| Desidora | leere und wieder hat dieser schwall der unbeweglichkeit alles fest im griff wieder hat dieses etwas vollständige lähmung erzielt keine gliedmassen lassen sich in bewegung setzten die gedanken rasen innerhalb dieser leblos erscheinenden hülle der blick starrt ins leere kraftlos erscheint der kampf gegen diese ungleichen pole gefangen genommen in des körpers maske feuersglut rasst durch die adern um gegen das selbst zu gewinnen jedoch keine regung zu sehen schwer wie blei, zwang in jeder bewegung schmerzend blutet die seele und gibt nicht auf letzte reserven scheinen das unheil abzuwenden aber es ist nur ein splitter im berg von kristallen feuersbrunst beschraft jede regung die regeln werden geschrieben, kein einfluss auf das tun worte hallen in den gängen, ohne gehört zu werden dunkle leere umringt das sein wessen kälte keine noch so heisse sonne wärmen kann zu spät... ausgetrocknet, das elexier des lebens krusten an den wänden des seins reiben sich an dem gewand der vermeidlichen wärme des schutzmantels doch zerbröselt im jenseits... |
| Desidora | schmerz brennender schmerz sucht nach erlösung gefangen genommen in den tiefen der last unkontrollierbare gedanken versuchen sie zu stillen weder lust noch laut vermögen ihn zu dämpfen schwere durchbrechen, ankämpfen ein verlorener kampf er bricht an immer neuen stellen durch das gewebe sucht wege aus der haut, wo sich ihm keine bieten du schaffst sie dir, öffnest dich für den schmerz damit das lebenselexier diese qual mitschwimmen lässt aber du triffst nicht die richtigen stellen, und weisst es das gefühl sich zu zerreissen, aufreissen schälen, um neu zu erleben sich auflösen und umwandeln kein ausweg das leid kündigt ein neuen schwall dieser pein an angstvoll erwartest du diese brennenden stiche lustvoll erlebst du sie mit tränen noch zu stark zum spüren, ergibst du dich gibst dich hin, um auf das ende zu warten was niemals folgt, immer neu, immer da seine kraft ist stärker du veschliesst falsche stellen und verdeckst sie vor dem anglitz der neugierigen augen scham und schuld lastet auf dein gemüt keine hilfen die linderung verschafft unverständnis fordernd, stille |
| Desidora | sehnsucht die nacht weckt die sehnsüchte vergangener zeiten im leib das feuer wilder gefühle gefüllte adern pulsieren in den gezeiten der zeit abtrünnig erscheint die vergangenheit und doch kommt sie wieder, lässt sich nicht leugnen bei jedem wort erwacht sie von neu immerda und fordernd auf ihr recht war ich es nicht wert? bin ich denn schlecht? und doch keine macht erlaubt mir zu fühlen was ich mir erhoffe gibt es nicht auf erden wirklichkeit, wahrheit und stolzes empfinden warten auf sommerwind unter ewigen linden noch einmal die wärme, die ewigkeit spüren geborgenheit, vertrauen die hoffnung sich stark macht versunken im dunkeln der nacht |
| Desidora | auf eines friedhofs blüte sitzt ein schmetterling ganz still streckt seine flügel aus und fliegte zu den gräbern hin doch was er sah war stein um stein keiner wollte mit ihm spielen setzt sich neben sprüchelein auf der blüten stiele ach wie trostlos öde ist`s hier mag nicht recht verstehen alle die da unter mir hatten ein langes leben erblickt ein schmetterling, ganz aus glas dort liegen grosse flügel schwingen nicht kann sie nicht mehr biegen ende der geschicht *g* |