| NARRator | tropfend entweichen der gebrochenen brust splitter der vergangenheit widerwillig offenbart die seele ihr gebranntes fleisch es wird uns nähren in den dunklen stunden welche kommen werden mein geist wird zum sarg der schönheit mit meinen worten schaufle ich unser grab auf das wir endlich ruhe finden... |
| NARRator | leben und leben lassen, einen teil der wahrheit umfassen. der tod das ziel, das leben ein spiel. nur verlierer die bestehen, nur gepeinigte seelen die verstehen. ich warte auf der liebe licht und sehe doch nur des vaters gesicht. |
| NARRator | ich wusste die hoffnung ist vergeblich das leben zu fassen scheint unmöglich alles bleibt stehts wie es war mein herz schläft weiter jahr um jahr mein leib die fleischgewordene isolation vater, hörst du ihn greinen, deinen sohn die vergangenheit lehrte das nicht im lenz mich erweckt das wärmende licht drum zweifle ich selbst am wahrheitsschein für mich nur schmerz birgt, das BEWUSST-SEIN |
| NARRator | sei mir gegrüßt werter leser, ich hoffe es hat dir in meinem garten gefallen und ich würde mich freuen ein feedback zu bekommen. schreibt mir einfach ob ihr ähnlich empfindet, oder ob ihr euch von meinen texten angesprochen fühlt... wenn ihr mir schreiben wollt, tut dies bitte in meinem [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=27456]Kritikthread[/URL]. ihr könnt mir natürlich auch eine pn schreiben, oder sendet mir einen e-brief(narrator@gmx.ch), bitte nicht in meinen garten schreiben... ich danke euch für eure anwesenheit und hoffe auf resonanz... euer NARRator |
| NARRator | pain floods my soul runs wet through my sick eyes they cant see anymore cry just blind tears my old body disintegrates painful through my trembling hands i try to hold me in the flesh of my mother loneliness breakes my selfpity too... ...i must not die to know: I'M ALREADY DEAD! |
| NARRator | ein gestiger olymp verächtlich schaue ich herab sehe nur maden welche sich im staub der ewigkeit winden hoffend sich zu verewigen errichten sie tempel ihrer selbst-sucht deren fundamente mit blut befleckt sind doch bereits die nächste generation spuckt auf ihre werke geil darauf ihr fleisch in ihre kinder zu pflanzen leben sie fickend und sabbernd und werden dafür von ihren kindern gehasst wie sie selbst mit HASS angefüllt sind... |
| NARRator | in meiner welt nur graue blumen blühn' durch meinen tag nur graue menschen ziehn' und auch der sonne licht in seinem grau erwärmt mich nicht mein ganzes leben... ...trist und leer und selbst das blut welches meinen geöffneten venen entströmt... ...GRAU... gnädige ruhe umfängt mich nun... und endlich... ...SCHWARZ... |
| NARRator | LENZ Des Winters Leichentuch verdrängt Vom Lenz in seiner Pracht Vögel singen, Blumen blühn' Ich wollt ich hätt' mich umgebracht (20.03.2002) |
| NARRator | Sonett auf die ewige Sehnsucht Wenn mich einst rettet Lethes süßer Wein Und sich dann bettet Mein altes Gebein Wenn festlich ich nähre Die feisten Maden Und nicht mehr schwähre An tausend Plagen Wart' nur ich ziehe bald Nach meinem Grabe kalt Befreit von aller Not Lieg ich dann endlich tot In schwärzester Glücksseligkeit Will ruhen ich in Ewigkeit |
| NARRator | Sonett für des Schlafes Bruder Entsprungen aus Herzensglut Schreibt meine zitternd' Hand Auf eine weiße Wand Worte mit meinem Blut Ein Rätsel, tief in mir drinn Aus meinen Adern rot Sprudelt des Lebens Sinn Die Lösung schreit: Tot! Bebend sink ich zu Boden Mit einem Seufzen entweicht Meiner Brust heißer Odem Erlange meines Körpers Gewalt Hab' das Ziel noch nicht erreicht Meine Lippen flüstern: Bald! |
