| pinguinfreund | Überrascht stelle ich fest, dass ich sogar einen stift mithabe. Und so sitze ich hier, unfähig zu weinen, unfähig zu schreien, unfähig, meine taten zu verteidigen und voller angst, unfähig zu werden, sie zu kontrollieren. selbst hier zwängt sich mir noch der mantel der hoffnung auf, den ich nicht mehr ablegen kann. doch nichts möchte ich mehr, ich möchte ihn ablegen! aber er ist zu eng. nicht hoffen will ich, ich will abschließen. ich bin unfähig, ihn einfach von mir zu reißen, denn der mantel ist ja doch so schön... ich habe das gefühl, dass mich dieser mantel frieren macht und nicht die kälte um ihn. die sonne scheint doch, ich brauche ihn nicht. vielleicht heißt der mantel ja sehnsucht und nicht hoffnung. ist es die sehnsucht oder die nicht serben wollende hoffnung, die mir den hals zuschnürt? ich muss ihn ablegen, ich muss, doch ich kann nicht. der allgemeine glaube, dass mäntel wärem, hält auch mich fest und ich ich halte mich an ihm fest, und wenn ich dabei umkomme. zu oft habe ich ihn ausziehen woll, doch immer kam er von irgendwoher wieder zurück um meinen leib und dort hält er sich fest. und so warte ich auf einen winter, in dem er mir helfen wird, statt mich zu ersticken... |
| pinguinfreund | Vor dem Sturm In den nächsten Wochen werden wir kochen! kross durchgebraten und ich will dir raten, dich anzuziehn und auszuharren. Zum Lohn gibt's keine teuren Barren in eine goldnen Truhe Doch vielleicht ein wenig Ruhe! Denn sind wir erstmal gar wird die Sehnsucht auch schon rar. |
| pinguinfreund | Die Liebe Sie kommt nur auf nen Sprung vorbei wir knieen vor ihr nieder und ist sie wegm sind wir lang nicht frei wir wolln es immer wieder! Es klingt nach einer bösen Sucht, so ist es mit der Liebe: nur in ihrer kurzen Flucht gestillt sind unsre Triebe. Und wie mit allen großen Drogen hält sichs auch mit ihr: Schweben wir in ihren Wogen, dann gleichen wir nem Tier. Doch alle der Rausch hält nun mit Glück wenn's hochkommt 'n paar Stunden und ist's vorbei muss man zurück mit frisch gerissnen Wunden. Diesen Schmerz, der nimmer heilt nennt man gemeinhin Sehnsucht. Der Rausch, der bei uns kurz nur weilt, der holt uns aus der Schlucht. Der Mensch ist nicht für Lieb' gemacht so sieht man immer wieder man kann nur warten, bis es kracht und alles liegt darneider. Von alledem bleibt nur die Sucht. Was schließen wir daraus? Wirbleiben tief in kalter Schlucht bis Lust uns holt heraus. |
| pinguinfreund | [I]so, hier ne spontandichtung, macht damit was ihr wollt, der text spreicht für sich. [/I] Ich hab mal nen üblen Fehler getan den ich noch sollt bezahln Denn er brachte mich nur weg von dir Nun sitz ich einsam hier. Ich such den Weg, ich will zurück zu dem, was wir da nannten Glück. Dieses Glück, das wird mir nun zur Last zur Entfernung von der süßen Rast. Zum Früher lief ich gleich wieder hin doch wollt sie nicht so wie ich bin. Auf jeden Schritt, den ich wollt gehn entfernte sie sich gleich auf zehn. So komm ich wohl nie mehr dahin, das Laufen macht hier keinen Sinn. Der Platz der heut noch ihrer ist, wird wohl, so schwer es manchmal ist, recht lange bleiben leer. |
| pinguinfreund | Unerwünschte Wünsche Du fühlst dich unbeachtet, doch ich, ich achte dich. Du fühlst dich unbetrachtet, doch mein Blick verfolgt nur dich. Auch fühlst dich ungeliebt, ich dürfte dich gern lieben. Du fühlst dich unverstanden, doch ich verstehe dich. Du denkst, dass keiner an dich denkt, meine Gedanken sind auf dich beschränkt. Du fühlst dich so oft übergangen, doch deine Schönheit möcht ich fangen (und wärs auch nur für eine Nacht), doch du, du fühlst dich ausgelacht. Du fühlst dich dennoch ungesehn, während ich mir wünsche, aufzustehn und zu sagen, was ich möchte. Doch bleib ich unten, weil's nichts brächte und weil du es wünschst. |
