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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: enolalone [trigger]
enolA[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=29870&highlight=enola]Kritik für enolA[/URL]



Ist Schmerz das höchste Lob für sie,
er lacht,
befriedigt, als sie schrie.
Schreien vor Schmerzen, Angst und nicht mehr wollen,
sie sollte lieber nicht schwächeln.
"Lächel schön, mein liebes Kind,
und husch schon mal geschwind,
vor in dein Bett,
ich komme gleich, bin ganz nett."
"Tu mir nicht weh, ich will es nicht,
ich habe Angst, komm mach Licht!!"
"Was willst du, ich muss dir sagen,
für Anforderungen werd ich schlagen!"
Gerechte Strafe,
nie verstehen,
und im Dunkel,
wird sie sein Gesicht nie sehen.
Denn er drehte ihr immer den Rücken,
und raubte ihr ihre Kindheit in Bruchstücken.
Es machte ihm spaß, sie leiden zu lassen,
und so lernte sie, sich zu hassen.

lasst mich bitte Leben.
Eingeschlafen,
in Morpheus Armen,
leise liegt sie da.
Sie schläft und zittert,
überall.
Ein letzter Kuss,
dann geht sie fort,
in das Land der Träume,
Morpheus Träume,
und singt das Lied,
das letzte Lied,
das Lied von Liebe und Leid.

Sie singt es leise, ohne Ton,
sie tanzt einen Tanz,
den letzten Tanz,
doch bewegt sie sich nicht.
Sie hört die Trommel schlagen.
Marschierendes Getrommel,
wirbel-
Tod.

Kein Ton dringt in ihre stille Welt.
Komaartig, bewegungslos.
Traumlos liegt sie in Morpheus armen, durchlebt ihr Leben,
wieder und wieder-
stirbt langsam,
und der letzte Kuss,
der Abschiedkuss,
war nicht von ihm.

------------------

gestorben nun,
in Morpheus armen,
liegt sie da
ganz still und denkt.
Einsam in den dunklen weiten,
haucht sie an das starre leben,
vegetierend wankt es vor ihr her.
Morpheus arme,
Traumgewusel.

Gedankengang,
da ist keine Gewalt,
Gedankengang,
kein Krieg, kein Hass.
Hirngespinst,
da ist nur Liebe,
schöne Liebe.
Hoffnungsschimmer,
vieles geträumt,
Wissen das...
anders.

