| rosenkind | [SIZE=3]Zeitenspiel[/SIZE] Zeitenspiel Ein Haus im Regen, kalter Ort Gedanken kreisen um den Hort Die Zeit im Schatten dort verharrt Vergang’nes, Zukunft, Gegenwart Ein Bild gemalt aus dem Moment Zieht schwingend seine dumpfen Kreise Die Wahrheit sich zur Lüg’ bekennt Schickt weltenfremd mich auf die Reise R.F. Die Zeit im Fenster still gebannt Die Zeit im Mantel, unerkannt Die Zeit im Fluss, im Spiel verzückt Die Zeit sich selber leis entrückt Kindheitsträume steh’n im Spiegel Warten auf das leere Nichts Erinnerung verhüllt die Siegel Bricht die Worte kalten Lichts Lebens Augen blind vom Sehen Sind im Blicken fast erstarrt Wilder Wind will um mich wehen Nunmehr tief in mir verharrt R.F. Die Zeit im Fenster… Aus den Ecken kriechen Träume Ins Gesicht der Gegenwart Welken Blätter junger Bäume Tanzesreigen sich neu paart Staub die Lippen sanft bedeckt Lässt den dunklen Regen fallen Dort, wo sich das Selbst versteckt Meine Schritte nun verhallen R.F. Die Zeit im Fenster… Tote Wünsche an den Wänden Tote Zeit in toten Händen Totes Licht führt meine Spur Weist den Weg im dunklen Flur Tränen öffnen neuen Wegen Eine Tür ins jetzt und Hier Ausgefüllt von Zeitens Segen Nichts davor ist mehr in mir R.F. Die Zeit im Fenster… |
| rosenkind | Das Spiel grau erstarrt geteiltes Land unsichtbar es führt die Hand jenen ersten Würfelschlag Schicksal nun bestimmten mag im Spiel das keine Farben trug Zug um Zug Zug um Zug reglos flüchten jene Bilder grau verschwimmend, stillstehnd, wilder über gläsernes Parkett Die Zukunft fällt und bleibt komplett im schaurig wandelnd Flug Zug um Zug Zug um Zug erbaute Stadt auf Feindesland die Existenz ist unbenannt es schweigt die Zeit, still steht die Uhr es rückt voran jede Figur fortwährend alter, trauter Spuk Zug um Zug Zug um Zug sie laufen fort im stillen Reigen Gesichter, welche Züge zeigen? wer wird siegen, flüchten, fallen? erstorbne Münder Schreie ballen? trinkend aus des Giftes Krug Zug um Zug Zug um Zug Es fängt das Schwarz sein Gegenstück Das Weiß, es kehrt zum Feld zurück Es tanzt die Meute um den Turm verworrn im Spiele, wildem Sturm es war die Zeit, die alle schlug Zug um Zug Zug um Zug |
| rosenkind | Feuertränen [i]Hinter Fassaden, verschlossenen Türen Liegt die Schmiede unserer Wirklichkeit Dort wo sich Realität und Wunschtraum berühren Verschmelzen sie zur Ewigkeit Geführt von der Feder des Vertrauens Verfolgend ein unsichtbares Ziel Berührt vom keinem Zug des Bedauerns Spielt so manche Figur ihr eigenes Spiel…[/i] Der Tod schleicht sich ins Gefüge des Uhrwerks Dem Zeugen der Zeit, dem Zentrum der Macht Sand im Getriebe fortlaufenden Denkwerks Das Rinnsal ward mit Dammbruch bedacht Monumental errichtete Bauten Die Worte des ewig großen Werts Die Pinsel den Gemälden misstrauten Das Genie denkt rückwärts, denkt verkehrt R.F. [ Und alle meine Tränen fallen Ein jeder Tropfen brennt Tosende Gedanken zerschallen Der Fluss der Lava rennt und rennt Ein Feuersturm in meinem Innern Entfacht durch Regen meines Geists Die Funken der Erkenntnis schimmern Die Welt in Schutt und Asche reißt ] Aus dem Staub zerfallner Taten Steigt ein Rauchbild auf ins Grau Menschenwerk hat sich verraten Auf den Lippen Giftestau Durch die Sanduhr unsres Lebens Rinnt der Tropfen Höhenflug Himmelsboten, sucht vergebens Schweigend folgt der goldne Zug R.F Sinnwelt tanzt in Zwiegestalt Den Fragenden das Wort verwährt Totes sich ins Leben krallt Vergiftend trüb, was es ernährt Schlacht bedeutet nur zu sterben Sieg - ein anderer Verlust Schicksal bricht zu tausend Scherben Sinnbild zeichnet ihre Lust R.F. (2 x) Macht ist ein gefährliches Spiel |
