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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: A dark Eve's Lyrics
Lerie[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=35533]A dark Eve's Lyrics... Kritik und Kommentare[/URL]


[i]Und die Geschichte schreiben [b]wir[/b]...

Die Erde, sie dreht sich in zeitlichen Wogen
So schaut ihr der Mond zu
Vom Himmel, dort oben
Erkennend den Laufe des Lebens, der Zeit
Sieht Kriege und Liebe
Freude und Leid
Herabschauend weise
Fern ab alle dem
Doch weinet er leise
- Die Träne im Regen bleibt ungeseh’n.
Wolken verwehen, Ebbe und Flut
Könige fallen gebadet in Blut
Der Schwerter Ruhm, von Barden besungen
Ist bald in Gewehren und Panzern verklungen
Und Drachen und Elfen im Lichte verborgen
Vergessen in düsterem Bangen und Sorgen
Gesellschaft und Reichtum vor Wissen und Leben
So denket der Mensch nun, nur dies ist sein Streben
Und falls dem denn nicht so, dann nennt man ihn töricht
Illusionen süßer Gesang, der Botschaft Zweck ist immer gleich
„Gehorche, denke nicht“
„Denn denken wir für dich“
Locken, ziehen Zäune dann
Auf dass man nicht entfliehen kann.
So dreht sich das Rad, die Geschichte im Kreise
Wenn auch nun auf ‚modernere’ Weise
Könige, Kaiser, Armeen, Diktatoren
Parteien, Politiker, Imperatoren
Lenken Geschehen, entscheiden und wagen
Mit ihnen schon immer die Freiheit verloren
Verboten sind Fragen und eigene Taten
Rebellion gibt im Voraus Schmerz zu erwarten
Doch ist das Gefängnis der Menschheit ihr Eigen
Entkommen nur die, welche selber entscheiden
Auf langen, endlos scheinenden Pfaden
Auch wenn die Mengen die Gräber uns graben
Der Widerstand, er nimmt seinen Lauf
Niemals, niemals geben wir auf! [/i]
LerieLook, just look inside the Ocean
See the Dolphins play and fly
Listen to their quiet Devotion
Telling Tales of Angels Cry:

[i]Mournful Eve, the Sun is falling
Can’t you see her shining Tears?
Why don’t catch her?
Just keep watching
Singing Songs for her Rebirth.[/i]



Look, just look there in the Sky
Can you see the double Moon?
Today’s Night seems like a Mirror
Two Worlds seen within the Gloom.

[i]Frozen Moon, the second One…
Why did you appear?
Was the Time again to come
Well, I see… don’t fear.[/i]

. . .

Phoenix, start again your Call
Wind will whisper in the Leaves
Sing your Song of Rise and Fall
Also Life restarts to breathe.

[i]Sunrise, Sunrise
Spread your Wings!
Never mind the day you’re falling
Night will come and Night will leave
Your Names will stay eternal Calling.[/i]
LerieOkay, dies hier hat irgendein lyrisches Ich... So etwas wie ein Todesgeist (?)
Es schrieb sich wie von selbst, keine Sorge: Der Inhalt hat mit mir rein gar nichts zu tun. Seltsamer Weise ist es meiner Meinung nach eines meiner besten Werke (und dabei entstand es aus der Wette etwas langweiliges zu schreiben!)


[i]Meiner Welt Gefängnis

Schlaf nur ruhig und selig ein
Hier bei mir wirst du sicher sein
Ich halt dich fest in meiner Welt
Dem Ort an dem kein Engel fällt
Spürst du die Flammen wie Blumen erblühen?
Wie sie in ihrer selbst verglühen?
Ihre blutroten Blätter, sie schmelzen wie Schnee
Und fallen hinab in die klare See
Das Wasser färbt sich rot
Genauso wie der gute Mond
Er weint...
Bald ist er tot.

Denn dies ist meine Welt
Der Ort an dem kein Engel fällt
Und niemals fallen wird.
Das lasse ich nicht zu
Der Engel eher stirbt.

