| thanatos4life | Ich liege.... Wieder hier am Boden der Realität Meiner Wirklichkeit...... Sie hat sich seit dem letzten Mal kein bisschen verändert Es endet hier, wo es begonnen hat Ich bin wieder gefallen Und liege jetzt vor den Bruchstücken meiner Zukunft Vielleicht hätte ich es schon vorher beenden sollen Es hat keinen Sinn mehr..... Keinen den ich sehe Jeder Versuch des Aufbäumens ist kläglich gescheitert Doch nun lerne ich daraus Ich gebe auf..... Für mich gibt es keinen Weg des Lebens Der Mut hat mich entgültig verlassen Die Kräfte sind ausgeschöpft Nichts kann mich hier halten Vor mir ist ein weiter Abgrund Ich spaziere in Gedanken am Rand entlang Doch ich trau mich nicht aufzustehen Keinen Schritt will ich mehr tun Es würde wieder am Boden enden Der Aufschlag würde schmerzen Schließlich sind die Wunden noch nicht verheilt Die Narben tief..... Allerdings habe ich meine letzte Entscheidung bereits getroffen Ein einziges Mal noch werde ich mich aufrichten, In naher oder ferner Zukunft, Um das letzte Stück zu überwinden Mein Weg dem Abgrund entgegen...... |
| thanatos4life | Du schaust um dich Die Zeit scheint stillzustehen Du hoffst nur es sei schon lang vorbei Doch selbst jetzt beißt sich das Leben an dir fest Du versuchst alles zu vergessen Die Augen entgültig zu schließen Du willst den gewählten Weg zu Ende gehen Doch selbst jetzt fordert dich das Leben auf aufzuwachen Du ignorierst den Befehl und erreichst die Schwelle Die Hoffnung schwindet endlich Du läufst dem Tod mit ausgestreckten Armen entgegen Doch selbst jetzt zieht dich das Leben zurück Du willst flüchten Die Zeit auf Erden endlich aufgeben Doch egal wie sehr du dich danach sehnst Das Leben macht dir immer einen Strich Durch die Rechnung... |
| thanatos4life | In finsterster Dunkelheit friste ich mein Dasein Doch aus einer Ecke meines Lebens dringt ein Schimmer Ganz verloren leuchtet diese Kerze Inmitten der drückenden Schwärze Sie wirft das einzige Licht in dieses Loch Man nennt sie Hoffnung Ich setzte mich in ihren Schein Sie gab mir das Gefühl geborgen zu sein Die Wärme der züngelnden Flamme Hauchte Leben in meine erstarrten Glieder So verblieb ich eine Ewigkeit Weil meine Seele immer nach Erlösung schreit Von dem grellen Licht geblendet Schwand mein Blick für die Realität Ich vergaß wo ich bin Das Leben hatte plötzlich wieder Sinn Solche Empfindungen waren für mich neu Deswegen fühlte ich mich verstanden und frei Allerdings, wie immer in meinem Leben, Lag ich mit meinen Gefühlen total daneben Meine hungrige Seele wollte mehr Ich rückte näher an die Flamme – näher - näher Das Licht der Hoffnung brannte sich in meine Haut Erst dann hatte ich mein Sein durchschaut Der Schmerz hat es mir gezeigt Für mich gibt es keine Hoffnung Träume zerplatzen wie Blasen Nie mehr gibt es fröhliche Phasen So tat ich meine Pflicht Blies die Kerze aus... Dunkelheit... |
| thanatos4life | Das heiße Metall auf meiner Haut... Endlich dringt der Schmerz nach Außen Was in mir lodert verbrennt meinen Arm Ein Mal das keiner sieht Ich wiederhole das Ritual Und während ich das Metall in die züngelnde Flamme halte Baut sich in mir eine Wand aus Feuer auf Meine Seele glüht vor Selbsthass Wie der aufsteigende Rauch der Kerze vor mir Vernebelt mir Zorn den Verstand Ich sehne mich nach dem Schmerz Der mir zeigt, dass ich noch fühlen kann Das erlösende Gefühl der Verletzbarkeit Meine Wut übersteigt das denkbare Und dann nähert sich der heiße Stab Es läuft mittlerweile mechanisch ab Um kein Grad der Hitze zu verlieren Drücke ich fest zu und schließe die Augen Die erste Schicht der Haut flieht vor dem Feuer Das Metall bohrt sich einen Millimeter in mich hinein Nur dieser Moment verleiht mir Frieden Für einen kurzen Augenblick vergesse ich meine Sorgen Jegliche Last scheint zu verglühen Die sengende Lava verlässt meinen Körper für heute Was übrig bleibt ist eine weitere kreisrunde Narbe Die mich an diesen Tag erinnert... an diese Minute... an den Bruchteil einer Sekunde. |
