| Biluma | nun auch ein paar gedanken von mir... weniger gedichte, viel mehr gedanken... |
| Biluma | warum? ich frage es mich immer wieder, warum? warum? diese frage macht einen verrückt. Immer und immer wieder nur die frage nach dem warum? warum? warum? hab ich kein recht darauf ein wenig glücklich zu sein? nur ein kleines bisschen nur ein ganz kleines bisschen... vielleicht das kleine bisschen was mich davor bewahrt ganz krank zu werden... ein kleines bisschen Geborgenheit, das mir noch bleibt... nur das kleine bisschen! warum wird mir das nicht gegönnt??? aus Egoismus? liebe kann das nicht sein! schon wieder die frage nach dem warum! habe ich denn kein recht darauf ein kleinwenig glücklich zu sein, nur für ein paar stunden? biluma, juni 2004 |
| Biluma | es ist das Gefühl, was dich plötzlich überkommt, ohne Vorwarnung, es ist einfach da. du sitzt auf der Treppe im Nero, ok sie ist lang die Treppe, aber nicht allzu sehr, und auch normal steil. sie hat sogar ein Geländer. um mich herum lauter liebe Leute. wir redeten über dies und jenes, nichts allzu tiefgründiges... ich hatte mich etwas ausgeklinkt, saß auf dem oberen drittel der Treppe an die wand gelehnt. dacht an nichts besonderes. und plötzlich überkam mich dieses Gefühl: Angst! Angst zu fallen, unendlich zu fallen. das etwas passieren würde. und das ich fallen würde ganz tief. und das ich nichts dagegen tun könnte, gegen die Schwerkraft kommt man nicht an, wenn man einmal fällt, dann fällt man. tiefer und immer tiefer, und dann krallt man an die wand. peng! und dann? was ist dann??? die Gedanken rasten in enormer Geschwindigkeit durch mein Gehirn und dann hatte ich nur noch einen Gedanken: ich muss hier raus! so schnell wie möglich! wenn ich hier nicht sofort rauskomme, werde ich fallen, ich werde ganz sicher diese Treppe hinunterfallen, fallen, einfach fallen. ganz sicher! ich muss hier raus! ich stolperte die Treppe hinauf, aus angst zu stolpern und dann als folge zu fallen. stolperte ich die Treppe hinauf, und trat ins freie. ich kauerte mich zwischen ein paar Büsche, auf die erde, da kann man nicht fallen. aber die angst war noch da, nur vor was, das wusste ich nicht. biluma, juni 2004 |
| Biluma | ein schöner tag im juli sterben, wir werden alle sterben, alle werden wir sterben. alles wird tot sein um uns herum und in uns tod überall nur tod alles ist tot! an einem schönen tag im juli, werden wir alle sterben. im juli im juli! an einem schönen sonnigen tag im juli alles wir tot sein, nichts wird leben alle werden wir sterben. wir werden alle tot sein wir werden alle asche sein nichts wird mehr leben wir werden alle sterben, alle, an einem schönen tag im juli... doch du wirst leben, du wirst überleben. diesen schönen tag im juli. wir werden alle tot sein, nur du nicht, du wirst leben! ganz allein, nur du! nur du wirst überleben. und du wirst dir wünschen tot zu sein. ja, du wirst es dir wünschen von deiner tiefesten seele heraus, wirst du es dir wünschen du wirst dir wünschen tot zu sein, so wie du dir noch nie etwas gewünscht hast nur tot sein, tot sein, ebenfalls sterben wie all die anderen an diesem tag im juli im juli im juli! tot zu sein mit all den anderen an diesem schönen sonnigen tag im juli. und es zerbricht dich... denn nun bist du allein, ganz allein, nur du... ... und die stimmen in deinem kopf! by biluma 30.juni 2004 |
| Biluma | ein lichtpunkt fällt auf meine hand. ein heller punkt kaum größer als mein handteller. leicht erhellt er noch die dunklen steine. die durch die feuchtigkeit sanft glitzern. doch sie sind nicht kalt. das moos in den fugen zwischen den steinen saugt gierig die herunter fließenden tropfen. klar. so klar. es ist als ob die wand weint. ich gehe weiter. ein schritt. zwei schritte. drei schritte. mit gesenktem haupt. vier schritte. fünf schritte. sechs schritte. ich bleibe stehen. ich drehe mich um. schaue dir ins gesicht. ein letztes mal. ich werde dich verlassen. eine träne auf deiner wange. eine träne tropft von meinem kinn. ich werde jetz gehen. ich drehe mich um. sieben schritte. acht schritte. neun schritte. zehn schritte. die dunkelheit hat mich verschluckt. biluma, juli 2004 |
| Biluma | eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, viezehn, fünfzehn, sechzehn, siebzehn, achtzehn, neunzehn, zwanzig. aus. |
| Biluma | es ist die ohnmacht die mir den verstand raubt es ist das gefühl nichts tun zu können völlig machtlos zu sein mein leben ist regiert von der angst angst davor das etwas passiert angst vor verlusten angst vor der zukunft angst vor der panik die mich immerwieder überfällt, mich zum rennen bringt angst vor anderen leuten angst vor dem alleinsein angst vor der leere angst vor emotionen angst um andere angst um mich selbst angst vor dem typen der mit einer MP im hausflur steht mein gesammtes handeln wird von der angst bestimmt... |
| Biluma | mein gefühl ist zurückgekehrt, ich fühle wieder, ich lebe wieder. |
| Biluma | ich sitz mal wieder vor dem fernsehr, eine reportage läuft... 3 partys, diskos wie auch immer im vergleich... eine sogenannte ballermann-party... leute, die total besoffen auf den tischen tanzen, leute die ohne hemmungen die öbszönsten texte grölen, leute die hemmungslos einander begrapschen, man sieht die animalische geilheit praktisch in ihren augen, sabbernd. ich empfinde ekel. ich finde sie wieder wärtig, so besoffen, so respektlos. und cih frage mich, wie kann so etwas spaß machen? ist das was die breite masse als spaß bezeichnet? ist unsere gesellschaft so tief gesunken? reicht es ihnen nciht, das sie ein mal im jahr sich im urlaub so benehmen müssen? nein, muss das auch ncoh in deutschland sien? ich versteh solch leute nciht... |
| Biluma | nichts. nichts das ich fühlen möchte nichts das ich sehen möchte nichts das ich erleben möchte nichts das ich gehen lassen möchte nichts das ich lieben möchte nichts das ich tun möchte nichts das ich fragen möchte nichts und so wandle ich duch die welt, tue viel, und bin doch nichts. [COLOR=crimson]Biluma[/COLOR] , 26.11.04 |