| NARRator | Hoffnungssonett Mein Geist erneut besiegt Sinkt zurück in den Schatten Mein faules Fleisch Ein Fest für die Ratten Meine Auge, blind geworden Hat sich geschlossen Meine kranke Seele Fühlt sich erschossen Doch noch nicht gegangen Durchs kalte Zimmer Weht wie Gewimmer Ein Hauch von Verlangen Jenseits von Schmerz Bebt noch mein Herz |
| NARRator | öffne das licht lass herein das heilende feuer lass brennen die schatten lass tanzen den tod lass tanzen den heiligen stahl lass quellen den strom öffne den schmerz auf das mein fleisch gesundet mein herz versteinert ich lebe... |
| NARRator | eine neue dimension des schmerzes zeigt mir das die knochenblume wieder erblüht ist ihr same -von unterdrücktem leid genährt- gedieh in der stillen schwärze meiner seele stunde um stunde wächst ihre macht und drückt mich zurück in den staub der erinnerung mein schrei gefriert und die unmöglichkeit der befreiung lässt meine augen vertrocknen |
| NARRator | ein kind vom licht gebannt wurde vom leben gefangen an der liebe hat's sich verbrannt ging zugrund' am verlangen so ist's aus der welt verschwunden floh aus schmerzender helligkeit und hier in tiefster dunkelheit hat es sich selbst gefunden |
| NARRator | entwurzelt treibe ich dahin die gefangenschaft meines geistes zerbricht stück um stück ein schlag aus der vergangenheit hat mich zerschmettert die scherben verwunden meine augen blind driffte ich weiter bereit den kreis von neuem zu betreten um zu leiden SATURN öffnet wieder seine kalten arme um mich willkommen zu heißen... |
| NARRator | RASEND vor GIER, nach NICHTS... RASTLOS auf der SUCHE, nach STILLE... TRAUMgleiche bilder peinigen meinen GEIST GESICHTslose FRATZEN stören meine OHNMACHT ich wollte nicht in den KREIS zurück ich wählte das LEBEN und fand doch wieder nur mein EWIGes GRAB... ...den TOD meines HERZens |
| NARRator | die ewigkeit ausgespien die göttlichkeit verlacht von meinem herzen angeschrien die liebe umgebracht |
| NARRator | ich glaubte noch immer an unsere Liebe, darum schlug ich eine brücke zu deinem herzen. doch du hast sie eingerissen und meine hoffnug auf unser glück zerstört. ich stürzte in den fluss der zeit und konnte mich nicht an's ufer retten. ich trieb davon... viele jahre vergingen und ich ward alt mein ganzes leben war ich nun allein. erst jetzt da ich im sterbebett liege, bist du wieder bei mir, um meine hand zu halten. deine tränen benetzen mein gesicht, während ich dem tod in's antlitz blicke. dann schließt du meine augen und presst einen letzten kuss auf meine lippen. doch ich spüre ihn nicht mehr, denn das leben ist aus meinem körper gewichen... (1999) |
| NARRator | ich suchte WÄRME, doch ich fand KÄLTE. ich suchte GEBORGENHEIT, doch ich fand ABWEISUNG. ich suchte LIEBE, doch ich fand HASS. ich suchte DICH (MICH), doch ich fand MICH (DICH)... (2000) |
| NARRator | TOD WO IST DEIN STACHEL? HÖLLE WO IST DEIN SIEG? (von einem friedhof) |
| NARRator | LIEBE... nur ein wort das geschrieben steht im buch meines lebens die seite geschunden, zerrissen, tränenverschmiert nun da der tod mich geholt, ist das buch zugeschlagen und verstaubt im regal des schicksals kein mensch hat es je gelesen und verstanden den die seiten waren dunkel und vergilbt sein titel lächerlich und sein preis viel zu hoch ich aber der einsame autor habe es gehegt und gepflegt habe fleißig tinte verschwendet und mir die finger wund geschrieben trotz meines wissens um seine bedeutungslosigkeit denn die menschen welche die hauptrollen spielten überstanden nur wenige kapitel und eine weibliche hauptrolle wurde nie vergeben denn durch meine unfähigkeit war dieser schundroman verschwendetes papier in einem wertlosem einband die bilder farblos und trist das cover leer und blutbefleckt die wenigen seiten überfüllt, unleserlich nun da ich diesen nachruf schreibe wird mir vieles klarer doch es ist zu spät das buch ist gedruckt und wird von den kritikern zerrissen und belächelt hoffentlich wird mein nächstes werk besser wie ein bestseller im schaufenster des lebens... (1999, doch geändert hat sich nichts...) |
