| AngelCry | Sehnsucht Wenn ich abends schlafen geh, kann ich dich hören. Manchmal. Du weinst. Einsam sitzt du auf einem Stein, und Tränen rollen über dein schönes Gesicht. Du klammerst deine Arme um deine Knie und machst dich ganz klein. Dein Gesicht versteckst du. Niemand soll dich so sehen. Du bist ein stolzer Kriegsherr Mächtig und stark. Jeder fürchtet dich. Ungezähmt und wild. Doch auch du weinst. Schon so lange. Deine Traurigkeit nimmt kein Ende. Du fühlst dich allein. Vom Vater verstoßen. Ein kleines Kind ohne Stütze. Deine Augen blitzen. Jeder denkt, es sei der Kampf, der sie zum leuchten bringt. Doch das ist es nicht. Es sind die Tränen, die nicht trocknen wollen. Doch da ist noch mehr in deinen Augen. Sehnsucht. Noch haben Trauer und Leid den alten Glanz nicht ganz verdrängt. Das alte Feuer lodert noch immer. Ganz schwach. Was war, scheint schon so lange her. Doch noch immer büßt du. Du weilst inmitten einer Heerschar. Dennoch fühlst du dich Allein. All die, die dir folgen, können dir nicht das geben, was du einst verloren hast. Wenn ich dich höre, dein leises Weinen, dann stehe ich auf. Ich steige die dunklen Stufen hinab, durch den schwarzen Gang und der roten Ebene bis hin zum großen Stein, auf dem du verweilst. Du blickst auf, und ich sehe in deine Augen. Hass. Wut. Doch dann... Trauer. Sehnsucht. Tränen rollen über deine Wangen, bis sie einsam zu Boden fallen. Ich geh zu dir, knie mich nieder zu deinen Füßen, schaue zu dir auf. Du rührst dich nicht. Stille. Eine kleine Ewigkeit. Eine Träne weicht aus meinen Augen, fällt nieder, vereint sich mit deiner. Du schaust mich an, wie damals. Für einen kurzen Augenblick kehrt die alte Zeit zurück. Das Jetzt ist nicht mehr. Wenn ich dich dann in meine Arme schließe, stirbt die Zeit. Vergessen ist die Trauer. Vergessen ist das Leid. Nur du und ich. Wie damals. Wir verschmelzen, werden eins, wie damals. Deine Wärme erfüllt meinen ganzen Körper, und nach all der Zeit bin ich wirklich glücklich. Doch dann kommt die Kälte. Dann kommt die Dunkelheit. Schwarze Fänge, die dich von mir reißen. Ich will dich halten, greife deine Hand. Blut. Blut läuft an deinem Arm. Du schreist. Doch die Dunkelheit verschlingt die Worte und schnürt dir die Kehle zu. Aber ich halte dich. Ich lasse dich nicht los. Doch dann siehst du mich an. Starr. Ein dunkles Schwert bohrt sich durch deine Brust. Du kannst nicht schreien. Dein Blut tropft von der dunklen Klinge. Zu spät. Du zerbrichst. In tausend Scherben fällst du zu Boden, getränkt von Tränen und Blut. Zu spät. Der Traum zerbricht und ich erwache. Die Sonne geht auf und verjagt die Schatten der Nacht. Doch noch immer rinnen Tränen aus meinen Augen. Noch immer zittert mein ganzer Körper. Ein Traum. Ein dunkler Traum. Doch noch immer spüre ich deine Wärme. Noch immer höre ich dich weinen. Und noch immer klebt dein Blut an meinen Händen. ©AngelCry |
| AngelCry | Vampir Die Nacht bricht an. Die Sonne geht. Es erwacht der Mann, der nicht mehr lebt. Seine Stimme halt durch die Luft, wenn er aufsteigt aus dem Grabe. Kommt aus der dunklen Gruft. Der Tod ist seine Gabe. Bleich ist seine Haut. Seine Augen funkeln wie Glut. Pass auf, wenn er schaut! Ihm dürstet’ s nach deinem Blut. Leise, sanft mit leichten Schritten Rückt er nah heran zu dir. Du kannst rufen, schreien, bitten, umso mehr erwacht das Tier. Er wird dich greifen, wird dich fassen - An den Armen, an den Beinen – Er wird dich nicht entkommen lassen. Will dich bringen zu den seinen. Wenn er dich fängt, nur eine Chance, die du hast, wenn der Tag beginnt, und die Sonne lacht. Denn nur das eine ihm die Sinne raub’, der glänzend helle Sonnenschein, Verwandelt ihn zu grauem Staub, wenn er nicht eilt in den Sarge sein. Der Tag bricht an, und Luna geht. Es schläft der Mann, der nicht mehr lebt. © AngelCry |
