in Staunen versetzt
und am liebsten in alle Richtungen
‚Danke’ rufen lässt.
Doch bin ich gewarnt und bemüht
nicht zu folgen meinem stürmischen Gemüt
Geduld war mir einst schwer und fremd
und doch habe ich sie gelernt.
Zu schätzen weiß ich heute zu sehr
was wahre Lebensqualität bedeutet.
Geld und Frieden halten ein Leben in Schach
doch nur die Liebe – sie allein gibt mir Kraft
Liebe kann Wunder bewirken
sie ist unendlos und immer richtig,
so ist auch tiefe Dankbarkeit
Teil des Schmerzes der Verlassenheit
Was hat mir das Leben doch abverlangt
schon viel zu oft, nicht nur in letzter Zeit.
doch nur so weiß ich heute, was es heißt
ein Leben in Höhen und Tiefen zu ertragen.
und sich an Alltagskleinigkeiten zu erlaben.
Noch muss ich den Schmerz und dich vergessen
damit ich in Ruhe heilen kann.
Aber schon rieche ich den lauen Wind des Neuanfangs
leider ohne dich, das stimmt.
Doch die Zukunft wird mich belohnen
für Verlust und Pein der letzten Wochen.
Ich bin allein, aber nicht mehr vergrämt
wenn auch ab und zu der Schmerz mich lähmt.
Niemals ersetzen kann dich ein anderer
mir helfen glücklich zu sein, das sicher kann er.[/color][/FONT]
shiphrah[color=f6f9f9][font=arial]Nur Worte

„Große Gefühle
und manchmal Sehnsucht
aber ohne Ziel“

Für andere
nur Worte
von
irgendjemandem
an irgendjemanden

Für mich
deine Worte
an mich

und es war dunkel
ganz plötzlich
um mich.[/color][/font]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Halbschlaf

Bizarre Träume stören den Schlaf
gelbes Laternenlicht hüllt das Zimmer ein
du schläfst fest und ruhig
ich rekele mich rastlos ins Laken hinein
Im Dämmerlicht seh’ ich dich liegen
schlafend und willenlos.
Ob du dich lässt so verführen
mit Leidenschaft und hemmungslos?
So drehe ich mich um und
beug’ mich nieder über dir
rieche den Duft deines Haaransatzes
der mir verspricht, dass nur du es bist.
Liebkose die zarte Haut um deine Augen
die Wimpern meine Lippen kitzeln.
Der Blick aus meinen funkelnden Augen
dich halb erweckt wie durch Magie
als könntest du schon ahnen, dass
diese Nacht wird sein wie nie
Ein Zucken geht durch deine Glieder
Im Halbschlaf du dich regst und stöhnst
als meine Zunge heiß und sanft
deine Lippen umwandert und
meine Brustwarzen erregt
deine Schultern streifen.
Lippen wandern zärtlich weiter
deinen Hals entlang
Die Zunge umschmeichelt weich dein Ohr
Ich genieße dein vertrautes Stöhnen.
noch immer nicht wach doch voll bei Sinnen
Meine feuchte Spur wandert weiter
zu deiner Brust und deinem Bauch
Umkreist sinnlich und erregend-langsam
deinen Nabel der vor Sehnsucht zuckt
dein Becken sich plötzlich hebt mit einem Ruck.
Feucht gleiten meine Lippen weiter
und schüren das Feuer immer mehr
du lässt dich fallen tiefer und tiefer
fühlst heiß, wie sehr ich dich begehr’.[/color][/FONT]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Edelmann

du hast geglotzt auf andere,
viel und gerne
aber du begehrst nicht, sagst du
nicht wirklich.
stimmt!
du begehrst mehr, begehrt zu werden.
eiteikeit ist deine sünde
nicht treulosigkeit oder gier[/FONT][/color]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Heul doch!

Schon wieder dein Klagen:
"ich hätt' so gern 'ne richtige Frau"
deine Kondome verschimmeln
und du mit der Zeit auch
du verschrullst so allein
wirst mal dran sterben
kein schlechter Gedanke
"Tod statt Frau" - könnte was werden
permament gequälter Unterton
Missgönnendes Feedback
Neid auf jedes fremde Telefon
Du hast keine Frau mehr seit Jahren
hast deine versetzt
in der Hoffnung, besseres könnt' dich erwarten.
hast denn nie verstanden den Satz:
"wem das kleine nicht reicht, der das große Glück verpasst"?
weil das scheinbar nur kleine Glück
in Wahrheit das große ist,
das aber man zu spät erst weiß.

Und jetzt willst DIE Frau
sofort und ganz schnell
DIE Frau, wer ist das?
die, die für immer bei dir bleibt
deine Schwächen erträgt
wortlos deine Hemden dir bleicht?
Pech gehabt, mein Freund.
So eine hast versetzt.
DIE Frau, die gibt's nicht mehr.
Frauen von heute sind Männer
Und Männer sind Schweine
weißt du das nicht mehr?[/color][/FONT]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Dürre

Wir schwammen
in vertrauter Wärme
unserer Liebe
Ewige Verbundenheit
konnte ich spüren
Erst als ich mich
im fast ausgetrockneten
Flussbecken wieder fand
habe ich gemerkt,
dass ich nur im Schein
und ganz allein
darin schwamm
Und mein Meer aus Liebe
ist ohne Wert[/color][/FONT]
shiphrah[FONT=arial][color=f6f9f9]Wasserspiele

Es ist 7 Uhr 10
und ich ganz allein
in diesem blauen Nass
Hinter riesigen getönten Scheiben
der noch nachtblaue Horizont
Überall karge schlafende Winterbäume
Nebeltropfen tanzen in den Scheinwerfern der Autos
besetzt mit Insassen unterwegs in Richtung Pflichtprogramm

