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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Improvisationen
LaChatteBin ich gut? Langweile ich euch? Ergreifen euch besonders poetische Stellen?

Ich höre immer gerne eure Meinung, welche es auch sei - und hier findet ihr den Weg zu den [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20228]Kommentaren[/URL]

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[B]Fegefeuer[/B]

Ausflug in die Hölle
ins Fegefeuer
wo Teufel tanzen
in den Flammen
die fressen
dich auf
verzehren dich
fachen dich an
lassen dich glühn
im Unterleib
nackt
das grosse Schwert
dringt ein in dich
schneidet dich auf
lässt dich
besudelt und nass
liegen
bereit für
neue Abenteuer.
LaChatteNackte Haut umgibt dich
berührt dich
frei
wie ein Vogel
schwerelos
aufsteigend
leuchtend
Finger und Hände
in deinen Falten
in deiner Wärme
der grosse Pan, der bocksbeinige
tanzt
schnell und atemberaubend
schwingt er
sein Geschlecht
vor dir, das
spritzt Hitze
verbrennt deine Hände
und lässt dich
in deiner Maske
fliessen.
LaChatteKomm, mein Freund, und spiel mit mir
das ewige Spiel von Leben und Tod
von Licht und Schatten,
das Spiel
das erst aufhört
wenn einer von uns
endgültig geht
und diese Welt verlässt.
Die Regeln sind einfach, es ist
alles erlaubt, und nichts verboten
was dich
der andern Seele
näherbringt
was dir erlaubt
den anderen
zu lesen wie ein offenes Buch
was dir erlaubt
vorherzusagen
was der Gegner, was der Partner
in dem Spiel als nächstes
tun wird
um für immer
und ewig
verschmolzen zu sein
mit dir.
LaChatteGib mir dein wahres, inneres Ich
gib mir deine Ängste, dass ich sie besiege
gib mir deinen Hass, all deine Kälte
durchdringe mich mit deinem Zynismus
der selbst dich nun langweilt
kämpfe um dein Herzblut
schau, ob du noch welches hast,
und den Rest, den gib mir
dass ich ihn trinke, dass ich
trunken vor Blut, vor Liebe, vor Schmerz
ins Innerste der Höhle dringe
und den Vogel befreie
der dort schon lange
vergebens sang.
LaChatte[B]an MR[/B]

Ich sehe dich
ich sehe dich vor mir, dieses erste Mal
da ich jede Sekunde
an dich gedacht, an deine Stimme, an deine Worte
und ich seh dich noch vor mir, wie ich damals
dich leicht berührt am Arm, Haut auf Haut
wie ich das als angenehm emfand und wusste
er ist ein guter Liebhaber, den will ich.

Ich sehe dich, zwei Jahre später
ausgestreckt auf einem Bett, mit Kabeln
und Schläuchen, in dem Handgelenk, im Hals
eine Maske auf dem Gesicht, die du
ungeduldig zu entfernen suchst, ich höre
den Schrei nach Hilfe, und Hilfe ist doch da -
alle Hilfe, von Menschen möglich gemacht.

Und heute seh ich dich, wie du
immer der Gleiche, und doch sehr anders.
Müde bist du, und doch
kämpfst du weiter
Du gibst nie auf. Der Schmerz hat
seine Spuren hinterlassen
auf deinem Gesicht, doch nicht
in deinen Augen.

Ich sehe dich, tausend Bilder, gelebte,
du und ich, lustige, traurige, einsame,
und wunderschön vereinte Stunden, die
hitzige Diskussion, als die Bibel mehrere
Male quer durchs Zimmer flog, und dann
das Läuten an der Tür, eine Dame, die dich
kennt und die
meine Fotos
mein Kuscheltier
und was ich dir sonst noch gelassen
fortgeworfen hat, nun, heute
kann
ich sie sehen
ohne
dass mein Herz
sich anfühlt
wie in einem kalten Regenschauer
heute
weiss ich um deine Liebe
um deinen Ausdruck der Liebe
und das
auch nur
weil ich mir erlaubte
ein Biest zu sein, weil
ich so tat, als
ob du mir egal wärst, wo
du doch
der Mann meines Lebens bist.
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je t'aime ma puce - ton Schpountz
LaChatteIntensivstation