| rosenkind | [SIZE=3]Grabinschrift[/SIZE] G.rau verschwommen meine T.age R.uhe stellt die letzte F.rage A.ußenwelt liebt I.gnoranz B.etet stummen R.osenkranz I.hr Vögel dort am H.eckenzaun N.iemand bin ich, nur ein C.lown S.chon lang gefallen durch S.iegeshand C.horgesang im N.iemandsland H.ört mein Wort, es tritt I.n Kraft R.uf ich laut nun jene B.otschaft I.n Kämpfe zieht der A.lte Bann F.all ist deiner, R.ittersmann T.ot wie ich in meinem G.rab - im Krieg es nur Verlierer gab - [SIZE=3]Geschwistertod[/SIZE] eins und eins, Geschwisterseelen aus dem Kelch der Liebe tranken spürten Stacheln nicht und Schmerzen drohend um ihr Herz zu ranken zwei Paar Augen, beides Spiegel erscheinen fremd und greifbar nah Gleichheit bricht die letzten Siegel Seelenblöße, sonderbar erstickend quillt die traute Nähe als Rauch verhüllend das Gesicht ertrinkend in der Enge Fluten Staubesregen hielt Gericht Aus Geborgenheit der Pose Dringt das Gift der Bruderhand in die Seele jenes andern leise, finster, unerkannt Verwurzelt tief nun ineinander vertraut und beide seelengleich blühen strebend schwarze Rosen messerscharf und dornenreich Tief ins Fleisch der beiden Kinder dringt der Nähe kalter Dorn aus Nebelfäden um sie spinnend erwächst des Unterganges Korn geschmiedet aus der Eisesglut jener Liebe, Schattenspiel dringt das Schwert ins Seelenblut das als letzter Regen fiel engumschlungen, reglos liegen gleichgeborene Leiber tot Und der Winter trägt die Leichen hinaus ins schwarze Morgenrot [SIZE=3]Seelentod[/SIZE] Seelentot lieg ich am Morgen aufgeweckt durch altes Leid Kummer zeichnet meine Sorgen schwarze Seele mich befreit An den Wänden geifern Schatten Lachen dringt ins Innen vor Spiegel bricht, fällt auf die Latten öffnet Dunkelheit das Tor tot geboren ist mein Leben Blut, es ziert den Augenblick Früchte Wuchern, falsches Streben aus dem Dasein kein zuück es zerbrechen Existenzen Sinn des Seins ist unbekannt dort wo Licht und Schatten grenzen Meine Augen sind verbrannt Seelen töten ihresgleichen dumpfer Schlag auf Innenwelt Winde nur um Äste streichen Bäume welche längst gefällt und mein Blut es tritt zu Tage Schmerz, der meine Schmerzen stillt Angst erhebt die letzte Klage meines Schicksals ungewillt Seelentot lieg ich am Morgen aufgeweckt durch neues Leid Sterbenshergang bleibt verborgen meines sei die Ewigkeit [SIZE=3]Abschiedsbrief[/SIZE] Fühlst du wie der kalte Wind Deine schwarzen Schwingen streift? Viel zu lange wart ich schon Bin zu Bessrem nicht gereift Kalt so schreibt er seine Worte In das graue Firmament Herbstzeit zieht in diesem Orte Schmerz in meiner Seele brennt Fühlst du nicht die alten Fesseln? Blutig schnürend alle Zeit Längst gelöst, sie warn vergessen Doch sind sie der Ewigkeit Diese Welt sich Heimat nannte Kalte Seelen schwer aus Stein Jene Macht, die mich benannte Löschte auch mein wahres Sein Kein Begleiter, Einsamkeit Verbannt zu sein im Menschenreich Stets umgibt mich deren Kälte Und die Worte sind mir gleich [I] Sie werden dir eine Kiste aus Holz bauen und deinen leblosen Körper dem Leib der Erde übergeben. Schwarze Menschen werden trauernd um deine letzte Ruhestätte stehen und weinend hinab auf jene Truhe sehen, die langsam in der Tiefe verschwindet. Deine Mutter wird vor Tränen fast erblinden, dein Vater fragen „was hätten wir tun können?“ Sie werden dir einen Stein meißeln, auf dem das Datum deiner Geburt und das deines Falles steht. Sie werden einen Bibelspruch eingravieren lassen, der sagt, wie sehr sie dich liebten und wie sehr sie dich vermissen. Doch nie, nie, niemals werden sie verstehen, wer du warst, wer du wirklich warst. [/I] Graue Wolken steigen auf Und mein Sinn vernebelt sich Mein Schicksal bricht nun jetzt und hier Der Tod wird kommen, holen mich Und dein Lächeln Dieses Lächeln Das mir stets die Freude gab Die ich sonst nicht fühlen konnte Es wird schweigen tief in dir Im Schatten bei dem leeren Grab |