Ich bewege mich leicht
Fühle mich erotisch, egoistisch und filigran
in diesem Reich voll Wasser
Jetzt ist es mein.
Musik klingt aus unsichtbaren Boxen
Und wandert durch Wasser geschwängerte Echoluft
Direkt in meine Ohren, um mich zu beschwingen
Und zum Loslassen zu bringen
Ich fühle mich frei und gar nicht allein
In diesem meinem Element
ignoriere das Chlor, das in meinen Augen brennt.
Mit dem Wasser spielend
spritze, ziehe ich Kreise, bewege mich wie ein Kind
für einen Moment und dann
pfeilschnell und elegant tauche ich
an den türkisblauen Kacheln entlang
Haare im Sog der Bahn
zerren schmerzend an meinem Kopf
Nehme Bahn um Bahn,
Augen kennen das Muster der Decke
längst auswendig
wie blind zieht es einen von Hier nach Da
als sei man süchtig
Die Welt um mich herum fast ausgeblendet
Tauche ich in meine Gedanken und Träume
der Sinnlichkeit, Schnelligkeit und
Lust an Bewegung
Kann nicht aufhören
mich zu spüren in dem großen
weiten Meer aus Stein und Chemie
Zarte Wellen umspülen mich,
in Harmonie mit meinem Körper
lasse ich mich von den Wellen einnehmen
und vom zärtlichen Nass streicheln
So fühle ich mich als Göttin des Wassers
und wünschte ich wäre halb Fisch
So pur und richtig fühle ich mich nur hier
in diesem blaukalten Element
das für immer meins ist.

8 Uhr 30
Die „Frühschwimmer“ kommen
ältere Damen und einige Spanner
Und als wäre ich nie da gewesen
watschele ich zu den dunstigen
Massenduschen im Design der 80er.
Und ein neuer Tag beginnt. [/color][/FONT]
shiphrah[color=f6f9f9][font=arial]Sterbendes Herz

Herz trauert
Herz schmerzt
Herz friert
Herz schreit um Erhörung
Herz fleht nach Vergessen
geht sie?
geht er?
sind sie schon gegangen?
Herz ist gebrochen
Herz blutet
Herz stirbt?
Herz lebt
solange
Herz liebt.
Zeit heilt keine Wunden
Liebe heilt alle Wunden
[/color][/font]
shiphrah[color=f6f9f9]Stoffwechsel

Die Zukunft lebt aus
der Vergangeheit.

Die Vergangenheit
wird die Zukunft fressen.
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Neuanfang

Wann?
endlich
frei
menschlich leben
genießend vertrauen
an sich selbst glauben
Harmonie wie noch nie
Kraft
Lust
Vollkommenheit
vom Lebenssaft benommen
ohne Erwartung
alles passiert
wie es gehört
bald![/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Spaziergang mit mir

Gedanken weit weg
Gefühle ohne Fokus
Sinne hellwach
Nieselregen streicheln meine Wangen
Maronen und kalte Winterluft lassen
Kindheitsgefühle wieder auferstehen
Und für eine Sekunde Wärme mich fühlen
Blätterzischeln bei jedem Schritt
Erdung vom Scheitel zur Sohle
Vollkommenheit in mir
Verbunden mit der Natur
Atem fließt ungestört
Freiheit für eine Stunde
Von allem Leben und seinen
Erfordernissen u. Erwartungen
Hindernissen u. Hoffnungen
Nur ich mit mir ganz allein
Ziellos wandernd zwischen Stadt und Fluss
Welch ein Wunder das Gehen doch ist
wenn man dabei ist jeden Schritt
im Zeitlupentempo inmitten der
der wuselnden Masse und Millionen
Beine
Scheinbar ein Tag wie jeder andere
Und doch so eigen, losgelöst von
allen anderen sich ähnelnden Tagen
Nichts ist passiert, nicht wirklich.
Fortgehen werde nur ich, und
Niemand wird mich vermissen
auf diesen Straßen.
nur [I]mich[/I] spüre ich in mir - allein
doch kein Funken
Einsamkeit
wie viele zu zweien,
Umso mehr Sicherheit und Schutz
Vor der Undurchsichtigkeit der Welt
Und ihren Menschen und Konsumenten
Dankbarkeit und Erfahrung -
Angst und Bedauern
Sind meine Begleiter
Sich wandelnd in Hoffnung immer weiter
Und meine Beine tragen mich
Auf dem Weg des Lebens.
Wohin er mich führt,
Wer weiß…[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Die Qual der Wahl

Freude, Trauer, Hoffnung, Erinnerungen, Glücksmomente, Tränen, Verzweiflung, Scharfsinn, Apathie, Monotonie, Ladehemmung, Ungeduld, Hochmut, Demut, Dankbarkeit, Egoismus, Verbissenheit, Lust, Hunger, Übelkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Konzentration, Lethargie, Freudenschrei, Kummerschweigen, Lockerheit, Beweglichkeit, Orgasmus, Migräne, Trägheit, Ziel, Gleichgültigkeit, Zufriedenheit, Hoffnungslosigkeit, Optimismus, Pessimismus, Bereitschaft, Streik, Unterstützung, Sabotage….
und was kochen wir morgen? [/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Eisschmelze

und wieder ein kleiner Schritt
begleitet von Stichen ins Herz
doch Sicherheit wächst
jeden Tag mehr
der Weg ist der richtige
weg von dir
deinen Hieben, Vorwürfen
deiner
trotzenden Schwarzmalerei
diffuse Kälte
immer dabei
sich ausbreitend ohne Vorwarnung
kaum noch kalt mich treffend
doch schmerzhaft erinnern
Blick nach vorne, an dir vorbei
bevorzuge Wärme und Geborgenheit
sie weisen den Weg in Richtung Liebe
Glück und durchwachte Nächte
die auch uns einst schenkten magische Kräfte
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Irgendwann

Irgendwann vielleicht
Wenn du längst
Mit einer anderen
Lachst, liebst, streitest
Oder auch niemanden hast
und eine Lücke spürst
Wirst du zurückblicken
und erkennen durch
einen zarten Schleier
der Trauer und Wärme
meine wahre Seele
mein großes Herz
Was ich versuchte
Zu sein mit dir
Was ich bin
Und meine Augen
Nicht auszudrücken
vermochten
wo Worte
nicht genügten[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Geburtstag eines Gefühls

Deine monatelange Trägheit saugten an mir wie fremde Wurzeln, Einbahnstraße des Gefühls. Doch sie lullte mich auch ein und unbemerkt baute sich die Seele ein neues Zimmer, das ich früher nie zu betreten gewagt hätte. Ein Chaos aus Altlasten, Verdrängungen, Verletzungen, unerinnerten Träumen und nie verstandenen Alpträumen. Ein Ort der Stille, Moratorium ohne Ablaufdatum. Und je öfter ich mich in diesem Zimmer verirrte, umso länger wollte ich es dort aushalten. Ein Sog hin zum Schmerz, zum Unbekannten, zum sich Wandelnden.