Am Morgen danach packe ich meinen Rucksack
mit – ich weiss nicht was? Büchern, Zigaretten,
Kuscheltieren, Fotos, einem Stein
und komme an im Spital
warte lange Zeit im Vorraum
der klein ist und
spitalgrün und
der Geruch
gefällt mir nicht

Eine Krankenschwester
führt mich durch ein Labyrinth
in einen Raum, da
liegst du auf einem Bett
ich erkenne dich fast nicht, dein
Gesicht ist aufgedunsen, du hast
Schläuche überall, aus dem Hals,
aus dem Handgelenk, aus dem Mund
ein grosses Rohr und noch mehr
Schläuche die unter
deiner Decke verschwinden.
Im Hintergrund ein Bildschirm mit Kurven
die sich bewegen, so wie aus dem
Fernsehen, und es kommt der Gedanke,
der ist ja noch verkabelter, als mein Computer.

Ich darf dich berühren, sagt die Schwester, und unter
der Decke schauen deine Füsse hervor, der eine
ist warm und lebendig, und ich berühre auch
den andern, den linken, der ist
weiss und kalt und
muss wohl
amputiert werden.

Ich sitze neben dir und halte deine Hand
dein Griff ist der gleiche wie immer, warm und sicher
aber auch Halt suchend dieses Mal.
Du nestelst an den Schläuchen herum, sie
stören dich und manchmal
versuchst du einen Laut von dir zu
geben, aber mit diesem Rohr im Mund
ist das wohl
nicht so einfach.

Sie stellen einen Sack vor mich hin, einen weissen.
Da sind deine Kleider drin, zerschnitten, immer noch
voll nassem Blut, das noch nicht trocknen konnte
und in einem kleinen Säckchen
deine Uhr, deine Halskette, dein Armband
dein Feuerzeug, so eben das
was du auf dir trugst
als dich
dieser Lastwagen überrollte.

Ich werde hinausgeschickt, sie wollen
das Rohr aus deinem Mund entfernen, es
sei kein schöner Anblick.

Nach einem Kaffee bin ich wieder zurück, du
trägst nun diese Maske, die du auch
ständig wegschiebst, und dann
höre ich
wie du nach Hilfe schreist, nach
einem Arzt, nach
etwas weniger Schmerz
doch
Was kann man mehr tun?
Ich halte deine Hand, ich
denk an dich, ich versuche
stärkende Gedanken zu senden,
hilft das?

Beim Verbandwechsel
schaue ich zu und sehe
dein linkes Bein, mit einer Art
Metallgerüst drin und es ist
nur rohes Fleisch, keine
Haut mehr, gar nichts
und ich frage mich
Warum hast du dich dafür entschieden
ein Bein zu verlieren? Doch
irgendwie passt es, irgendwie
ist es trotzdem
gut so,
wie es ist.

Am späten Nachmittag muss ich gehen
ich nehme meinen Rucksack wieder mit
mit all den Sachen, die dir
nicht helfen können.

Das Einzige, was ich dir lasse, ist
der Stein, ein Granit aus
dem Maggiatal, noch voll
Sonne und Wasser und Kraft der
gut in deine Hand passt.

Später wirst du mir erzählen, dass du
diesen Stein die ganze Nacht und auch
während der Operation am folgenden Tag
so stark in der Hand gehalten hast
dass ihn niemand
entfernen konnte.

Am Abend hole ich dein Auto
deine Schlüssel
und ich staune darüber
Wie wenig mich
all das
bisher berührt.
LaChatteMist

wir hätten eigentlich heute,
also jetzt
du und ich und deine Freundin
ganz gemütlich feiern wollen
die Tatsache
dass wir uns heute
seit vier Jahren kennen.

Und nun ruft sie mich an
um zu sagen, dass
du weg gegangen bist
verschwunden bist
irgendwohin
vermutlich in so eine
Rotlichtbar.

