| nowhereman | [SIZE=1] [COLOR=darkred] Ein wenig meiner Lebenszeit teilen mit den alten Bäumen, die so vieles kommen und gehen sahen Deren Weisheit mich einlädt und mir Ruhe schenkt, um bei mir und meinen Gedanken zu sein In Gefühlswelten eintauchen, am Tag im Schatten der Bäume und nachts im Schatten der Erde[/COLOR] [/size] |
| nowhereman | [FONT=times new roman][I]Wo ist die Nacht Leise ist die Nacht. Wer still ist kann sie spüren, beeindruckend das mit Feingefühl arrangierte Firmament. Funkelnde Sterne, manchmal Wolkenschleier, oder ein Zirpen im Gras. Schneeflocken im Winter aus dem Dunkel der Ewigkeit, sie schmelzen auf dem Gesicht zu kleinsten Tröpfchen. Der Vollmond, wie wohl mögen sich seine Krater anfühlen, manchmal scheinbar zum berühren nah und doch so fern. Mittsommernacht, tanzende Kinder, sie lachen und tragen Blumen in ihren Haaren. Wo mag dieses Land einst gelegen haben. Jede Nacht etwas besonderes, alles möglich, ein neuer Traum. Aber die Realität ein Zombie, Leuchtreklametafeln übertönen grell die Sterne. Doch die Sterne werden ewig leuchten und dabei erzählen, vom Leben der Menschen die schon lange wieder Staub geworden. [/I] [/FONT] |
| nowhereman | Der Gehweg Pflastersteine sind es meist. Graue, manchmal auch rötliche. Mal mit rauer, mal mit glatter Oberfläche. Ein Stein an den anderen gereiht, immer ähnlich, in jeder Stadt. Doch wer Glück hat entdeckt ungewöhnliche Formen oder Muster. Sie liegen geduldig da und überdauern Jahrzehnte, manchmal gar Jahrhunderte. Dabei werden sie Zeugen wenn Menschen kommen und gehen, ein jeder mit seinem unverwechselbaren Schritt. Für viele sind sie nur eine sinnvolle Verbindung zwischen zwei Punkten, die es zu überwinden gilt. Aber manchmal treffen sich Leute, bleiben kurz stehen um sich zu unterhalten und sprechen gelegentlich Worte die für keine anderen Ohren bestimmt sind. Der Gehweg wird schweigen. Er bietet auch denen einen Platz die ihn im Leben nicht gefunden haben und oft in sich gekehrt am Rand sitzen. Wer ein Instrument spielt verdient sich ein kleines Zubrot und läßt einen Schleier des Zaubers entstehen. Ebenso wie Kinder die es vermögen zu verweilen und einen Ort der Phantasie zu erschaffen. Sie malen dabei oft mit Kreide, deren Brösel sich in die rauen Vertiefungen das Belags drücken. Doch selbst diese wird der Regen wieder herauswaschen. Regen schenkt aber auch neues Leben, denn in den Ritzen zwischen den Pflastersteinen setzt sich Moos an, oder es wachsen kleine Grashalme. Saftig grün und zart suchen sie das Sonnenlicht, doch gebettet sind sie im kühlen Sand darunter. Manchmal öffnen Bauarbeiter die Pflastersteine und geben den Blick frei auf das was sich in der Tiefe befindet. Rohre und Leitungen ohne die in der Stadt Chaos ausbricht und die ihre wichtige Aufgabe im verborgenen erfüllen. Sichtbar hingegen ist der Schmutz auf dem Gehweg, er erzählt ein wenig von dem was war. Oft finden sich weggeworfene Zigarettenkippen in verschiedensten Anordnungen, wobei nicht alle zuende geraucht wurden. Vielleicht einfach Zufall, vielleicht hat aber auch jemand unerwartet seine Richtung gewechselt, weil ein Anruf über das Handy kam der das Leben veränderte. |