| Traumtropfen | Die Nacht Tropfen für Tropfen spühlt Nacht unsre Seele und wartet, bis wir ertrunken sind. Auch ich steh und warte, in ewiger Tiefe und suche die Sterne, des Lichtes Kind. Die Nacht ist so dunkel, auf dass sie mich quäle, auf dass sie das Leid zur Tugend macht. Fast kommt es mir vor, als ob ich ihn riefe, den Namen jener schwarzen Nacht. Der Mond er will scheinen, die Tiefe durchbrechen, doch was ist noch wirklich und was Illusion? Der Himmel schlägt Wellen, der Tag musste sterben, die Sonne für immer vergessen schon. Und all kleine Worte, die wir doch noch sprechen sind unsre einzge,eigne Welt. Und all das, was wir von damals erben, ist nicht das, was hier wirklich zählt. Die Nacht frisst alle ihre Kinder, ganz langsam, leis und still. Und kommt der kalte Seelenwinter, weiß keiner, was ein Wort noch will. |