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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Ufsnáks Lyrik
UfsnákHIer findet ihr also nun meine geistlichen Ergüsse und ich bitte, nein! - ich wünsche sogar [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=40090]Kritik[/url]. Schon jetzt ein Danke an euch. ;)

Dies ist mein Gegengedicht zu "An eine sehr hässliche Jungfrau" von Georg Greflinger. :D

[B]An eine wunderschöne Jungfrau[/B]

Blondes Haar, voll Zier und Locken,
Augen voll Glanze und Verlocken,
Roter Mund, so schön umrandet,
Keiner der Männer ist je drauf gelandet

Sanfte Zunge, liebt die Sprachen,
Nie zum Zanken, aber Lachen.
Rote Wangen, gänzlich knackig,
Will sie kneifen, aber zackig.

Schöner Hals, bestückt mit Ringen,
Arme, die sich um mich schlingen,
Wie ein Kind in Duft gefallen,
Loblied soll um deine Brüste schallen.

Du bist meine Aphrodite.
Als die Schönste dieser Gebiete,
Aller Wohlgestalt ein Spiegel
Soll dein Antlitz zieren meine Siegel.

Lob der Jungfern und der Jugend
Unschuld als die größte Tugend,
Vielfalt angenehmer Sitten.
Darf man dich zum Festmahl bitten?
Ufsnák[b]Venire, videre, vincere et perdere[/b]

Es ist dunkel, es ist Nacht
Sie tragen ihre Tracht
Was auch immer man versucht
Sie kommen

Angst und Schrecken wird verbreitet
Alles von Schreien begleitet
Was auch immer man versucht
Sie sehen’s

Es hofft, wer hoffen kann
Doch tot ist hier fast schon jedermann
Was auch immer man versucht
Sie siegen

Dagegen reden – das tun die meisten
Dagegen wehren – das tun die wen’gsten
Was auch immer man versucht
Sie werden immer siegen

Wenn man nichts dagegen tut
Jeder muss fassen seinen letzten Mut
Was auch immer man versucht
Man kann es schaffen, wenn man nur was dagegen tut
Ufsnákbitte nicht wundern, das ding hier ist ziemlicher Kitsch *g*

[b]Missing You[/b]

Since the first time I saw you
I knew we belong together.
We completed each other perfectly
And we always knew what the other one was feeling.
I could feel your breathing and your heartbeat
When you were close to me.

Now tears are falling down my cheek
And a drop is dripping to a picture of you.
I look at it and just wonder me why?

Why did you have to go away?
Why couldn’t you stay?
Why couldn’t I say goodbye?
Just tell me why!

I miss you, I miss you, oh I miss you so!
Couldn’t you take me with you?
Oh I miss you so!

I miss your voice whispering
“I love you” in my ear.
And while missing your smile I start to cry.
It’s not supposed to hurt this way.
What I fell right now is misery
And I can’t heal it when you’re not around me.

Tears are falling down my cheek (again and again.)
And your picture is getting wet more and more.
I look at it and just wonder me why?

Why did you have to go away?
Why couldn’t you stay?
Why couldn’t I say goodbye?
Just tell me why!

I miss you, I miss you, oh I miss you so!
Couldn’t you stay with me forever and ever?
Oh I miss you so,
‘Cause I still love you!
Ufsnák[b]Fensterblick[/b]

Komm mein Kind, sieh aus dem Fenster
Die Menschen streifen vorüber wie Gespenster.
Vorm Rathaus steh’n Männer stolz mit Schlips und Fliege,
Dahinter sammeln sich Opfer verschiedener Kriege.

Mit Gewalt und Zerstörung aus der Heimat vertrieben,
Zwar mittellos, dennoch Menschen geblieben,
Vegetieren sie vor sich hin
Ohne Perspektive, ohne Lebenssinn.

Die Mäntel vorüberstreifender Menschen sind warm,
Alle müssten sie tragen drei Punkte auf dem Arm.
Blind und ignorant wie sie sind
Sehen sie nicht das sterbende Kind,
Welches neben ihnen im Straßengraben kauert
Und dessen Mutter hilflos um ihn trauert.

Sie zieh’n vorüber,
Müssen schnell nach Hause geh’n.
Draußen wird es trüb und trüber,
Die Hilfesuchenden lassen sie im Regen steh’n.

Zu Haus’ erwartet sie ein reich gedeckter Tisch:
Kartoffeln, Gemüse und frischer Fisch.
Sie fressen und stopfen sich die Bäuche voll.
O mögen sie an den Gräten verrecken!
Ich frage mich, was das ganze soll:
Muss sich das „Menschlich Sein“ so im Menschen verstecken?

Das ist uns're Welt:
Die Reichen horten auch weiterhin ihr Geld,
die Armen erhalten erst gar keins.
Ja, das ist die Ungerechtigkeit unseres traurigen Daseins.

Komm mein Kind, Zeit schlafen zu geh’n.
Morgen wird die Welt hoffentlich besser ausseh’n.
- Nein! Erst will ich dem Kind da draußen geben meine Puppe
und der Mutter reichen etwas meiner Suppe.
- Auf dass dies der Anfang sei;
Wir machen die Welt von Ungerechtigkeit frei.

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