Du kotzt mich an.
Ich hätte mein Wochenende anders geplant
wenn ich gewusst hätte
dass du dich einfach
verkrümelst, du Arsch.

Ich mag dich
trotzdem.
LaChatte[B]Erklärungen[/B]

Im Krankenhaus
stehe ich vor deinem Bett, und
neben deinem Bett steht
eine Frau, und sie sagt
dass
Erklärungen
nun angebracht seien.

Gut, Erklärungen... ich höre.

Ich höre zu, wie du sagst, dass
du nicht mich liebst, wie du
sagst, dass du
sie liebst und dein Leben
mit ihr, und nicht mit mir
verbringen möchtest.

Du
sagst dann auch, dass
ich es nicht verdient hätte
und du wünschst,
dass ich gehe.

Ich gehe.

Ich steige in mein Auto
ich fahre heim
ich rufe
einen alten Liebhaber an und
frage, ob ich ihn besuchen dürfe
bei ihm gibt's
Trost und
bestimmt auch
Wein.

Ich frage mich,
und ihn,
ob das wohl das Ende sei oder
ob du vielleicht
doch noch
wieder
zu mir
kämest.

Du würdest es
auf alle Fälle
nicht verdienen,
und wenn du kniend
darum bettelst.

Ich gewöhne mich an die Idee, dass
ich dich heute abend
das letzte Mal in meinem Leben sah.
Mit Wein und
Gesellschaft fällt mir
dieser Gedanke
sogar
erstaunlich leicht.

Und schon beim
ersten Glas Wein, da
läutet mein Telefon,
du bist es und du
fragst, wo ich sei.

Bei meinem alten Liebhaber,
bei dem, den du noch nie
mochtest, sage ich.

Du wirst zornig
du fragst, was ich da
verloren hätte, und ich
antworte dir, dass
in Anbetracht dessen
was du mir
vor so ungefähr
zwei Stunden
erklärt hattest
dich das nun
wohl nichts mehr angehe.

Zehn Minuten später
rufst du erneut an, und
ich höre an deiner Stimme
dass du dem Weinen nahe bist,
du, der du nie weinst,
du, der du
seine Gefühle sorgfältig
für dich behältst und
du sagst mir, dass
du gerade jetzt wohl
die grösste Scheisse
deines Lebens
gebaut hättest.

Und ich glaube dir, auch wenn
mein Verstand mir sagt, dass
ich dich am besten
aus meinem Leben
für immer streiche.

Ich glaube dir.
LaChatte[B]Heilung[/B]

Das erste Mal, es war
klar, es ging um Sex, um
Körper, ums geniessen
ohne sich dabei schon
auf irgend etwas
festlegen zu wollen.

Wie zwei misstrauische
verbrannte, zerfleischte
geschlagene wilde Tiere
kamen wir uns näher
verletzten uns
gegenseitig und
kamen wieder und
wieder und
wieder
zueinander.
LaChatteIch liebe Sex, ich
liebe deine Zunge, und deine
Finger, die sich in meinem Fleisch
verlieren und die mich zum
Schreien bringen.
LaChatteSchöne Worte -
du begreift vielleicht,
dass ich nun endlich
genug davon habe.

Ich liebe dich, und dennoch
kommt es nicht in Frage
dein Verhalten
deine Schwächen
weiter zu
akzeptieren.
Es ist vorbei.

Es bricht mir das Herz
zu sagen
"ich verlasse dich"
und dennoch
ist es das
Einzige, was
mir übrig bleibt.

Leb wohl.
LaChatte[B]Erinnerung an ein vergangenes Leben[/B]

Da war ein Anlass
für den unbekannten Soldaten
am Monument, nicht
weit von mir zu Haus.

Trikoloren flatterten
Offizielle hielten Reden
Medaillen wurden verteilt
Beförderungen ausgesprochen
Tusche von Posaunen und Trommeln
und ein Publikum
das sich,
wie ich das beurteilten konnte
mehrheitlich langweilte.

Das Dorforchester
stellte sich auf
und spielte, manchmal
etwas aus dem Takt, aber
eigentlich gar nicht so schlecht
die Marseillaise
die mich
zu Tränen rührte.