Liegend tot in Morpheus armen,
alleine,
er singt ein Lied.
Das Lied vom Traum,
von Liebe und Glück.
Das Lied von Wissen,
dass Hoffnung nie stirbt.
Was will sie hören,
was soll sie sagen?
Hoffnung,
pure Illusion.
Warum?
Sie ist schon Tod.
Gestorben, damals,
in Morpheus arm,
als sie sich das Leben nahm
enolAManchmal denkt man, dass das Leben einem nichts mehr geben kann. Keine Blume sieht man mehr blühen, keinen Vogel mehr singen. Man denkt, die Welt ist erstarrt, wie Glas, leblos, gläsern ebend. Das einzige, was noch zählt, ist das verzerrte Spiegelbild, was du siehst, wenn du versuchst, das Leben in der Blume zu entdecken, den Klang des Vogels, der monoton seine Flügel auf und ab bewegt. Du versuchst, durch das Glas zu gucken, und erspähst nicht ienen einzigen Blick, von dem, was andere Leben nennen. Du siehst nur die hässliche, dicke Fratze, die du zu sein scheinst, aber es ist llusion. Du, du bist wer anders, du lässt dich irre führen, durch das Glas.
Das Leben ist erfroren, weil die Menschen, nicht bereit waren, zu akzeptieren. zu glauben, zu hoffen. Du läuftst durch die Felder, die Hände tief in den Hosentaschen, denn du hast Angst, etwas zu zerstören, etwas zu verlieren, dich zu verletzen, durch die spitzen Ecken der gläsernen Welt. Du siehst, wohin du auch blickst, nur Spiegelwelten, Spiegelzeiten und Spiegelmenschen. alles scheint ein Spiegel zu sein, du, alleine in einer leblosen Welt. Schon seit Wochen bist du nun hier gefangen, weißt nicht, wie du hingekommen bist, weißt den Rückweg nicht. Kein Ton hat dein Ohr erreicht, keine Farbe dein Auge berühren können. Nichts kannst du anfassen, alles aus kaltem Glas. Seit Langem verblasst deine Erinnerung an das, was einst war, an ein Leben, das bunt war. An ein Leben, das es wert war zu sehen, doch du, alleine in der Spiegelwelt, alleine in der Einsamkeit. Wohlfühlen? Schritte werden schwerer, unermüdlich. Langsam, ohne aufzublicken, schritt für Schritt, weiterkämpfen. Seit Langem. nichts. Alleine, einsam, verlassen. Nur du, und Spiegel. Nur du, und das Nichts, das dich aufzufressen droht. Weiterkämpfen. nie aufgebend. Weiter, weiter, weiter. Erlösen?
Du gehst, geradewegs gen Sonne, scheinst sie nie erreichen zu können, sie wandert. Die verschwindet am Horizont, lässt dich allein. Du sinkst zusammen, bleibst wo du bist. Sitzt da, zusammengekauert, leblos, wirst zum Spiegel. Erstarrst, raffst dich auf, willst nicht stehen bleiben, nicht zum Spiegel werden, kämpfst dich weiter und weiter, bleibst stehen, fällst zusammen und vergräbst dein Gesicht in deinen Händen. Liegst auf gläsernem Boden, schaust geradewegs in den gläsernen Boden, erkennst wieder die Fratze, dein Gesicht. Du magst nicht mehr aufgucken, alles ist so still. zu still. Kein Ton, der Leben in die Welt bringt, du bist allein. Ganz allein. Du kniest dich hin, deine Stimme will rufen, tonlos. Du willst weinen, doch es kommen keine Tränen. Verzweifelnd lässt du dich auf den Boden fallen, vergessen, dass er aus Glas ist?! Die Scherben reißen dir die Wangen ein, du schlägst mit den Händen auf den Boden, willst schreien, weinen, um dich schlagen, verzweifelt. Deine Hände sind aufgeschnitten, doch es kommt kein Blut. Es kommt nichts. Es sind nur tiefe Kerben, nichtssagend. Mit letzter Kraft erhebst du deinen Kopt, weil du etwas am weiten Horizont wahrzunehmen glaubst. Wahrnehmen heißt Leben, da muss etwas sein, in deiner Isolation, was dich retten wird. Langsam spürst du, wie Leben in den Boden kommt, Es bleiben Spiegel, aber es scheint, als könntest du ein Stückchen in den Spiegel sehen. Etwas erblicken. Es ist eine Figur ohne Figur, gerade gebaut, mit spitzen Ohren, herausstechenden Augen, spitzen Ohren und einer Glatze.
