| rainraven | nur in meinem herzen der sturm und der regen der herbst vergänglichkeit regentropfen welke blätter matter glanz ein vergessenes grab tief in mir birgt eine schale scherben der erinnerung helle, warme augenblicke ganz privat mein schatz in ewigkeit und dunkle scharfe splitter erinnerung tut weh ein sturm tobt in mir niemals wird etwas nach außen dringen ich berge meine erinnerung alles, was mir blieb nur in meinem herzen gehörst du mir im bittersüßen schmerz meiner gedanken die schalen schließen sich und schließen dich ein tief drin in ewigkeit ein feuer brennt fest verschlossen doch ewig unentwegt ich trage dich in meinem herzen ein schmerzvoller schatz alles, was mir blieb |
| rainraven | du lebst (der herbststern) einsamer herbststern im abendrot tautropfen auf fünf strahlen einsame krähe suchte den ausweg in der ferne im vergessen in meinem herzen brennt das feuer der erinnerung des nichtvergessens und der schmerz die abendsonne bricht sich funkelnd in den regentropfen leise schwingt der stern im wind einsames herz die wunde blutet wieder gedanken reisen mit der krähe einsame tage trostlose zukunft nur die hoffnung bleibt zurück du lebst |
| rainraven | der lange weg gehofft gefragt gewartet zu lange schon der mut erstirbt die hoffnung schwindet die kraft verbraucht kein platz für trauer und schmerz im alltag unverständnis ablehnung, wut und spott doch ich kann nicht weitergehen ich kann nicht wenden was soll ich tun in dieser leeren welt ohne je ein wiedersehen mein verstand begreift nicht und mein herz läßt nicht los irgendwo da draußen bist du du bist nicht staub und asche es ist kein ende nur ein abschied und der schmerz ist ebenso nur? ein abschied ich gehe diesen langen weg ohne ein zeichen von dir ohne gewißheit doch niemals ohne hoffnung niemals ohne schmerz niemals ohne dich diese drei Lyrics sind dem großen Raben gewidmet, den ich im Osten aus den Augen verlor...irgendwann im Abendrot |
| rainraven | sehnsucht dunkler vogel sehnsucht hüter des abendrots deine schwingen bringen schmerz dein bleiben heißt erdulden die wasser steigen höher in der luft liegt veränderung trostlos ist der alte ort und doch ist er heimat dunkler vogel sehnsucht stets auf der reise haltlos, heimatlos unglücklich glücklich was soll ich tun? leiden, dem vogel folgen leiden und bleiben dunkler vogel sehnsucht ein verharren im schmerz |
| rainraven | sterne (für die nacht über meinem hof) sterne ihr habt mich begleitet auf meinem weg habt ihr mich getröstet in mancher nacht sterne freunde in der dunkelheit stille, sanfte nacht der schleier des vergessens und vergebens sterne so frei und seit ehedem immer noch dort wenn ich schon lange nicht mehr bin ihr seht mir zu sterne langsam nehme ich abschied von euch von der freiheit und der kalten, klaren nacht sterne wo werdet ihr sein zwischen den mauern der stadt die mauern meines käfigs ihr werdet warten müssen auf mich sterne |
| rainraven | Rabengedanken 1 ...Auch ich werde wieder dabeisein mit meiner ewigen Liebe das Zelt teilen wissend, zu wem ich gehöre und so unendlich nahe an der Versuchung und doch so fern nur Zelte entfernt doch vergebens vergeben wir beide schwarz ... und der Rabe blickt steinern öffnet die Flügel und macht sich auf den Weg auf den ewigen Weg Rabengedanken 2 Es kann nicht ewig regnen, sagte die Krähe doch diesmal irrt der Totenvogel von nun an wird es ewig regnen einen Verlust habe ich zu tragen wie ein leerer Abgrund liegt die Einsamkeit vor mir Der letze Tanz des Abends gehört nur Dir alleine Im Regen werde ich tanzen daß niemand meine Tränen sieht Der Regenbogen Doch irgendwann versiegt die Himmelsflut und durch die Wolken bricht das Licht Brennt mein Herz noch in Schmerzensglut Ich weiß, Dein Herz, es leidet nicht Der neue Morgen ist für Dich erstrahlt Du teilst Dein Leben mit der Freude Ich wende mich den Schatten zu Ich bin das Gestern, Du das Heute Nur durch den Regen können Blumen blühen Manches stirbt, dafür darf Andres leben Den Regenbogen zieh ich Dir Als Zeichen: Ich hab Dir vergeben ...hab schon bessere Lyrics gemacht, aber diese drei fanden sich sozusagen nacheinander spontan zusammen und ergaben einen Handlungsstrang |
