| Lunacy | Eine Leichenphantasie In sanften Wogen auf und ab umspült das Wasser blasse Haut. Die Nebel steigen, fluten, streifen, als still der neue Morgen graut. Der Schatten Fänge sachte streicheln fast liebevoll das tote Fleisch. Schönheit vergänglich angepriesen fern im Wald am stillen Teich. Ihre Augen leblos spiegeln die grauen Wolken regenschwer. Ein längst verloschnes Lebenslicht. Vorbei, und lange her. Auf ihren starren weißen Zügen, fassungslos Erschrockenheit. Vertrauen achtlos weggeworfen. Nicht alle Wunden heilt die Zeit. In ihrem Haar verfingen sich Träume und Wünsche gestorben mit ihr. Sind haltlos im Wasser fortgeschwommen, schreien stummen Vorwurf der wütenden Gier. Wie ein Windhauch schwebt die Frage, den Grund zu wissen begehrt sie stumm und in Ewigkeit lautlos auf ihren Lippen liegt hilflos und ungesagt ein ´Warum´ Die Sonne durchbricht die schweren Wolken teilt über ihr die graue Wand und ihre verstörte, fragende Seele wurde zu Nebel und verschwand. |
| Lunacy | Undank ist der Welten Lohn. Was muss ich tun Welche Wege gehen damit ihr meine Stimme erhört? Wie viele Qualen muss ich durchstehen Damit mein Schrei die Stille stört. Stille um euch Die ihr habt erschaffen Um ja nicht zu hören Meinen Ruf. Verzweifeltes streben Mein Leben zu kämpfen Zu töten was mich einst aus Liebe schuf. Noch einmal erhebe ich meine Stimme Ein Schrei, der singt von meiner Wut. Laut in meinen Ohren doch ungehört Verglimmt sein Feuer und wird zu Glut. Bald verloschen das flammend Inferno Das niemals mehr als ein Weinen war. Und was einst als Sturm im Sinne geplant War nie mehr als Wind, erst flackernd dann starr. Nicht Kraft hab ich Noch einmal zu rufen Verletzt, verlassen, was erwarte ich schon. Und die letzte Kraft verwend ich um euch zu hassen. Denn Undank ist der Welten Lohn. |
| Lunacy | Der schwarze Engel der Grausamkeit Deine Augen sind wie tote kalte Sterne in der Nacht ich sehe ihr Licht, es wärmt mich nicht. du schaust mich an, du lächelst nie ich weiß du beherrscht mich doch ich mag das....irgendwie..... Wenn deine Hände mich berühren werde ich willenlos Ich atme nicht, erschütter mich Mein Kopf schreit lautlos „flieh!“ Ich weiß du benutzt mich doch ich mag das...irgendwie.... Und ich bete dich an Bete zu deiner Unsterblichkeit So schön, zu schön in Ewigkeit Wie der schwarze Engel der Grausamkeit Du hast mich gefangen, gefesselt Ausgeliefert and dich selbst ich verliere mich, ich hasse dich Zu zwingst mich in die Knie Ich weiß du zerstörst mich doch ich mag das...irgendwie... Meine Seele und mein Körper sie schmerzen fürchterlich ich tu meine Pflicht, du liebst mich nicht Dein Sklave und mehr nie ich blute, ich ertrinke doch ich mag das.....irgendwie.... Zerreiß mich, nimm mich, halt mich zerstör mich ganz in dir. Nimm dir meine Liebe und begrabe sie in dir. Verschlinge meine Hoffnung erfülle meine Gier. Erlösche meine Zukunft ich sterbe jetzt und hier. Und ich bete dich an Bete zu deiner Unsterblichkeit So schön, zu schön in Ewigkeit Wie der schwarze Engel der Grausamkeit |
| Lunacy | Illusion Ich sitze oft an der Straße Sehe den Menschen zu die vorbei gehen Endlose Gesichter Endlose Geschichten Und manchmal kann es passieren das ich dich sehe Ein blonder Schopf in der Menge Dann hebe ich die Hand Will rufen Und erstarre Meine Hand sinkt herab Und bei mir denke ich nur „Dummes Ding, dass du ihn immer noch siehst, obwohl du längst begriffen hast, dass Tote nicht auf Straßen gehen“ |