Patriotisch bewegt, ich,
die Ausländerin
die Fremde, die
sich von der Menge abwandte
um die Tränen
zu verbergen, ich,
wallenden Herzens
von der pathetischen Rede
aufgewühlt.

Warum kommt mir dieses kleine
Défilée so bekannt vor?
Das doch um soviel
prächtiger sein müsste?
Das in strahlender Sonne
vorbeimarschieren müsste, das
doch soviel prunkvoller
soviel grösser
soviel grandioser sein müsste?

Ich gehe nach Hause
und weine immer noch.
LaChatte[B]Schmerz[/B]

Du hast meine Augen verbunden
meine Hände
an meine Beine gefesselt
mit gespreizten Beinen
blind
hilflos
liege ich
vor dir.

Ein scharfer Schmerz
durchzuckt mich, nein
es ist zu viel, ich
halte das nicht aus, dann
nochmals Schmerz, und
nochmals und ein
viertes Mal Schmerz
es ist zuviel
ich flehe dich an
und du nimmst
den Schmerz wieder weg,
doch im gleichen
Augenblick
wünsche ich ihn
mir zurück.
LaChatte[B]Geborgenheit[/B]

Hilflos
gebunden
geblendet
stehe ich
dir, und dir allein
zur Verfügung,
damit
du mit mir
zu deinem Vergnügen
machst
was du willst.

Kein Gott könnte
mehr sein
als du
für mich
genau jetzt
bist.
LaChatte[B]Mauern[/B]

I

Rund um mich
aus Stein
hart
hoch
und kein
Lichtstrahl
der mich
wärmt.

II

Ich möchte dir
so gerne
eine Blume schenken
doch
die Tür ist
verschlossen

III

Du bist
nicht in
meiner Realität
ich sehe, wie
meine Worte
an dir
vorbeigehen, ohne
ihre
Botschaft
zu hinterlassen.
LaChatte[B]Ferien[/B]

Schlafen, schlafen, schlafen
nur manchmal
ganz müd
ein Auge
blinzeln lassen
und
wieder
schliessen.

Die Welt aussperren
das Telefon abschalten
die Glocke ignorieren
baden
neue Kräfte sammeln
denn
die Tage, so
dunkel wie sie
jetzt sind
haben mich
erschöpft.

Schlafen
nur
schlafen
LaChatte[B]Grandmaman[/B]

Am Bahnhof wartete meine Familie
wir tranken noch eine
heisse Schokolade, wir
assen eine Kleinigkeit
bevor wir
zum Friedhof gingen.

Das Wetter war eher kühl
vor der Kapelle wartete schon
der Grossvater und
drinnen
der Sarg.

Leider hatte er kein Fensterchen,
an dem ich sie
ein letztes Mal
von Angesicht zu Angesicht
verabschieden durfte.

Es kamen viele Leute, eine
zahlreiche Familie und
viele Freunde
sie war
ein Engel aus Fleisch und Blut.

Die Messe, die Musik
die Hostie
der Cousin, der nicht katholisch ist
verzog das Gesicht, als er
das papierne Brot schmeckte.
Überall heimliche Tränen,
Ergriffenheit.

Und über dem Sarg
war es so?
War es Täuschung?
Ein heller, goldener Glanz.

Grandmaman, bist du da?
Siehst du uns?
Geht es dir gut?

Die Prozession zum Grab
noch ein Gebet
meine Mutter und meine Tante
wie zwei Erzengel mit Feuerschwertern
hinter Grossvater postiert
bereit, ihn zu stützen
falls es ihn
zu sehr schmerzen würde
eine Liebe von fünfzig Jahren
zu Grab getragen zu sehn.
LaChatte[B]Wochenende[/B]

Endlich, Wochenende

Daheim in Ruhe
schalte ich das Telefon ab
hole Papierchen, und
Billette vom Tram
eine Schere
und Tabak, und
natürlich Gras.