| AngelCry | Liebe Warum hast du dich so verändert? Oder war ich es, die sich verändert hat? Du gabst mir das Gefühl von Geborgenheit… … von Vertrauen. Doch es folgte Abweisung. Ich liebte dich… Ich liebe dich noch immer… Ich kann das Gefühl nicht vergessen. So gerne würde ich es dir endlich sagen. Ich möchte dich in den Arm nehmen und sagen: Hör auf. Bitte, hör auf. Ich bin hier. Du weinst. Ich höre dich noch immer. Du versteckst dich hinter einer Fassade. Du verstellst dich… Bist nicht mehr die, die du warst… Warum? Warum tust du das? Aus Angst? Angst verletzt zu werden… … wie schon einmal… Ich will dich nicht verletzen… Ich will dich beschützen… … mit meinem Leben… … mit meiner Seele… Aber ich würde dich verletzen… … wenn ich es dir sage. Ich schweige… Ich schweige weiter… Doch das Gefühl stirbt nicht. Liebe macht besessen… Liebe macht egoistisch… Ich war besessen… … besessen von dir. … und ich bin es immer noch. Denke immer wieder an dich. … kann dich nicht vergessen. Aber ich schweige… Ich will dich nicht verletzen… … und das würde ich. Meine Besessenheit würde dich… … zerstören… … vernichten… … langsam… … ganz langsam… Ich spüre es… … Eifersucht… … Besessenheit… … Wut… Liebe, die den anderen verletzt… Ich will dich… Ich will dich noch immer… Ich kann dich einfach nicht vergessen. Doch du bist unerreichbar… … für mich… … Wahnsinn… Ich will dich… Niemand anders soll dich haben… … nur mir… … sollst du gehören… … besessen… Stop! Ich halte inne… … Unterdrückung… Das einzige Mittel um dich zu schützen… … vor mir… Dir droht Gefahr… Und diese Gefahr bin ich. Und ich weiß es… Ich kann nur eines tun… Ich lasse dich ziehen… Ich lasse dich gehen… Ich lasse dich leben… … ohne mich… Das einzige, das ich tun kann … das Gefühl unterdrücken. … um dich zu schützen… … vor meiner Besessenheit… Es tut weh… Doch mir bleibt keine Wahl. Den Menschen ziehen lassen, den man liebt… … Ist das nicht am Ende die wahre Liebe? ©AngelCry |
| AngelCry | Kleiner Schimmer Kalt sind die Augen. Kalt ist sein Herz. Er geht, schläft und steht. Dennoch fehlt, dass er lebt. Er schreitet über Weg und Stein, weilt unter vielen und ist doch allein. Nur manchmal, dass sein Herz erweicht, dass die Kälte kurz erbleicht. Nur wenn er in deiner Nähe ist, weil du doch sein Bruder bist. Dann kann man auch ein Lächeln sehn, wenn Lichter von seine Augen gehen. Wenn ihr euch in den Armen liegt, und es nur noch diesen Augenblick gibt. Das ist es, wonach es strebt, dass auch diese Seele wieder lebt. ©AngelCry |
| AngelCry | Der letzte Traum Ich träumte einen Traum. Es war ein Traum von dir. Du lehntest an einem Baum, und du sahst nur zu mir. Dein Blick war traurig und leer. Verschwunden war das Licht. Verschwunden war Himmel und Meer. Nur Trauer lag auf deinem Gesicht. Früher warst du voller Leben, voll Hoffnung und Güte. Könnte ich es dir geben; Zurück und in voller Blüte. Egal, was ich tu, geh oder ruh. Ich kann es dir nicht geben Das gewünschte, geliebte Leben. Verzeih’, oh bitte, verzeih’ mir. Ich kann dir nicht helfen . nicht dir. ©AngelCry |
| AngelCry | Du und Ich Vereint in Körper und Geist. Ich beschütze dich. Vereint in Körper und Geist. Ich behüte dich. Vereint in Körper und Geist. Ich brauche dich. Getrennt durch einen Schatten. Du siehst mich nicht. Getrennt durch einen Schatten. Du erkennst mich nicht. Getrennt durch einen Schatten. Du brauchst mich nicht. Schreie in der Nacht. Höre mich! Schreie in der Nacht. Erkenne mich! Schreie in der Nacht. Brauche mich! Worte im Wind – Schreie und Klagen. Wie ein weinendes Kind kann ich nur sagen: Verlass mich nicht Ich brauche dich Drum liebe mich. ©AngelCry |
| AngelCry | Ketten Ketten. Dunkle Ketten ziehen mich in die Dunkelheit. Ich rufe. Ich schreie. Doch das Nichts verschlingt meine Worte. Ich strecken den Arm aus. Doch es ist niemand da, der mich hält. Niemand stützt mich. Die Ketten ziehen immer mehr an mir. Eine schwere Last, die mich zu Boden drückt. Doch noch halten mich meine Beine. Noch kann ich stehen. Aber wie lange? Wie lange kann ich die Last noch ertragen? Ich trage sie allein. Meine letzten Stützen sind zerbrochen. Doch die Last wird nicht weniger. Sie wird mehr. Meine Beine sind schwach und werden immer schwächer. Sie werden zerbrechen, wenn sie keiner stützt. Die Ketten werden mich in die Dunkelheit ziehen, wenn mich keiner hält. Sie muss nicht kräftig sein, die helfende Hand. Der Wille ist stark und kann mich halten. Doch diese Hand ist weit entfernt, abgekehrt von mir. Keine Hand, die mich hält, die mich zieht. Nur die dunklen Ketten ziehen an mir. Meine Arme sind schwach. Ohne Kraft hängen sie an mir herunter. Ich schaffe es nicht nach oben zu greifen. Die Hand ist zu weit weg. Und sie entfernt sich immer weiter. Nein, die Hand entfernt sich nicht. Still bleibt sie im Licht stehen. Es sind die Ketten, die mich in die Knie gezwungen haben. ©AngelCry |