So wurde ganz sacht aus einer Gewohnheit der Enttäuschung, verinnerlichte Resignation, unterbrochen und am Leben erhalten von Hoffnung auf das Unmögliche und Ablehnung derselben, ein neues Gefühl, ich gab ihm den Namen „Joker“, stets einsetzbar und immer passend. Ich wurde mutiger, waghalsiger, leichtsinniger und Lebendigkeit kam zurück in meine erstarrte Seele. Ich probierte aus in Gedanken und Gefühlen, sprang von hier nach da, kämpfte gegen Groß und Klein, passiv und aktiv, und siehe da, alles ist Leben, nichts tötet wirklich, keine Angst, keine fremde Seele ist mächtiger als mein Joker.

Ich beschloss und versprach mir selbst, ihn für nichts auf der Welt mehr herzugeben.

Doch der Preis warst du, und ich zahlte per Vorkasse ohne Garantie, und so wurde aus dem größten Verlust der größte Gewinn, unbestechlich und konkurrenzlos: Selbstachtung und Selbstliebe.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Narkissos

unsichtbare Fakten
Schweigen und Lügen
Verrat und Feigheit
Schwäche und Manipulation
die mich quälten, schwächten
doch noch mehr herausforderten
und aufrüttelten.
Fremde vitale Kraft in mir riss
mich los aus deinen Fesseln
aus Selbstmitleid, Vorwürfen und Neid.
Doch nie war es deutlicher als jetzt
Bosheit, Enttäuschung
Traurigkeit, Verzweiflung
zu spüren in jedem Wort
sich wandelnd fast täglich
wahre Gefühle nur ein Wort
Sie trafen einst punktgenau
Ich spür’ noch die Narben
Und weiß besser denn je, dass
genau deine giftigsten Waffen es waren,
die es mir ermöglichten dir den Rücken kehren zu wagen
Sie waren nötig, mich wachzurütteln
und in die Flucht zu schlagen
Du halfst mir, das scheinbar
mir von dir Aufgedrängte
schließlich selbst zu wollen
langes Zögern, es gab kein Zurück
Aggression und Hass brachen sich ihren Weg
längst in mir schlummernd
Scheinbar unbemerkt, jetzt erinnert
Etwas in mir wollte es schon lange
doch die Rolle war deine, um zu überwinden
deine Feigheit und mir zu geben die Zeit
die ich brauchte, um meinen Weg zu finden
Und so macht es Sinn, wie alles im Leben und für jeden
Du stehst da versteinert unter Last
aus Stolz, Wut und Hass
die kaum überdecken Selbstgerechtigkeit
und ewig großes Selbstmitleid
Opfer der Welt, der Liebe und der Menschen
Aber immer Opfer meiner Gefühle
Schallplatte mit uraltem Sprung,
sie langweilte mich immer nur

Geliebt, gespielt und verloren
nun wirst auch du fühlen
wie kalt getötete Liebe ist
die du selbst hast erstickt
aus Angst vor Selbstverlust
Deine Mauern so hoch, dass
keiner sieht rein, aber du auch nicht raus.
Vielleicht übersehen in deiner Planung
Niemand hilft dir da raus,
mein Weg ist ein anderer
hügeliger, gewiss,
aber er führt nach oben
denn ich weiß, wo unten ist.
[/color]
shiphrah[COLOR=f6f9f9]ein wort

ist kälter als eis
sticht mitten ins herz
zermartert seele
beendet spekulation
bestätigt zweifel
zerstört hoffnung
bezwingt
erlöst
gibt frei für neues
ist niemals stärker
als meine liebe
[/COLOR]
shiphrah[color=f6f9f9]
Situation geklärt
abstand gewährend
konversation gemächlich
verbindung allmählich
themen wahllos
fragen taktvoll
wärme tröstend
worte verstehend
gedanken sich ähnelnd
hoffnung gebährend
ohne druck
ohne ziel
tut gut


für o.
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]ganz ich

...jeden Abend sehe ich ihn an, begrüße ihn
meine Augen werden glänzend und zärtlich mein Blick.
Nur der Mond glänzt in der neblig schwarzen Nacht
Seine Schönheit erscheint mir täglich neu
Er lässt mich Wärme und Liebe spüren
aus einem größeren Etwas, als ich zu verstehen vermag
Seine Kraft und sein Licht ziehen mich in seinen Bann
Seit ich mich erinnern kann
Als kleines Mädchen schon starrte ich ihn an
in jeder schlaflosen Nacht stundenlang
Er wurde mein Freund, mein Beschützer
unwirklicher Bekannter, Seelenverwandter
Hüter meiner Geheimnisse und Träume
Er beruhigt die Gedanken, bis der Kopf wird müde
Und die Sinne erwachen und mit ihr die Gefühle
Das Leben ist im Wandel jede Sekunde
Und so auch er, und doch ist er immer da
Mit all seiner Kraft, spürbar und unbeeinflussbar
Die Liebe zu ihm brachte mich zu lieben das Meer
das er regiert und antreibt und ihm Lebendigkeit schenkt.
Die Magie des Mondes spüre ich stark schon immer
Jedoch überlasse ich mich seinem Rhythmus mutiger denn je
Sinnlichkeit und Weiblichkeit stimmen sich ein
auf ihn, ohne sich selbst zu verlieren.
natürliche Verbindung zwischen Mensch und Natur,
wenn man bereit ist, zu fühlen und sich ihr hinzugeben.
Beglückende Freiheit und vollendete Harmonie.
[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Schneeküsse

