| Anvenia | Willkommen in meinen bescheidenen Hallen.. Ich würde sagen, nehmet Platz, werte Gäste und bestellet Euch etwas, zu Eurem leiblichen Wohl. Lesen ist nicht gleich..verstehen. Im Laufe der Zeit, wird es vielleicht Einigen gelingen, über den Rand, der Oberflächlichkeit, hinaus zu denken. Andere jedoch, werden bereits beim Versuche scheitern. Nun denn, haltet die Augen stets offen und versuchet nicht, mit dem Kopfe zu denken. Fühlet mit dem Herzen und ihr werdet verstehen. Anvenia |
| Anvenia | [SIZE=3]"Kälte.."[/SIZE] Mir ist kalt, zittere am ganzen Leib. Bäume schenken mir Wärme, doch spüre ich nichts davon. Meine Seele ist zerrissen, mein Herz zu einem Eiskristall gefrohren, meine Gedanken blockiert. Die Kälte dringt von innen nach aussen, lässt mich erstarren. Eine leise Stimme ist in mir, redet immerzu von Dunkelheit. Alles um mich herum erstarrt und wird schwarz, ich schließe meine Augen und sehe meine Gedanken förmlich klar vor mir. Immernoch zittert mein Körper, bis ich nichts mehr fühle. Hinter mir höre ich leise Schritte. Ich drehe mich um, doch niemand ist da. Gedanken durchfluten meinen Geist, doch kann ich sie nichts entziffern. Ein leichter Windstoß bringt mich zurück in die Realität. Ich wache auf in einer dunklen, kalten Welt, in der Gewalt und Hass immernoch regieren. Das letzte was ich spüre ist eine eisige Träne die meine Wange herunterrinnt... |
| Anvenia | [SIZE=3]"Schlaflos.."[/SIZE] Ich versuche zu schlafen, doch lieg ich hellwach - Die Nacht wird zum Tag. Wieso fällt es mir so schwer, ist, was ich mich frag'. Ich fühl mich so leer. Ich liege im Bett und denke nach, über Dinge die ich wissen sollte. Ich quäle mich Tag für Tag - ist es das was sie wollte? |
| Anvenia | [SIZE=3]"Sie.."[/SIZE] Ich sitz alleine in der Nacht Denk' an sie weil sie die Gier entfacht Ich kann nur noch an sie denken, möcht' ihr meine Liebe schenken Will mit jemandem darüber reden, doch fehlt mir der Mut dann weiterzuleben. Warmes Blut rinnt durch die Adern, will heraus um sie zu sehn' Endlich schafft es den Weg nach aussen und ich spür mein Leben gehn'... |
| Anvenia | [SIZE=3]"Verflossene Liebe.."[/SIZE] Wer ewig traurig ist und schaut, der kennt die wahre Welt. Und wer die Wahrheit sieht und weiß, auch traurig sich verhält. Drum sieh nach vorn und nie zurück, sonst kommst du nicht mehr fort, von Liebe und Geborgenheit, an jenem dunklen Ort. Am Ort, den viele Hölle nennen Und jeder Schmerzen schreit, Du einst auf Mich gewartet Und zu lieben Mich bereit.. |
| Anvenia | [SIZE=3]"Schmerz.."[/SIZE] Der Schmerz in meinem Herzen sitzt tief. Wo gestern noch die Sehnsucht rief, wo Liebe und Glück waren Zuhaus, sieht' es heut' ganz anders aus. Kummer und Leid regieren mein Leben. Mein Streben nach Vorn ist nun vorbei, denn Du brachst mein Herz inzwei. Nachts liege ich wach, Stille neben mir, fang an zu weinen, meine Gedanken bei Dir. Ich wach' morgens auf und sehe mich um, doch bin ich allein ich frag mich warum. Ich mach mir Gedanken, geb' mir die Schuld. Zu wenig Vertrauen? Zu wenig Geduld? Ich weine schon wieder, hab' Angst vor morgen. Die Angst mein Begleiter, Herz und Seele wissen nicht weiter. Ich bitte Dich, linder den Schmerz! Rede mit mir, mit meinem Herz! Ich weiß das Du mich nicht mehr liebst, ich möchte nur eins: Wissen ob Du mir Hoffnung gibst.. |