| AngelCry | Michaels Trauer ( über den Fall seines Bruders Luzifer) Auf die Erde schaust du nieder, siehst hinab – immer wieder. Suchend schickst du deine Augen. Was geschah, willst du nicht glauben. Zu deiner Seite liegt die Lanze, an der das Blut war und schon ranzte. Doch war das Blut; es war noch frisch. Der Bruder – noch nicht lang aus deiner Sicht. Du möchtest weinen, schreien, fluchen, Ihn finden, nach ihm suchen. Doch bleibst du sitzen an jenem Ort. Dein Bruder ist schon lange fort. Hinabgestürzt zur Erde; Verschwunden im tiefen Meere; Kannst du ihn nicht sehen, kannst du nicht zu ihm gehen. Noch immer fallen Federn nieder Auf die Erde – immer wieder. Vom Himmel schickst du deine Augen. Was geschah, willst du nicht glauben. ©AngelCry |
| AngelCry | Sturm Regen fällt nieder auf meine Schultern, wäscht fort die vergangene Zeit. Die Luft ist rein und feucht. Erloschen ist das Feuer, das hinter mir entfacht war. Die letzten Rauschwaden steigen hinauf. Ich drehe mich um und gehe ein Stück und höre das Knacken unter meinen Stiefeln. Das Schaben des Eisens, die feste Rüstung und der Regen, der darauf prasselt. Verklommen ist alles andere. Stille. Alle sind verstummt. Die Geier sitzen auf dem verkohlten Holz der Weide, die noch kurz zuvor in voller Blüte stand. Die Amsel und der Fink, beide sind sie fort. Der Regen hört auf, und die Sonne kriecht wieder hervor. Die dunklen Wolken verziehen sich. Der Sturm ist vorbei. Und zurück bleibt nur Zerstörung. So drehe ich mich um und geh ohne einmal zurück zu schauen. Nach Jahren kehr ich wieder. Und vergessen ist das Chaos. Vor mir liegt eine Wiese, und bunte Blüten wachsen darauf. Die Vögel zwitschern, und auch die Weide bekam neue Triebe. Und zum ersten Mal nach Jahren kann ich wieder lächeln. Ein Stein fällt mir von meinem Herz, und die Narben verblassen. Alles scheint friedlich. Alles scheint vergangen. Zum ersten Mal nach Jahren erhebe ich mein Haupt und schaue ohne Furcht nach vorne. Ich sehe, wie zwei Kinder spielen, wie sie etwas hin und her werfen, hoch in die Luft und sicher fangen. Die Kinder winken und wollen mich teilhaben lassen an ihrem Spiel. Freudig gehe ich näher und spüre den weichen Rasen; kein Knacken; kein Schaben. Nun bin ich nah genug und sehe, wie die Kinder das kleine seltsame Ding in die Höh’ werfen. Geblendet von der Sonne schließe ich die Augen und fange es blind. Und als ich die Augen wieder öffne sehe ich in die leeren Höhlen. Eins haben dort klare Augen die Welt gesehen. Nun sind nur die leeren Höhlen zurück geblieben. Nur noch ein paar Zähne hängen in dem Mund, der mich angrinst und qualvoll die Vergangenheit zurück holt. Will es nicht wahr haben und sink in die Knie. Plötzlich blitzt vor mir etwas auf im Gras; es ist das Schwert, das ich damals hab fallen gelassen. Und trotz all der Jahre ist es immer noch getränkt mit Blut. Schmerzerfüllt blicke ich auf und sehe die Flammen und das Feld voller Tote. Und wieder trage ich das blutverschmierte Schwert in meiner Hand. Und wieder fließt der rote Wein des Lebens von meiner Rüstung des Todes. ©AngelCry |
| AngelCry | Letzter Weg Stille. Wie am ersten Tag. Der Wind hat aufgehört zu wehen. Alle steht still. Die Vögel, die Menschen, die Zeit. Dein Atem geht schnell. Dein Herz rast. Von deinem hohen Thron schaust du herab. Hier ist es still. Du hörst nur noch deinen Atem. Du schließt die Augen. Schwarz. Nichts. Ein Schritt. Du spürtst den kalten Stein unter dir. Der Wind weht und bringt dich ins Schwanken. Doch du hältst dein Gleichgewicht. Für einen Moment. Ein letzter Gedanke, ein letzter Gruß. Du denkst an deine Freunde. Es tut dir leid, doch du kannst nicht anders. Ein weiterer Schritt. Der Boden verschwindet unter deinen Füßen. Der Wind weht stark. Du fällst. Ein paar Sekunden. Du hältst den Atem an. Die letzten Bilder. Schreie. Du hörst sie nicht mehr. Still liegst du am Boden. Deine Augen – starr und stumpf. So sehe ich dich. Du liegst vor mir. Alles ist verschwunden – das Lächeln und auch das Leben. Du hörst mich nicht. Du hörst meinen Schrei nicht mehr. Meine Tränen siehst du nicht. Ich bin allein, denn du hast mich verlassen. Warum? Gab es keinen anderen Weg? Für dich nicht. Nun liegst du dort, und doch bist du so fern. Lebe wohl, geliebter Freund... ©AngelCry |
| AngelCry | Ein Millimeter Ein Millimeter, das ist nich viel. Doch kann er über Leben und Tod entscheiden. Ein Millimeter zu wenig, und du lebst. Ein Millimeter zu viel, und du stirbst. Ein Millimeter klingt so klein. Doch kann so vieles zwischen ihm stehen leben - sterben Ein Millimter und noch ein Millimeter. Noch ein Stück des Messers Schneide spüren. Ein Millimeter, der entscheidet. Zu wenig - zu viel. Leben - Tod. Ein Millimeter und noch ein Millimeter. Noch ein Stück näher an den Abgrund. Ein Millimeter, der entscheidet. Zu wenig - zu viel. Leben - Tod. Ein Millimeter, das ist nicht viel. Doch kann er über Leben und Tod entscheiden. C Angel Cry |