Schnee glitzert in der Sonne
So viel wie lange nicht mehr
Mich zieht’s hinaus mit Sack und Pack
Auf der Pirsch nach dankbaren Objekten
Der Sucher ist mein einziger Begleiter
Mein Gesicht gen Himmel gereckt
Sonne mich streichelt, Schnee mich küsst.
Kinderaugen leuchten aus
Von Kälte prallen Gesichtern
Rote Wangen und laufende Nasen.
Fröhliche Kinderstimmen vermitteln Lebensfreude
Am Spiel mit dem weißen Winterschatz
Gedanken an vergangene Zeiten
Unwiederbringliche Begeisterung
An Alltäglichkeiten des Lebens
Nur neugierige, unschuldige Kinderseelen
Begrüßen Schnee mit dieser Herzlichkeit
Sie treffen mich tief im Herz und
Doch mein Gewissen schlägt Alarm
Es kitzelt mich im Inneren
Einfach hinzurennen und mitzuspielen
Mich im Schnell zu wälzen und
und mir einen Schlitten zu kaufen
„jetzt bleib vernünftig“
eine innere Stimme mich zähmt
ich gehe brav weiter, Augen geblendet vom Schnee
unauffällig und erwachsen - wie es sich gehört
noch zweimal betätige ich den Auslöser
innerlich mit Freude und etwas Melancholie
erinnere ich mich an Kinderzeiten
öffne den Mund und pack´mir rein
´ne Hand voll Schnee[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Trick der Natur?

Leere
Stille
Ladehemmung
Gefühllosigkeit
Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut
Mit Seele und Herz
was ist ist mir los?
nur dunkle, eisige Kälte in mir
Brauche ich Zeit ohne Ziel?
Ist das ein Symptom?
Sehnsucht nach Zärtlichkeit?
Entzug von Berührung und Wärme?
Doch wird mir schlecht bei dem
Gedanken daran.
Ich will nichts hören, sehen, müssen
Schlaf allein gibt mir Frieden
nur ihn kann ich genießen
Schmerz, Trauer, Angst, Wut
Alles weg - scheinbar
Doch ist es gar nicht wunderbar
Leben ist Fühlen
Fühlen ist Lebendigkeit
Doch ich bin tot bei lebendigem Leib.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Vergangene Zeiten

Erinnerung malt in den klarsten Farben erst
wenn sie das einzige ist, was noch bleibt
warum beurteilen, was ich nicht kenne?
warum hassen, was niemand sah?

Kräftiges gelocktes Haar, gerade Statur
Augen tief und sanft
Straffe Muskulatur
Stimme voll und warm
nicht nur sexy dein Hintern
unwiderstehlich dein Duft nach Mann
Deine Liebe hast du wenig gestanden
Viel lieber mir gezeigt durch dein Handeln
Humor, der intelligenteste weit und breit
Spät geschätzt von mir deine Zuverlässigkeit

Zu spät erkannt, was wir hatten
Doch mussten wir voneinander lassen
keine Reue auf beiden Seiten
trotz - oder ob - bitterer Zeiten
und jetzt?

Keine Trauer, kein Schmerz
Nicht eine einzige Träne für dich
Wir hielten immer zusammen
Doch geöffnet hast du mich nicht
Und meine Liebe galt bald einem ander’n[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Das Geheimnis ihrer Augen

Pflicht erfüllte sie wie nebenbei
Harte Schule bekam sie ab Tag eins
Auch musste sie stets schneller, besser sein
Um nicht ganz verloren zu sein
Das wurde ihr Überlebensprogramm
Nie zurück - immer voran!
Sie war erwachsen und klug sehr geschwind
Doch innerlich noch ein kleines Kind
Sie nahm keine Rücksicht, das kannte sie nicht
Weil das Leben sie lehrte, Schwache braucht man nicht.
Doch wusste sie früh, sie würde nicht bleiben
In dieser Welt der Enge, und versprach ihrem Kinderherz
weiter durchzuhalten bis eines Tages
Sie würde sich kümmern um seinen Schmerz
Sie ging ihren Weg und ohne Zögern
Wo andere planten und diskutierten
War sie schon längst gegangen, um es auszuprobieren
Den Sprung ist kalte Wasser beherrschte sie am besten
Nur nicht zögern und lange testen
Solange sie handeln konnte nach ihren Sinnen
War sie immun gegen innere Stimmen
So wusste sie stets ihre Richtung zu lenken
Denn Angst kam erst vom zu vielen Denken
Darauf war sie trainiert seit Kindheitstagen
Aus der Not gewiss, doch jetzt kam es zum Tragen
Sie wuchs mit den Widerständen auf ihren Wegen
Und hoffte auf Rast im späteren Leben
Als hätte sie gespürt, dass die Quelle, die sie hielt am Leben
Bald wird versiegen, wenn sie sich nicht traut, ihr nachzugeben
Und es passierte, was sie nicht wusste, doch fürchtete
Für sie hieß Ruhe Angst und Schmerzen
Zeit für die Wunden an ihrem Kinderherzen
Die Stimme wurde lauter und die Erinnerung heller
Kinderschreie nur in Träumen, tagsüber lautes Gelächter
Ihre Augen sprechen, doch keiner versteht sie
Und das ist ihr Glück, denn nur so überlebt sie
Die Angst vor der Erinnerung, den Bildern in ihr
Die an ihr kleben und sie hetzen wie ein Stier
Der Schatten stets im Nacken,
doch bald wird sie es schaffen,
ihn abzuschütteln und nach vorne zu schauen
und kein Blick mehr zurück
und endlich glauben ihren Augen:
Er war nie zu gewinnen
Ihr Kampf
um ein verlorenes Kinderglück.[/FONT] [/color]
shiphrah[color=f6f9f9][FONT=arial]Doppelte Hälften

Nach einiger Zeit Abstinenz
und durch sie vermutete Entfremdung
sah ich unserer Begegnung mit
Zweifeln und diffuser Angst entgegen.
Wie so oft im Leben war auch diesmal
ein unangenehmer Anlass der Grund,
der dich zwang, unangenehmen Gedanken Raum zu geben.
Doch noch bevor wir es vollenden konnten,
kam uns das Schicksal dazwischen,
und scheinbar schien alle Müh umsonst.
Wenn das Schicksal sich einmischt,
kommt selten ein Unglück allein,
und so überrollte uns prompt die große Pein.
Ein Todesfall, kein gewöhnlicher, schon gar nicht erwartet
verlangte Bekenntnisse und Konfrontation.
Für mich eine Herausforderung wie vieles im Leben
für dich Signal zum Handeln auf praktischer Ebene.
Verschieden waren wir schon immer gewesen:
[I]ICH[/I] erblickte die Chancen und bahnte die Wege,
hatte den Mut auch zu ertragen Rückschläge
[I]DU[/I] hattest Geduld und Durchhaltevermögen,
das machte uns stark gegen Donner und Regen.
Der Graben sollte sich schließen, das war zu erkennen,
nur das Wie und Wann war lange nicht abzusehen.
So ungleich wir denken, handeln und leben,
so ähnlich waren unsere Gefühle immer gewesen
Wo viele sich stritten, versöhnten und kämpften,
Schöpften wir unsere Kraft aus eisigen Quellen.