| Anvenia | [SIZE=3]"Mein Tod.."[/SIZE] Ich liege im Bett, seit langer Zeit Für den Tod bin ich seid Jahren bereit Erlöse mich aus diesem Leben, ich werd' Dir meine Liebe geben. Ich liege im Bett, schon seid Langem, mich überkommt wieder dieses Verlangen Die Sehnsucht nach der Klinge, die bestimmt mein Ende, betrachte meine blutigen Hände. Ich will nicht sein, was Du denkst, das ich bin Suche nach dem Lebenssinn Ich wär so gerne jetzt bei Dir, das ständige Verlangen, tief in mir. Ich küsse Dir sanft die Tränen vom Gesicht, ich bin da, doch Du siehst mich nicht Der Traum ist zuende, aus und vorbei, ich wache auf, ein entsetlicher Schrei. Kannst Du ihn hören, sag es geschwind Kein Traum, eine Brücke, ich falle im Wind. Ich schlage auf, auf kaltem Grund mir rinnt Blute aus dem Mund Die Augen leer, zerzaustes Haar, der Traum war echt, mein Tod ist da.. |
| Anvenia | [SIZE=3]"Vorbei!"[/SIZE] Wir lernten uns kennen, knapp vor einem Jahr Verliebte Blicke, alles wunderbar Du warst die Richtige, das hab ich gewusst Bis du mir gerissen, das Herz aus der Brust Aus den Augen, aus dem Sinn So hieß nicht das Ende, so hieß der Beginn Der Beginn meiner Träume, dass ich dich ersteche Und mich danach über deinem Leibe erbreche Zu viele Träume, zu sehr gelitten Es sollte nicht so kommen, doch wir haben uns gestritten Du hast mich hintergangen, mich belogen, mich benutzt Hast mit deinen Tritten meine Seele beschmutzt Du hast ihn geküsst, ich war weit weg Hast mich wochenlang behandelt, wie den letzten Dreck Doch nun ist es so weit, ich hole dich zurück Hol mir deinen Körper, Stück für Stück Arme, Beine, dann das Haupt Du kannst mich nicht verlassen, hast du das geglaubt? Hol’ mir zurück, was gehört zu mir Nun bin ich wieder da, mit dem Messer tief in dir Dein winseln hat mich zum lächeln gebracht Du hast viel geblutet in dieser Nacht Das ist sie nun, Engel, meine Rache – Eine ganz besondre Sache! Denn nun erlaub ich dir zu gehn’ Das hat der Kuss dir gebracht, kannst du’s sehn’? Du kannst nicht weg von mir, siehst du’s endlich ein? – Du gehörst zu mir, du bist ganz allein Mein! Nun bin ich endlich an meinem Ziel Vorbei ist unser kleines Spiel Dein Leben endet mit einem Schrei. – Vorbei! (Eisregen ist Schuld, Eisregen ist Schuld, Eisregen ist Schuld! :D ) |
| Anvenia | [SIZE=3]"Horrorzirkus"[/SIZE] Buntes Treiben, bunte Lichter Glitzeraugen, Lachgesichter Kinderkichern, heile Welt Natürlich ist’s ein Zirkuszelt! Das Publikum ist amüsiert, jeder einz’ge applaudiert Die Show fängt an, das Licht geht aus, „Gäste, Schluss mit dem Applaus!“ Alle schweigen, warten leise Ein Elefant, er hüpft im Kreise „Schau mal Mama, guck mal da!“ Alle finden’s wunderbar. Ein kleines Auto nun im Raum, daraus springt ein lust’ger Clown Und viele mehr, die Menge brüllt Die Manege fast gefüllt „Werte Gäste, sehn sie nun, was wir mit dünnen Seilen tun.“ Der Direktor zeigt nach Oben, wo mutige Artisten Proben. Das Publikum sieht nun gebannt, an eine rote Zirkuswand. Lichter schwirren, der Rauch wird dicht, umhüllt ein faltiges Gesicht. Als der Nebel sich verzieht, weiß keiner klar, was nun geschieht, bis jeder diese Frau erkennt und schreiend aus dem Zirkus rennt. Doch vorm Zelt bleiben sie stehn’, keiner kann mehr weiter gehen’ „Niemand kann mir mehr entfliehn’, keiner sich dem Bann entziehn’!“ Es rummst und knallt und kracht und zischt Bis jedes Leben hart erlischt Die Frau zufrieden, sichtbar froh Ihr Lächeln jedoch kalt und roh Die Artisten kommen herausgerannt, nehmen die Frau sanft bei der Hand. Der Direktor lacht „Welch große Not, meine werten Kollegen, die Gäste sind tot!“ |
| Anvenia | [SIZE=3]"Der Floh"[/SIZE] "Niemals wieder, wie zuvor.", spricht der Floh, in deinem Ohr. "Ein Jahr verging, ein Jahr, das lang.", spricht der Floh mit Angst und Bang. "Nun wieder hier und ganz allein.", der kleine Floh, er lässt's nicht sein. "Keinen Sinn, dich anzuschweigen, dieses Leben ist dein Eigen! So recke nun dein Haupt empor!", sprach der Floh, in meinem Ohr. |