| AngelCry | Immer wieder Blut. Blut wird fließen, fließen immer wieder. Ihr Blut. Ihr Blut wird fließen. Immer weiter, wird zu Boden sinken, bis die Erde daran ertrinkt. Wird fließen, immer wieder. Und ihr ward es, die den ersten Schnitt getan... Ihr Blut an euren Dolchen. Und weiter wird es fließen. Immer wieder rinnen aus ihren Adern, bis die Welt wird untergehn. Zwit ist nun. Sie ist gekommen. Und in Ungnade seit ihr gefallen. Euer Ende naht nun schon. Ganz nahe. Und Dunkelheit wird über euch kommen, immer wieder, immer wieder. Wird euch nieder drücken, immer wieder, bis ihr ruft und schreit. Doch erhören wird man nicht. Zu spät. Denn schon zieh ich mein Schwert, um nieder- zureißen, immer wieder, immer wieder. Blut wird die Erde tränken, immer wieder, immer wieder. Denn ihr ward es, die sie nieder drückten, die zu Boden brachten, Ihr Blut der Erde nun zum Opfer gabt. Doch zu spät. Die Zeit ist nahe. Nun wird euer Blut nun fließen, fließen immer wieder. Und die Erde wird sich sträuben, wird das Blut nicht zu sich nehmen. Ihr Blut fließt nun in der Erden Ader, pulsiert und lebt, immer wieder, immer wieder. Eure Adern sind nun leer, und die Welt durchflutet. Blut, euer Blut füllt nun die Flüsse und die Berge. Und umringt diesen Ort. Denn aus ihm macht ich Das Feld des Todes. AngelCry |
| AngelCry | Herz Ich betrat den Ort, der mir früher so bekannt. Ich sah die Menschen, die ich mochte und die mich freudig aufnahmen. Doch nun ist es anders. Ich betrat eine fremde Welt, und Unbekannte sahen mich an. Alles war anders. Alles war fremd. Und dann sah ich dich. Inmitten deiner Freunde stands du. Ein schützender Wall. Denn aus grimmigen Augen sahen sie mich an. Und auch du sahst mich aus fremden Augen An. Aber nicht nur Fremdheit lag in deinen Augen. Wut, Hasss und ein Schleier der Betäubung. Du hatttest dich verändert... und ich auch. Ich sah dich an, suchte verzweifelt nach dem, was ich in dir geliebt hatte. Doch ich fand es nicht. Plötzlich steht ein anderer Mensch vor mir. Du warst schon weit fort. Ich konnte dich nicht erreichen. Meine Berührung merktest du nicht. Denn du warst schon zu sehr in dem Bann derer, die dir für einen kurzen Moment Erlösung gaben. Ich drehte mich um, blickte nicht zurück. Ich verließ den Ort, der mir früher so bekannt war. Ich spürte die Blicke der anderen, und ich ging. Schloss die Augen und unterdrückte die Tränen. Doch mein Herz weint. |
| AngelCry | Danke Wenn ich in deine Augen sehe, so vergesse ich die Zeit. ... Und auch all meine Sorgen. Sie können neben mir schreien und brüllen. Für mich bleibt die Zeit stehen. Ich lausche nur dem Klang deiner Stimme, die in meinem Kopf hallt und noch dort Stunden klingt. Was war ist nun vergangen. Die Zukunft liegt vor mir. Und ich gehe den Weg nicht allein. Du reichtest mir deine Hand, als ich am Boden lag. Nun stehe ich wieder auf meinen eigenen Beinen. Aber deine Arme sind immer in meiner Nähe. Ich werde nicht fallen. Denn du fängst mich auf. Es gibt keine Worte, die ich dir sagen könnte. Keine Worte, die das beschreiben, was ich fühle. Keine Worte, die dir gerecht werden. Nur ein Versprechen, das ich dir geben kann. Nur die Sicherheit, dass ich da sein werde. Und nur das eine Wort... ... Danke... |
| AngelCry | Anfang einer Reise So scheine ich mich in Glück zu wiegen. Der Himmel weit und klar über mir. Und dennoch erscheint ein Schatten über mir. Trostlos und grau. Sie ist es, die wieder diese Warnung ausspricht. Für jeden Tag im Himmel werden wir auch einen in der Hölle kriegen. We glücklich ich jetzt auch seien mag, desto tiefer wird mein Fall, wenn es beginnt. Und es wird beginnen. Dunkle Wolken rücken an udn bedecken den Himmel. So wie es auch früher war. Doch fürchte ich mich nicht. Ich kenne den Preis für die Momente Glück in meinem Leben. und ich zahle ihn. Zu dunkel wäre mein Leben ohne diese Momente.Zu sinnlos. Und so weiß ich, wofür ich es riskiere; wofür ich jeden Tag die Augen öffne; wofür ich sie schließen werde, wenn es beginnt. Die Sonne geht unter. Ein Himmel wie Blut. Der Mond leuchtet hell am immer dunkler werdenen Firmament. Mein Weg führt in Richtung Sonne, die einsam hinter den Bergen untergeht. Und mit mir ist ihre Stimme, die zu meinem Herzen spricht. Eine Warnung. Doch noch muss ich nicht Abschied nehmen. Noch stehe ich am Anfang meiner Reise. C AngelCry |