| rainraven | löwe stich süße wunden in mein herz löwe laß mich die kälte spüren ohne mich in eurer welt laßt den vogel gefangen sein im käfig zwischen wahrheit und pflicht in der nähe des feuers das tötet und nährt aufgespießt auf rosendornen dornenkränze um sein herz mach mich zum opfer der verzweiflung löwe |
| rainraven | verloren du bist der mann im anderen fenster nur von fern berühren wir uns meine lippen treffen deine für einen moment du krähenschwarzes haar augen blau wie eis mit einem wort machst du mich süchtig ich bin dir verfallen abend für abend du bist der wolf und der abgrund du bist die sonne und der regen der nebel und die nacht und ich bin verloren verloren |
| rainraven | the abyss gesichter der nacht und eines davon bist du gesichtslose freunde schweben vorbei einander fremd einander fern und doch für momente einander nah der abgrund bewahrt die gesichter vor der nähe der abgrund schafft die nähe geheimnisvolle fremde tritt nicht zu nah an den abgrund bevor du stürzt ein schritt zuviel ich denke an dich nun weiß ich bescheid |
| rainraven | www-longing-com (eigentlich wird der Titel mit Punkten getrennt, aber dann gibt das gleich einen Link auf irgendeine Reiseseite, und das ist nicht meine Absicht) tränen aus glas und blicke mit dem wind gesendet auf den spuren die die vergänglich elektronisch sind ein blick ein ein wunsch ist alles was mit bleibt ein virtueller kuß ein wort, das sich in ein fenster schreibt meine ausgestreckte hand berührt sanft dein gesicht zerpixelt unter mattem glas du siehst mich nicht nacht für nacht ein verbotenes rendezvous der virtuellen sehnsucht und der mond sieht schweigend zu die letzten drei Lyrics sind all denen gewidmet, die sich auch schon irgendwo im Chat verloren haben... |
| rainraven | Es folgen einige meiner älteren Gedichte (1995-97) Ödland Langsam lichten sich die Nebel Staub in drückend grauen Wolken Der langsam nur verfliegt Gibt frei den Blick Nach vorn, denn nichts kehrt wieder Von einer Welt die in Trümmern liegt Ich kam mit dem Morgengrauen Trotzte dem wechselnden Wind Und werde mit dem Abendrot verschwunden sein Die steinigen Äcker Die dornigen Wege Geht man stets allein Ein Lachen in den Augen Auf den Lippen Zu Eis erstarrt Das Herz voller Blumen Oder Seen aus Feuer Sieht niemand Den außen der Panzer wächst hart Ich suchte die Sterne Die nicht mehr leuchten Dennoch habe ich sie gesehn Auf Euren Händen Lerne ich den Weg ins Dunkel Über solide Brücken zu gehn Tränen, gesät vor langer Zeit Wachsen in toten Äckern und Erden Zu Bäumen heran An denen sich die wunde Hand Im Sturm festhalten kann Über den unzähligen Scherben Wachen Krähen als stete Begleiter Siehst Du nach vorne, siehst Du zurück Am Ende steht ein neuer Anfang Und mit den Krähen ziehe ich weiter Für Groß F, der nicht mehr zuhört und den Raben mit den braunen Augen - wir haben einander gebraucht, und es war gut. |
| rainraven | Sterne fallen Ein Stern fällt vom Himmel Und niemand, der ihn hält Nacht für Nacht am Firmament Tag für Tag bricht ein Stück Von meiner Welt Niemals wieder fließt der Fluß Durch meine ausgestreckte Hand Wie einen seltenen Stein am Ufer So finde ich niemals mehr Einen zweiten solchen wie ich fand Sterne verglühn zu Asche Und aus Pfützen vom heutigen Regen Leuchten sie mir immer noch Wie die Augen, die ich liebte Wehmutsvoll entgegen Wo sind die Hände, die mich hielten? Die Schulter, an die ich mich lehnen kann? Ich dachte, der Schmerz sei vorüber Doch es scheint Er fängt jetzt erst an Und über den Feldern weht der Wind Ist schon ein Jahr vergangen? Der Schmerz bleibt derselbe, nur Ihr seid andere Einen nimmt der Wind mit sich Zwei brachte er zusammen Ich bin es, die er mit sich nahm Die bitter in der Kälte fror Zähl die Tropfen