| pinguinfreund | Auf Reisen Wieder eine neue Reise wieder kenn ich nur das Ziel der Weg verborgen in düstrer Weise Vielleicht will ich ja nur zu viel. Doch lasst mich nur nac Sternen greifen; wenn ich wiedermal nur Steine finde, werden die Gedanken schweifen als blickt' ich schon des Glückes Rinde. Wann ich aufwach, ist egal, Pech findet man überall. [I]das hier war auch sone sache, die ich im zug geschrieben hab, man merkte es ihm vielleicht an[/I] |
| pinguinfreund | Falsch zu verstehen Richtig ist wichtig! Wichtig ist richtig. Richtiger Schnee, 'ne richtige Fee. Es ist richtig, zu sterben. Es gibt richtige Scherben. Es ist richtig, das Falsche zu tun. Es ist richtig, niemals zu ruhn. Es ist richtig, aufzugeben. Es ist richtig, ewig zu leben. Sie richtig, deine Qual. Ich sah nen richtig großen Wal. Wer diktiert dir hier das Recht? Tut mir leid, ich kann's nicht, echt. |
| pinguinfreund | [I]"Mit messerscharfen Worten[/I] [I]stechen wir auf uns ein[/I] [I]zerschneiden unsre Liebe[/I] [I]wir sind hilflos dabei."[/I] [I]Die toten Hosen, Herz brennt[/I] Messerhand Ihre Seele wollt' sie heilen, meine messerscharfe Hand. Lange wollte sie dort weilen, zu versüßen das geschund'ne Land. In der gedachten Heiligkeit ging meine Hand recht oft zu weit. Dass sie doch ein Messer war, das nahm die Hand erst gar nicht wahr. Als sie jedoch zum Messer wurde begang sie dort an 1000 Morde, stach ihr mitten in das Herz und spürte nun erst ihren Schmerz. Die Hand machte das Land kaputt. Später dann gab sie es zu. Als sie schon stand im dunklen Schutt, stach sie trotzdem immer wieder zu. Doch wollte die Hand nur Gutes tun und konnte einfach nicht mehr ruh'n. Sie konnte noch nicht damit brechen: mit dem Heilen und dem Stechen. Eines Tages sah's die Hand dann ein und gab sich hin der vollen Pein: Sie gab ihr Scheitern offen zu, sie ließ das Mädchen nun in Ruh Und sah sich lange nicht mehr um. |
| pinguinfreund | Freunde Was man auch so alles sieht auf dem freundschaftlich Gebiet, das wichtigste steht dort geschrieben, wo wir immer sind geblieben; wir verweilen zwischen den Zeilen. Doch nun ist alles recht verwisscht, Zeilen haben sich vermischt mit Fragen, nur nach Worten, nicht mehr nach Gefühl und Orten. Die gibt es doch immernoch? Man wird auch nicht mehr ernstgenommen, sieht sich bloß noch an, benommen, jeder Schrei wird registriert, zur Antwort wird man angestiert. Ich rede wie krank gegen eine Wand. Doch irgendwann sieht man sich wieder, führt euch auf nicht allzu bieder! Der Krieg hat keinen Sinn und bald ist das alles grau und alt. Doch bitte, lasst es heute sein, ich fühl mich ohne euch allein. |
| pinguinfreund | [I]"Sag ja zum Leben. Sag ja zum Job. Sag ja zur Karriere. Sag ja zur Familie. Sag ja zu einem pervers großen Fernseher. Sag ja zu Waschmaschinen, Autos, CD-Playern und elektrischen Dosenöffnern. Sag ja zu Gesundheit, niedrigem Cholesterinspiegel und Zahnzusatzversicheruungen. Sag ja zur Bausparkasse. Sag ja zur ersten Eigentumswohung. Sag ja zu den richtigen Freunden. Sag ja zur Freizeitkleidung in passenden Koffern, ja zum dreiteilgen Anzug auf Ratenzahlng in hunderten von scheiß Stoffen. Sag ja zu Do-it-yourself und dazu, dass du am Sonntagmorgen nicht mehr weißt, wer du bist. Sag ja dazu auf deiner Couch zu sitzen und dir gehirnlähmende Gameshows reinzuziehn um dich dabei mit scheiß Junk-Fraß vollzustopfen. Sag ja dazu, am Schluss vor dich hinzuverwesen, dich in einer elenden Bruchbude vollzupissen und den missratenen Egoratten von Kindern, die du gezeugt hast, damit sie dich ersetzen, nur noch peinlich zu sein. Sag ja zur Zunkunft. Sag ja zum Leben!"