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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: litte cold mind
Kami_Katze[B]Wahn ~~Das Ding~~[/B]

Ein zerrendes, schreiendes,
reißendes, wühlendes,
beißendes, wütendes,
stechendes, zerfressendes Ding
... in meinem Kopf!!!

Schwarze Pest tropft aus seinem geifernden Maul
Die Augen glühende Kohlen, die sich in mein Hirn brennen!
Es krallt sich in meinen Verstand, schlägt seine Fänge tief hinein.... Schmerz wallt auf, wieder und wieder! Ein Meer aus Wahn und Irrwitz breitet sich über mich und... ich ertrinke?!

Habe schon versucht es zu beisiegen... beinahe gesiegt!
Jahrelang hat es geruht, in meinem Herzen, hat sich von meinem langsam genesenden Blut ernährt, um dann...
....mit einem Mal...
...plötzlich...
...ANZUGREIFEN!!

Keine Macht wird mich davon abhalten...
Eines Tages... ich werde es in meinen Händen halten...
Dieses furchtbare Ding...
... wenn es seinen letzten Atemzug macht...
.... gemeinsam...
...mit mir!!!
Kami_Katze[B]Der erste Tag[/B]

Inmitten hellstem Sonnenschein
Im lichten, kühlen Frühlingsmorgen,
Der voller Unschuld scheint zu sein
Und weit entfernt noch alle Sorgen

Erstrahlt in dunklem Glanz eine Gestalt
Der vergangenen Dunkelheit entfloh’n
Gar erst wenige Stunden alt
- eines Nachtmahrs jüngster Sohn

Unbeschwert, mit leichten, schnellen Schritten
Dem Tanze ähnlicher dem Gang
Durchquert er Straßen und zieht Blicke mit
Die lange Zeit auf ihm verweilen dann

Doch jeder noch kleine Sonnenstrahl,
Der versucht sein Antlitz zu erhellen
- Und diese sich an großer Zahl -
Scheint an seiner Haut zu zerschellen

Und jene Augen, einst so hell und klar
Die jemals erblickten seine Gestalt
Sind nun matt und stumpf, des Lebens bar
Und ihre Seele plötzlich alt

Der Dämon wandert aus der Stadt
Lässt dicke Mauern hinter sich
Hat all das Licht und auch die Freude satt
Und weiß, hierher gehört er nicht!

Inmitten hellstem Sonnenschein
Im lichten, kühlen Frühlingsmorgen
Der voller Unschuld scheint zu sein
Und weit entfernt noch alle Sorgen

Seh’ ich ihn sitzen hier am Wegesrand
Den Teufel, der gar bittre Tränen weint
Er hat heut zum ersten Mal erkannt
Dass unsere Sonne für ihn nicht mehr scheint
Kami_Katze[B]Das Jahr[/B]

[I]Erster Zyklus[/I]
Unbedachte Worte der Zerrissenheit
Unbedachte Blicke der Verflossenheit
Es liegt tief in mir, ruht
Dem Kuss verweigertes Geblüt
Dem einzig zugedachten Glück
Entrissen, der Verdammnis zugeteilt
Keine Träne, kein Schrei, kein Klagen
Akzeptanz erhebt sich über Leid

[I]Zweiter Zyklus[/I]
Flüchtiges Handeln ohne Bedacht
In Eile platziert, verletzend
Es ist erwacht, erhebt sich
Die Stunde der zweiten Geburt beginnt
Dunkelheit, Dreck, Qual
Unterlegen und gedemütigt
Die letzte gläserne Seelenhülle
Scherben schneiden sehr tief

[I]Dritter Zyklus[/I]
Nie gesungene Liebeslieder
Verbrennen im ersten heißen Schmerz
Geschändet erwacht im Käfig
Stummes Entsetzen, gelähmte Schuld
Unverständnis, panisches Verhalten
Das Herz verkrampft, der Geist wund
Allmähliches Begreifen – Tränen
Schicksalsergebenheit flutet

[I]Vierter Zyklus[/I]
Schneller Schritt durch dunkle Halle
Es altert inhaltslos, stumpf
Ich finde einen Ort, lege mich nieder
Müdigkeit erhebt die Hand, greift
Ergebenheit – wieder – verstandlos
Der Geburt folgt der Tod, nicht ausweichbar
Dunkelheit weicht Dunkelheit
Der Bunker stürzt ein
Kami_Katze[B]Metall[/B]

Ich atme aus…

Mein warmer Atem kondensiert in eisiger Luft
Das Metall, die Kälte sticht in meine Lungen
Monotones Trafosurren dringt an meine Ohren
Zu meiner Rechten eine Gitterwand
Meine Finger greifen in die Maschen, suchen Halt
Der Geruch von warmen Maschinen weht von weither
Erhitztes Öl, ein gleichmäßiges Klopfen
Metall auf Metall, immer wieder, Schlag um Schlag
Fortwährend