Ich wickle mich in meine Decke
und rauche und warte
auf die Wirkung.
Schlecht gebaut, das Ding, es
lässt mich husten, es kratzt, und
ich habe wieder einmal vergessen
vernachlässigt
Wasser zu kaufen.
LaChatte[B]Cyberland[/B]

Multi verlinkte
Ebenen
laden herunter
Energie von Strahlen

Drogen
psycheledische
Fraktale
heute
ist alles
öffentlich
keine Geheimnisse
Freiheit


Surfen auf den Datenflüssen
im Kosmos
bis zum Jahr
2012
LaChatte[B]Umarmung[/B]

I

In deiner Wärme
spüre ich dein Herz
und bin
glücklich.

II

Immer näher
verschmelzen wir
bis wir
eins sind.

III

Zum Abschied
unter der Tür
nehme ich dich
noch einmal
ganz
in mich auf.
LaChatte[B]Verliebt[/B]

Verliebt in deinen Duft
deine Wärme
deine Haare
deine Schultern
in alles, was du bist.
Du bist
immer
bei mir.

Egal, was passiert.
LaChatte[B]Seltsamer Schmerz[/B]

Mir gehts doch gut?
Ich habe keine Probleme,
also
keine so wichtigen, so dringenden?
Keine, die mich belasten?

Und doch
ich nehme den Pinsel in die Hand
Ölfarben, Malmittel, White Spirit
und der Geruch des Öls
wirft mich
in meinen Schmerz
den ich schon lange
vergessen glaubte.

Tränen steigen auf
meine Brust wird eng
mein Solarplexus
verkrampft sich
einfach so?

Transformiere
integriere
den Schmerz.

Da musst du durch -
mal weiter!
LaChatte[B]Ma puce m'appelle à midi[/B]

Mon téléphone
ne sonne pas
mais, quand-même
tu me l'a promis
de m'appeler.

Je t'appelle
mais
tu n'as pas le temps, tu
ne dis pas pourquoi
et tu coupes.
Bon, au moins
j'ai pu te joindre
ce que n'était
pas toujours le cas.

je me promène
dans la pluie
le coeur brisé
en morceaux
de glace.

Un peu plus tard
je suis rentrée dans
mon bureau
en train
d'écrire un message
à un ami
pour pleurer un peu, pour
me soulager...

Et c'est là que sonne mon portable
ton numéro qui est affiché
et
c'est
le bonheur.

Mais, je me pose la question -
à chaque fois, quand je voudrais dire
je t'aime
les mots restent collés
dans ma gorge.
Pourquoi?

*************************************************

Va te branler, puce - ne pense pas trop - ce n'est pas bon.
LaChatte[B]Whisky[/B]

Heute kriegtest du
deine Kündigung
eher
überraschend

Am Nachmittag
ruft ihr mich
He, babs
komm doch nach hinten
nimm ein Glas mit!

Whisky - keep going - Johnny Walker
und, damits nicht auffällt
etwas Cola
und ab gehts -
die Flasche
muss leer sein
und da

läutet das Telefon
und ein Mitarbeiter
will Geld.

Nebel.
LaChatte[B]Züge[/B]

In meinen Träumen
träume ich
von Zügen.

Immer die gleiche Landschaft
immer ein bisschen anders
ich komme immer
an Bahnhöfen an
nur um festzustellen
dass ich nicht
am richtigen Ort bin
oder zu spät
oder dass
ich doch hätte umsteigen sollen.

Hauptsache,
es geht weiter.
LaChatte[B]Eifersucht[/B]

Elendes Gefühl, das mir
die Kehle zusammenschnürt
mich packt, mir
die Tränen ins Gesicht treibt -

Moment -

Bitte, Kopf einschalten
Bitte, etwas Rationalität
also:
es kann doch gar nicht sein
wie du denkst, und wenn
schon - was wär so schlimm daran?
LaChatte[B]Du[/B]

Ich sehe, tief in dir
diesen schillernden Vogel,
der eingesperrt ist
hinter Masken, Mauern, Gittern.

Ganz leise
entferne ich
Schicht um Schicht
um auch dir zu erlauben
deine Schönheit
zu erfahren.
LaChatte[B]Mein neues Auto[/B]

Gedanken sind Realität
manifestieren sich
nach beharrlichem
Wiederholen
ganz gewiss.