| NARRator | ich stand vor'm spiegel meiner seele und hielt nach dir ausschau... der spiegel aber zeigte nur mein vezerrtes gesicht von angst erfüllt, von trauer zerfurcht... vorsichtig näherte ich mich - getäuscht und versuchte dich zu halten doch der spiegel zerbrach und zerschnitt meine hand ich zuckte zurück und leckte meine wunden... als sie aber vernarbt waren stürzte ich wieder vorwärts der weg nur beleuchtet, von der flamme meiner Sehnsucht... doch nirgends fand ich dich war verloren in der unendlichkeit umgeben nur von spiegeln... (2000) |
| NARRator | [U][B]Herbstzeitlos[/B] [/U] Herbst, Herbst, welch schöne Zeit des Verfalls, der Verwesung. Wie schön verfault mein Herz im Herbst, wie wundervoll ist dieses Sterben, wie schön ist die Ewigkeit. Im Frühjahr ist meine Seele erblüht, im Sommer ist sie gereift und die Sehnsucht erwachte... Doch nun im Herbst hab' ich dich verloren, und meine Liebe fliegt davon wie Laub im Wind. So sitze ich nun hier in der Ruine meines Lebens. Mit den verlorenen Kindern warte ich auf den Winter, den kalten Tod... Herbst, Herbst, wie schön bist du verblasst... (herbst 2000) |
| NARRator | als ich wusste wie du schmeckst, wusste ich was sehnsucht ist. als ich wusste was du fühlst, wusste ich was liebe meint. als du fort gingst, wusste ich was schmerz ist... (in gedenken an eine verstorbene liebe, 2001) |
| NARRator | ich versuchte zu trinken des lebens süßen wein, doch vergebens, mein herz noch immer kalter stein. die liebe konnte mich nicht kraftvoll nähren, nur des todes ruhe mir wieder verwehren... (irgendwann anfang 2002) |
| NARRator | unheimlich, mein spiegelbild ein fremdes gesicht schaut mich an kein lächeln... die augen, glanzlos... meine trugen doch immer feuersglut was ist geschehen? wo ist er hin mein lebenswille? warum schweigt mein herz? und meine ziele, hab ich meine kraft verloren? wo sind die antworten an die ich glauben wollte... warum antwortet mir nur ohrenbetäubende stille? mit jedem tag schreit das blut lauter, es möchte sich befreiend über meinen leib ergießen... möchte schwall um schwall den tod begrüßen... vater, warum frisst du deine kinder? (einfach ein paar dinge die mir im moment im kopf rumschwirren... ) |
| NARRator | Endlich, eine Klippe, ein Schritt, ein Moment der Freiheit... ...endlich, die Teile meines Körpers, hören auf zusammenhängende Bedeutung zu haben. Mein Geist zersplittert im Sog der Ewigkeit... ...endlich frei... ...oder doch nur endgültig gefangen...? |
| NARRator | Einst verlieh mir die Liebe güldene Schwingen, Doch wollt mir das Fliegen nicht gelingen. So fiel ich herab vom Himmelszelt Und stürzte zurück in die Menschenwelt. |
| NARRator | der NARRator verpuppt sich und wird bald wieder auferstehen, stärker noch als zuvor... nur als was? . . . schaut hinauf wenn ihr meiner schwingen schlag wieder vernehmt und fürchtet euch nicht... . . . bis bald, ihr ihr werdet von mir hören... |
| NARRator | erwachen birgt erkenntnis erkenntnis birgt erleuchtung erleuchtung birgt schmerz... |
| NARRator | die wiedergeburt, birgt lediglich tieferen schmerz. was hoffte ich zu finden, erkenntnis? wie lachhaft! ich scheine geboren um leid zu erfahren... vielleicht ist das meine einzige erkenntnis... |