Ich liege ruhig, doch innerlich zittere ich
Angst verkrampft mein Herz
Panik schnürt meinen Brustkorb zu
Meine Augen fest geschlossen

Plötzlich ein lauter Knall
Energie.
Die Luft ist elektrisiert
Das Klopfen in der Ferne erstirbt
Stille
Ich rieche heißes Kupfer
Angespannt starre ich ins Dunkel
Es ist vorbei
Was nun?
Kami_Katze[B]zerstört und verloren [/B]

Sternchen, Sternchen, siehst du’s nicht?
Die Welt, wie sie auseinander bricht!
Die Fassade bröckelt schon lange Zeit
Ängstlich ahnend mache ich mich bereit

Ich schließe meine Augen, ducke mich
Tief in meinen Schatten, weg vom Licht
Die feinen Risse brechen plötzlich auf
Um mich herum, soviel Lärm, soviel Rauch

Das Feuer verzehrt im gierigen Tanz
Was nicht schnell genug zu fliehen verstand
Die Erde bebt, die Luft ist verseucht von Gift
Staub und Rauch rauben dem Tag das Licht

Meine Tränen tropfen rein und klar
Auf das Chaos, das einst meine Heimat war
Der Sturm legt sich, das Inferno zieht vorbei
Ich blicke auf, der letzte Pfeiler bricht entzwei

In Schutt und Asche liegt sie nun
Die Welt, der ich einst zu angetan
Einsamkeit, der Schmerz sitzt tief
Wo ist die Erlösung, nach der ich rief?

Sternchen, Sternchen, siehst du’s jetzt?
Siehst die Welt, so schwer verletzt!
Doch bist weit fort, lässt mich allein
Und lässt mich flehen, lässt mich schreien
Kami_Katze[B]Böses Dunkel[/B]

Schon seit vielen Tagen bin ich gefangen
Ein schweres, dunkles Tuch lastet auf meinen Schultern
Meine Hände sind gebunden
Um mich herum nur Finsternis, nicht weiter
Ich kann nichts erkennen, weiß nicht, wo ich bin
Und langsam, schleichend, vergesse ich, wer ich bin
Die Angst habe ich hinter mir gelassen
Doch die Stille macht mich wahnsinnig

Er, der mich gefangen, hat bereits das Interesse verloren
Hat aufgehört, mich zu verhöhnen und zu quälen
Doch das ist mir jetzt egal
Niemand würde mich schreien hören
Die Dunkelheit umschließt mich fest
Und die Stille wird unerträglich laut

Doch… verrate mich nicht… ich habe ihn betrogen
Sieh, hier in meiner hand, drei kleine Funken
Die mich vor dem Wahnsinn bewahren!
Wie sie leuchten…

Einer ist meine Vergangenheit
Einer ist meine Zukunft
Und einer… bist du

Ich lege sie zu Boden und sieh, es sind Samen des Lichts
Sie keimen auf, die Helligkeit wächst

Das Licht durchdringt mich, trägt mich fort… fort…
Kami_Katze[B]Meine Zweite Geburt[/B]

Seltsam benommen von dem Anblick
Dieses Wesens, das mich suchte
Wie ein Hauch des Todes
Doch sein Geist war weise

„Wohlbekannter Fremder, woher kennst du mich?“
Meine Schwäche, schweigend enthüllt
Von der ständigen Berührung
Unserer beiden Seelen!

Nah vor mir, sein Gesicht
Der Anflug eines Lächelns auf seinen Lippen
Doch im Schatten, verschmolzen mit der Dunkelheit
Die Augen leuchtend, hungrig nach einem Wort von mir
In begieriger Erwartung
Doch schmerzlich angespannt der Geist

Was sollte ich tun als ihn berühren
Meinem innersten, dunklen Verlangen nachgeben
Ihn mit geschlossenen Augen umarmen
Und ich sah ein dünnes Glimmen in endloser Leere

Vergessen sind nun Raum und Zeit
Ewig währe ich an seiner Seite
Er, der mich dem Tod gestohlen
Hat mich errettet und verdammt zugleich
Kami_Katze[B]Mein Tod -Teil 1-[/B]

Tränen schneiden das Fleisch
-TIEF-
Nebel ziehen herauf
-KALT-
Ich schließe meine Augen
-BILND-
Das Sterben beginnt
-ALLEIN-
Das herz erlahmt
-STILLE-
Die Welt verblasst
-…-
Kami_Katze[B]Mein Tod -Teil 2-[/B]

Die Nacht gebärt ein totes Kind
-MICH-
Der Wind haucht mir neuen Atem ein
-KALT-
Ich stehe langsam auf, spreize meine Flügel
-STOLZ-
Tot und lebend zugleich fühle ich mich stark
-MACHT-
Ich ziehe los, das Feuer brennt
-HUNGER-

Welt, gib acht, ich bin wiederauferstanden
Kami_Katze[B]Wahn ~~in mir~~[/B]

die Stille
schmerzt in meinen Ohren

die Dunkelheit
blendet mich

die Gedanken
ertränken meine Sinne

die Gefühle
nagen an meiner Seele

die Einsamkeit
zersetzt mein Ich

lasst ab von mir, vergesst...
bald breche ich entzwei!