[/I] [I]Trainspotting[/I] Bessere Menschen Du sagst mir wie der Kuchen schmeckt den der neue Bäcker bäckt. Dann hör ich wie du lauthals schreist, wenn dich eine Mücke beißt. Der Kuchen intressiert mich wirklich sehr und dein Mückenstich, ach der noch mehr! Im Fernsehn seh ich Dieter Bohlen unsre neuen Helden holen! In Falkenstein geklaut ein Pferd und ein Schaf, das Fahrrad fährt! Ein Unwetter fegt über Bonn, oh bitte, gebt mir mehr davon! In der Zeitung les ich was von Glück, neben: "SIE will ihren Hund zurück!" Im Radio hör ich schöne Lieder, Über Freiheit, immer wieder, ohne zu wissen, was es heißt. Ich will mehr, auch wenn es beißt! Also lasst mich hören von den Dingen, die uns als Volk so weiterbrigen! Von Autos, Häusern, FKK, buntes Leben, ich sag ja! Ich will an dir zugrunde gehn, will die Schönheit nicht mehr sehn. Oh ihr großen, lasst mich rein, so wir ihr, so will ich sein! |
| pinguinfreund | [I]so, das hier ist inzwischen n paar tage alt und auch nur so in der bahn geschrieben, dafür sehr allgemeingültig, was meine gemütslage angeht...[/I] Müde Müde wach ich auf am Morgen, mich plagt kein Kummer, keine Sorgen, weil ich müde bin. Ich gehe meinen langen Weg, doch alles scheint mir äußerst schräg, weil ich müde bin. Um mich rum wär es so schwer, doch ich bin jetzt noch völlig leer, weil ich müde bin. Ich grüße dich und seh dich nicht, vergesse morgens jede Pflicht, weil ich müde bin. Draußen ist es grell und laut, doch in mir drin wird noch gebaut, weil ich müde bin. Doch langsam geht die Sonne auf, Sorgen kommen, ach, zuhauf! Ich lauf nicht mehr, ich renne nur, meinen Pflichten auf der Spur. Den Weg zum Glück, den such ich noch und fall dabei in jedes Loch und derer gibt es viele. Hektik herrschit in diesem Spiele: Wach auf, renn los! Und Junge, man, beeil dich bloß! Die Ruhe wurd bestraft mit Hieben, wär ich doch nur im Bett geblieben... |
| pinguinfreund | Also ich weiß ja, dass das total dumm kommt, aber ich hab halt keinen schimmer wie ich euch nen vernünftigen Link zu meinen Textkritiken geben kann, naja, darum eben so: also zu den [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=39643]Kritiken zu dem Mantelzeugs[/URL] kommt ihr dann halt so... langsam beginne ich hier durchzusehn... wie auch immer, geht auf den Link, wenn ihr an den Seiten IRGENDWAS auszusetzen habt. würd mich freuen. bis denn dann der pinguinfreund |
| pinguinfreund | [I]Also, an sich wollte ich das hier nie reinstellen, es ist nun einen Monat alt, doch vielleicht immernoch aktuell. Ich hatte erst Bedenken, doch diese sind nun, vielleicht verflogen, vielleicht treibt mich auch nur der späten Stunde Übermut. Aber okay, machen wir mal kein Drama draus.[/I] Vom nimmersatten Loch In ein tiefes Loch drohtest du zu fallen, am Rande stehn sah ich dich vor allem. Ich wollt dich retten, wollt dich fassen, wollt so lang nicht von dir lassen, bis du dich am Leben freust. So zog ich dich ans warme Land und die Berührung deiner Hand ließ mich nicht ungerührt. Bald schon habe ich gespürt, wie ich dich lieb. Doch nach zwei schönsten Wochen meines Lebens war alle Liebesmüh vergebens. Und unter unsrer Liebe Joch standen wir vorm großen Loch aus dem ich dich gezogen. Am Rande warten wir verliebt auf Dinge, die es nicht mehr gibt. In der Liebe bist du nicht zu fassen, doch ich kann doch noch nicht von dir lassen, trotz des tiefen Lochs. Nach Wochen warend wir uns fremd ich trug nun stets das letzte Hemd. Ich weiß nicht mehr, wo ist das Loch? Fielst du oder tu ich es noch? Verwirrtheit macht sich lang und breit... [I]PS: okay, nach dem lesen und hinzufügen der letzten strophe weiß ich, warum ich es nicht hier rein geschrieben hab: das metrum ist schrecklich, der inhalt verdammt persönlich und jedes gedicht hat ne waisenzeile (ich mag waisenzeilen ja, aber dennoch kommen sie scheiße). was solls, ich wollts nur sagen, damit ihr wisst, warum und dass es so alt ist.[/I] |