| NARRator | die liebe hat mich gesucht doch verbarg ich mich vor ihr die hoffnung wollt mich fassen doch lief ich davon vor ihr du wolltest mein herze umschmeicheln doch wächst keine liebe in mir du wolltest meine seele streicheln doch hatte ich angst vor dir ...diese angst... sie stiehlt tag für tag... stücke meines herzens... und taucht sie in leere ein... doch noch immer keine träne... |
| NARRator | [B]Selbst(v)erkenntnis!?[/B] Auf dem Berg der Einsamkeit, wollt ich narzistisch leben, mir eingeredet hab ich gar ein zarathustrisches Streben. Dann hab ich erkannt diese Seehölle und wollt mich dem Leben gebähren... Doch zeigte das Leben mir nur, das ich nicht mal auf dem Berge war. Im Abgrund bin ich erwacht und längst das Fliegen hab ich verlernt... Jedesmal wenn ich mich in die Lüfte schwingen will, spüre ich das meine Schwingen zu schwach sind und stürze in den Staub zurück... Manche wollten mir zeigen wie's geht, doch sind sie alle davon geflogen... Und hier unten scheint noch immer keine Sonne! |
| NARRator | lange zeit versunken... lange zeit im traum gelebt... doch nun erwacht... das leben scheint noch immer grau das leben scheint noch immer schmerzhaft neue wunden zieren meinen leib narben der zukunft narben welche mich erinnern doch an was? daran das ich ewig ein narr bleiben werde!? |
| NARRator | momente der stille momente der verzweiflung meine stimme zerbrochen fehlen mir die worte mich zu befreien so bleibe ich weiter gefangen versinke immer tiefer in litargie und verzweiflung... |
| NARRator | Losgelöst So trat ich denn ins Licht des Lebens Herausgeschleudert in die Wirklichkeit Habe viel gesehen Doch wenig verstanden Lebte vorbei am Leben ...unbedeutend... ...unwirklich... Und doch wahrhaftig Plante (m-)eine Zukunft Die keine Hoffnung hatte Denn Nebel lag auf meinem Weg Doch die gebeugte Gestalt die mich führte Ließ mich allein So verlor ich den Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit Lange saß ich nur da und weinte Einige wenige aber blieben bei mir Um mich zu trösten Sie brachten mir laufen bei Und lichteten den Nebel der Zeit der mich umgab Ich lief los Ziellos zwar Doch mit neuem Mut Entdeckte ich die Wunder die mich umgaben Und während ich rannte Wuchs mein Hass Denn ich begann die Menschen(Welt) zu durchschauen (1999 also schon älter, aber ich habe gerade eine disk mit älteren gedichten gefunden...) |
| NARRator | träume in scherben hoffnung zertrümmert von eigener hand mal wieder vernichtet kann nichts dafür, sag ich mir finde keinen trost in meinen worten finde keine wärme in meiner seele doch wie immer gebe ich nicht auf weiß auch nicht warum da ist wohl noch ein funke auch wenn ich ihn nie finden konnte (kein wirkliches gedicht, einfach ein paar gedanken die mir im moment im kopf rumgeistern... danke übrigens an alle die immer so lieb zu mir sind... ihr wisst schon wer gemeint ist, ich werde mich bald wieder öfters melden...) |
| NARRator | quetsche mich durch menschenüberflutete gassen quäle mich durch stinkende, wimmelnde massen doch plötzlich dringen onyxgleich augenspeere in mein krankes fleisch in mir flammen lodern, warm und hell brechen auf den herzblutquell eispanzer bricht in tausend scherben schlägt in die seele neue kerben die maske der verachtung bricht zerfetzt von fremdem augenlicht für einen moment streifen sich gedanken für kurze zeit brechen alle schranken doch schon verstreicht die kleine ewigkeit ich tauche zurück in die dunkelheit quäle mich durch stinkende, wimmelnde massen quetsche mich durch menschenüberflutete gassen (gerade ebend spontan entstanden... und wer kennt sie nicht solche kurzen momente wenn blicke sich treffen und man für wenige sekunden zu verstehen glaubt wofür man eigentlich die ganze zeit leidet...) |
