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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Vertrocknete Rosen - mein Garten
NnordyAm ende von 2001...


Es geht mir so gewaltig
auf die Nerven
dieser Balanceakt
Genervtheit und Ärger
Ungeduld und Verletztheit
deine Ignoranz gegenüber
meinen Gefühlen
Er gilt wohl doch, der alte Teufelskreis
An diesem Punkt standen wir
zuvor schon
und wissen beide, was passiert ist
und diesmal wieder –
unaufhaltsam?
Diesmal wieder –
doch endgültig?
Wenn du mir all das zeigst
was ich an dir zu ändern
gewünscht, versucht – und nicht geschafft
das Salz in alte Wunden streust
und treibst mich
zur Flucht...
Vertrocknete Rosen
Geschenke hinter Glas
Gefühle unter’m Eis.
NnordyUnd noch ein paar englischsprachige Versuche...


Fountains Of Paradise

You never did see those
Tears I cried for you
Why did you leave
Before your time has come
You left us here
With nothing
Nothing but the tears
we cried for you

I’ll always remember
those sunny days
the laughter and the fun
we all shared
Those days when we were young
and full of hope
full of dreams
full of plans
but the future –
it faded so quickly

Just one crash
and your life ended
ours continued
with the loss of you
So many years ago
But still this pain
Will it ever go?

Happy memories
shared in eternity
laughter and dreams
warm summer nights
one life beginning
another ending
like yours
Never closing
circle

I remember you
I always will
Memories of you
Staying forever
Living on
with me
and you
Nnordy804

Running through golden fields
Those fields of childhood
Illuminated past
Remembering granny, grandpa
Smiling on me
Feeling love, not fear
Those summer days
They’ll never fade away
Keeping them in my heart
Loving heart…

Running through green fields
Those fields of youth
Illuminated past
Remembering friends, laughter shared
All those dreams
we then had
Feeling hope, not despair
It’ll never fade away
Keeping it in my heart
Searching, longing heart…

Running through those golden fields again
Those fields of grown-up
Illuminated present
Feeling love and hope
Remembering those times
of childhood and youth
Being grateful
They’ll never fade away
Keeping them in my heart
forever, just forever
NnordyKein Gedicht, eher eine Bestandsaufnahme... Aber m.E. passt sie nicht wirklich in die Nebelpfade, daher stell ich sie hier rein, weil das einfach raus muß...


Das dumpfe „Tuuut-tuuut“ aus dem Hörer. Du gehst nicht ran. Dabei musst Du noch gar nicht zum Abenddienst. Aber wahrscheinlich war es die Dienstbesprechung – das wirst Du mir zumindest heute Abend sagen. Oder vielleicht bist Du doch nach Heidelberg gefahren – zu IHR? Dieser Frau, die gleich nach dem Spiel hier anruft – mehrere Male. Mit der Du wohl auch schon – heimlich – telefoniert hast. Mit der Du auf dem Spiel ein, zwei Stunden allein unterwegs warst – in angetrunkenem Zustand. Und das nach dem Vorfall auf dem S. Ich fühle mich alt. Nichtsnutzig. Ungeliebt. Egal was ich tue – es ist nicht recht. Egal was ich versuche – an den bösen Bemerkungen ändert sich nichts. Ich merke, wie ich abstumpfe. Wie mir alles egal wird. Wie ich mich zu nichts mehr aufraffen kann, weil ich nicht erkennen kann, was es bringen soll. Wie ich in einem zähen Sumpf immer weiter versinke, ertrinke – weit weg von jeder helfenden Hand. Habe die lachende Clownsmaske wieder aufgesetzt, meine alte Faszination für bestimmte Leute offensichtlich wieder gewonnen, schaffe es wieder, Leute zu „beeindrucken“, die mich neu kennen lernen. Alles Fassade, alles Show. Ich bin leer. Ausgebrannt. In dem Wissen, in DEINEN Augen nie wirklich etwas geleistet zu haben. In dem Wissen, dass, egal was ich auch tue, es für DICH nie genug sein wird. In dem Wissen, mich an einen Mann weggeworfen zu haben, der nie wirklich ACHTUNG vor mir hatte. Respekt. Der mich je als mehr angesehen hätte als eine ungehorsame Ehefrau = Putz- und Kochsklavin. Ich wollte einen Partner. Ich habe einen Macho-Pascha geheiratet. Und das Schlimmste ist, dass es wahrscheinlich schon immer so war. Dass DU schon immer so warst. Aber ich wollte dein anderes Gesicht sehen, das sensible, einfühlsame – das Du mittlerweile nur noch fremden Frauen gegenüber zeigst, während Du all meine „Schwächen“ (in deinen Augen) mit beispielloser Rohheit ins Licht der Öffentlichkeit zu zerren verstehst. Faul. Liederlich. Verantwortungslos. Unfähig. Ich komme Dir entgegen, versuche es – doch Du ziehst Dich immer weiter auf deinen Thron zurück, umgeben von kleinen Mädchen, die Dich anhimmeln, als wärest Du ihr Traummann. Wenn die wüssten – doch selbst das spendet mir keinen Trost. Ich habe es gewusst. Und doch schmerzt es, wenn ich diesen Zettel lese, den SIE Dir geschrieben hat. Steht nicht viel drin – aber die Aussage auf dem Umschlag ist es, die mir zu denken gibt. Erinnerung... Was ist auf dem Spiel passiert, zwischen Dir und ihr? Habt ihr wirklich...? Und wenn – dann sind wir ja wohl endlich quitt. Wenigstens ist sie einigermaßen ansehnlich – im Ggs. zu dieser hässlichen Schnecke auf dem TS... Unfassbar. 3 Wochen vorher erzählst Du mir noch auf welch hohem Podest ich doch stehe...
Ach je, was will ich eigentlich. O ja, wahrscheinlich bin ich schuld. Weil ich in Dir den Prinzen sehen wollte, der Du immer vorgibst zu sein. Weil ich dachte, Du kannst es sein. Doch es ist – wie immer bei Dir in deinem ganzen Leben – nur schöner Schein gewesen. Nicht real. Niemals real. Egal wie sehr ich es mir wünschte. Ich wäre bereit gewesen, viel, wenn nicht fast alles, dafür zu geben. Und Du nimmst. O ja, mit vollen Händen. Und schmeißt mir den Abfall ins Gesicht. Partner. Mann, Frau. Man könnte meinen, es seien nur Begriffe. Doch für Dich sind sie viel mehr. Du formst sie so, wie Du sie haben willst. Und erwartest, dass ich mich mit verbiege, bis es „passt“. – Ein dumpfer Schmerz, kaum noch wahrnehmbar. Resignation. Stagnation. Stumm. Das Licht geht aus. Der Vorhang fällt. Friedhof meiner Gefühle. Friedhof meiner Träume. Jenseits der Friedhofsmauer liegt die Leere einer Zukunft, die mich erschauern lässt...
Nnordy1000 Farben Grau

