| Eiswoelfin | Angeregt durch viele andere Gedicht, fasse ich einfach mal den Mut und schreibe meinen eignen Gedanken nun hier nieder. Doch ich möchte schon mal vorwarnen, viele meiner kleinen Werke sind ziemlich alt und sprachlich nicht unbedingt von hohem Niveau. Trotzdem hoffe ich, euch gefallen meine Kreationen. Und für postive Kritiken, Anregungen und Beschimpfungen bin ich jedezeit in diesem [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=39858]Thread[/URL] im Forum der Kritiken offen :) |
| Eiswoelfin | [COLOR=royalblue][b]~=Abschied=~[/b] [/Color] [COLOR=silver][I]Der Tag stirbt – Schatten an meiner Wand Die Nacht erwacht – Kerzen erlischen Noch liegt er bei mir – doch er wird gehen Kann ihn nicht halten – ihm nicht folgen Es war ein Spiel – der Einsatz hoch Regeln waren unbekannt – doch hart Und eins ist gewiß – unmißverständlich Es ist verloren – für immer Er erwacht – der Abschied naht Seh‘ seine Augen – tief wie ein Ozean Seine Lippen bewegen sich – doch höre nichts Spüre wie ich falle – tief, unendlich Er geht – Tränen auf meinem Gesicht Gedanken in meinem Kopf – doch nicht meine Höre seine Stimme – leise im Geist Wir sehen uns – im Nichts [/i][/Color] |
| Eiswoelfin | [COLOR=Royalblue] [B]~= brenndes Aranir =~ [/B][/COLOR] [i]Einst die schönste aller Städte, erhob sie sich stolz aus dem immergrünen Meer. Ihre sonnendurchfluteten Wände hallten wieder, von dem melodischen Lachen ihres Volkes. Und auf ihren grasweichen Wegen, tanzten die ewigschönen Geschöpfe zum sanften Lied ihres pulsierenden Lebens. Ihre stummen Wächter neigten die Kronen tief, Vor ihrer strahlenden Erhabenheit. Von uralten Geheimnissen flüsternd spielte der Sommerwind mit ihrem Blütenhaar. Und hinter lichthohen Mauern lag träumend ihr tiefgründiges, weites Herz gut verborgen vor neiderfüllten Augen. Doch im blutroten Licht der sterbenden Sonne Kam das heillose Unglück über sie. Wie ein Sturm, geschickt von finstren Göttern Peitschte die Vernichtung das Meer der Bäume auf. Und von abgrundtiefen Hass getrieben, zerfleischte ihre tobende Gefolgschaft das singende Herz der grünen Stadt. Ein Schein aus alles verschlingendem Feuer Umgibt nun ihre leuchtenden Mauern Ihre einstigen, Himmel erstürmenden Wächter liegen schwarz verbrannt zu ihren Füßen Und ihr geliebtes Elfenvolk Im verzweifelten Kampf um sie gestorben, oder verbannt aus ihrem stillen Schoß. Oh brennendes Aranir, mein Herz blutet wenn ich deine traurig klagende Stimme höre. Dein leises Lied endloser, schmerzhafter Marter erklingt hilfesuchend in meiner Seele. Doch gib den Widerstand nicht auf, Aranir Dein Volk, wenn auch weit weg von deinen Sommerhallen, harrt ungeduldig der nahen Stunde, In der es sich gegen deine Peiniger erheben kann.[/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~=Der Mensch=~[/b][/Color] [i]Oh infantiles Geschöpf, Was bist Du nur Wesen? Das sich vom Egoismus leiten läßt, Von seiner Selbstsucht einlullen. Das durch ein scheinbares Ich Seine Oberflächlichkeit verleugnet. Warum verdammst Du Dich selbst Zu ewiger Dunkelheit? Verschließt Deine Augen vor der Welt, Überhörst Dein Gewissen. Was bist Du nur für ein armes Ding, Das nur sich selbst sehen kann? Und erst durch Grausamkeiten Seine innere Leere zu füllen vermag. Das durch sein kurzes Leben rennt, Ohne wirklich zu erkennen, was es ist. Wie, frage ich Dich, Kannst du weiterhin so leben?[/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~=Ein Liebesgedicht=~[/b][/Color] [i]Ich wachte über Dich Bis Morgengrauen. Meine Augen brennen Wie heißer Schnee. Bangend in der Dunkelheit Saß ich zu Deinen Füßen, Am Lager eines Todgeweihten. Im Fieberwahn Mich nicht erkannt, Stets meinen Namen rufend Ringend mit der Ewigkeit. Verloren! Der Schnitter, Mit kaltem Lächeln Auf den Lippen Nahm Dich mir weg Im Angesicht des jungen Tages. Meine Tränen kühlen Deine tote Gestalt, Spiegeln meine Liebe wieder Und begleiten Dich Auf Deinem Wege Ins Reich der Ewigkeit [/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~= Euer Gott = ~[/b][/color] [i]Wo ist euer alter Gott, der euch beschütze? Wo ist dieser Gott, zu dem ihr gebetet habt in einsamen Stunden? Er