Blut, die ich vergoß Auf meinem langen Weg Für jeden einzelnen, den ich verlor Von all den Wegen vor mir Konnt ich keinen einzigen zu Ende gehen Ich gab soviel, doch bekommen hab ich nichts Als ein, zwei Momente Sternenlicht Die mit dem Wind verwehen So mittendrin im Strom des Flusses Und anscheinend doch stets daneben Liegt ein Stein bleischwer Ich, kniend mit leeren Händen Was ich hatte, hab ich gegeben Geblieben ist der Acker Das Abendrot, die Scherben und die Raben Wird dieses Heute Aus zu Staub zerfallenen Träumen Ein Morgen für mich haben? Die Blumen in meinem Herz Hat man mir nach und nach genommen Sie blühen anderswo viel schöner Ich frage das ruhelose Wasser: Wo bin ich hingekommen? Warum leuchten Euch hell die Sterne Und warum fallen sie für mich? Der Bach fließt schweigend Die Eule sieht mich wissend an Die Antwort behält die Nacht für sich. |
| rainraven | die welt nimm für einen moment die welt von deinen schultern deren gewicht du trägst hebe für eine sekunde den schleier schwerer träume vor deinen augen und schau mich an laß uns das gewicht der welt zusammen tragen vertraue mir |
| rainraven | wieder wieder hast du den spiegel zerschlagen wieder fallen scherben durch meine hände zerschneiden mein fleisch blut auf den scherben die scherben meines herzens |
| rainraven | die sterne ohne dich weißt du noch einst sagte ich ich möchte sterne zählen gehn in einer lauen sommernacht in stillen bergeshöhn die zeiten ändern sich doch nicht das sternenlicht du liegst alleine dort am see und wartest, doch ich komme nicht manche dinge sind nicht zu verzeihn so bleiben du und ich allein und kommentarlos schweigt das kalte vollmondlicht ich seh die sterne ohne dich |
| rainraven | regenvögel aus angst und verzweiflung ließ ich den regenvogel fliegen doch nun sitzt er auf deiner schulter und es regnet unaufhörlich noch schlimmer niemals wollte ich eine seite sein im buch deines gebrochenen herzens stattdessen wollte ich alle seiten herausreißen und verbrennen ich habe das gegenteil erreicht zwei regenvögel einer für jeden von uns und sie beugen unsere schultern und lassen es regnen bitte verscheuche die vögel und laß es nicht ewig regnen ich will dich festhalten und die risse kitten jag die vögel fort und laß die sonne wieder scheinen dieses ist nicht so toll, aber von diesem her rührt mein Nick im Forum. |
| rainraven | und dieses wurde inspiriert von dem Bild "Floß der Medusa" von Theodore Gericault Das Floß der Medusa der lange dunkle sommer gleicht medusas floß beladen biegen morsche planken sich schleppen, stöhnen fürchterlich wird die verzweiflung übergroß meine schwachen hände greifen nach der welt gewitter, hagel, sturm und leid über meeren der unendlichkeit nichts, was das floß zusammenhält erbarmunglos die wellen reißen über verlornen seelen möwen kreisen wo ist der abgrund dieser erde mein floß hält zu aufs falsche ziel genommen alles, geblieben ist nicht viel ich weiß, daß ich ertrinken werde |
| rainraven | Erkenntnis Den Stürmen eines ganzen Lebens Hielt ich tapfer stand Ließ sie an mir vorübergehen Und hoffte auf der anderen Seite Der Gewitterwolken Auf ein Wiedersehen Von all den langen Wegen Durch Angst, durch Schmerz Und durch Verzeihn Sollte der letze An jenem Frühlingsmorgen Der schwerste sein Ich sah die letzte Hoffnung Wie sie auf weißen Schwingen meiner Welt entschwand Nichts ist härter zuzugeben Als das, was ich Letztendlich doch verstand Ich sah die Sonnenstrahlen In den grünen Augen Des Vogels, den ich dereinst fing Und verlor Was ich noch hatte Denn mein Vogel Trägt Deinen Ring. |
| rainraven | unsterblich unsterblich bist du in meiner erinnerung unsterblich deine präsenz unsterblich schön warst du und nun zahle ich bitter den preis des verlustes unsterblich warst du heiter, wirr und genial unsterblich und einzigartig unsterblich ist nun der schmerz in mir wie dein neues leben und deine seele unsterblich ist nur meine liebe zu dir Für mein kleines E. und den großen R. |