Hörst du den leisen Sommerwind
Wie er das Lied des Waldes singt?
Er trägt die Stimme der Bäume
Und bringt mir ihre reinen Träume
Gerne geb’ ich sie dir
Was gibst du mir dafür?
[Ich weiß schon was ich will]
Lausche noch einmal der Bäume Gesang
Sei nur ganz ruhig und still
Dann wirst du es verstehen
- Ihr Klagelied ist es, wird immer mit den Winden wehen

Denn sie sind hier in meiner Welt
[auf ewig]
Dem Ort, an dem kein Engel fällt
[ihre Seelen in meinem kalten Käfig]
Und niemals fallen wird
Das lasse ich nicht zu...
Der Engel eher stirbt.

Schmeckst du das Wasser der blutroten Seen?
An ihnen laben sich pechschwarze Krähen
Ich weiß was du denkst, so frage sie doch
[Dein Puls, ich fühl’ wie er schneller pocht...]
Ihr leerer und endloser Blick
Auch den letzten Atem in dir erstickt
Denn in ihm offenbaren sie dir
[Ich pass schon auf, dass ich dich nicht verlier…]
Die dunkle Wahrheit von mir.
[Und lass dich nie mehr gehen.]
Das Wasser...
Ist ein Meer aus Tränen.

Denn dies ist das purpurne Meer meiner Welt
[Das Blut der verlorenen Seelen]
Dem Ort an dem kein Engel fällt
[Vermischt mit ihrer Leiden Tränen]
Und niemals fallen wird
[Selbst wenn sein Traum wie Glas zerklirrt]
Das lasse ich nicht zu...
[Für immer hier gefangen, genau wie du...]
Der Engel eher stirbt.

Riechst du ihn, den Duft des Todes?
Ähnelnd dessen süßer Blumen,
Schwebt er durch die Lüfte
Er deine Sinne zärtlich küsste
[du fürchtest dich, nicht wahr?]
Er stammt von den Leibern der zahllosen bleichen
Am Selbstmord zugrunde gegangenen Leichen.
[Ich will dein Herz zerreißen]
Sie sind genau wie du
Und wussten es nicht besser
[Ich sah dich damals mit dem Messer...]
Denn all die Seelen hier
[Flüchtetest dich vor dem Wachen sein]
Gehören mir
[So ist der ew’ge Traum bei mir, seit diesem Tag das Schicksal dein]
Durchschritten sie wie du das Tor
[Du hast die Wahl besessen]
Zu diesem dorren Ort
Und zogen so mein kaltes Heim dem eignen Leben vor.
[Auch deine Seel’ hab ich gefressen]
Kein Entkommen ist in Sicht
Und auch ein End der Qualen nicht

Denn du bist hier in meiner Welt
[Wirst immer bei mir bleiben]
Dem Ort an dem kein Licht
Das Dunkel meiner Nacht erhellt
[Auf ewig mit mir Leiden]
Und wenn doch, dich nie erreichen wird
[Bin ich nie mehr allein]
Dein Herz, ich fühle wie es stirbt.
[Doch du wirst es auf ewig sein...]
[/i]
Lerie[i]Siehst du sie? Dort in der Ferne?
Wie sie tanzen, wie sie singen!
Ach wie gerne, ach wie gerne
Besäßest du gleich ihnen Schwingen

Weiße Federn mit dem Wind
Fliegen so schön frei, geschwind!
Über Hügel, Täler, Seen
Lassen ihre Seel’n verwehen
Gleich den Wolken, schwebend leicht
Sieh doch nur; wie seicht, wie seicht
Ihr Herz
Der Menschen Sorgen trägt
Wie es wärmend, haltend, heilend
Unter ihren Schmerzen schlägt

Siehst du sie…? Dort in der Ferne
Suchen sie und finden nicht
Ach wie gerne, ach wie gerne
Hieltest du ihr reines Licht
Sieh doch nur, was du in Händen
Hälst;
Dass eines ihrer Herzen längst schon, längst
Über deines Wache hält

[/i]
LerieAuch wenn es nicht so ganz ein Gedicht sein mag, denke ich, dass dies hier dennoch in den lyrischen Bereich gehört.