führt euch nicht mehr, er hat euch verlassen. Ein neuer Gott spielt nun die Melodie Zum schrecklichen Tanz ins neue Jahrtausend Ein Gott der Furcht, der Angst und des Betruges Der Gut und Böse ins sich trägt, Und einem unwissenden Kinde gleich Die Tugend im Schrecken sucht. Der die Wege der Illusion betritt Und durch Gewalt die Welt von ihren Lastern befreien will. Mit Licht und Feuer umhüllt der neue Gott die Welt, Einer Flamme die Wärme verheißt und Kälte schenkt. Hinter tausend Masken verbirgt er sein Gesicht, Aus Angst vor der schrecklichen Wahrheit des Lebens. Und all zu viele lassen sich blenden Von seinen zerbrechlichen Scheinwelten. Doch irgendwann verblassen die Nebel der Phantasie Und seine Masken werden fallen. Und durch die Scherben wird die Wirklichkeit erscheinen.[/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~=Gut und Böse=~[/b][/color] [i]Ist es vielleicht so, Daß Gut und Böse Hand in Hand spazierend in unserer Seele leben? Und das sie nicht Gegensätze, sondern Eins sind? Und wir nur erschaffen um sie zu beherbergen? Das unser Leben nur ein Traum ist, Geträumt von tausend Engeln? Und unsre Träume gelebt von tausend Teufeln? Ist es vielleicht so, daß wir nur geschaffen sind, Aus den Phantasien, Hoffnungen und Ängste anderer? Geschaffen um andere zu unterhalten? Und wenn wir sterben, Dann erst erkennen das wir Nichts sind? Nur die Marionetten in einem Spiel, Das wir nur teilweise erahnen können? [/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~=Gedanken eines Vampirs=~[/b][/color] [i]Komm, süßer Tod Sei mein Gefährte, Mein Begleiter Auf den Pfaden durch Ewigkeit. Sei mein Gast Auf einer Reise Durch diese endlose Hölle, Genannt die Menschenwelt. Und Sei mein Beschützer Mein Lehrer In den Jahrhunderten Die noch vor uns liegen Oh Geliebter Teil mit mir den Schmerz Zu sehen Die Angst und die Hoffnung Die Verzweiflung und die Sehnsucht In des Menschen Aug‘ Wenn es einen der unsrigen erblickt. [/i] [color=royalblue][b]~= Vampir I =~[/b][/color] [i]Oh bleiche Gefährtin der Nacht Voll Schmerz und Pein ist dein Herz Dem Leben entrissen, dem Tod verwehrt. Einsames Treiben in den Strömen der Zeit Rastlose Suche, ohne Ziel Sehnen nach dem Verloren Licht Doch verdammt in die Dunkelheit. Auf Ewig gleich in einer sich wandelden Welt. Und mit unsterblicher Liebe versüßt, Dein reuevoller, tödlicher Kuß [/i] [color=royalblue][b]~= Vampir II =~[/b][/color] [i]Sie schreitet in Schönheit wie die Nacht Doch Voll Schmerz, voll Pein ist ihr Herz Dem Leben entrissen, dem Tod verwehrt Ewig suchend nach ihrer verlorenen Seele Haltlos treib sie im Fluß der Zeit, Im Meer Der Einsamkeit Ständig umher irrend, ständig auf der Flucht Vor dem unsterblich‘, grausamschönen Wesen, zu dem geworden man sie verdammt‘. Ein Wesen der Nacht, ein Geschöpf entstanden Aus schwarzer Magie Das gefangen lebt in einer Welt erfüllt von Trauer Und Leiden bringt wohin es auch immer geht Ein Wesen dessen Liebe Untergang bedeutet [/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b]~= Einsamkeit =~[/b][/color] [i]Von Menschen umgeben, Geknebelt, Vergessen Stumme Schreie auf den Lippen Unbemerkt Und doch vorhanden Kraftloses Leiden Gefesselt in der Dunkelheit Sehnen nach Liebe Verdammt zur Einsamkeit [/i] [color=royalblue][b]~= Leben? =~[/b][/color] [i]Allein Unter tausend leeren Gesichtern Verzweiflung, Angst Pulsierend im Hirn. Ist das die Einsamkeit Wovon sie sprachen? Ist dies das Leben Was sie meinen? Hilfloses Existieren Unter Wölfen Kläffend, beißend Suchen nach neuen Seelen Träume rauben um zu leben[/i] [color=royalblue][b] ~= Trauer =~ [/b][/color] [i]Kein Wort Kein Laut Kein Gefühl Nur Leere Nur Absolute Leere Markerschütternder Schrei In der Kehle Lautlos entronnen Das Herz versteinert Die Seele verbrannt Die Gefühle ausgerottet Kein Licht Nur Dunkelheit Eiskalte Dunkelheit[/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b] ~= Mein Tot =~ [/b][/color] [i]Wer bist Du? Was bist Du? Solch verzehrende Schönheit In deinem Antlitz. Wage nicht den Blick zu heben, Kann ihn auch nicht von Dir wenden. Welch dunkle Macht Umgibt Dein Wesen? Welch schreckliches Geheimnis Verbergen Deine Augen? Alles in mir schreit, Rebelliert Gegen die wonnige Grausamkeit Des Augenblickes. Welche Macht ließ zu, Daß ich Dich sah‘, Deiner qualvoll schönen Gestalt Gewahr wurde. Verdammt und gesegnet Sei dieser Moment, der mir vergönnt Wahrhaft sehen zu können.