Und so kam es, wie ich es nie zu träumen wagte,
doch es mir immer wünschte, das weiß ich erst jetzt.
Das Band ist stark, und es war nie gerissen,
den Zweifel daran werden wir vermissen
und uns gegenseitig helfen müssen.
Freunde reden, diskutieren und streiten,
uns hilft das Vertrauen in ganz frühe Zeiten.
Die Brücke der geteilten Freuden und Tränen,
die Sprache, in der nur [i]wir[/I] uns verstanden
und um uns herum die Welt vergaßen.
Es ist wie es war und immer sein wird:
Man lernt zu schätzen, was sich in schweren Zeiten bewährt
Wir waren besonders und wir hassten es oft,
und keinem wünsche ich heute dieses Los.
Niemand fragte, ob wir es so wollten
Vieles war schwerer, anders sowieso.
Wir mussten es können ab der ersten Sekunde
zu teilen das Leben, Liebe, Raum und Licht
Und jeder hoffte und war darauf erpicht
einmal zu haben alles für sich ganz allein,
und nicht ewig zu bleiben eine Hälfte,
doch reichte es nicht, um glücklich zu sein.
Und jetzt, da mir alles verloren ging, was ich liebte
da erinnere und schäme ich mich fast,
denn manchmal vergesse ich, wie schön es ist,
dass es dich gibt und du mein Zwilling bist.[/color][/FONT]
shiphrahNachwehen

Es ist passiert, akzeptiert, abgehakt
Deine Kälte war groß und ich gab nach
Es wurde mal Zeit, dass auch ich verliere
und trotz meiner Liebe nicht mehr begehre

Was kam, war ein kurzes Tief
gefolgt von endloser Euphorie
Ich weiß ja jetzt, wie es geht,
auch wie es sich anfühlt, ok!
Ich habe es gelernt, verstanden
Werde in Zukunft anders handeln.
Aber jetzt genug davon, es reicht!
Doch was passiert? Es holt mich ein

Es war klar, dass es so nicht bleiben würde
Zu gut, zu heiter schien die Welt
Ich war auf tiefe Einbrüche gefasst
doch auch stolz, dass ich es hatte geschafft
dich loszulassen, ohne meine Liebe zu opfern
nicht hassen zu müssen, um den Schmerz auszulöschen
Alles gut und schön
Will es auch nicht anders sehen.
Doch was soll das jetzt?

Dieser Schmerz, diese Leere
Nein, nicht derselbe, das nicht
Der Verstand hat realisiert
Du liebst mich nicht
Vielleicht eine andere
Auch das ändert nichs
Denn ich will dich ja nicht mehr….
Will niemanden jetzt
Ich brauche Zeit für mich

Doch immer wieder dieses Gefühl
als gäbe es kein danach
als bliebe alles schwarz
sobald mein Herz sich öffnet
so voll noch von dir und deiner Wärme
zu viele Dinge zu spät erkannt
blieben ungesagt, kaum zu Ende gedacht
Hatte ich was übersehen? War ich zu schnell weg?
Nein. Das alles habe ich hinter mir.
Das ist es nicht.
Kein Bedarf nur eines Wortes von dir
Dir geht es gut, das ist schön und reicht
Mein eigenes Gewissen ist mein Feind.

Und doch auch diese Sehnsucht, diese leise
Nur einen Hauch wollte ich kosten
Um sofort zurück zu gehen auf meinen Posten

Ein Tiger im Käfig, zu lange eingesperrt
Dass er nicht weiß, wie die Wildnis ihm bekommt
Oder Ruhe vor dem großen Sturm
Der ganz sicher irgendwann kommt

Zu lange war ich auf der Flucht im Leben
vor mir selbst, vor allem und jedem
der mir zu nah kam und mehr von mir wollte
Als ich glaubte zu haben und geben konnte
Jetzt habe ich endlich den Mut und die Kraft
spüre, was es mit dieser Herausforderung auf sich hat.
Doch lasst mich auch zögern
denn ich habe noch Angst.

Geduld, Geduld soll ich haben – mit mir!
Das was ich nie bekam, auch nicht von dir.
Die Nächte sind lange und kalt
Und warum verzichten auf alles mit Gewalt?
Wer hat diese Gesetze geschaffen
dass zwei sich nur dürfen zusammenraffen
für ein Ziel, das nie mehr als Illusion sein kann?
Und dran zu glauben doch nur Enttäuschung bringen kann.
Warum dürfen Zärtlichkeit und Liebe nicht sein
ohne zu enden im grauen Beziehungseinerlei?
shiphrah[color=f6f9f9]Nachtlichter

In der Nacht nur sehe ich sie
wenn sie mir entgegen strahlen
Hoffnung und Licht
leise und fast unsichtbar
verkleidet in fließenden Gewändern
klopfen sie an meine Trauerwand
um sie zu zerbrechen zart und sanft

Ich sinke ohne sie in die Nacht
und wache mit ihnen auf am Morgen
sie begleiten mich in den Tag hinein
SIE schenken mir Kraft allein
nicht der Schlaf, keine Worte
die Seele, unergründliche Macht
verbunden dem Herzen bei Tag und Nacht
Sie allein regiert über Wohl und Heil
eines gebrochenen Herzens

Was wäre ich ohne meine Träume?
meine treuesten und ehrlichsten Begleiter
auf allen Wegen, in allen Zeiten
Stütze, Weisung, Ermutigung
warnend, tröstend, Hoffnung spendend
beängstigend, strafend, fordernd
mmer mir wohl gesonnen
unbestechlich und wohl dosiert
Seelenwunden lassen ein Herz
den Schmerz erst spüren
Seelenfrieden die Liebe
Wo Schmerz, da war und wird Liebe sein
Die Mutter Seele kennt das Herz allein.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Freiheit