[i]Dunkel schimmernder Horizont, der du so strahlend schön wie die Sonne selbst im Schlafe der Nacht die Sterne bewachst...Kannst du die Tränen des Mondes erkennen? Das Nass seiner schmelzenden Seele...es lässt mir im Ruhen die Träume gefrieren.
Mir scheint als wollten die Bäume ihn trösten...ihrer krummen Äste schwarze Silhouetten strecken sich wie Arme, ihrer Blätter wispernde Stimmen singen ihm zum Wohle...und der Wind beflügelt der Gefallenen letztes Sein ihm zu tanzen.
Ob er sie nicht sehen kann...? Ob er sie nicht hören kann...?
Wolken ziehen heran, sie tragen die Seelen der Engel, das reine weiß birgt ihre Schwingen doch färbt es sich bald schwarz. Umschleiern wollen sie den Mond, auf dass er all das Leid der Welt in seiner Einsamkeit nicht sehe.
Dichte Mauern, gestrickt aus Engelstränen, denn mit dem Mond da weinen auch sie...Tausende von Tränen... Jahrhunderte lang.
Blutroter Regen.
Und dennoch nimmt er sie nicht war...schwebt und trauert in kalter Trance.
Ob er sie nicht sehen kann? Ob er sie nicht hören kann?
Ob er sie nicht sehen will...
[/i]
Lerie[i]Ich wandle zwischen Tag und Traum
Zwischen Sonn’ und Mond
In Winters kaltem weißen Schnee
Blüht purpur-roter Mohn.

Wie Blut zieht er sich einen Weg,
Hinfort zu Sommers Hain
Hier wachsen Rosen, Kirsche steht
In Blütenpracht allein

Efeu rankt sich durch die Zeit
Als eine Welt zerbricht
Wächst Hoffnungsschimmer weit und breit
Nur mancher sieht ihn nicht
[/i]
LerieOkay, vielleicht kennt hier irgendwer "Vampire Miyu" von Narumi Kakinouchi ... ? Dies hier könnte aus der Sicht der Hauptperson Miyu erzählt sein, denke ich... Ich mag den Manga, auf Grund der Atmosphere, irgendwie hat es was.


[i]Schatten in der klaren Nacht
Warst du es?
Hast du mir die Kälte gebracht?
Nahmst mich mit in die Dunkelheit
Eine fremde Welt
Ohne Schmerz
Ohne Leid
Hörte dich leise wispern am Tag
Sanfte Stimme versteckt vor dem Licht
Das Klagen der Lieder erkannte ich nicht

Nun wandre ich durch die Stille des Reiches
Vorbei an Bäumen aus Glas
Meine Hände und Augen, mein Gesicht - ein bleiches
Kalt und leer, so sitz ich im Gras
Das so trocken und grau wie Stein
An einem See aus Blut, hier weil’ ich allein

Ich sehe den Träumen der Menschen zu
Und tanz wie der Wind durch die Nacht
Ich zieh durch das Leben, geleit es zur Ruh
Bis das glutrote Feuer des Morgens entfacht

Die Schatten, die des Abends singen
Holten mich mit ihren Schwingen
Schwarzer Federn Glanz und Schein
Schloss mich in die Flamme ein
Bannte mich in Ewigkeit
In der mein Blut nach Opfern schreit

So schweb ich rastlos mit dem Mond
Durch eine kalte Welt
Sein Antlitz, es wird ewig sein
Und sieht wie sie zerfällt

Der Schatten, der des Abends lacht
Hat mich zu einer der seinen gemacht
Ewiglich fange ich Seelen nun ein
Und werde ein Traum und der Tod für sie sein.
[/i]
LerieDieses hier gefällt mir nicht so ganz... Es ist mein neustes und ich hatte das Schreiben für einige Zeit aufgegeben.
(Die anderen sind alle etwas älter ... )

[i]Die Rose

Blutrot, so lag die Rose
In meinen Händen sacht
War einst von kühlen Tränen
Schlafloser Nacht erwacht

Wie wunderschön das Antlitz
Doch dieser Rose war
Sie blühte und gedieh
Sie stellte Leben dar

Und auch des Winters Kälte
Vermochte nicht zu dorren
Was Sommers Herzen wählten
Sie hat es nie verlor’n

Das Purpur jener Rose
floss bald an Arm und Kleid
Und in den Schnee und über Weiß
Rot blühte weit und breit
[/i]
Lerie~ Instant Gedichte ~

Stichwort: Engelsflügel

[i]Engelchen, so streck die Flügel
Müde siehst du aus
Flieg doch hoch, wie einst zum Hügel
Wo ich dich zum Tanze bat

Engelswesen, schau: die Sonne!
Lässt den Mond dir Bote sein
Streck die Flügel – Flieg nach Hause
Wo ich stets Gedachte dein

Engelsschwingen, öffnet euch
Ein letztes mal noch vor der Nacht
Habe ich nicht jeden Abend
Euch mit dem Gebet bedacht?

