| Malonius | ANDERWELT die sonne legt sich zur ruh das dunkel erringt die macht am himmel erstrahlt der mond und der wald ist erwacht unheimliches erzählt man sich denn seltsames tut sich in diesem gebüsch wenige wagten es ihn zu durchqueren denn man sah keinen von ihnen je zurückkehren doch was ist da, da in diesem wald? eine junge maid getrieben soweit von dunklen reitern in gespenstiger jagd sonst hätte sie es wohl nie gewagt geschunden und mit großer angst man sagte einst sie sei verdammt sie rannte über stock und stein doch niemand hörte ihr klägliches weinen sie lief, geplagt von der pein immer tiefer ins dunkel hinein und sank schwach nach langem weg zusammen und dachte im traum schönen tagen wie sie ihm einst das ja-wort gab und jahre mit ihm glücklich war sie glaubte das diese zeit nie vorrübergehen mag bis sie erfuhr, das sie mit ihm nicht alleine war sie war verzweifelt in ihrer liebe wieso hat er mir das angetan? ich liebe ihn so sehr doch er wohl mich nicht mehr sie wartete am abend auf ihn um tief in seine augen zu sehen doch sie wusste nicht was sie tat bis er plötzlich regungslos am boden lag sie ward geächtet und geknechtet wurde gefoltert und gepeinigt aus dem lande verbannt für immer verdammt sie wachte auf vom warmen gesang der vögel und merkte frei und leicht war ihre seele sie stand auf und sah den gar schönen wald dies gab ihr wieder kraft und halt sie hörte einen geheimnisvollen klang und folgte ihm zwischen den bäumen entlang als sie zu einer großen brücke kam auf deren anderer seite sie ein schloss vernahm es war umringt von hohen türmen und sie spürte eine innere hürde sie überquerte die lange brücke und stand sogleich vorm großen tore sie klopfte laut und ein ton erklang so dass sie gleich nach atem rang das tor ging auf, sie trat hinein und verschwunden war ihre pein sie sah menschen, leben in frieden und ruh und dies geschehen gab ihr wieder mut ein reich geführt wie von magischer hand ANDERWELT gelobtes land |
| Malonius | Nur ein Augenblick Du sahst dich um, dein Blick traff mich. Ich spürte ihn und sah dann auch dich. Du liessest nicht los, und ich wollt dies auch nicht. Auf einmal spürt ich deine Hand an meiner, du standes vor mir und lächeltest mich an. Du nahmst mich mit in diesem Augenblick, entfliehen wollt ich nicht aus deinem Bann. Was war nur geschehen in dieser Nacht? SO viel Glück spürte ich in mir. Woher kam diese Macht? Lange verborgen war sie tief in dir. Zusammen ward, was lang allein, ein Bund, geschlossen für die Ewigkeit. Getanzt, geliebt, gelacht und geweint, unzertrennlich waren wir zwei. Einst in einer Nacht, sagtest du zu mir: "Bitte pass auf mich auf und bleib bei mir!!!" In diesem Augenblick spürt ich ewiges Glück und wollt auch nie wieder zurück. Die Zeit war lang, die Zeit mit dir. So wunderschön ach wärst du noch bei mir. Der Tag kam, wo es geschah, Keiner konnt ahnen jene Gefahr. Ich sah zu und konnt nichts tun, du lagst am Boden, in seltsamer Ruh. Ich rannte zu dir, nahm dich in meinen Arm, ich schrie so laut: "Nein, es ist nicht wahr!!!" Ich hab dir ein Versprechen gegeben doch konnt ich es halten nicht in diesem Augenblick. Du sahst mich an, zum letzten Mal. Drücktest meine Hand, schwach und zart. Ich wollt dir helfen, doch keiner konnt es mehr, sagtest nun zu mir: "Bleib bei mir,ich liebe dich so sehr!" Deine Augen fielen zu,deine Hand herab, warum konnt ich das Versprechen nicht wahren? Ich schrie dich an: "OH KOMM ZURÜCK!!!" doch vergebens, es war dieser eine AUGENBLICK. |
| Malonius | Ein Fest Ich ging wohl einst in unsere Stadt ein fröhlich Liedlein für mich pfeiffend war voll Freud und voller Lebenskraft denn ein großes Fest da sollt wol steigen Ging vergnügt die Straßen entlang schaut mal hier und schaut mal da es war Morgen und der Tag noch lang und sollt es dauern bis er vorrüber war Harlekin und Feuerspucker Spielmann, Zauberer und Puppenkünstler alle waren sie da und hatten Spaß mir gefiel dies Treiben und legte mich ins warme Gras Kinder liefen hin und her in bunten Kleidern einem großen Manne hinterher welcher mit seinen langen Beinen alle dort begeistert Ich stand auf ging mit ins Getümmel ich freute mich darauf und strahlend blau war auch der Himmel An einem Stand im strahlend Sonnenlicht in wunderschönem Gewand da entdeckt ich Dich Ich sah Dich an, wohl sehr sehr lang Du blicktest auf und lächeltest mich an voll Freude gab ich es zurück spürte dieses Stechen, dass Gefühl des Glücks Es wurd gespielt ein Lied was mir gefällt ich verspürte die Lust einen Tanz zu beginnen griff Deine Hand und nahm Dich mit und wir tanzten als würden wir fliegen Den ganzen Tag durchtanzten wir wünschten uns, dass er nie zu Ende gehen mag ich spürte so tiefe Freude in mir und am Abend lagst Du in meinem Arm, neben mir im Gras Hieltest Dich fest an meiner Hand schenktest mir einen langen Kuss Ich hielt Dich fest und streichelte Dein Haar und spürte ich tief deinen Genuß Ein Ruf nach Dir, Du musstest fort ich fragte Dich: "Wann sehen wir uns wieder?" Du gabst mir einen Kuss und beugtest Dich nieder sagtest leis: "Irgendwann an diesem Ort!" Du liefst los, blicktest zurück hast ein letztes mal mir noch gewunken ich sah Dir nach, ein langes Stück warst Du bald meinem Blick entschwunden Am nächsten Tag war ich zurückgekehrt ich wartete vergebens und fand Dich auch nicht mehr er war so schön der gestrige Tag wart ich nun auf das nächste Jahr. |