Langsam geht sie durch die Straßen
Den Blick gesenkt, das Haar verwirrt
Gedanken die nie fliegen durften
Schritte unter denen das Glas erklirrt
Kein Licht bescheint den Weg
Vor einer Mauer bleibt sie steh'n

Die Welt erstrahlt in 1000 Farben
Die Tag für Tag in Dir erstarben
Grau ist sie nun, wie kalter Stein
Bis Du am End' aufhörst zu sein

Ein Blick aus grauen Augen
Sieht das Land jenseits des Steins
Es scheint ihr schon so lang verloren
Die Mauer wächst am Rand des Seins

Die Welt erstrahlt in 1000 Farben...

Wenn das Licht erlischt
Wenn all die Farben gehen
Und wenn es dunkel wird
Dann wirst Du verstehen
Und wenn die Einsamkeit
Mit klammen Fingern nach Dir greift
Dann wirst Du verstehen
Wirst Du endlich sehen
Wirst Du endlich... sehen

Die Welt in 1000 Farben
Die Tag für Tag in Dir erstarben
Grau ist sie nun, wie kalter Stein
Bis Du am End' aufhörst zu sein

Eine Träne glänzt im Sternenlicht
Sie wendet sich um, verläßt den Ort
Schritte, die ungehört verhallen
Gedanken, ewiglich im Kreis gefangen
Stein um Stein und Zeit um Zeit
Bis sie vergeht in Dunkelheit

Die Welt erstrahlt in 1000 Farben
Die Tag für Tag in Dir erstarben
Grau ist sie nun, wie kalter Stein
Bis Du am End' aufhörst zu sein...

c/p by Nnordy/Experiment Nnord, 2004
NnordyELEMENTAR

Nimm nur uns're Liebe
und teile sie durch zwei
Wasch das Blut von Deinen Händen
und belasse es dabei
Denn Du bist wie das Feuer
das die Luft zum Leben braucht
Und ich bin wie die Erde
aus der Dein Odem haucht

Das Wasser fließt an jeden Ort
Das Feuer brennt ewig fort
Die Luft sie trägt jeden Duft
Die Erde hört den der sie ruft

Nimm nur unser Leben
und reiße es entzwei
Wasch das Blut von Deinen Händen
und fühl Dich endlich frei
Denn Du bist wie die Flamme
die an meinem Körper zehrt
Und ich bin wie die Erde
hab verlernt wie man sich wehrt

Schöpf eine Hand voll Wasser nur
Und gieße sie auf Sand dazu
Schau in der Kerze Flamme dann
Und reich mir Deine Hand...

Himmel und Erde
Wasser und Luft
Folgst Du ihr ins Feuer
wenn sie ruft?

Erde und Himmel
Wasser und Luft
Folgst Du mir ins Feuer
wenn ich ruf'?

Schöpf eine Hand voll Wasser nur
Und gieße sie auf Sand dazu
Schau in der Kerze Flamme dann
Und reich mir Deine Hand...


c/p by Experiment Nnord 2004

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