Engelsstimme, sing mir leise
Kehr zurück, flieg mit dem Wind!
Kehr zurück von deiner Reise
Bevor dich Gott mir wieder nimmt[/i]

---

Stichwort: Zwillingsfeder

[i]Weiße Schwäne
See’s Grazien
Siehst du sie, dort fern im Nass?
Reine, schöne, leichte Wesen
Wie aus Märchen, die ich las’

Himmelsfeder
O du schwarze
Stammtest du nicht einst von dort?
Fielst du doch wie Laub im Herbste
Färbtest dich, als du verdorrt’
[/i]

---

Stichwörter: Schmetterling; Wind

[i]Tausend kleine Schmettelinge
Fliegen, Tanzen durch die Luft
Leise weht der warme Herbstwind
Und die Eul’ zum Abend ruft

Brennend geht die Sonne unter
Rote Glut erstickt den Wind
Und des Schmetterlinges Flüge
Enden bald auf einer Linde

Der Schmetterling, er sah mich an
So voller Schönheit doch
Ich dachte, wenn ich ihn einst fang’,
Blieb mir sein Antlitz ewig noch

So streckt ich meine Finger nach
Dem Schmetterling so zart
Doch seine Flügel rissen und
Sein Flügellein zerbrach!
[/i]

---

Stichwort: Zeit

[i]Was verrinnt wie Sand
Und ist doch immer da?
In was geschieht
Was nun ist und was damals war?
Menschen welken wie Blumen
Leblose Körper verschwinden
Genauso wie den Wind, der weht
Wollen wir sie an uns binden
Doch Zeit vergeht...
Nicht ewig währt was jetzt noch lebt.
[/i]

---

Sichwörter: Herz; hilfsbereit

[i]Ein hilfsbereites Herz,
So sagt man,
Wäre manches Lobes wert,
Doch wer sagt
Dass jenes Herzlein
Selbstlos hilft und nicht verzagt?
Vieler Menschen Köpfe sprechen
Worte, süß und voll von Licht
Dient es doch nur ihren Lügen
Und verdrängt das Dunkel nicht
[/i]
Lerie[i]Samurai, was wanderst du
Einsam durch die Nacht?
Hat dir denn dein schwerer Weg
Nicht Ruhm und Ehre einst erbracht?

Drüben bei der Kirschenblüte
Hälst du eisern deine Wacht
Haben deine Kameraden dich
Denn nicht mit einem Platz bedacht?

Sitzt du einsam mit dem Schwerte
Bei den Wurzeln jenes Baums
Denkest was man dich einst lehrte
Bei dem Fall der Kirsche noch.

Samurai, dein Herz ist müde
Und dein Blick doch Falkengleich
Wachst du bei gefallnen Blüten
Über deines Herren Leich'.
[/i]
Lerie[i]Ein weitres mal verlaufen
Im Mondenschein bei Nacht
Da sah ich meine Tränen
Und habe bloß gelacht.

Verzeiht mir doch mein Warten,
Aufdass mich einer find
Wer sucht denn schon nach einem
Verlor'nem dummen Kind?

Verschlossen sind die Türen
Und Fenster noch dazu
Dahinter welken Blumen,
Ich lächle und schau zu.[/i]
Lerie[i]
Wandelnd durch die Luft
Tanzten wir
Des Himmels Kündung Ruf
Sangen wir
Und die Wolken und Winde
Schwammen mit den Vögeln
Durch Seen des nächtlichen Blau.

Erinnerung, wo schläfst du nur?
Die Ewigkeit, sie ruft
Seele mein, wo träumst du nur?
Es sucht dich, der dich schuf.

Ihr schwarzen Krähen seid so fern
Und find' ich doch zu euch
Befreit in mir Vergangenheit
Und lasst der Zukunft Lauf
[/i]
Lerie[i]
Schlüsselmeister, Singender
Zeig mir wie’s begann!
Erzähl in deinem Flötenspiel
Mir Ewigkeit’ Gesang!