| AngelCry | Die Priesterin Stolz und mutig, schön und stark. So erlebe ich dich. Aber auch aus deinen Augen rannen Tränen hinab zum Boden. Ich dachte, ich wäre stark. Doch erkannte ich bald, dass du meine Stärke warst. Meine Stärke... Meine Hoffnung... Meine Erkenntnis... Tief verborgen schlummerst du in meiner Seele und bist doch nicht ich. Dein Erwachen... Meine Erkenntnis... Meine Waffe ist nicht das Schwert. Es ist die deine. Du führtest das Schwert, von dem das Blut floss. Doch auch an meinen Händen Blut... Du sagtest, ich sei stark wie du. Doch kann ich kein Schwert führen. Meine Stärke sei anders, sagtest du und verlorst dabei nie dein Lächeln. Selbst im Angesicht des Todes. Stolze Kriegerin, das bist du, die ich tief in meiner Seele trage. Verloren bist du nicht, nur auf einer Reise. Und ich erwarte dich voll Hoffnung. Dein Geist ruht in meiner Seele; Tag für Tag... Jahr für Jahr... Und du gibst mir die Kraft für diese Reise nach Hause... Ich bin keine Kriegerin. Doch bin ich stark wie du. Selbst im Angesicht des Todes. C AngelCry |
| AngelCry | Schuld In der Vergessenheit suchen wir Ruhe. Doch ist es nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Zeit des Schweigens scheint beendet, und vor uns liegt das Ungewisse. Vergebung suchen wir in den Augen des anderen. Doch nur mit Hass begenet man dem Schuldigen. Zu spät! der Sturm rückt an, und auch die Zeit scheint nicht zu heilen, was ein kleines Herz vermag zu zerstören. Vergessen! Vergessen! Doch Schuld vergisst man nie. AngelCry |
| AngelCry | Trauerweide Trauerweide, Wohlgesang, am Ende dieser Welt; beweinst noch immer deinen Liebsten. Hinfort! der Winter hat ihn genommen. Nun verweilst du alleine im Sonnenlicht des Tages und kannst dich doch nicht freuen. Der Sommer rückt nun immer näher, und Tochter Frühling zieht sich leis zurück, wo noch Vater Winter ruht. Und auch der Herbst wird kommen über dich mit seinen Stürmen, Windgebraus. Doch wird auch er nicht die Trauer nehmen, die so schwer auf dir zu lasten scheint. Und wenn Jahre schon vorüber sond und diese Zeit vergangen, wird auch die Erinnerung verblassen, und bald wird er vergessen sein. Du aber wirst noch trauern, wenn kein Mensch ihm mehr gedenkt, wenn hundert Mal der Winter die Welt mit Vergessenheit bedeckt. Du wirst weinen, bis auch dich einst der Winter holt. Und niemand wird um ihn mehr weinen. Niemand wird dir noch gedenken, wenn auch meine Worte vergessen sind. AngelCry |
| AngelCry | Angel Im Schutz der Dunkelheit, tief verborgen, dort wanderte ich. Wanderte Tag um Tag und suchte die Erlösung. Doch sah ich nur zu Boden. Getrübt durch den Schmerz, der tief in meinem Herzen saß. Ich sah nicht nach vorne, noch nach links und rechts. Ich blickte nicht nach oben. Mein Kopf war gesenkt. Doch plötzlich hörte ich die Stimmen. Ihre Hände warm auf meiner Schulter. Ich blickte auf, und vor mir verschwand die Dunkelheit. So war ich versunken in all dem Schmerz, dass ich nicht sah, dass mich das Licht umgab. War ich so betäubt durch mein Herz, dass ich nicht ihre Stimmen hörte. Doch nun höre ich sie. Doch nun sehe ich sie. Ich fühle ihre Wärme. Sie geben mir neue Kraft. Sie geben mir Hoffnung, die ich schon längst verloren hatte. Und der Schmerz lässt nach. Heilend legen sie ihre Hände auf meine Wunden und schließen mich in ihre Arme. Die Zeit der Suche nach Erlösung, einem Ende des Schmerzes, ist nun vorbei. Ich fand Erlösung. So lang war sie mir so nah. Doch erst jetzt bemerke ich sie. Zeit der Erlösung. Ein Schmerz bleibt zurück. Doch fand ich wieder Freude am Leben. Ich trete aus der Dunkelheit und versinke in den Armen meiner Engel... C AngelCry |
| AngelCry | Todeskampf Ich hab den Tod gesehn. Er hat mich angelacht. „Du wirst nun mit mir gehn.“ hat er zu mir gesagt. Doch ich sagte nur: „Verschwinde hier! Solang noch ein Funken Leben durch meine Adern fließt; Solang noch ein Schlag durch mein Herz pulsiert; werde ich bleiben, verweilen, und nicht mit dir gehn! Solang ich nicht alleine steh, weiß ich, wofür’s sich lohnt, wofür ich weiter kämpf. Auch wenn du an meinen Kräften zerrst, werde ich nicht aufgeben. Bis zum letzten Atemzug. Ich werde es bestehn.“ Vor mir steht nun der Tod und lacht mich an. Noch weit entfernt steht er vor mir. Doch bald rückt er nah heran. Der Kampf beginnt. Doch ich werde ihn bestehen. C AngelCry |