| pinguinfreund | So, nur mal zum Test und zum Dank an mistress9 für die ratschläge. Bis denn dann der pinguinfreund |
| pinguinfreund | [I]Hey, beim durchblättern meines Notizbuchs fiel mir doch glatt noch ein weiteres altes Gedicht auf, dass wohl eines Eintrags würdig ist.[/I] Wo ist das Problem? Liegt nun das Problem im Was oder im Wem? Im Huhn oder im Ei? Im Topf oder im Brei? Im Fuß oder im Schuh? In der Milch oder der Kuh? Rührt denn nun der Schrei von Gefangen oder Frei? Von Abstinenz oder vom Triebe? Vom Hass oder von Liebe? Vom Stehn oder vom Liegen? Von Krieg oder von Frieden? Kommt denn alle Not vom Toast oder vom Brot? Von Apfel oder Baum? Vom Alp oder vom Traum? Vom Zebra oder Streifen? Vom Auto oder Reifen? Liegt nun alle Last im Zweig oder im Ast? Im Töten oder Morden? Im Kreuz oder im Orden? Im Dampf oder im Rauch? Im Busch oder im Strauch? Ich kann dazu nur sagen: Es kommt von diesen Fragen! [I]PS.: Ich bin keineswegs gegen das Philosophieren, wer mich kennt wird wissen, dass das Gegenteil der Fall ist, auch bin ich nicht gegen "diese Fragen", dennoch gefiel mir der Schluss. Also ist es ausnahmsweise kein autobiographisches Gedicht, nichtmal eins, dass ich für wahr erachte, einfach nur ein Produkt aus überschüssiger Lust, zu schreiben.[/I] |
| pinguinfreund | [I]Ach wo ich schon dabei bin, alte Gedichte auszukramen, hier noch zwei.[/I] Toastbrot Ich bin doch nur ein Toaster, der euch das Toastbrot wärmt. Auf mir, da seht ihr Muster, ich hab sie nie gelernt. Wieder fließt der Strom in mich, ich wandle ihn in Wärme, die von dem Toastbrot wich. In mir drin Gedärme Die euer Brot kross braten. Mir tuen sie nur weh, doch euch hat man geraten: Die Zeiten sind passé, des ungetoas'ten Brots! Nutzt mich heute nur zum Toasten, Irgendwann brate ich euch, und selbst von euch den allerrohsten, der mich hat konstruiert! [I]So, das folgende hab ich echt in der Küche geschrieben, als ich Zwiebeln geschnitten hatte, und versuche bis heute, da was sinniges, tieferes für mich reinzuinterpretieren, doch vergebens. Vielleicht kann es ja irgendwer hier, Vorschläge nehme ich gern entgegen... (;[/I] Küchenszene Es duftet, es duftet nach Bratenfett. Die Zwiebeln liegen schon auf dem Brett! Doch du sitzt wieder da und weinst, ich weiß echt nicht, was du meinst. Zwiebeln ist man doch geschnitten!? Ich kann dich heute nur noch bitten, mit dem Heulen aufzuhörn und das Mittag nicht zu störn! Beißt dich auch der Zwiebelsaft: In der Mahlzeit liegt die Kraft! |
| pinguinfreund | [I]So, das nächste ist zur Abwechslung mal nicht zu 100% autobiographisch, vielleicht die erste Hälfte, naja...[/I] Der Entschlossene Ich seh dich klar und deutlich traurig weinen viel zu häufig. Manchmal lächelst du mich an, wie ich's dir nie zurückzahl'n kann. Auch du siehst mich Tag für Tag wie ich ohne Sinn nur klag. Wie ich viel zu häufig lache und 1000 dumme Sachen mache. Wir sehen uns. Wir lieben uns. Wir grüßen uns und kennen uns. Doch eine garstig dicke Scheibe lähmt und trennt uns alle beide. Sie steht nur blöde vor dir rum Und lächelt, grinst, doch bleibt sie stumm... Und wie ein Irrer werf ich 'nen Stein; schlag das grause Glas so ein, was dahinter, ist nun mein... |