Je länger ich ging – falsche Richtung
Umso länger wurde der Weg
Je mehr ich Kraft einsetzte - verkopft
Umso schwächer wurde ich

Steter Tropfen höhlt den Stein
Dachte Sisyphos und beschloss
Die gottverdammte Kugel ein für allemal
Liegen zu lassen und stattdessen
Den Berg abzutragen

==

Stück für Stück
Zentimeter um Zentimeter
Dem Licht entgegen
Vielleicht dauert es fast eine
Aber sicher nicht die

[I]Ewigkeit[/I][/color]
shiphrah[color=685f51]Der Geruch nasser Erde

Ich erinnere mich...
immer nach Regentagen in meiner Kindheit
überkam mich diese Leidenschaft
für alles, was schmutzig macht.
umherstreifend im Dreck
durchnässter Wiesen
oder hüpfend durch matschige Pfützen
rührte ich mit bloßen Händen
im Schlamm aus Stein und Holz
Meine Haut wurde braun
und der Geruch feuchter Erde
und Plastikstiefeln
strömte aus jeder Zelle meines Körpers
in eine Welt des duftenden Badeschaums
und der Badewannen und Trockenhauben
Seitenscheitel und Sonntagskleidchen
mit weißem Kragen und Perlmuttknöpfen
die nicht die meine war
und es niemals werden sollte
Denn auch heute, da ich kein Kind
sondern eine Frau bin und hier schreibe
dringt der alte Duft aus meinen Poren
in Gestalt von Worten, die sich
wie Schlammspritzer ergießen
über die Reinheit eines weißen Blattes[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Parasitenmast

Die Reue kam spät und unsäglich über Nacht
In meinen Geist, meinem Herz, meiner Seele
Was ist geschehen? Gefühle sind tot
Liebe erfroren im Eis der Erkenntnis,
aus mir heraus gebrochen
wie eine Krebsgeschwulst
Liebe wurde zu Hass,
Hass verlor sich in Gleichgültigkeit
Gleichgültig lockte den Ekel

Dein verzweifelt gepflegter Schein,
Kein Sein - Sein Wollen,
Mein Geist erkannte
meine Seele durfte nicht sehen
mein Herz sollte hoffen, sich laben
an deiner perfekten Kopie
die ihrem Vorbild Liebe glich
wie sogar deine Augen lügen konnten
wenn deine Worte es verlangten

Ich war verloren und angewidert
hoffnungslos süchtig nach dieser Droge
die verheißungsvoll das Paradies
in Aussicht stellte, wenn bloß
alle Regeln beachtet würden
ausgeschlachtet bis aufs Herz.

Jetzt sehe ich mit nackten Augen
dein beschämendes Antlitz
aus Selbstmitleid, Bitterkeit und Naivität
verzerrt und durchzogen
von schlecht kopierter Komik
Mimik, Gestik, Worten, Melodien
und ich übergebe mich in Ohnmacht

Der Schmutz bröckelt nur leise von mir ab
Doch ich sehe schon die hilflose Fratze
schön geformt von Mutter Natur
zu schön für einen Mann mit Profil
flehend und wimmernd ihr Ausdruck
Augen betteln, Worte säuseln
Gier nach Erlösung und Unendlichkeit
verleugnend die eigene Unzulänglichkeit
und ihr beschämendes Ringen
um Freiheit und Einheit zugleich

Die letzten Reste stoßen mir auf
kein Medikament befreit mich
Ertragen werde ich müssen
bis zu meinem letzten Atemzug
den Geschmack der Leichenfetzen
eines verseuchten Gefühls
das mich betrunken machte
wie Liebe[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Schwarze Sehnsucht

Nichts ist begrenzt
Nur ich bin die Zeit
Kein Kalender, keine Uhr
Mein Gefühl, meine Gedanken
In Zeitlupe sich ausbreitend
Und Vakuum hinter sich lassend

Keine Gesetze, keine Moral
Gedanken und Phantasien
Werden zum Gesetz im Moment ihres Entstehens
Unendlichkeit
schwarze innere Tiefe
Macht, die es ein Leben lang gilt
In Schach zu halten
beginnt sich zu beleben

Schwarze erstarrte Masse beinahe verkrustet
verflüssigt sich unter der Hitze meiner Phantasie
und breitet sich aus in jeder Zelle meines Hirns
um zu verdunkeln die Wahrheit und Todeslust
alles wird möglich, alles ist spürbar
um mich herum, in mir, aus mir
die vollkommene Unendlichkeit[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Fühlen

Kein Schmerz hält mich davon ab
zu fühlen, wie ich fühle
Das Intensive, egal welcher Couleur,
setzt sich durch und steigert
den Sinn meines Daseins.
Stark empfinden heißt stärker leben
und Leiden ertragen gehört zu den
kostbarsten, reinsten, stärksten
Gefühlen meines Daseins.
Liebe ist Leiden ist Leben
Für dieses Gefühle ertrage ich
Einsamkeit und Gedränge
für diesen Schmerz lebe ich
mit beiden werde ich sterben.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Abstumpfung erwünscht

Ich laufe durch die Straßen meiner
zivilisierten, hoch technisierten Großstadt
und fühle mich zu lebendig, zu sensibel
- zu wenig gesellschaftsfähig?
Beschallung, Geflimmer, Farben
sogar jedes Geräusch nur aus toter Materie.
Meine Augen suchen verzweifelt
nach Leben und Menschlichkeit inmitten
dieser trägen Menschenmasse.
Verlassen fühle ich mich und verloren
und bin erschrocken über die vielen
Menschen, bei denen ich spüre
dass sie sich selbst verlassen haben.
Sie wandeln wie Ruinen – ferngesteuert
zwischen Kunstglas und Neonlicht.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Blickwinkel

Vor einiger Zeig schon
starb ich während eines
nebensächlichesn Ereignisses.
Niemand hat es bemerkt.
Das einzige,
das sich geändert h at,
seit ich tot lebe,
ist der Blick,
mit dem ich mein Leben betrachte.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Freund Tod