| AngelCry | Lebe wohl, geliebtes Kind Fern, so weit fort. Möchte deinen Namen nennen. Doch du bist längst an einem anderen Ort. Niemand wird deinen Namen kennen. Mein größter Wunsch, dass ich dich find'. Seh' dich nicht mehr. Doch, geliebtes Kind, Ich liebe dich so sehr. Ich hätte alles ertragen, jedes Leid, jeden Schmerz. Jetzt bleibt nur zu fragen: Warum? Warum dieses Herz? Bitte dir Engel dich zu leiten. Denn dir wurde nie gegeben Die Chance selbst zu leben. So kann ich dich nur in Ehren halten. Du bist mein Fleisch und auch mein Blut. Zu spät... Nun bist du tot. |
| AngelCry | Traum Im Traum hab’ ich gesehen, dass wieder Blut von meinen Armen rinnt. Mehr und mehr wird es tränken den Boden, auf dem ihr steht. So wahr erscheinen mir die Träume, spüren jeden Schnitt und Schmerz. Spüre, wie er mich packt und meine Handgelenke hält. Aus der Dunkelheit trat er hervor. Doch habe ich keine Angst. Keine Panik erfüllt meinen Körper sondern nur die Sehnsucht. Meine Träume, dunkel und blutig, strahlen doch die Ruhe aus. Dort fand ich zwischen all dem Dunklen den Frieden, um auszuruhen. Sanfte Dunkelheit streichelt mich mit ihren Fängen und zieht mich immer weiter zu sich hin. Und in all der Dunkelheit scheint ein Licht, so klein, umhüllt vom Nichts. Ich stehe bereits mit einem Fuße auf den dunklen Pfad, der sich vor mir erstreckt. Und der Drang auf ihn zu gehen wird größer, und er wächst. Die Seile, die mich hielten in dieser kalten Welt, sind längst zerissen und halten mich nicht mehr. Mit euren Schwerten risst ihr sie nieder. Mit euren Fackeln verbranntet ihr sie zu Staub. Das einzige, was mich noch hält, ist die Erkenntnis, es ist nur ein Traum. Wenn ich aufwache, ist er verschwunden. Niemand hält mich an den Handgelenken, und kein Blut rinnt von meinen Armen. Noch nicht. Denn immer wieder stweift mein Blick zu jenem dünnen Faden an meinem Arm. Dort pulsiert das Leben. Dort pulsiert der Schmerz durch meinen Körper. Angetrieben von etwas kleinem, das man nannte Herz. Doch bald wird es ein Ende nehmen... bald... Denn ihr ward es selbst, die mir eure Klingen gabt - unwissend -, die sich eins mit meinem Fleische verbünden werden. Und das Blut wird fließen. |
| AngelCry | [COLOR=darkred]Kreuzzug[/COLOR] Von Angesicht zu Angesicht sei es uns nicht verworfen, dass auch wir im Dienste deines Anlitz stehen. So sehr wir nun auch hoffen, dass die Ewigkeit zu uns gelangt, so wird uns dein Glanz ewig folgen. Ich wäre doch nun so, nun so für dich imKampfe. Doch wär ich immer noch reine mit Körper und dem Geiste? Wär ich nicht entfernt von deinem Licht, als wenn ich still und leise dich lobe und dich preise? Welch Nutzen soll es haben, hier zu sitzen, zu verweilen, wenn draußen dort der Kampfe tobt, und mehr und mehr des Lebens roter Saft über Tausende von Leiber strömt? Sei es im Guten oder Böse, wenn Schwerter klirrend aneinander schlagen. An diesem Wissen fehlt es mir. Doch werde ich’s erlangen? Auf welchem Wege müsst ich gehn, um mit diesem Wissen eins zu werden? Die Antwort ist mir verborgen, und die Antwort liegt tief versteckt. Und auch andere meines Gleichen wissen weder ein noch aus. Drum stehen einige bewaffnet mit Feuer und mit Schwert, bereit ihr Leben zu opfern im Kampfe für den Herrn. Und andere sitzen still und leise, dich zu loben und zu hoffen, dass es bald ein Ende gibt und kein Blut mehr auf den Boden sinkt. |
| AngelCry | Der Mensch Am Morgen erwacht er; müde und schlaff; besteht seinen Tag; versucht, was er schafft. An seiner Seite weilen viele; reden, lachen, weinen; Mchen sich alle Mühe, an seiner Seite zu verweilen. Nennen ihn gütig, Nennen ihn Freund. Die Lüge macht mutig und macht verträumt. Er glaubt den Worten. Er fühlt sich stark. Er glaubt den Horden, dass man ihn mag. Doch muss er, droht nun Not, sich eingestehn, er hielt den Stein für Brot. Die Horden würden gehn. Denn ihre Worte waren Lügen. In ihrem SInne stand nur Betrügen. Und am Ende bleibt er stets allein, der Mensch, und anders wird es nimmer sein. |
