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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: wesen
wesenkleine wesen,
die über den boden
krabbeln und kriechen
sich gegenseitig
zerstören
und dann umeinander weinen
die sich gegenseitig
bekämpfen,
gefangennehmen,
quälen
und aufessen

jedes krabbelt für sich allein
sucht seinen eigenen weg
und wird ihn nie finden.
liegt etwas vor ihm
auf seiner suche
so wird es zerstört.

sie bauen sich häuschen
mit kräutern davor
und wege,
tragen immer steine zusammen,
obwohl sie wissen,
dass alles einstürzen wird
irgenwann.
wesenzerdrückt man so ein wesen
mit der hand,
spritzt es roten saft.
es ist lustig,
mit ihnen zu spielen,
man kann ihre steinhäufchen
einstürzen lassen
und sehen,
wie immer mehr wesen
angekrabbelt kommen,
kann sie gegeneinander schnippen
oder zerdrücken
und mit ihrem roten saft
auf die straße malen.
Auch wenn nch dem nächsten regen
nichts mehr davon zu sehen ist.
wesen----------------

nichts umgibt mich mehr als du
Nichts umgibt mich mehr als du
du kamst und wuschst dir die hände
in unschuld
bevor du liebevoll mein herz umklammertest
und es auswrangst
in wasser tauchtest und den boden damit wischtest
drücktest mir die lider zu
und lächeltest
während du das grausamste tatest
was man mir antun kann
denn du weißt
ich fühle nichts mehr als dass ich dich liebe
ich fühle das Nichts mehr, als dass ich dich liebe
zerstörst mich
zerfalle
zergehe
schmilze
in deinem schmerz
in deinen augen
in deinem hass
will nicht mehr schreien
nicht mehr bluten
nichts mehr fühlen
nicht mehr das Gefühl haben zu fühlen,
obwohl ich nichts mehr fühle
obwohl ich nichts mehr fühle als dich
schlägst meinen kopf gegen die wand
drückst mir die kehle zu
..fühlen...
schlage mir den kopf gegen die wand
kratze mir die arme blutig
mit meinen nicht vorhandenen fingern
langsam aber sicher
fresse ich mich selbst auf
um zu dir zu gelangen
du,
den es dich nie gegeben hat
denn die erinnerungen werden mich
wiederbeleben
aus lauter bosheit
nur um zu sehen
wie ich immer und immer wieder
zerstochen werde
von dem monotonen pochen
dass mich verfolgt
seitdem ich es nicht mehr höre
du forderst mich heraus
zu dem ewigen kampf
um das vergessen
aber wir sollten aufpassen
sollten aufhören
denn der gewinner ist immer
die bank, auf der wir saßen
und die Luft erwürgten
erstickten
den heiligen Ritter erschlugen
mit den Strohhalmen
aus denen einst
der weise Fisch
die Luft atmete
die er nicht brauchte
um zu leben
sondern nur um zu zeigen
dass er es sich leisten konnte
wesen-------------------

im spiegel meines herzens
gedenkt
gedroht
zu verschwinden
das vergessen
des traums
den ich hoffnungsvoll erdacht
des nachts
ein schwarzer engel
blutend an mein fenster trat
nahm mich mit
in eine welt
in seine welt
in keine welt
in der ich nicht existiere
weil ich nicht will
weil die stille mich
zersetzt
zerreißt


du

ein splitter eines gedankens
holt mich ein
ungewollt
viel zu schnell
um es zu verhindern
zu vermindern
wegzuwünschen
nach dir
ich mich sehne
so sehr
seit langer zeit
wieviel tränen
wieviel blut
wieviele träume
inzwischen vergossen wurden
nach dir
der du lachst
oder nicht
der du weintest im licht
um die stille zu zerbrechen
mit zerbrochner stimme schriest
ein stern
rast herab
auf uns zu
verbrennt
die erde
das licht
die luft

die erhobenen finger
schwankend
als
der Rabe des Todes
in den garten eden kam
um mein herz zu zerhacken
zerstückeln
verschlingen

in der flamme der kerze
im schatten des lichts
im glitzern des scheins
des mondes
seh ich
immernoch
wer du warst
wie du schienst
deine stimme,
dein lachen
dein atem
dein schrei
du
wundervoller prinz
der du mich sanft
vertriebst aus deinem leben

mich zu streben
nach unterwürfigkeit zu dir
herabzulassen
war nie mein wille
in der stille

in blut
in hoffnung
gebadet
nach dem schimmer
einer träne
des vergebens
der versöhnung
die mein herz kann wieder schließen
von dir
vor dir
du
bist
wesen---



wisse, sehr geehrter,
wisse,
ich brauche mich nicht mehr
unter dem schwarzen Tuch der Trauer verbergen
oder mein eigen Ich verurteilen
denn ich sah die mit mir Sitzenden,
die Leidensgenossen,
Mitschreiter.

Viel zu lange saß ich am Ufer
des Sees des Vergessens
diese Großen Sees
dunkel schimmernder Flüssigkeit
sich nur kräuselnd
in dem Moment, da man
die wunderbar glänzende Fläche
sacht mit den Fingern berührt
hingerissen vor Liebe
doch angst, sie zu verletzen, zu zerbrechen
die Stille einer sanften Berührung
der Schimmer eines gülden Auges
die Pfütze der Vergangenheit

jedoch
nicht fähig, sich umzuwenden
sich wegzureißen von der Fläche
und gewahr zu werden,
dass man schwebt
über der seidenen Decke
dem dunklen Kräuseln
dem wundesamen Blick
so blank die Oberfläche ist
flüssiger Traum
verzaubernder Wellen
die entspringen
bei der stumm eingefügten
Fingerspitze
die sacht und still
sichelgleich
zerschneidet das dunkle Wasser

man wird langsam hineingesaugt
von seinen Tränen
die man vergießt
vor Glück
vor Liebe zur Trauer,
die langsam hinabschwebend
silbern perlend zergehn
an der Oberfläche
schimmernd im Mondenlicht
immer mehr, immer größer werden
nasse Träume vom Vergessen
fließen in den dunklen See
ziehen einen hinein
langsam hinabsinkend
erblicken den Grund
tief
tief im Wasser
schimmert rötlich
der Welten bessrer Ausgang.
tauche ein..
wesenLeere


blass und kahl
und weiß
die stille
verlöscht
mit einem hauch
von Leere
kalt und stumm
verhallt
das einsame Lachen
der Libelle


ein atemzug
zu viel

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