Die Liebe will es,
dass ich an ihr leide
So tret' ich meine Zeit ihr ab
Machtlos scheint mein eigenes Ich
Ich salbe meine Narben, damit sie heilen
Doch mein Herz, es blutet weiter
Wann endlich löst die Sonne
die schmerzende Kruste von meinem Herzen?
Wann endlich schmilzt der gefrorene Blick
aus meinen von Tränen gezeichneten Augen?
Die endlose Suche nach Ruhe nimmt mir alle Kraft
Gefühle werden zur Qual, die Seele vergisst niemals!
Mit jeder Träne verlässt mich ein Tropfen Seele
Und doch: der Schmerz bleibt immer gleich
Hoffnung längst verloren, und Wunder gibt es nicht
Erlös’ mich von dem Leid, bevor es mich zerbricht.[/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Freie Liebe

Du kamst aus der Nichts und wolltest nur mich
schon lange vorher kannte und spürte ich dich
Diese Sehnsucht nach Befreiung der Sinne
die viel zu lange schon lagen in Fesseln
DU warst es, der sie zum Leben erweckte
Wahnsinn regiert, Vernunft hat verloren
Der Liebessucht bin ich verfallen und das erst seit dir
Schwarz leuchtende Augen, feucht schimmernden Lippen
Der Pfeil deiner Liebe durchdrang traf wie ein Blitz
Orientalische Hitze in jeder Pore
deiner unwiderstehlich duftenden Haut
geküsst von Sonne und Meersalz
durchdrang mich bis in den sündigen Schoß
Nun wirst du kommen, und endlich darf es sein
Nichts mehr zu verlieren und nur so kann es sein
Seelen verwandt, Herzen verbunden, Sehnsucht so mächtig
Keine Religion, keine Moral wird uns hindern
zu genießen unserer Daseins in seiner reinsten Form
Herzen sich küssen, Körper sich finden



für R.[/color]
shiphrah[color=385b84]Unsortierte Rückkehr

Geschüttelt von Erkenntnissen
Gequält durch Enttäuschungen
Gebrochen durch Wahrheit
Ertrunken im Tränenmeer
Gerettet durch eine innere Macht
die nach Leben schreit.

Entschlossen wie nie,
den Kampf aufzunehmen
den einzigen Weg zu gehen
der nur allein beschritten werden kann
und an dessen Ende der Lohn,
die innere Unabhängigkeit wartet
die das Wort Leben verdient
Freiheit der Seele und des Herzens
Keine Manipulation
durch Altlasten, Erwartungen,
kein Spiel mit Verlustängsten

Mein Weg, meine Prüfung
Die härteste aber wichtigste von allen
Keine Chance für Selbstbetrug
Keine Flucht in Abenteuer
Kein Verweilen in Beziehungen

Ich brauchte lange für diesen Schritt
Meine Kraft ist am Ende – glaubte ich
Doch nur für dich ist sie erschöpft
Für mich erschließt sich eine neue Quelle
Das spüre ich ganz tief in mir
nur weg von dir

Es schmerzt wie niemals zuvor
die Wunde so tief
meine Liebe unendlich
mein Hang zum Schmerz ist angeboren
und führt mein Leben in Richtung Glück

noch sehe ich nichts, doch tief in mir
spüre ich die Gewissheit, das Licht.
Meine Zeit wird erst noch kommen
es wartet auf mich ein Paradies
irgendwo und ohne dich![/color]
shiphrah[color=f6f9f9]Danach

Als ich erkannte war es zu spät
dein Liebeskorn hattest schnell gesät
am Ende Lügen und Heuchelei
gespielter Schmerz
Betrug, Kälte und Härte
zurück bleibt ein gebrochenes Herz
eine ewig blutende Wunde
- mein Schmerz[/color]
shiphrah[COLOR=685f51][center][FONT=century gothic][size=2]

Du darfst mich nie dafür verantwortlich machen,
wenn du mir dein Herz schenkst.
Wenn ich dir jetzt in Liedern mein Wort gebe
und, nachdem der Sang verstummt ist,
zu besonnen bin,
es dir zu halten,
musst du mir verzeihen;
denn die Gesetze des Maimonds
gelten nicht im Dezember.
Halte nicht immer an der Erinnerung fest,
wenn du mir dein Herz schenkst.
Wenn aus deinen Augen die Liebe singt
und Lachen in deiner Stimme plätschert,
dann werden meine Schwüre fantastisch sein
und nicht kargend abwägen,
was möglich ist,
- du musst ihnen auf ewig glauben
und sie dann für immer vergessen."
[/SIZE]



[SIZE=1]Rabindranath Tagore[/SIZE]
[/CENTER][/COLOR][/FONT]



[size=1]ich liebe dieses Gedicht und möchte es heute endlich in meinen Garten pflanzen[/size]
shiphrah[center][color=8f0000]
Eine dieser Nächte….

Schwarz und tief ist sie
ich bade in Melancholie
Verführt von ihrer Macht
erweckt meine Sinnlichkeit
Sensibilität der Seele und des Körpers
an der höchstmöglichen Grenze der Erträglichkeit
Unterstützt von Traurigkeit
Nicht zu viel um sie abzustumpfen
Heilige Sinnlichkeit, mein kostbarstes Gut
Unbezahlbar, unbestechlich
Ein Himmelsgeschenk seit Geburt
Empfindsamkeit hat ihren Preis
Er ist hoch, die Leiden groß
aber diese Nächte, diese Gefühle
sie wiegen alles auf
Ich gebe mich hin dem Lebensfluss
lasse geschehen alles mit mir
Nichts wehre ich ab
In dieser Nacht….
Blutendes Herz, Seelenleid
Alles versinkt und löst sich auf
Im Glanz dieser Nacht
Mein Hang zum Schmerz
wird belohnt mit Sinnlichkeit
und Gefühle so tief wie die Unendlichkeit
[/color][/center]
shiphrah[center][B]Schwerelos[/b]


Losgelöst von Zeit und Raum
ergab ich mich dieser Gewalt
Wechselbad der Gefühle
in Schwindel erregender Geschwindigkeit
Grenzen sprenged in jede Richtung
hoffen, resignieren, aufbäumen, zurückfallen
sich aufraffen und von Neuem

Bis zu dieser Sekunde, in der ich wusste,
mehr kann nicht kommen, tiefer geht es nicht
alles ist gesagt, alles gefühlt, nichts mehr zu befürchten
doch du legtest nach
zu einem Zeitpunkt,
als ich mich gerade befreit hatte aus diesem Sog
und dies mit einer Wucht, die mir bis dahin fremd
doch sie verfehlte ihr Ziel;
nur einen Moment lang schien ich zu straucheln
bis ich die endgültig befreiende Kraft mobilisierte
die mich in Euphorie und unerwarteter Harmonie
meiner Selbst überließ.