| thanatos4life | Sooft stand ich schon am Fenster Doch dieses Mal ist es anders Das Messer an der Kehle Betrachte ich den Friedhof in weiter Ferne Eine tiefe Sehnsucht ergreift mich Dem Tod so nah... Die entfernte Stille Zieht mich in ihren Bann Nur der ewige Schlaf Scheint meiner Seele Frieden zu geben... Nun erkenne ich mein Spiegelbild Die Scheibe zeigt ein verhasstes Gesicht Zorn und Hass trüben meinen Blick Ein stummer Schrei... Ich umschließe das Messer fester Drücke es eng an die Kehle Ich wende mich vom Fenster ab Mein Blick schweift umher – ein letztes Mal Überall Erinnerungen Die Augen füllen sich mit Tränen Das Messer fällt zu Boden... |
| thanatos4life | Mein ganzes Leben war ein Kampf Die Umstände bestimmten die Regeln Die Gegner wechselten Einmal war es Krieg zwischen mir und meiner Schwester Bei jedem Streit hieß es nur Die Ältere ist klüger und gibt nach Dieser Satz bestimmte diesen Krieg täglich Doch irgendwann ging es nicht mehr so weiter Mir platzte der Kragen Ich hätte sie fast erwürgt... Mein ganzes Leben war ein Kampf Die Umstände bestimmten die Regeln Die Gegner wechselten Einmal war es Krieg zwischen mir und einer Freundin Ich habe gekämpft und verloren Jetzt weiß ich dass dies zu Recht geschah Denn ich war an dieser Situation Schuld Vertrauensbruch kann nicht ungesühnt bleiben... Mein ganzes Leben war ein Kampf Die Umstände bestimmten die Regeln Die Gegner wechselten Einmal war es Krieg zwischen mir und meiner Mutter Jede Auseinandersetzung endete in Tränen Ich hatte keine Chance So nahm ich die Schuld auf mich Die Beschimpfungen dröhnen noch immer... Mein ganzes Leben war ein Kampf Die Umstände bestimmten die Regeln Die Gegner wechselten Einmal war es Krieg zwischen mir und meinem Vater Die Diskussionen waren laut Ich musste meine Meinung verlieren Um seine anzunehmen Ich wurde in meine Schranken gewiesen Und zu einem unmündigen Kind gemacht Ich gab auf... Mein ganzes Leben ist ein Kampf Die Umstände bestimmen die Regeln Doch der Gegner steht fest: Ich hätte sie erwürgt und wäre zur Mörderin geworden! Ich habe das Vertrauen missbraucht! Ich bin die Schuldige! Ich bin ein unmündiges Kind! Warum sollten so viele Menschen irren? |
| thanatos4life | Eine tief gespaltene Seele Bewohnt meinen Körper Sie haust in einer leeren Hülle Hin und wieder schreit sie Voller Einsamkeit und Sehnsucht in die Nacht Um Erlösung zu erfahren Sie wünscht sich den Tod herbei Und mit ihm endlose Stille und ewigen Frieden Warum hört er sie nicht? Wie laut muss sie rufen? Ein letzter Tropfen Verstand Zwingt die Hülle zur Bewegung Das Metall brennt sich tief in die Haut Doch der Sensenmann geht schweigend vorüber Hat er den Kopf geschüttelt? Wann kommt meine Zeit? Wie laut muss ich schreien? |
| thanatos4life | Ich bin müde... Und doch bin ich schlaflos Obwohl ich schon am Boden liege Unter allen Lasten begraben Muss ich wach bleiben... Die Augen sind geschlossen Die Gedanken fliehen in die Traumwelt Ich will schlafen... Doch so sehr ich mich bemühe So schwer auch dieses Gewicht auf mir ruht Muss ich wach bleiben... Denn wenn ich jetzt gehe Komm ich nie wieder zurück. |
| thanatos4life | Der Wecker klingelt. Du schlägst die Augen auf Und stellst fluchend fest, Dass du noch atmest... Du versuchst die Luft anzuhalten Und erwartest, Dass dein Herz aufhört zu schlagen... Poch........Poch..................Poch! Du willst es nicht mehr hören Und hältst dir die Ohren zu, Sodass jeglicher Ton verschwindet... Der Druck wird unerträglich, Doch du zwingst dich durchzuhalten. Du fühlst die letzten verzweifelten Herzschläge Und kannst ein Lächeln nicht unterdrücken. Das Ende ist zum Greifen nah... Der Körper kämpft ums Überleben. Der Verstand redet dir Genugtuung ein. Ein Schatten erscheint an der Bettkante. Er rüttelt dich auf diese Welt zurück... |