| Lunacy | Ort der vergangenen Sünden Kühl mit kläglich' Schreien ein endlos' Raum verschnörkelte Kronleuchter geifernd dessen Kerzen weißes Licht speien . In der Ecke eine alte Frau im Wippstuhl starrt Das wehmütig' Knarren des Stuhls in mir ihr grausam‘ Schicksal offenbart. Durch den Raum ein junges Kind versonnen Fegt im Rücken ein spitzes Messer mit sich trägt . Tote Gesichter schauen glotzend aus ihren Mündern Tropft kühles Blut, jeder Tropfen sinkt ein Lied von unbeherrschter Wut und lässt mich teilhaben was geschah . ein Lust umschwelgtes Stöhnen zittert durch den Raum, das es nicht ihr Gatte ist der sie verführt stört sie scheinbar kaum. Geschockt von dem Gesehenen lass‘ ich mich nieder ..und ...mein Lächeln ...kam ........ nie wieder. |
| Lunacy | Wer braucht schon Zeit Mit einem Geräusch unendlich fern fällt ein Wassertropfen in rotes Meer unwichtig im mächtigen Rad der Zeit fern und lange her. In meinen Augen spiegelt sich der wogende Wasserglanz in Schwaden steigt und fällt der Dampf in endlos weichem Tanz. Lächelnd blicke ich ins Nichts und das Nichts lächelt kalt zurück streckt seine blasse Hand zu mir zieht mich noch ein Stück. Herrlich schwerelos wogen Gedanken bald fern bald nah bald fort trägt meinen Herzschlag in die Stille an einen anderen Ort. In rotem Vergessen verschwenderisch abendrot färbt sich die Welt wirft weiche Wellen auf weiße Haut als ein letzter Tropfen fällt. Lächelnd zieht mich das Nichts hinfort für die letzte Reise bereit als mühelos mein Atem erlischt ´Adieu, wer braucht schon Zeit...´ |
| Lunacy | Ja, ich bin allein In Schweigen die Zimmerdecke von außen betracht ich mein Leben und kam zu der Erkenntnis es wird keinen Morgen mehr geben. Das Fenster mit grauem Himmel weht Wolken zu mir herein und leise flüstert der Schatten. "Ja, ich bin allein." Ein jedes Wort ist gestorben kein Laut wird sich mehr erheben und unbenutzt verblasst der Ton. Es wird keinen Morgen mehr geben. Und schon bin ich selbst nur noch Schatten gefangen mit mir und dem Sein. Ich brenne es mir auf die Knochen. "Ja, ich bin allein." In meinen Wünschen gefangen sich selbst im Nichts verweben und in der Unendlichkeit sterben. Es wird keinen Morgen mehr geben. Und was bleibt vom ewigen Streben sind Schrifzeichen auf Gebein. "Es wird keinen Morgen mehr geben. Ja, ich bin allein." |
| Lunacy | Endlos blauer Himmel (Ein Beitrag zum Jahrestag) Ich liebte es dich zu betrachten einfach meine Augen auf dir ruhen zu lassen vom Kopf bis zu den Füßen habe ich jeden Zentimeter an dir geliebt. Deine Haare wenn sie im Wind wehten wie die sanften Sonnenstrahlen auf einem weiten Feld die satte Farbe des Sommers. Blau wie der Himmel leuchteten deine Augen ein Menuett des Lichts Lieder des Sommers die Wärme durch den tiefsten Winter tragen konnten und wenn du lächeltest lachte selbst der kälteste Stein. Deine sanfte braune Haut schmeckte nach Sommerregen ein berauschender Geschmack und wenn du mich in deine Arme geschlossen hattest war es als umarme mich die Wärme selbst. Du konntest tanzen wie der Wind in den Weiden konntest lieben wie ein Sommergewitter stürmisch haltlos grenzenlos und wenn du lachtest lachte die Sonne in deinem Gesicht und genau wie die Sonne warst du immer da selbst wenn Wolken mir die Sicht versperrten und genau wie für die Sonne kam dein Abend viel zu früh für dich und du bist gegangen scheinst dein Licht auf andere Welten nicht mehr auf diese nicht mehr auf mich und anders als die Sonne wirst du nie wieder aufgehen. Es ist Nacht geworden. Doch ich verzweifle nicht, bleibt mir doch noch der Mond der mich erhellt denn wie der Mond der das Licht der Sonne reflektiert bleibst auch du immer bei mir und ich reflektiere deine Wärme und dein Licht die du mir geschenkt hast in unserem kurzen Lebenssommer und wirklich sterben wirst du nie. Du lebst in mir, scheinst in meinem Herzen und wenn ich an dich denke ist es als würdest du wieder meine Hand nehmen und mit mir unter endlosem blauen Himmel wandern.... |