Langsam kommt die Figur ohne Figur auf dich zu, streckt die Hand aus. Du erkennst nichts an der Hand, was ihr Ausdruck verkleiht, und trotzdem ist sie so faszinierend, dass du deinen Blick nicht mehr von ihr wenden kannst. Sie steht vor dir, sagt keinen Ton. sie steht da, gerade gebaut, ohne Figur. Sie sieht dich an, lächelt. Du siehst sie an, nicht lächelnd. Sie streckt langsam ihre hand aus.
So lange warst du einsam, so lange hast du nichts gesehen, nichts gehört, und nun hast du sie gefunden. Sie, das Leben in deiner Einsamkeit. Du versuchst zu weinen, tränenleer. Du machst den Mund auf, sie legt ihren langen, spitzen Finger auf deine Lippen, tonlos schließt du deinen Mund wieder.
Sie öffnet ihren Mund, schließt ihn wieder. Sie nimmt deine Hand.Kalte, lange, spitze Finger. Figurlos. Du stehst auf, sie fasst deine Hand, richtet dich auf. Du stehst vor ihr, glaubst nicht mehr an dich, glaubst nicht mehr an Leben, glaubst an nichts mehr. Sie geht einen Schritt zurück. Erwartungsvoll blickst du sie an. Nichtswiassend. Sie geht, langsam bedächtig, um dich herum, betrachtet dich von oben bis unten, mustert dich auf`s genauste. Sie steht wieder vor dir, ist ein paar Mal um dich herum geschritten. Du stehst da, abwartend. Wissen, was passiert? Unwisend. Sie geht einen Schritt weit weg von dir. Dein Herz, du fühlst es wieder. Das erste Mal, seit langem fühlst du, dass dein Herz für etwas schlägt. Für diese Figur ohne Figur, mit der Glatze, den ghervorstechenden Augen, den langen, klaten, spitzen Fingern, den spitzen Ohren. Sie steht da, einen Schritt entfernt. Warten. Nichts passiert.
Auf einmal geht sie zweit Schritt eauf dich zu, steht, dicht an dicht, vor deinem Gesicht, du spürst ihren kalten Atem, lachen. Sie lacht. lacht lachtl lacht. Sie lacht lauter, schreit fast. Du erschrickst, starrst. Willst einen Schritt zurück gehen, sie packt dein Handgelenk, zerrt dich mit. Sie sagt keinen Ton, rennt. Dich am Handgelenk, zerrt, reißt, schneidet dir mit ihren scharfen Fingern in die Haut. Angst? Neuanfang. Neue Welt. Ein Tor öffnet sich. Sie reißt dich herein, schließt das Tor ab, schleudert dich auf den Boden. Du erkennst, schrecken, Spiegelblumen, Spiegelbäume. Du stehst vor einem Baum, die Hände dicht an den Baum, aufpassend, dass du ihn nicht berührst. Du erkennst- eine Fratze, deine fratze? dein Gesicht?! Du blickst dich um. Spiegel, die dich durch nichts blicken lassen. Zerrspiegel. Blick. Schaust an dir herunter, schaust in den Spiegel. Verwirrt. Blick. Irritierte Augen starren in den Spiegel, an dir herunter, in den Spiegel, an dir herunter. Dein blick wandert an deinen Beinen herunter, an den Boden des Spiegels, hoch. Baum- Spiegel? Dein Blick. Verzweifelt. Das bin ich?
Deine Augen folgen deinem bauch abwärts. Blickst auf in den Spiegel. Figur steht, figurlos, mit spitzen Ohren, hervorstechenden Augenund Glatze hinter dir. Sie legt dir die spitze, kalte, lange Hand auf die Schulter. Du blickst durch den Spiegel in ihr angewidertes Gesicht, als sie dir die kalte, spitze, lange Hand auf die Schulter legte. Stille. Stiller, als je zuvor. Abwartend. Du blickst ihr durch den Spiegel in die Augen, folgst ihrem Blick, der durch den Spiegel an dir herunterfährt, ruckartig deine Augen fixiert.
Der erste Satz. "Zu Hause ist es am schönsten, willkommen in deinem neuen zu Hause, willkommen in ..." stille. Erstickende Worte, die sie nicht mehr zu vernehmen mochte. Und sie war angekommen.
enolA[b]Schwer[/b]
der Wind singt die Freiheit
ein heller Stern schreit:
"Komm doch her!"
ich frag:
"wer?!"
er spricht:
"Komm in mein Land..."
und verschwand.
Lange denke ich an den Stern
er war so unerreichbar fern.
der Weg ist so schwer
Noch immer denke ich:
"Wer?
Bin ich etwa gemeint?
Hat der Stern etwa geweint?
Meint er, ich gehör nicht hier her..?
Doch Abschied nehmen fällt mir so schwer."