| NARRator | verstand lässt nicht schlafen... verstand erzeugt selbsthass... i make him pay for what he've done! so kommt nur schleichend doch sicherlich, die erkenntnis..... sterben? plötzlich! gibt es wunder?! werden wir gelenkt?! telefon hört nicht auf zu klingeln... gehe schließlich ran... ein freund aus der vergangenheit reißt mich zurück... weg vom abgrund... lebe! noch immer... (gerade im völligen gedankenchaos rief mich ein freund an und hat mich gerettet... sorry etwas verworren, habe seit tagen nicht geschlafen...) |
| NARRator | dieser mensch ist eine hülle... seele und herz wohnen nicht mehr darin! suche... finde nicht... verzweiflung ergreift von mir besitz... doch dann begreife ich das ich nichts verlieren kann, da ich nichts habe, zum festhalten... da ich nichts bin, was zu halten lohnt... wahrscheinlich? oder? |
| NARRator | der seelen bruderzwist entflammt in falsche träume mich verrannt nur eine grenze bleibt mein geist dagegen treibt erste risse in der wand schritte verwehn' im sand |
| NARRator | dabei wollte ich doch nur leben... dabei wollte ich doch nur geben... dabei wollte ich doch nur atmen... den odem der liebe kosten einen teil des glücks' mein eigen nennen nicht weiter gegen mauern rennen endlich wieder wärme spürn' dich im innersten berührn' doch all' streben wirkt vegebens bin einsam, zeit meines lebens (gerade entstanden, durch einen netten menschen angeregt, danke...) |
| NARRator | meine schwingen sind längst zertrümmert meine macht durch liebe verkümmert bin nun den andern menschen ahnlich muss durch den staub kriechen nämlich ich flog mit saturns dunkler engelsschar jetzt gottes hure schein ich fürwar |
| NARRator | das ewige leid der kinder SATURN's... vater hat uns verdammt schönes kind weil unsere seelen zertrümmert sind die körper besitzen zwar noch kraft doch tote herzen haben keine macht komm ich halte dich ewig warm bette dein haupt in meinen arm ich will auch keine liebe säh'n auf totem grund kann nicht's entsteh'n lass uns harren der totensonne ihr schwarzes licht birgt letzte wonne da nur ewig schlaf kann brechen den bann den vater für seine kinder ersann |
| NARRator | er frisst mich auf, er macht mich alt... er verrät mich, erschreckt mit seiner gestalt... der NARRator zerfällt in seinem licht er wälzt sich im dreck kann aufstehn nicht lebt wohl... ich werde verbrennen ich werde erwachen gestärkt? |
| NARRator | ein weiser greis ist gestorben durch seine blutend wund' ward ein knab verdorben zur gleichen dunklen stund' nun sitzt er immer fort einsam, zerschlagen und belogen an jenem finst'ren ort und scheint vom leben betrogen er wollt' aufstehn und tanzen doch hört er keine melodie ist nie ein teil des ganzen er lacht ob dieser ironie endlich kniete er nieder, zum beten zu einem gütig gott der hat ihn in den staub getreten gerichtet auf seinem schafott (vor etwa einem jahr entstanden, aber ich habs gerade wiedergefunden... irgendwie passt alles noch immer, was mir wieder mal zeigt, das ich einfach nicht weiterkomme...) |
| NARRator | irgendwann kam ich an den punkt, da ich nicht mehr wusste, wo die scheiße anfing und ich aufhörte... zu lange hatte ich im dreck gewühlt, wie andere im heuhaufen . eigentlich wollte ich nur einen atemzug nehmen, einen tiefen atemzug vom wahren sein, doch zur gleichen zeit wurde mir bewusst, das ich niemals etwas anderes als mist fressen würde, solang ich nicht die kraft find' mich zu erheben... den eigentlich wurde mein tempel schon vor äonen gestürzt! so blieb ich einfach liegen und fraß weiter das, was anderen vom güldenen teller fiel... (vielleicht ist das der weg? in scheiße zu wühlen... ) |