Ich schlief im Schneesturm
Schlafliedlos
Seit ich zurückgekehrt
Nun wecke in mir alten Klang!
Den Blick zurück gewährt

Schlüsselmeister, Tanzender
Was wartest du so lang?
Der Flamme Feuer glüht in dir
Was lodert es so bang?
[/i]
Lerie[i]
Ich seh sie welken
Nach und nach
Die Blume, die das Leben barg
Was schlaf ich nur?
Sie leidet still
Und lächelt sanft
Weil ich es will

Gib nicht auf!
Sag ich
Wie jeden Abend noch
Gib nicht auf!
Du Licht
Flackre tapfer doch!

Dünnes Blut von Gift gefüllt
Färbt die Blume
Schmerzerfüllt
Verzeih’ mir! bitt ich
Dass ich’s seh
Und nicht vermag zu retten dich!

Verzeih’ mir jedes Leid in mir
Dass ich nicht immer leuchte dir
Ich weiß ich muss dir Leitstern sein
Du weißt, ich lass dich nicht allein
Doch bitt ich dich
Verzeihe mir…
All jenes, was mich trübt
Verzeihe mir…
Dass trauert, die dich liebt.
[/i]
LerieWahnsinn steht Kopf


Die Welt steht still
Und dreht sich doch zu schnell
Die Himmel schwimmen
Tropfend Nass im Vakuum
Und Feuer glimmt am Meeresgrund

Wirklichkeiten werden Träume
Träume unerkannt sind wahr
Äonen Jahre sind bloß Tage
See aus Tränen immer da

Öl verfärbt die Ozeane
Wie so einst von Blut tiefrot
Will erwachen, was da warte
Schläft in Wächters Federn Tod
Lerie[i]Dorrer Bäume Äste
Die einst zum Himmel griffen
Nun erstarrt
Zu Stein aus den Bergen

Trugen sie einst Früchte
Blüten voller Sehnsucht
Fraß Verstand sie doch
Der verhungert nicht mehr hungrig war

In den Abgrund gefallenes Laub
Von Winden aufgewirbelt
Nicht mehr willens zu fliegen
Ist das Nichts doch so ruhig
Als dass es einem Stein gleicht
Das Herz
[/i]
Lerie[i]Als der Mond schien in der Nacht
Hat sein rotes Antlitz Schnee
Der weiß war, rot, zu Blut gemacht
Umhüllt von Feuer schmolz der Schnee
Und floss zu Tränen, Kirschenrot
Fielen Federn, sangen Stimmen
Ward in Engels Schwingen Tod

Tanzten Licht und Dunkel freundlich
In des Herzens weichem Bette
Hatte es sich wegverloren
Erst bekannt zu Schicksalsketten

Und die Winde riefen leise
Dass das Meer sich türmen solle
Und das Feuer wispert’ lodernd
Erde neues Leben zu

Chaos all der Schöpfung Anfang
Zog jedoch auch seinen Preis
Fraß der Seele Frieden langsam
Schloss das Freie ein im Kreis
Nahm Verstandes Klarheit schleichend
Würfelte die Seele um
Schmolzen Grenzen gleich dem Schnee einst
Bracht’ Moral sich selber um

Wirrer Geist, bleib stehn, verweile!
Lass Klingen ruhen, doch Schwerter nicht rosten
Sammle die Stille und kläre dich bald
Lerne zu warten, die Zeit läuft bald ab...
[/i]
Lerie[i]Das Schicksal, so sagt man,
Schriebe Geschichte
Und täte es dies nicht... wo landete die Welt?
Die Menschen, so sagt man,
Schrieben Geschichten
Doch tun sie's nicht... Wo landet diese Welt?
Wer zu schwach die Feder zu halten
Lässt sie führen, oder fallen
Doch in der ungeführten Zeit
Wer schreibt dann, wenn Schicksal es nicht tut?
So klagen ihre Stimmen, doch erheben sich nicht
So klagen sie das Schicksal, das sie langsam bricht
Statt in ihm zu tanzen
Und wenn es sie verlässt...
Ihre eigene Geschichte zu malen
Schöner, als jedes Buch.
Doch als der Sand verrinnt, stetig, mit der Zeit
Bleibt nichts als Tinte, rot
Geschmiert auf weiß.[/i]
Lerie[i]Hinter Blättern verborgen

Kennst du den Ort, an dem Luna Sonne ist?
Abend der Morgen und der Tag die Nacht?
Den Ort an dem alles schlafend wach ist,
Weil kein Chaos gespaltne Seelen quält?