| AngelCry | Abschied Vergessen - so oft schon. Ich habe mich daran gewöhnt. Oder nicht? Manchmal tut es immer noch weh. Die heile Welt, in der ich - wie alle glauben - lebe, zerbricht wie ein Spiegel. Ich sehne mich nach der Dunkelheit. Sie zieht mich wie magisch an. Vielleicht finde ich dort das, was ich suche. Vielleicht gibt es dort jemanden, der mich versteht; Der weiß, was ich fühle. Denn hier gibt es diesen Jemand nicht. Man wird mich nicht vermissen. Man wird wahrscheinlich nicht einmal merken, dass ich weg bin. Sie werden mich vergessen, wie sie es auch schon oft getan haben. Es ist Zeit. Hier hält mich nichts mehr. Nur der verlorene Traum bleibt hier zurück. Einiges werde ich vermissen. Die wenigen schönen Sachen. Der Sonnenaufgang, den ich immer sah, wenn ich in der Klasse saß. Wenn die Sonne den dunklen Himmel blutrot färbt. Die Wesen, die mich nicht vergessen haben Und vergessen werden. Vielleicht war es heute das letzte Mal, dass ich sah, wie der Himmel sich rot färbte. Vielleicht geht heute das letzte Mal Die Sonne für mich unter und Taucht meine Welt in Dunkelheit. Wahrscheinlich wird es angenehmer als jetzt. Denn vielleicht finde ich dort andere Hoffnungslose Seelen, die ihren Traum in dieser Welt verloren haben. Lebe Wohl, oh du helle Welt, lebe Wohl. AngelCry |
| AngelCry | Stimmen Ich hörte Stimmen. Sie riefen mich. Doch als ich mich umschaute - nur die Leere. Ich sah Lichter in einer dunklen Nacht. Sie blitzten auf und erloschen, und wieder sah ich sie. Ich spürte die Kälte an einem warmen Sommertag Wie Schreie in der Nacht. Doch meine Stimme bleibt stumm. Kein Wort, das von anderen gehört wird. Kein Auge, das auf mich fällt und meine Trauer sieht. Nur die Stimmen der Zukunft begleiten mich. AngelCry |
| AngelCry | Seelenschmerz IV Du machst es mir leicht - und dennoch schwer. Ich sag, ich lieb dich nicht. Doch lieb ich dich sehr. Gefühl ist Gefühl und nicht immer Wort. Du warst mir so nah; nun bin ich fort. Du rufst nicht nach mir... Egal bin ich dir... Ich kann nicht sagen: Du bist mir egal. Es wär' eine Lüge. Es wär' eine Qual. Drum schweige ich. Ich sag es nicht. Ich bleibe still und aus deiner Sicht. Wenn ich rede, so ist es eine Lüge. Ich weiß es selbst. Erspar mir die Rüge! Ich kann nur eines machen: Innen weinen und außen lachen. Die Lüge schützt mich, und sie schützt auch dich. Die Wahrheit - ich kann sie dir nicht geben. Sie würde zerstören - auch dein kleines Leben. Zu gewaltig kann sie sein. Ich schweige und bleib ab heut' allein. Mach mir kein Vorwurf! Bitte verzeih'! Nur so bleibst du glücklich. Nur so bleibst du frei. AngelCry |
| AngelCry | Erinnerung Ich erinnere mich noch gut. Du hast gerne gelacht; warst immer gut drauf. Selbst wenn es mir schlecht ging, hast du es geschafft mich zum Lachen zu bringen. Ich erinnere mich noch gut. Die Tage am Meer; wie deine Augen den letzten Sonnenschein spiegelten und ein Lächeln in dein Gesicht zauberte. Wir saßen oft abends am Fenster und schauten in die Nacht. Du erzähltest mir von den Sternen, dem Mond, von der Ewigkeit. Und manchmal lagen wir einfach nur zusammen in den Armen des anderen. Die Zeit verging und uns war es egal. Niemand konnte uns etwas anhaben. Gemeinsam waren wir stark und fühlten uns unbesiegbar. Wir störten uns nicht an den Worten der anderen. Sie waren uns egal. Die Zeit vergeht. Nun stehe ich hier. Vor mir ein tiefes dunkles Loch, und inmitten liegst du. Kein Lächeln, kein Glanz in den Augen. Kalt ist die Erde. Kalt ist das Holz. Kalt bist du. Die Zeit verändert alles. Und ich bemerkte es nicht. Zu spät nahm ich wahr, was mit dir war. Sie hatten sich schon zu sehr in deinen Kopf gefressen. Zerstörten deinen Körper. Zerstörten deine Seele. Doch du schwiegst; schenktest mir Tag für Tag dein Lächeln und gabst mir so viel Freude und Glück. Nun stehe ich alleine vor deinem Grab. Wieder. |
| AngelCry | Sterben Flüsternd, leise, troben am Himmelszelt ertönen die Engel aus einer anderen Welt. Sie singen ein Lied und weinen dabei. Das Lied des Todes; mein Leben vorbei. Sie rufen mich wieder, doch noch steh ich hier. Nun knie ich nieder, verweile bei dir. Der Abschied fällt immer schwer. Bald trennt uns Himmel; bald trennt uns Meer. Die Engel rufen, undich muss fort. Bald bin ich weg an einem fernen Ort. Du aber bleibst in der irdischen Welt. Du verweilst unterm Himmelszelt. Vorbei! Vorbei! So wird es sein. Mein Leben endet, und du bleibst allein. Das Ende naht. Bitte verzeih! Nun werd ich sterben. Nun werd ich frei. AngelCry |
| AngelCry | Zurück Wenn ich aufblicke sehe ich nur Dunkelheit. Wenn ich zurück blicke sehe ich nur Schmerz. Und weit zurück da liegst du. Gings ohne ein Wort. Verschwandst in der Dunkelheit. Zurück bleibt nichts. |