Du, mein neues Auto
das ich noch nicht kenne
gross, sparsam,
leise, kraftvoll
und
ganz neu
bist du.

Auf bald!
LaChatte[B]Nachbar[/B]

Schräg unter mir
wohnst du jetzt
offerierst mir Kaffee.
Wir schauen fern
diskutieren
streiten
lachen.

Schön, bist du da!
LaChatte[B]Du[/B]

Du siehst nicht gut aus
nein, müde
Spuren auf deinem Gesicht
das Lachen verschwunden
grau

Du sitzt auf deinem Bett
und ich sehe dich
und arbeite
für
glücklichere Tage
am Meer.
LaChatte[B]Du, nochmals[/B]

Du
gibst nie auf
kämpfst weiter
hältst den Schmerz aus
glaubst an das Leben
hast Kraft
hast Humor.

Du
schreist deine Verzweiflung heraus
schreist mich an
und ich sehe
Feuer in deinen Augen.

Ist das nun Liebe?






Ja.
LaChatte[B]Im Niemandsland[/B]

Dann kommt die Angst
vor dem Aufbrechen
des Eises, unter dem
das Feuer brennt.

Glatte Oberflächen werden
rissig und rauh.

Alte Wahrheiten heissen nun
auf einmal Lügen, und
es gibt Menschen, denen
ich nicht mehr
ins Gesicht schaue
weil sie mir ein
zu wahrer Spiegel sind.

Was auch immer ich war
ich werde es nie mehr sein,
und was auch immer ich sein werde
bin ich noch nicht.

Nichts-Sein macht Angst.

Geh hindurch
halt sie aus
und du wirst sehn
das du schon immer warst
was du sein wirst.
LaChatteZwischendurch, wieder mal ganz unpoetisch: schreibt doch, was ihr denkt oder fühlt oder meint zu den [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20228]Kommentaren[/URL] ..

Und nicht vergessen - es kann kein Beitrag zu dumm, unqualifiziert oder sonstwas sein, dass ich mich nicht sehr gebauchpinselt fühlte, von dir beachtet zu werden.:)

Danke, Thanks, Merci, Evcharisto, Grazie!
LaChatte[B]Zusammen leben[/B]

I

Wenn ich heim komme
sehe ich
ob dein Auto
vor der Türe steht.

II

Zwei Stockwerke unter mir
klopfe ich an deine Tür
und öffne dann
mit dem Schlüssel,
den du mir
gegeben hast.

Ein kleiner Kuss zur Begrüssung
ich liebe deinen Geruch
immer mehr, obwohl
das Parfum, das du
heute benutzt
ich nicht besonders mag.
Du auch nicht?
Gut, dann
weiss ich doch
wieder
ein Geschenk für dich.

III

Es ist schon seltsam,
dass wir über
ganz verschiedene Dinge
sprechen, je nachdem
ob ich bei dir bin
oder du bei mir.
LaChatte[B]Ein Gespräch[/B]

Gestern abend
kamst du nun zu mir
ziemlich spät
und nur schon an der Art
wie du die Tür aufmachtest
sah ich
wie schlecht
es dir ging.

Ich hörte zu
wie du mir
die gleichen Dinge
sagst wie oft schon
und ich spürte
wie das Leben
dir schwer ankommt.

Wofür noch leben?
Wofür noch schlafen gehen
wenn doch der Morgen
nur wieder
einen weiteren gleichen sinnlosen Tag bringt?

Wofür noch den Schmerz
weiter aushalten
und kein Ende
ist in Sicht?

Ich sass da
und hörte zu
und liess mein Mitgefühl
zu dir strömen.

Ich spürte einen Energieball
der in mich drang
du standest auf, wütend
zitternd, aufgebracht
deine ganze unendliche Energie
in deine Wut
investierend
und gingst.

Zum Abschied
gabst du mir
einen Kuss.
LaChatte[B]Hund[/B]

Ein geschlagener, misstrauischer Hund
traut sich nicht dort hin
wo es etwas
zu Essen gäbe,
und Wärme
und Liebe
aus der Angst
vor dem nächsten
Schlag.