Sag, wie lang ist es her, dass der Kelch der Zeit
Begann sich in Sternen zu ergießen?
Sag, fandest du vor mir noch nach Haus?
Denn auf mich warten durftest du nicht.

Ach, wann mussten Wälder und Ozeane
Sich trennen zu Nachbarn vereint,
Wann begann Feuer die Winde zu fressen,
Was ist es, das sie entzweit?

Was mag bloß diese Seele sein?
Das fragt' wer sie je – sah –
- Sie gleicht der Erde, blutbenetzt
Dem tötenden Kinde, in Unschuld gehüllt
Dem Wächter, der sich selbst; den Drachen, bannt
Denn Reue bleibt immer da
[/i]
Lerie[color=darkred]Wanderer's final

Snow has fallen, the winter begins
The dawn is painting red the skies
And twilight-hearted angel's wings
Are spread again to fall and to fly

Wolves are howling under frozen moon
Her face is bloody, but crying no more
Singing to last eve’s begin and soon
Silence everywhere remains.

The winds are now singing the forest’s oath
Fire is lightening black skies above
And Wanderer’s final mission begins
Life is his aim and death he brings

As he arrives the night seems like being asleep
Humans are lying in dreams so sweet
But at a window a child can’t stop to weep
Seeing wanderer’s eyes – so black and deep

A new day’s dawning is singing sad
Songs of black-winged one’s regret
His ways are now still far beyond
And earth awakes for a new aeon[/color]
LerieKlagelied

Einst, da war es, dass die Bäume noch sangen
Der Winde wundersame Lieder erklungen
Und das Flüstern der Blätter in ihnen vereint

Einst da war es, dass das Feuer noch tanzend
In Strahlen der Sonne die Welten erwärmt’
Und das Wasser sie kühlend umfing

Doch nun, da alles in Beton und Stein
Zum Tode verurteilt, zu Grabe geführt
Nun, da der freie Wind, gefesselt von Dreck,
Statt Kindern der Wälder bloß Mauern berührt

Nun, da der Rebell, aus langem Schlafe erwacht,
Sich rüstend zum Kampfe zu erheben gesinnt.
Nun da, die Fesseln im Tanzen gespürt, ja endlich erkannt
Den Geist im Wahnsinn zu ersticken bedrohen

Nun, da die Klingen geschärft und erhoben
Bezwungen im eigenen Willen zu ruhen
Sich trotz Angst zu rosten erneut ergeben

…Geschieht nichts…

…und der Himmel verbrennt.
LerieSchnee fällt langsam, färbt den Ort
Erfriert, das letzte Dorf stirbt bald
Vom Krieg sind seine Dächer morsch
Der Wind zieht durch die Häuser, kalt

Es tanzt kein Mägdlein überall
Bloß dorre Bäume singen leis’
Das Lied von Kampf, Triumph und Fall
Denn jedes Gut hat seinen Preis.

Und es tanzt der Sturm
Reißt hier und da ein Fenster aus
Und es tobt ein Krieg
Färbt weiße Schwingen rot

Der Mond blickt weise still herab
Und schaut Kanonenfeuern zu
Es reißt dem Kind das Herz heraus
Soldat verwehrt die letzte Ruh

Der Himmel färbt sich mondenrot
Schon bald erwacht des Schwertes Wille
Zurück bleibt Asche, Blut und Tod
Und nichts verbleibt… als Schnee und Stille.

Und es tanzt ein Sturm
Der Blätter bald zum fallen treibt
- Merke dir, es gibt kein Sieg
Doch die schwarze Feder bleibt...
Lerie[i]Sleep my heart, my soul
Nothing matters, there’s no fight
Senseless
You’ll see distress but
You might never change

Sleep my soul, sleep quiet…
Kill your will again like once
Even if skies might burn…

…May you wake nevermore.[/i]
LerieDer Geist fragt die Seele:"Wer mag ich sein?"
Sie antwortet still:"Meine Maske, mein Werk"
Und der Geist sucht fort an nach Antwort und Sein
und fragt:"Bin nicht ich es, die du bist?"
Die Seele:"Das bist du und bist du doch nicht.
Ich sehe du suchst, doch findest nur mich."
"Bist du nicht Kern und Antwort aus allem?"
"Denn aus aller Rätsel Anfang entstand ich und bin"
"So bin ich nichts, doch verbleibst du als Alles"
"Und Alles ist wiederum Nichts."

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