...
Kami_Katze[B]DAS VERLETZTE LICHT [/B]

[I]1.Akt: *Dämmerung*[/I]
Blick ich zum Himmel, seh’ ich,
Ach, so federleicht und unbeschwert,
Die Wolken zieh’n,
Gen unbestimmten Ziel.

Wandern sie fort und fort,
An mir vorbei,
Doch wünsch ich sehnlichst mir
Von ihrer Art zu sein,
Mit ihnen zu gehen,
Hinfort aus der abscheulich Welt,
Die mir bietet nur
Ein furchtbares und grausig Sein.

Jedoch,
Ich kann ihnen nicht folgen,
Bin gebunden an diese Existenz.

Das kühle Gras,
Über das der Abend schon sein feuchtes Netz gelegt,
Der zarte, weiche Wind,
Der mir Wort um Wort mit sanfter Stimme singt,
All dies spür ich kaum mehr,
Denn allzu schwer lastet die Bürde,
Die mir auferlegt zu tragen.

Gar arg verletzt mein sehnend Herz,
So möchte ich flieh’n
Aus irdischen Gefilden,
In denen nichts mich hält.

Hör ich die Krähen mir erzähl’n,
Von jenen dunklen, schweren Tagen,
Die nur in meiner Seele fortbesteh’n,
Und jener Wind,
Der nun bemüht mir Trost zu spenden
Hat schon längst fortgeweht
Die Fragmente meiner Angst

Tief wie Blei im Weltenmeer
Liegt in mir begraben,
Der letzte Kuss, den ich ihm gab.

Ein Stich
Durchdringt mein blutend Herz,
Erinnert’s mich doch allzu schwer
An das schon längst vergangne Glück.

Taub lausche ich dem letzten Lied,
Das die Nachtigall mir singt,
Dann schweigt auch sie.

Dunkel ist´s geworden.


[I]2. Akt: *Irrlichter*[/I]
Wie einen schwarzen, zarten Schleier
Legt die Dunkelheit nun ihre Schwingen
Über die Tränen meiner Trauer.

Einzig der Mond bescheint,
Was von meinem Wesen ist geblieben,
Und taucht die Nacht und silbrig Licht,
Das tausend Mal sich bricht im Taue.

Noch immer lieg ich da,
Wartend, um der Stunden willen,
Die dann verstreichen mögen
Ich möcht’ nicht gehen,
Mich nicht mehr bewegen,
Denn meine Kraft entfloh der Hülle
Und ich gab auf.
.
Doch plötzlich und ganz leise
Vernehm ich es,
Die klagenden Rufe,
Die lockenden Stimmen
Und obgleich auch fremd mir scheint ihr Klang,
Seltsam vertraut sie mir doch sind.

Ein Drang in mir erwacht,
Ungleich stärker als je zuvor
Ein Gefühl in meinem Herz entstanden,
Es nagt an mir,
Zerrt mich auf die Beine
Bringt Geist und Blut in meinen Leib zurück
Und wie gepeitscht, gar wie von Sinnen,
Hetz ich ihm nach,
Dem lieblichen Gesang der Geister.

So nah fühl ich mich ihnen,
So nah als könnt ich sie greifen,
Doch heb ich die Hand,
Um dies zu tun,
Entflieh’n auch wieder sie vor mir,
Tanzen im Kreis um mich herum,
Wie um zu spotten,
Erst nah, dann fern,
Und willenlos, gedankenlos gar folg nach,
Schritt um Schritt

Ein letzter Schritt,
Ein letztes Lachen,
So wie sie mir sind erschienen,
Gehen sie auch wieder fort,
Ungesehen und ungefangen
Und lassen mich zurück.

Da erst wird mir bewusst
Zu was sie mich verführt
Doch ist´s bereits geschehn.

Der düstre Wald hat seinen Pforten nun geschlossen,
hat mich gefangen,
hier, an diesem Ort.

[I]3. Akt: *Lichtgestalt*[/I]
Voll Angst und Zweifel knie ich nieder,
bedeck mit kalter Hand mein Angesicht
Und wünsch ungescheh’n
Was ich getan.