doch ich sage allen Aufwiedersehen,
die Welt wird sich ja weiterdrehen...
enolAfliegende gedanken
schritten die wanken
menschen die sterben
babys, die geboren werden...

neues leben,
welches Menschen Menschen geben,
gefühle, fremde emotionen,
Körper, in der fremde Seelen wohnen.
vereinigt und geschändet
von allem anderen abgewendet.

einsamkeit
die hilfe schreit
das wissen von gebroch'nen blicken,
kleine Kinder, die nur nicken,
keine eigene Meinung haben,
und es gar nicht mehr wagen,
einen Muks zu sagen.

ACH SIE WEIß NICHT,
WIE SIE IST...
SIE WEIß NUR,
DASS ES SIE ZERFRISST
enolA[b]Stille und Ruhe[/b]

Es ist Abend geworden. Draußen, der Himmel, schwarz. Nur der Mond wirft ein fades Licht in ihr Zimmer. Kein Licht brennt in dem Zimmer. Sie sitzt auf ihrem Bett, das Kind auf ihre Hand gestützt. Es scheint, als denke sie über irgendwas nach. Nur was?! Niemand kann ihre Gedanken erraten, niemand weiß was sie fühlt, denkt, möchte. Ein Träne rinnt ihr Gesicht hinunter und bleibt an ihr hängen. Noch eine Träne und noch eine Träne. Es scheint, sie wolle die Welt ertränken mit ihren Tränen. Weint sie?
Etwas später haben die Tränen aufgehört zu rinnen. Sie tropfen nur noch lautlos von ihrem Gesicht, verlassen sie. Tonlos legt sie sich auf ihr Bett und schließt die Augen.
Ein Mädchen geht die Straße hinunter. Es ist spät. Unter einem Baum macht sie halt und schaut in die Baumwipfel. Langsam senkt sich ihr Blick., sie geht weiter. Links fängt ein langer Weg an, der in einen finsteren Wald führt. Einsam sehen die Büsche aus, traurig die Bäume. Sie biegt ab, geht langsam voran, verschwindet in der Dunkelheit.
Ihr Herz fängt an zu schlagen. Ist da jemand? Die Schritte werden schneller, nehmen panischen Takt an. Sie rennt und rennt. Schreit.....da ist doch wer!?
Hinter ihr läuft jemand. Doch egal wie schnell sie rennt, egal wohin sie rennt. In welchen Pfad sie auch biegt, welche Gestrüppe sie auch durchquert, der, der ihr folgt, lässt sie nicht los. Es scheint, sie kann nicht entfliehen. Irgendwann wird es still in dem Wald. Zu still. Kein Laut ist zu hören. Kein knarren der Bäume, kein Wind, der durch die Äste geht und nicht einmal mehr eine kleinste Bewegung ist wahrnehmbar. Sie schaut an sich hinunter. Rote Erde um sie herum. Sie schaut an ihren Armen herunter. Blutrot. Rot, von den Dornen, denen sie nicht entfliehen konnte auf der Flucht. Rot von den dünnen Ästen, die ihr schmerzen bereiteten da sie diese pansch zur Seite schlug. Sie weint. Rote Tränen laufen an ihren Wangen herunter. Sie streift ein schwarzes Haar aus ihrem Gesicht und bemerkt, auch ihre Hand ist nun ganz rot. Paradox, hatte sie einen Zweig in das Gesicht bekommen und es aus der Panik heraus nicht bemerkt?! Sie hatte keinen Spiegel, konnte nicht sehen was das war.