| NARRator | ich hab keine stimme, zu sagen was noch bleibt, so fehlen mir die worte zu denken was mich treibt. hätt ich nicht deine augen, ich wüsst nicht was mich hält, leben würd nichts taugen, es gäb nichts was noch zählt. und erst da ich nicht spür, dein wort in meinem sinn, ist nichts was ich berühr, gibts nichts was zeigt wohin... (du weißt für wen es ist) |
| NARRator | ich bin der flehende könig, welcher gierig die zukunft verschlingt. ich bin der blutende schlächter, welcher wütend die vergangenheit mordet. ich bin der vertrocknete spieler, welcher närrisch die gegenwart zertrümmert. |
| NARRator | den pfad des vergessens beschreitet die zeit doch bilder verlorenen glücks beschweren das herz mein geist noch immer nicht von dir befreit schenkt die erinnerung wellen aus süßestem schmerz die qual, durch dich gebracht, ist längst verblasst ich hatte nicht mehr gedacht deinem augenlicht jetzt hast' mir wieder ins herz gefasst doch die einzig' rettung ist nicht in sicht ich werde wieder vergessen suchen auch wenn deine augen im traum mich rufen es kann in dieser welt nicht sein du wirst nimmer mehr mein drum bete ich, muss es doch geben nach diesem leid ein anderes leben (vor fast genau einem jahr entstanden... wie ich heute weiß, ein endgültiger abschluss, mit einem wichtigen teil meiner vergangenheit, darum kann ich es auch endlich veröffentlichen...) |
| NARRator | wie ein thor brech ich mir bahn ich presche vor verfolg den wahn wie ein wal treib ich zum rand folge der qual bis in den sand (nur ein kleiner splitter) |
| NARRator | vielleicht treffen wir uns irgendwo und ich trag deine sachen ein stück vielleicht auch noch weiter wenn du mich überholst, schau mal zurück wartest wieder zwischen falschen stühlen willst nur beenden das ewige wühlen oft sitz ich einfach da werf einen blick in die vergangenheit betrachte stumm so manche narbe hoffe das es sich nie befreit warte wieder zwischen leeren stühlen möcht nur beenden das quälende wühlen wir fühlen des schwertes spitze zählen die sekunden vor'm kuss vernehmen ein klicken verspür'n einen schuss tasten nach zu hohen stühlen ertrinken in toten gefühlen (...seltsam...) |
| NARRator | das schwert der liebe hat mich berührt was solls, hab fast nichts gespührt dreh dich um, nimm fort dein gesicht mich blendet nur dies grelle licht vielleicht kreuzen sich unsere wege irgendwann wer weiß, vielleicht sehen wir uns dann doch jetzt wünsch ich mich weit, weit fort mit etwas glück, wartest du auch dort |
| NARRator | -stolpern- fühl mich seltsam, stumpf und leer hohl der kopf, denken steht quer das herz möcht ich zerfetzen spür noch der liebe giftige lefzen was ich anfass, wird zu dreck nichts und niemand, hat mehr zweck und will mich jemand zum lichte ziehn muss er vor meinen dämonen fliehn hoffnungsverlust, die zeit untergraben in jeder kurve, ein wüten und schaben ich laufe davon, frag selten wohin das ständige sehnen, der einzige sinn jeder tag, eine weitere zeile am gefäß fehlen ettliche teile wie lang soll ich noch warten? höhlen den stein im ewigen garten zu schwierig für ein kleines glück zu oft verlaufen, kein weg zurück find mich allein und ohne plan spüre kein zeichen, nur noch den wahn (... dieses puzzle konnte ich endlich zusammensetzen...) |
| NARRator | 'wissen ist macht. wer zuviel weiß, wird umgebracht.' sagte vater manchmal... an fast allem was vater sagte, hegte ich eines tages zweifel. |