| agkim | der weg ich ging den langen dunklen weg alleine bis zum ende, da war niemand, nur ich und das fürchterliche brennen in meinem herzen, es zerfraß meine seele, meinen verstand, meine lust zu leben. ich ging und ging und ging, weiß noch nicht mal wohin, überall neben mir lagen die zerrissenen leiber längst vergangener schlachten, da ein der glieder beraubter körper, dort ein bein, eine noch zuckende hand, ein auge lag so vor mir, als ob es mich noch anschielen würde, wem gehörte es wohl, egal, dort ein halber kopf, innen ganz hohl, die erinnerungen lagen direkt daneben, zu einem bach geformt, trat rein, ganz kurz, und spürte das leben das es einmal war. putzte meine schuhe an den haaren ab, die lagen nicht weit davon, und ging weiter meinen einsamen dunklen weg, immer weiter. kein ziel in sicht, nichts deutete darauf hin. da war ein bein, ohne fuß, die maden labten sich schon daran, versuchte sie zu verjagen, aber ohne erfolg, wozu auch. dort ein stück eines ohres, hallo hörst du mich noch, ach ja, wie denn, alles verstummte um mich herum, ich selber, mein herz, meine seele auch. ging weiter immer weiter, doch wo war das Ziel, es war so fern, für immer verloren, niemals werde ich es sehen, niemals. ging weiter und weiter sah viele ehemalige kameraden, zerstückelt im graben liegen, hob löcher aus und begrub sie, ganz tief, mein herz weinte, meine augen waren schon tod, so tod. ging weiter immer weiter, doch wohin? der weg ist auch das hindernis, man geht und geht, kein ziel sich vor die augen schiebt, wo ist es, wo war es, keiner weiß es. wege kennt jeder, den richtigen zu finden, zu kennen, sich nicht zu irren, ist gar nicht so leicht. der einzige richtige weg ist der immer falsche, den man geht, gehen muß. auch die liebe ist ein weg, dort liegen auch dampfende gedärme, das leben, viele leere schädel sich dort türmen, die seele, ohne ziel, und auch der tod, der süße. leben geht, leben kommt, die frage ist, sieht man auch den weg, oder geht man vorbei, ohne blick, ohne augen....ohne sie. |
| agkim | höhle das leben verschlingt mich es will mich fressen jeder tag ist voller risiken könnt ich nur gehen gehen, wohin? wohin auch immer ich könnte streifte durch satte wälder über rosige wiesen voller kraft schmiss die schnur ganz weit holte jeden Fisch der welt entriss ihm seine eingeweide schleppte ihn in meine höhle dort verschlang ich ihn und er mich könnte kauern im dunkeln keiner würde mich sehen die angst wäre dahin auch mein leben unser leben die sinne verkühlt welches ziel sollte noch sein hätte die liebe noch platz die leidenschaft erloschen die angst mich treibt gehe nur kurz, bin bald zurück |
| agkim | schrei in der ecke kauere hier hinten sehne mich nach licht fühle das leben, woanders ach, könnt ich nur fliehe vor mir selbst vor uns, den anderen habe angst, vor mir klage an die hand erzittert das böse verschlingt sprach es aus nun ist es zu spät mein schatz, es macht mich traurig dich sterben zu sehen du wolltest es so hier schluck es, dann geh |
| agkim | schicksal kriechen nicht springen heulen nicht lachen sterben nicht leben kühl sein nicht heiß tanze auf einem bein wandel ohne augen lache ohne verstand schieße ohne kugeln ging vor langer zeit in fremde betten mit fremden frauen fühlte nichts, war nichts wer laut schreit, findet dich schrie laut, fand dich nicht schrie leise, fand nur mich das ich kannte ich nicht da stehst du nun seh dich an kenn dich nicht das schicksal uns verschmolzen |