Verführt von wundersamen Klängen
War ich ihnen nachgefolgt,
Hierher, wo mich der Wald
In seine dunkle Mitte hat genommen.

Dicht an dicht stehen die Bäume,
Jedoch kommt’s mir jetzt so grausig vor,
Die Stämme gar wie Gitterstäbe
Und wohin ich mich auch wend,
Ich find doch nicht zurück.

So halt ich still,
In vager Hoffnung
Diese Nacht möge recht schnell vergehen
Und ich könnt fort von hier.

Dunkel ist’s,
So dunkel wie noch nie zuvor ich hab erlebt
Die Dunkelheit erdrückt mich beinah
Doch halt ich still und wart.

Nach und nach, ich merk es kaum,
Verliert die Finsternis an Größe,
Wird klein und flieht dann ganz
Vor einem weißen Schein,
Der sanft um mich herum sich weitet.

So blick ich auf, nicht länger angsterfüllt,
Nur fasziniert, wie vormals von den Stimmen,
Denn was ich seh’ ist wahrhaftig
Nicht von dieser Welt.

Mich umringen vier Gestalten,
Die weder Mensch noch Tier,
Körperlos, unexistent,
Unstet wie der Wind.

Sie scheinen zu bestehen aus purem Licht
Besitzen weder Gesicht noch Stimme,
nur ihre Seele,
welche so rein aus ihnen strahlt..

Gebannt erheb ich mich.

Sogleich kommen sie näher mir,
Strecken aus nun ihre Hände
Und berühren mich.

Ein heißer Schmerz,
Licht bricht aus meinem Körper
Ich möchte schreien,
Doch eh ich Atem hab geholt
Verstummt auch schon mein Schrei
Noch in der Kehle.

Geborgen liege ich in ihren Armen,
Hab meinen Körper abgestreift,
Bin selbst nun jene Lichtgestalt.
Vergessen nun mein irdisch Leben,
Alle Schrecken, alles Leid ist von mir gewichen
Sie haben mich gefunden,
Haben lang nach mir gesucht,
Nun sind wir eins.

Entstand ich aus Asche
Und wurde zum Licht.
Kami_Katze[B]Das zweite Gesicht[/B]

Stumm stehe ich dir gegenüber
Wage kaum dich anzusehen
Vielleicht wäre es mir lieber
Du ließest mich nun gehen

Doch lange schon bin ich gebannt
Von deinem Trug und Schein
Du hast meinen Namen genannt
Und meine Gedanken sind nun dein

Spielst du mit mir ein grausam Spiel?
Mit meiner Seele, so verschreckt?
Ist Verwirrung nur dein Ziel?
Die Antwort hab ich nicht entdeckt

Die Worte dein sind kalt und hart
Verletzend gar, für zartes Gemüt
Doch sind deine Gefühle andrer Art?
Und du von anderem Geblüt?

Zeigst Hass und zeigst Verachtung,
doch sag, verachtest du auch mich?
Haben deine Worte Geltung?
Denn was du fühlst, erkenn ich nicht.

Das Gesicht das du mir zeigst
Trägst du es gar lange schon?
Doch keine Antwort und du schweigst
Und hältst mich in Faszination.

Gerne würde ich es einmal sehen
Dein zweites Gesicht, das gut versteckt
Tief in dir ruht! Du lässt´s nicht gehen
Und niemand hat´s bis jetzt entdeckt
Kami_Katze[B]Die Grüne Stunde[/B]


Wieder plagt mich das Verlangen
Habe mich danach verzehrt
Zuviel Zeit ist schon vergangen
Doch nun beginnt sie, l´heure verte

Aufs Silber leg ich Weißkristalle
Und lass sie saugen, mehr und mehr
Bis grünes Blut ins Glase falle
Und Anisduft die Sinne nährt

Blaue Flammen greifen schnell
Nach dem, was vormals rein und zart
Flackern im Tanze gar so hell
Bis kurz darauf ihr Ende naht

Ein zweites Mal erweck ich sie
Aus ihnen kommt emporgestiegen
Mit sanftem Flügelschlag, die grüne Fee
Beginnt beschwingt, vergnügt zu fliegen

Kalt gesellt das Wasser sich hinzu
Bis zärtlich mich die Louche anblickt.
Nun endlich komme ich zur Ruh
Hebe das Glas, bin tief entzückt

Bittersüß durchfließt den Mund
Rinnt wundervoll den Hals hinab
Leis´ tust du, oh Fee, mir kund
In welche Welt ich mich begab

Mit sanftem, zarten Wort
Betäubst du meine Sinne
Trägst mich behutsam fort und fort,
doch vor Gedanken hältst du inne.

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