Langsam ging sie weiter. Ein gleichmäßiges Tempo. Ruhe. Sie hatte total die Orientierung verloren. Wusste nicht mehr wo sie war. Nebel legte sich nieder am Boden und hielt sich fest. Sie sah die Hand vor Augen nicht. Leise nahm sie ein Geräusch wahr. Fallende tropfen. Es musste ein See sein... Sie verstärkte ihr Tempo. Nahm wieder Schritte hinter ihr wahr, fing an zu rennen und schrei. Wollte schreien, doch es kam kein Ton. Sie rannte und kam nicht von der Stelle und er kam immer näher und... war wieder weg. Ruhe. Vor ihr breitete sich ein See aus, größer als der Atlantik. Es war, als könne sie mit einem großen Satz überqueren aber doch zu weit um hindurch zu gehen. So majestätisch und stolz lag er da vor ihr. Dunkel. Nix war sichtbar. Sie schaute langsam zu Boden um nun endlich zu sehen, was sie in ihrem Gesicht hatte. Wieder tropften rote Tränen hinunter, verließen sie und wurden eins mit dem See.
Vor ihr war das schwarze Wasser. Doch, irgendwie hatte sie das Gefühl allein zu sein und beobachtet zu werden.
Ein Geräusch! Es war, als fiele etwas am anderen Ende in den See. Zwei Augen starrten sie an. Kein Ton. Waren wider verschwunden. Sie starrte wieder erschrocken zu Boden und blickte in die Fratze des Todes. Sie schrie, doch es kam kein Ton. Sie blickte in den Himmel und sah den Teufel, der mit roten Rosen um sich warf, als wolle er wen beerdigen. Sie sah wieder nach unten und es nahm ihr fast die Luft, als sie bemerkte, das sie diese Fratze anstarrte und auf sie zeigte. Zielstrebig verfolgen die Augen ihre und ließen sie nicht mehr frei. Sie konnte ihr Augen nicht abwenden. Dieser Körper mit den Augen die sie anstarrten, sie fixierten ließen sie nicht mehr los und es war, als wäre es eine Leiche, denn sie entfernte sich von ihr und trieb mitten auf den See hinaus. Sie erkannte genau das Gesicht, sah, was sie trug. Sie erkannte die schwarze Kreuzkette und das Pentagramm, welches auch sie besaß. Sie drehte sich erst um, als sie dieses Gesicht nicht mehr sehen konnte. Und blickte in die Augen eines Menschen, vor dem sie schon immer weggerannt war. Sie drehte sich wieder um, der See war verschwunden Sie rannte los und hörte nicht mehr auf zu rennen. Sie durchquerte den Wald, sprang über Gräben stolperte über die Wurzeln. Hörte nicht auf zu rennen, rannte, rannte, rannte...
Erschrocken fuhr das Mädchen in ihrem Bett hoch. Schweißgebadet setzte sie sich aufrecht und schnappte nach Luft.. Alles nur ein Traum... oder? Sie blickte prüfend an sich herunter. Die Arme! Alles auf und kaputt! Jede menge feiner Kratzer und Wunden, die tiefer als ihre Seele waren. Sie sprang aus ihrem Bett vor den Spiegel und sah sich in dem See liegen. Sah ihre eigene Kette mit dem Kreuz und dem Pentagramm, sie sah sich selber in die Augen starren und wusste vor wem sie weggerannt war. Vor mir! Vor mir selber renne ich weg! Mein Gesicht war blutig und zerschlagen und meine Augen sprachen die Leere. Nur ein Traum?
enolAKerzenschein,
niemals allein.
Und im dünnen Kerzenlicht,
erscheint ein unheimliches Gesicht.
Es lacht und höhnt,
es küsst und stöhnt.
Es spricht und stößt,
seine gelben Zähne sind entbößst
... wenn's denn nur die Zähne wären ...
enolAdie
end
zeit
lose
rose

die
im
wasser
fiel

der
dunkle,
blätterlose
stiel
voller
dornen

das
wasser
verfärbt
voll
rotem
blut

und
drum
herum
brennt
die glut

verbrannte
leiber
missbrauchte
weiber

kleine
kinder
tote
seelen
die
nicht
gehen
und
nicht
flüchten

e-i-n-s-a-m-k-e--it
enolAund wieder eine Nacht,
ich fühle mich hilflos und unbewacht.

