| mestizaje | Ich sitze in einer Ecke meines Zimmers, die Knie fest an meinen Körper gepresst und mit meinen Armen umschlungen. Ich denke nichts, spüre nur das Pochen, in meinen Beinen, in meinem Kopf, und am stärksten in meinem Herzen. Ich spüre die Streifen mit meinen Fingern. Sie sind kurz, jedoch tief. Genauso wie meine Erinnerungen. Ich höre immer nur dieselbe Stimme in meinem Kopf: Ich wünschte mir du wärst nie geboren!! Die Worte wiederholen sich ständig. Eine Träne fliesst langsam über meine Wange, der salzige Geschmack setzt sich in meinem Gedächtnis fest. Ich wünschte mir du wärst nie geboren!! Ein roter Tropfen fliesst langsam über meine Hand. Die Streifen glühen. Sie ziehen sich vom Knie bis hinunter zu meiner Ferse. Und ständig diese Worte. Die Stimme wird lauter, als ob sie damit mehr Kraft erhalten würde. Ich wünschte mir du wärst nie geboren!! Ich spüre noch immer nichts. Bin alleine in meiner Ecke und warte. Auf einen Moment, der nie kommen wird. Und ständig fliessen alle Erinnerungen wie ein Film vor meinen Augen vorbei. Die Stimme wird immer lauter, der Schmerz in meinem Herzen grösser. Ich wünschte du wärst nie geboren!! Alles um mich herum ist dunkel. Dunkel und Kalt. Und irgendwo ist ein Licht. Und vor dem Licht ein Gitter, nur um mir zu beweisen, dass ich es niemals bis zum Licht schaffen werde… |