| Dagda | ~Elegie der Vergeltung~ Die rote Abendsonne schien mit ihren Warmen Sonnenstrahlen, die sich an Den kleinen Grashügeln brachen, über Das friedvolle Land. In völliger Ruhe zog ein Fluss wohl- Wollend seine von der Natur gegeben Bahnen ohne ans Ufer zu ecken. Ihm zu riefen Adler, Falken, ja sogar Die kleinen schwarzen Gewässerfliegen, Die im Freien wie Mohn aussahen, Kommunizierten mit ihm. Überall sprieß der Schilf hervor ohne die Ästhetik des Augenblicks zu beeinträchtigen. Weit hinten am Horizont, wo der Fluss fürs Auge aufhörte zu fließen, Entsprang ein mächtiges Gebirge. Es Umschloss den Fluss, die Landschaft, die unzähligen Tiere, die in den hiesigen Wäldern ihre Nester hatten, ja es bildete Die Kronen und Zinnen einer Festung, die Uneinnehmbar schien... Es wurde Winter...es wurde Frühling... Es wurde Sommer...es wurde Herbst... So zogen Jahrtausende ins Land, die Die Natur prägten, sie formten. Nur eines guten Tages erschien ein neues Wesen, das sich Mensch nannte und diese Harmonie aus dem Gleichgewicht brachte. Er tötete, er rodete, er herrschte, er versklavte Und vergaß dabei, aus welchen Quellen er sich Bediente. Vollkommen missachtend, verfügte Er über sie. Doch wie lange wird dieser Zustand noch Andauern? Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem sich die Natur rächen wird... |
| Dagda | Krieger Einsam durch die Tiefen Der Eiszeit schritt er dahin, Auf seiner Schulterrüstung, mit Dunkel gegerbten Leder behangen, Hielten sich fest zwei Raben; Der Eine krächzend, der Andere Blickend. Adern traten aus seinem rechten Arm hervor, als er mit fast Kraftloser Anstrengung nach Seinem Wanderstock griff und Den nächsten Gipfel erklomm. Sein Haar wehte im Wind entlang Seiner muskulösen Schultern. Viele Narben zerrten das Gesicht Aus vielen Kriegen, seine Haut, Ledern, verzog keine Miene, Als er stand an des Gipfels End`. Hinabblickend in das Tal Wovon er gekommen, schweiften Seine Erinnerungen... ...schmerzerfüllt zog er sein Schwert aus der Scheide. Zuckend, spürte er jede einzelne Sehne Seines Stählernen Körpers. Durch eine Schnittwunde am Hinterkopf durch Feindes Hand, Tropfte ihm Blut und kalter Schweiß Von seinem schwarzen Haar in den Nacken, Sich sammelnd, strömte es in kleinen Abständen den Rücken hinunter. Seine Miene war hart wie Stein, als Sich ihm, schreiend, vier Angreifer näherten. Trotz ihrer Kriegsschreie blickte er In ihre Seelen und entdeckte nackte Furcht. In Kampfhaltung lauernd, ließ er sie Heranstürmen. Dabei schien es, als blickte Er in alle acht Augen gleichzeitig. Das Schert, dass er hielt in Händen War so scharf, dass sich das Blut seiner Opfer nicht länger als ein paar Sekunden Auf ihr halten konnte; so, als dürstete Dem Schwert stets nach frischen Blutes, Um es sich einzuverleiben und so Kontinuierlich an Macht zu gewinnen. Ihn umzingelt, standen sie da, keiner Rührte sich. Weit entfernt vernahm man einen stöhnenden Todesschrei, das Klirren der Waffen, Das Schneiden der Waffen anderer.. Blitzartig bliesen die Angreifer zum Kampf; Einer nach dem Anderen, man vernahm nur Den Luftzug einer Klinge, das Schneiden und Abtrennen von Körperteilen. Immer noch keine Miene verziehend, Spritzte er das Blut seiner Opfer von der Klinge ab und führte es zurück in die Scheide. Dabei verzerrte sich nun wieder sein Gesicht In ein schmerzerfülltes. So zog er zu den nächsten Verurteilten, Die darauf warteten, hingerichtet zu werden... ...So kam er nun wieder zurück In die Gegenwart. Seinen Wanderstock fest umschließend, Schritt er voran, weiter, ohne Pause, Ohne Furcht, ohne Reue, In Ehre |
| Dagda | Obsession Am Stuhl gefesselt, Rinnsal von Tränen laufend, Blut die Lehne herabfließend, Keine Hoffnung auf Erlösung In Aussicht. Mit gespreizten Beinen Gefesselt, die Hände Auf dem Rücken gekreuzt, Wartend auf die neue Qual. Der schwarze Schmerz trifft Ein in die Welt der Ge- Horsamkeit. Bibbernd, lechzend Ein Grinsen ist zu vernehmen. Nägel beißen sich in die Brüste, Wollust beginnt zu drängen, Klitoris beginnt zu schwillen; Es naht ein rostiger Nagelstumpf Schreiend, er versucht Sich Durchzubohren, verrücktwerdend, er Zerreist in Stück` die weiche Haut, Infiziert das gesunde Fleisch. Mundgroßer, blutroter Ball nähert sich Den erregten Lippen, füllt sie, Erstickung gleich, plötzlich sich Umschließt, Panik ausbricht, Atem stoppt. Langsam Seile sich nähern, Vorsichtig tastend, voll- Kommen schüchtern streifen Sie Arm` und Bein`. Plötzlich zusammenziehend, gar würgend Sie umschließen sich; leidenschaftlich Sich umringeln bis zur Extase vollendend. Blau