| AngelCry | Suche und Sehnsucht Tot - und doch einander so gleich. Ich denke noch so oft an dich - doch keiner versteht es. Auch wenn ich dich nie sah, warst du mir dennoch näher als manch anderer. Ich konnte dich spüren. Doch nun ist es zu spät. Du bist schon fort. Und auch ich scheine schon in einer anderen Welt zu verweilen. Ich bin dir näher, als manch einer glaubt. Hörst du mich? Ich rufe. Ich bin auf der Suche. Etwas fehlt in meinem Leben. Mein Herz ist erfüllt von Trauer. Fehlst du an meiner Seite. Mein Kleines, die Suche hat bald ein Ende... AngelCry |
| AngelCry | Der Morgen erwacht in stiller Freude und verscheucht die Schatten der Nacht. Doch all das Licht ist mir ein Greul. Hat mich die Dunkelheit schon so lange in ihren Bann gefangen. Verstecke ich mich in Ruinen Schatten, die mich schützend hüllen in einen Mantel aus Vergessen. Stille, Stille, bleib fern du helle Welt. Bleib fern und lasse mich in dieser Dunkelheit. Fern, fern, komm nicht zu nahe. Ich bin schon längst nicht mehr die Tochter deiner. Vater Nacht hat mich gefangen. Mir gegeben heim und heil. Bleib fort, Mutter Tag, Schicke nicht deinen Morgen um zu wecken die verlorene Tochter. Lass mcih schlafen im Schutze meines Vaters. |
| AngelCry | Reiner Regen Dunkle Wolken ziehen vorüber. Es regnet. Und ich stehe nur hier; allein an der grauen Straße. Ab und zu fährt ein Auto an mir vorbei. Doch beachten tun sie mich nicht. Sie fahren alle vorüber, und Wasser spritzt vom Boden hinauf durch die Luft. Kleine Tropfen, die im schwachen Licht der Laterne glänzen. Ich stehe hier; die Arme schlaff an meinem Körper. Regen fällt auf mich hernieder Und weicht meine Kleidung auf. Meine Haare durchnässt; meine Augen tränenverhüllt. Ich blicke hoch in den Himmel und schließe die Augen. Wenn ich lang genug hier stehe, wäscht dann der Regen all den Schmutz von mir? Oktober 2003 AngelCry |
| AngelCry | Ich weine Ich weine, ich weine mich täglich in Schlaf. Und am Morgen Sind längst Alle Tränen verblasst. Ich weine, ich weine, und man sieht mich nicht. Ich weine, ich weine, und man weiß es nicht. Ich weine, ich weine nur in tiefer Nacht. Ich weine, ich weine, wenn jeder noch lacht. Ich weine, und keiner weiß davon. Ich weine, und keiner weiß warum. Ich weine, ich weine mich täglich in Schlaf. Und am Morgen sind längst Nicht alle Tränen verblasst. |
| AngelCry | Was ist wichtiger? Leben oder Liebe? Ohne Leben kann ich nicht lieben. Doch ohne Liebe kann ich nicht leben. |
| AngelCry | Wie ein Traum Manchmal erscheint mir alles wie ein Traum. Doch erwache ich nicht. Ich sehe dich und kann dich berühren. Dennoch erscheint mir alles so fern. Wieder höre ich die Stimmen aus einer längst vergangenen Zeit. Und wieder spüre ich es, wie es langsam näher kommt. Ein dunkler Ort auf meinen Weg ins Licht. ... Und am Ende bleibt mir nur der Tod... |
| AngelCry | Ich bin die Dunkelheit Wenn anderswo ein Lichtlein brennt, verweile ich in tiefster Dunkelheit. Wenn anderswo ein Lachen ertönt, dann kann ich nur einsam weinen. Ich bin die Dunkelheit. Ich bin die Traurigkeit. Bin einsam für die Ewigkeit. Wenn anderswo die Menschen singen, verweile ich in tiefster Stille. Wenn anderswo die Menschen tanzen, dann kann ich nur still hier stehen. Ich bin die Dunkelheit. Ich bin die Traurigkeit. Bin einsam für die Ewigkeit. Doch wenn ich selbst einmal lache, fegt ein Sturm über dieses Land. Doch wenn ich selbst einmal glücklich bin, scheint alles ins Verderben zu versinken. Ich bin die Dunkelheit. Ich bin die Traurigkeit. Bin einsam für die Ewigkeit. Doch wenn ich selbst einmal tanze, erschüttert ein Beben das ganze Land. Doch wenn ich selbst einmal liebe, so keimt nur Hass in allen Herzen. Ich bin die Dunkelheit. Ich bin die Traurigkeit. Bin einsam für alle Ewigkeit. |
| AngelCry | Wenn Liebe zu Leid wird Was ist Liebe? Kann ich lieben? Kann ich lieben wir ihr? Kennt ihr Leid? Wie ich es fühle? Wie ich es verbreite? Wenn Liebe zu Leid wird; Wenn Liebe zu Hass wird; Dann seht ihr, was ich war. Ich kenne Hass, wie ihr in fühlt, wie ihr ihn verbreitet. Dort ist Licht. Kann ich es greifen? Kann ich es einst erreichen? Wenn Liebe zu Leid wird; Wenn Liebe zu Hass wird; Dann seht ihr, was ich bin. Wo ist der Himmel? Wo ist das Paradies? Gibt es für mich einen Garten Eden? Kennt ihr die Hölle? Wie ich sie sah? Wie ich die in mir trage? Wenn Liebe zu Leid wird; Wenn Liebe zu Hass wird; Dann seht ihr, was ich immer sein werde. AngelCry |