Es bedurfte keines Zeichens, nichts von außen
in MIR fand ich endlich die Antwort auf alle Fragen
die mich quälten so lange wieder und wieder

Und nicht zufällig vielleicht genau dann
erschienst du in anderer Gestalt, mit anderen Worten
anderer Haltung, wie ein Fremder und doch so bekannt
und der Knäuel löste sich fast von selbst wie durch ein Wunder
was ewige Worte nicht erreichten, passierte nun in Minuten

Erlösung, Ruhe, Seelennähe,
erwartungslos, frei -
Liebe, die sich selbst genügt
sonst nichts
und so ist es gut.

[/center]
shiphrah[color=f6f9f9][center][B][font=century]
adoptiert[/B]

er geht nicht weg,
er wird nicht schwächer
er ist geworden
ein teil von mir, wie
ein muttermal
meine stimme
meine augenfarbe
gebrannt in meine seele
gestanzt in meinen blick
unsichtbar
immer da
in mir

schmerz.
[/center][/font][/color]
shiphrah[center][b][color=f6f9f9]Fast[/b]

Kampf
Angst
Tränen
zu viele...
GAU
Loslassen
Vakuum
Moratorium
Sonne reißt Löcher in die Hülle
Zaghaft sehe ich hinaus
geblendet
Pralles Leben erschrickt
Traue mich nicht
Lebenslust wächst
Angst hält zurück
noch...
Deine Augen
Dein Mund
Dein Duft
Wie lange noch
in mir?[/center][/color]
shiphrah[b][color=f6f9f9]Frühlingsschmerz[/b]

alle Gedanken gedacht
alle Worte gesagt
alle Schmerzen ertragen
alle Tränen vergossen

Herz gebrochen
Wunde versorgt
Narbe verheilt

und jetzt?
von vorne?

ja!

[/color]
shiphrah[center][B]Angst[/B]

Angst vor ihnen
Angst vor Nähe
Angst zu weinen
Angst vor der Angst
Angst die Angst zu zeigen
Angst vor seiner Stimme
Angst verletzt zu werden
Angt vor der Wahrheit
Angst vor dem Einschlafen
Angst vor dem Träumen
Angst vor meiner Wut
Angst zu erzählen, was war
Angst zu fragen, warum er es tat
Angst zu fragen, ob sie es wusste
Angst in ihren Augen zu lesen
Angst vor seinem Blick
Angst vor seiner Wut
Angst es wieder zu verdrängen
Angst es wieder zu erinnern

Angst – schon so lang
für immer?

[/center]
shiphrah[center][b]Zeit[/b]

Es ist zu spät für Kompromisse
Ich kann keine Phrasen
Keine toten Worten mehr ertragen
Jedes Vielleicht macht mich krank
Alle Blicke, die ihr mir verweigert habt
Bohre ich euch jetzt ins Herz
Alle Schritte, die ihr gegangen sied
Ohne euch nach mir umzudrehen
Werden hier zu Ende sein
An diesem Punkt gibt es nichts mehr
Was euch zu tun bleibt denn
Nun kehre ich wortlos euch den Rücken

Und du?
Was du hättest sein können
Ist Sand geworden
Ich kann dein Schweigen nicht mehr ertragen
Zu zaghaft und zu fest
Habe ich mein Herz auf dich gesetzt
Dein Bild wird nicht anders sein
Als alle anderen
Auch du bist Luft und Leere
Und keine Erinnerung soll dich halten
auch du nicht mehr als ein Name
Was ich für dich sein wollte
Weiß ich schon nicht mehr[/center]
shiphrah[B]Fragen oder Kritik[/B]

Freunde gehen, werden seltener
Frauen schaffen es nur noch zu Objekten
Kann dich denn nichts mehr faszinieren?
War das schon alles, was dir offen stand?
Hast du nichts anders gemacht als die meisten?
Schweigen alle so wie du?
Du bist nicht der einzige Feigling, der sagt
dass die Angst vor dem Tod größer ist
als die Angst vor dem Leben.
Wäre es einfacher, wenn alle wüssten
dass jeder das Gleiche erlebt?
Wahrscheinlich, denn keiner sagt was.
shiphrah[B]grundlos[/B]

manche dinge enden
bevor sie beginnen
vielleicht weil ihre lektion
schon bekannt ist
vielleicht, weil sie
(noch) zu schwer ist.
wahrscheinlicher aber ist,
dass sie keine beinhalten.
also trafst du mich, und
ein funke mein herz
...
zurück an den absender
annahme verweigert
da inhalt geprüft
shiphrah[b]totlebendig[/b]

bemitleidet habe ich dich
benutzen musste ich dich
dich zu verachten lernte ich
bereuen tue ich es nicht.

Gefühle, die keiner zugibt
alle kennen, viele verleugnen
all' sie habe ich für dich
nach all den Jahren bist
du nur noch ein Nichts für mich
Feige, gehemmt und träge
wandelst du deiner Wege
die führen ins Leere seit Jahren
dafür beginnst du nun zu zahlen

Deine Stimme langweilt mich
dein Fratze macht mich aggressiv
deine Sprache ist ohne Glanz und Kraft
ihr Schwung schon längst erschlafft

Nur Kinder und Kranke
kann man lassen im Stich.
du bist jung und gesund
also kümmer [i]du[/i] dich
selbst um deine kranke Seele
die du verleugnest so hartnäckig
ersaufend in Selbstmitleid
pseudo-betroffen von der ach'
so schlechten Welt, die viel
zu licht sei für dich,
du gefallener Held

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