| rainraven | willkommen ein neuer morgen ein grauer tag voll regen ein neuer abschnitt ein neues leben das diesen namen nicht verdient ein sein voll schmerz und resignation es gibt keinen anderen weg doch wenigstens führt dieser weg mich an dir vorbei ich stehe bei dir regentropfen laufen über dein totes gesicht langsam fange ich an es zu glauben weil ich erkenne daß hoffnung lüge ist und daß es kein leben gibt nur existenz und bitterkeit ich weine für einen sommer, der keiner ist für ein leben, das dies nicht ist für eine hoffnung, die am sterben ist und für eine liebe die keine sein sollte aus dem fenster meines grabes sehe ich hinüber auf dein grab willkommen willkommen im leben das keines ist T.R. |
| rainraven | feuerauge all die jahre all die nächte umkreisten zwei vögel sich plötzlich schien ein feuer auf und ich erkenne dich fatal, zu spät und ungewollt die stricke verwinden sich wer hat wen und was gefangen alles bindet mich deine augen, deine worte sagen dinge, die niemals geschehen schmerzhaft süß ist die gewißheit bei jedem wiedersehen feuerauge, feuerherz warum tust du uns das an warum läßt du sehnsucht zu die keine zukunft haben kann in mir trage ich dein feuer doch ich trage auch den schmerz warum mußte es geschehen warum gab ich dir mein herz? niemals kommen wir uns näher ich bin verwirrt ich bin allein feuerauge, was bist du und was wird mit uns beiden sein? feuerauge T.R. |
| rainraven | feuerauge II wolken, die vorüberziehen verdecken die sonne höhen und tiefen sonne und regen und wieder licht stärken und schwächen nehmen und geben wir brauchen einander nicht, und doch schon irgendwie... es geht mir gut es ist vorüber und ich bin froh alles ist wie zuvor und doch nicht alles manches ist anders... ich denke an dich ich sorge mich und ich freue mich ungewißheit und gewißheit und selbst alleine bin ich nicht allein ein gedanke ein schmunzeln feuerauge... T.R. |
| rainraven | fallen jetzt gerade zerbrechen meine wände mein boden mein halt ich bin am fallen in bodenlose tiefe und ich warte auf den aufschlag zu lange stand ich am abgrund zu sehr vetraute ich dem losen fels ich falle jetzt weil ich meine flügel nie zu nutzen lernte habe ich flügel? niemals werde ich es erfahen zu kurz ist der weg und nicht alle vögel erreichen den himmel |
| rainraven | berührung komm nimm meine hand im nebel und halt mich fest flieg mit mir nur diesen augenblick sei mir nah und sei da berühre meine hand mit deiner wärme laß dein lächeln strahlen über mich für eine kurze zeit sind wir allein unter all den vielen sind wir eins komm berühre mich sei an meiner seite rieche meine haut ich fühle dich hinter mir ganz nah irgendwo deine gegenwart erfüllt den raum mit leben ich sehe dich nicht dennoch bist du da laß uns etwas teilen es ist schön ich bin für dich da und du für mich komm nimm mich in deine arme nur für den moment und immer wieder komm solange der rabe fliegt wird er mit dir fliegen jede nacht |
| rainraven | erliegen die schwere meiner engen welt scheint mich zu erdrücken unaufhörlich sehe ich vier eisenwände näherrücken von außen dringt die kälte ein und schneidet mich wie messerklingen zu schwach, zu hilflos, aufzustehen hör ich den regenvogel singen ein lächeln, kalt und grausam der widerstand ist längst geschwunden wenn der morgen seine grauen decken hebt ein toter vogel wird gefunden der gesang verhallt im nebel nur erinnerung verbleibt im raum mehr als mein schicksal trug ich mit mir und mit dem vogel starb der traum |
| rainraven | sand gedankenverloren verfolge ich deine spuren im sand deine spuren im wind während ich gar nicht anwesend bin sondern weit fort an einem ort der ruhe ungewiß ist jede wiederkehr dadurch daß ich dich fand habe ich dich erst recht verloren mein leben ist leerer und das deine du warst nur ein traum ein kurzer funke licht ich weiß wenn der schmerz am schlimmsten ist ist man immer allein meine finger ziehen kreise im sand wie der sand zerrinnt was ich habe |