und rot Die Haut nun ist, stetig dunkler wird sie; Taubheit stellt sich ein. Langsam spreizen sich Schenkel und Becken, Erwartung brennt wie Flüssiges Gestein. ..zuckend.. Es wird kein End` gesetzt.. Höllenqualen offenbaren sich; Stetes Verlangen schürt den Atem, Blitze durchdringen den Unterleib, völliger Wahnsinn wird entfacht. Etwas blitzt, durch die Luft schneidend, Bestehend aus dem Aroma alten, Metallisch riechenden Blutes und kaltem Angstschweiß, Des dunklen Kammers Gemach, auf. Es nähert sich den Zehen, Den Füßen, den Fesseln Den Waden, den Knien, den Schenkeln, Der Wollust, dem Bauch. Eintauchend in den warmen Ort des Genusses, führt Die Klinge ihr Werk Fort. Nicht fest, zäh, aber auch nicht Wabbelnd, sehnten sich die sauren Ein- Geweide, so viele Jahre gefangen im Körper der Lust, nach Freiheit. Nun rangen sie um den Ersten Platz sich voller Elan, Blutgefüllt auf den Boden Platschen zu lassen. Die zuvor getrockneten Rinnsale wurden erfüllt von Frischem, fruchtbaren roten Gut. Stöhnend vor absoluten Genusses, sich Der Kopf nach hinten beugend, sahen die Kraftlosen Augen zur Decke, an dem weitere Werkzeuge der göttlichen Folter hingen ...bevor sie das Licht des Lebens Verlor... |
| Dagda | Geblendet Grell erscheint mir das licht Das licht der Heilung Gebrechen es wieder Auferstehen lässt. Ich schau durch dich hinaus in die Welt, die du gut nennst. Nun fühl ich mich wieder wohl Du gibst mir sinn, heilst mich. Dabei vergiftest du nur... Lässt alle umherirren wie Ein Tier dessen Augen Herausgeschnitten wurden... Schmerz ... fühlst du ihn noch? Kannst du noch sehen? Oder ist es mittlerweile zu grell um Zu sehen...zu viel Pein? Einige wenige erblicken diese Welt wie sie noch ist, nicht Wie sie zu sein scheint... Traurig aber wahr. Um mich herum ist es dunkel. Vage nehm` ich meine Welt Wahr, erschließe sie vorsichtig In der ewig`n Dunkelheit... Jeden Menschen erblicke Ich als Schemen, niemand Hört mich, alles ineinander Übergehend, verschmilzt... Dort hat sich was bewegt... Meine Augen verkrampfen... Ewigkeiten her es ist ich Sah ein licht in meinem Leben, sich windend, sich Auf mich zu bewegend... Ich spreche, es hört mich; Ich berühre, es fühlt mich... Tränen laufen mir herab Die Wangen, es berührt mich Zart, ich erschrecke, mein Herz fängt wieder an zu Schlagen, blendet mich Das Licht? |
| Dagda | Hölle Tritt ein! Hier ist Dein Ort Der Offenbarung. Mächtge Pforten Bewacht von Engeln Steinern sie Stehen wachend dort. Stetig sie be- Obachten neue Opfer für die Heiße Glut... Die Pforten Öffnen sich; Heißer Odem Tritt heraus. Eingetreten Stehst nun Dort allein Im Chaos der Geordneten Tyrannei der letzen Bastion, die Dich gehorchen Lehren wird. Schmerzen Nichts als schmerzen ...Qual Pein deines Körpers Psyche Pein deines Körpers Physe... Unterwerfung ist Gefordert. Aufgabe, um Jeden Preis. Schaffst du es? Hältst du`s durch? Aufraffend... Aufraffend... Der gehörnte Erhebt sich aus Seinem Thron Erblickt dich. Schreitet auf dich Zu, mächtig und Dominant, er hält Die Peitsch in Hand. Schreie folgend Aus der Folter Beginnen zu zehren An dir... Blut aus allen Adern dir läuft, Gierig sich be- Köstigen Dämonen deines Lebenssaftes. Immer schwächer Du wirst... Dein lebens- Hauch entschwindt. „Bald du wirst Sein einer von uns“ Gott dich wird Verlassen. Hass wird Dich erfüllen. Dies Dein Paradies nun ist. |
| Dagda | Vierzeiler gezeichnet von der plage mensch sie guckt entsetzt und traurig nimmer mehr mit hoffnung erfüllt dennoch in ihr wärme wohnt... |
| Dagda | Spitz und scharf Meine Haut, sie ist Weich und zart Weiß und rosig Ich will sie streicheln. Niemand wacht, alle Schlafen… Ich zünd` mir Kerzen An. Rot leuchten sie, Lichterloh, stets im Takt zum Zuge der Luft im Raume… Ich entspanne mich, Hole meine klinge Hervor. Schimmernd Kann ich sie seh`n. Blank ist sie. Spitz Und scharf. Frisch Poliert sie wird erfüllen Ihren Zweck. Entlang sie meinen Arm Streichelt, Gänsehaut be- Komme ich…erleichtert Blicke ich auf… Leicht spüre ich ein Eintauchen in die weiche Haut…es kitzelt gar… Ich grinse, ich lächle. Immer tiefer sie gräbt Sich ein in mein zartes Fleisch. Mein Lebenssaft Verziert meinen Arm. Schöne Muster nun Auf ihm. Schon trocken Sie an frischer Luft. Leider niemand wird sie seh`n. Immer wieder, auf und Ab, schreitet sie voran, die Klinge…erfüllt ihre Be- Stimmung, befriedigt mich. Leise stöhnend, ich genieße Die wärme, die der kalte Stahl mir bringt. Niemand Sonst bei mir ist. Dann ich setz` sie ab, Öffne meine Augen, Schau an mir herab, Laut schreie ich… ..doch niemand hört mich… |