[/i] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b] ~= schlafende Königin =~[/b][/color] [I]Herrin über Eis und Schnee, Schlafende Tochter des Drachen, Göttliche Königin des Wintervolkes. Noch ist ihre Seele zur Ruhe gezwungen, in einem starren, leblosen Körper. Verbannt in die Tiefen der uralten Erde Durch den Zauber arger Menschengötter. Doch erwachen wird sie, Wenn das Zeitalter im Sterben liegt Und leuchtende Kinderaugen Ihr dunkles Gefängnis mit Staunen füllen. Wenn gemischtes, noch nie vergossenes Blut Ihrem Herzen neue Kraft geben wird. Und unschlud’ge, reine Kinderlippen Ihr den Lebensatem schenken. Mit brennendem Schwert und loderndem Blick Wird sie wandeln in diesen letzten Tagen, Um der dahin siechenden Welt Ein blut‘ges Ende zu bereiten. Die alten Menschengötter werden erzittern Beim ihrem Ruf nach grausamer Rache Und sterben durch die eiskalte Klinge des Drachen. Drei Wächter seien das Geleit der Königin, die weder Götter noch Dämonen sind Und doch stark, mächtig und unbezwingbar Durch das unsterbliches Drachenblut. Auch ihre Seelen schlafen noch In schwachen, sterblichen Körpern. Zu unzähligen Leben verdammt Ohne die Erkenntnis ihrer wahren Kraft. Doch wenn sie den Ruf der Göttin vernehmen, Und das ew’ge Drachenblut in ihnen kocht Werden sie erneut erwachen, Um das Volk ihrer Herrin zu sammeln Und in die letzte Schlacht zu führen, In der die leuchtenden Menschenstädte Unter der geballten Kraft fallen werden. [/I] [SIZE=1](Dieses Gedicht wurde in einem ganz speziellen Zusammenhang zu einer Geschichte geschrieben...als eine Art Prophezeiung)[/size] |
| Eiswoelfin | [color=royalblue][b] ~= Schatten Kind =~ [/b][/color] [i]Einsam schlafend stand ich am Klippenrand, Unter mir ein graues, lebensleeres Reich, Daß, weit ab von Zeit und Raum, Tief verborgen in meinem eig’nen Traume lag. Und erneut das Grau‘n im Herze mir entflammt, Denk ich im Kerzenschein an jene Nacht. Nur einer unheilvollen Ahnung wegen, Will ich versuchen euch zu berichten, Welch‘ grausam schönes Rätsel ich dort fand. Wie schwer ist’s zu beschreiben, was ich sah, Ein stolzes Land, noch nicht erwacht Und schon dem finstren Untergang verfallen. Vom nebligen Vergessen dicht umhüllt die Ebene, Doch sah ich ihre blut‘ge Frucht erschreckend klar. Hoch über mir, am tränenbleichen Firmament, Stand gleichgültig der Mond mit unheiligem Blick Und badete das leere Reich im einem kalten Licht, Daß noch so voller Reinheit und ungeboren war. In diesem Todesgarten stand stumm ein Kind, Blutjung und noch verschont von Altersschuld. Mit Haut so glänzend klar wie edles Azuritgestein Und Augen die jungen, hellen Sternen glichen, Doch machte mich ihr schwarzer Blick fast blind. So wie der Blutdorn in des Kindes Fingern, Durchstach er meiner Seele, so grausam kalt In Qualen windend ich begriff, bar jedes Mitgefühls Und nur erfüllt von tödlicher Begierde, war dies‘ Kind. Mit unsichtbaren Seelenschwertern fochten wir, Das Kind und ich in atemloser Zwietracht Bis es, im Siege, sich verächtlich lächelnd abwand. Und als des Kindes Blick mich endlich nicht mehr lähmte Sah ich erneut die Leichenschwärme unter mir Mit wonnigem Entsetzen erkannte ich das Angesicht All jener großen Götter, die unsre Welt beherrschten Und hinter ihnen, in stummer Todesprozession Die Völker, einstmals der Welten stolze Zier. Doch noch Zwei lagen in des Kindes Todesbann, Zu seinen Füßen und wie einst im Zeitendunkel Sich haltend und ihre Blicke zueinander, ruhten sie Gleich einem Liebespaar, erstarrt im wilden Tanz, Vater und Mutter im eig’nen Blut, daß schon gerann. Kaum erkannt ich die, die unsre Welt geboren Verschwand das Kind in einem dunklen Schatten Und seine bleiche Stimme hallte peinigend in mir "Auch das Göttliche muß sterben – irgendwann" [/i] [size=1](Dieses Gedicht ist noch nicht ganz beendet, es fehlen noch 2-3 Verse)[/size] |
| Eiswoelfin | ---- |