Vertrauen kommt langsam...
komm, Vertrauen, komm.
LaChatte[B]Danach[/B]

-

eine Zigarette, eine Tasse Kaffee,
schweigende Verbundenheit
mein Körper und dein Körper
zusammen, getrennt

-

ein Kribbeln, das mich
begleiten wird
bis das nächste Mal

-

Feuer brennt.
LaChatte[B]Amerikaner im Irak[/B]

Junge Männer werden in eine Uniform gesteckt und über das Meer verfrachtet, in ein fremdes, feindliches Land, das - angeblich - befreit werden will. Daheim waren sie Abschaum, sie sind es immer noch, diese Freiheitskämpfer - Kanonenfutter Im Namen Des Christlichen Gottes, Manöviermasse von Generälen, nicht Menschen, eher Nummern... und bekommen ein Gewehr in die Hand gedrückt, Pistolen, Handschellen, MACHT -

und das erste Mal in ihrem Leben haben sie offiziell Macht, sehen Abschaum noch unter dem Abschaum, rächen sich an zufällig Gefangenen für alle Verletzungen, die sie im Laufe ihres jungen Lebens selbst erlitten haben, trainiert durch Videospiele (wenn einer tot ist, steht er wieder auf und spielt weiter), was ist denn diese so fremde Land anderes als ein Adventure-Game? Und diese Gefangenen, verlaust, zerlumpt, elend, in unbekannten Lauten untereinander kommunizierend... das können doch keine Menschen sein?

*********************************************

Mal schauen, was passiert. Was passiert, wenn ich dem da eine Tüte über den Kopf stülpe? Wie lang wird er gerade stehen? - Was, Mitgefühl? - na hör, mit mir hat auch niemand Mitgefühl... und diese Achse des Bösen, diese Tiere, ich schwörs, die würden mit mit noch viel grausamer sein.

Komm, wir befestigen ein Paar Drähte an seinen Eiern und sagen ihm, er muss auf der Kiste stehn bleiben, sonst würd er einen Stromschlag kriegen.. nein, wir haben keinen Strom, ist ja egal... was meinst du, wie lang bleibt er stehn? Sollen wir Fotos machen? Ja, stell dich mal da hin... *klick* noch eins? *klick* hehehehehehe, geil, komm gib mir ein Bier, wir legen uns was in den Schatten, sauhitze, das...

***********************************************

was shit, der steht immer noch da? den hab ich doch völlig vergessen... na komm, holen wir ihn rasch runter... son guten Tritt in den Arsch wird ihn schon in Bewegung setzen... los los los, Futziraki, beweg dich!!! Ich hab nicht stundenlang Zeit! Wenn ich nur dran denk, meine Tante war am 911 im WTC, da, kriegst noch einen Tritt für sie, du Misthaufen, elender!


**************************************************
*

"My darling, I miss you so much. It is hot and always we're in danger by selfattentäter-irakis und es ist heiss und das essen schlecht, ich vermiss deinen Apfelkuchen. Streichel die cat von mir, bitte. In Love, A."
LaChatteAch!

ich sitze an meinem PC
und denke an deine Stimme, das
letze Mal, wie gereizt sie klang
und ich hoffe
es ist nicht
zu spät.

Meine Augen brennen,
als ob ich
tagelang geweint hätte
und ich fühle mich auch so
aber
das war doch
nur ein
entzündetes Auge.

Ich werfe mir vor
Selbstgerechtigkeit
Passivität
und ich weiss
es ist die Zeit gekommen
wo ich handeln muss.
LaChatteDas Geräusch des Tees
wenn er
in die Tasse strömt.
LaChatte[B]Gestern[/B]

hast du mich getroffen
wo es am meisten weh tut
und das Kind im Innern
weint.

Du hast ein hervorragendes Gefühl
für den schwachen Punkt
und du zielst
darauf.

Nein, ich lass mich nicht unterkriegen.
Doch gibt es tatsächlich
angenehmere Lehrer
als dich.
LaChatteAyyyyayay
das hat aber nun lange gedauert
bist du endlich mal von dir gesprochen hast.

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