Jeder kann mich sehen,
doch ich kann nicht gehen.
Das Skalpell, das funkt und blitzt
hat "not alone" in meinen Arm geschnitzt.

Tropfen,
die geräuschlos niederfallen,
innerlich, hör ich Leere schallen.
Filme von vergangenem Tage,
die ich nicht zu betrachten wage.
Und es spielen zwanghaft immer wieder,
dröhnende erschreckende Lieder

Lieder voll graun und Angst und Scham,
Die Angst, dass er doch wiederkam.
Die Nacht sie ist so endzeitlos
und das Blut, es tropft in meinen Schoß.
Nächtliche Tropfen voll von Graun,
ich blick zu den Tropfen,
mag nicht mehr aufschauen.

Seelensterben in kalten Nächten,
als ob sie nicht schon genug mit sich brächten,
so bleibt auch das sterben nicht erspart,
und auch ich bin vor mir nicht bewahrt...
doch die Qual
hat nicht nie die Wahl.
Sie will töten, hassen, mich bekriegen,
und letztendlich
wird sie siegen.

Der Tod,
er ist hereingebrochen,
ich habe seinen Hass gerochen,
doch es war mein eigener Hass,
der mich neidvoll blass
verneigen lässt,
vor fremden Wesen..

...das war einmal enola gewesen...

doch alone ist ein weites Wort,
an einem fremden, fernen Ort.
such mich nicht,
es nimmt alle Sicht.
Bleib mir fern
ich hasse leben,
es kann mir einfach nichts mehr geben-
lass enola allein,
es bleibt ein schein,
nebelwände,
Waldbrände
und durch helles warmes Licht,
spüre ich,
wie alles unter mir zusammenbricht.


tonight, 1.4.04
enolAEinsamkeit
in Menschenmassen.

Seelenschmerz
im Krankenhaus.

Todeskampf
auf Friedhofsgeländen,

Schuldgefühle
im Gefängnis.

Sterbenwollen
in den Köpfen.

Freiheitswunsch
niemals erfüllt.

Traumgesuch
im Nachtgewirr-

und endlos
siegen Schmerzen
und endlos
bleibt die Einsamkeit
enolA.
enolALass mich allein.
Es ist unerträgliches Sein,
In diesem Leben....
kein nehmen und geben.

Nichts zu riskieren,
aus Angst vor verlieren,
geliebte Menschen,
Hoffnungsfunken,
doch als Antwort:
ALLES BETRUNKEN

Geschlagen
verachtet,
keine Sekunde betrachtet.
Müde Augen,
die zu nichts mehr taugen.
Müde Gedanken,
die in der Dunkelheit wanken.
Einsam sein,
allein allein.

Kein Verstehen,
kein begreifen,
einfach nur körperliches weiterreifen.
be-griffene Teile,
treiben kalte Keile,
zwischen Körper und Seele,
auf dass sie sich von dannen stehle.
Unerträgliche Gefühle,
berührtes Sein.
Aber innerlich doch so allein.

kein Ankommen,
es bleibt die Einsamkeit,
keine Seele, die noch schreit.
Ausgestorben,
Abgeworben.
Erkaufen,
besaufen.

Genommen,
gegangen,
und wieder gefangen.
Getötet durch unwissendes Tun,
Seelenlos kann ich nicht ruhn.
Wirre Texte,
kein Verstehen,
hey, einfach weitergehn!



gewidmet der letzen Nacht
enolAschlafloses zittern,
gefahren wittern,
Ängste spüren,
lassen mich in alten Geschichten rühren.

vergangene tage,
wie heute präsent,
doch niemand erkennt,
welch grauens Not,
bedeckt mit Hoffnung auf Tod.

Latente Suizidgedanken,
die dich wie Dornengewächs durch meinen Kopf ranken
Wegen bahnen,
mich vor mir selbst warnen.
Verschwinden nicht,
ohne Taten,
Schmerz lässt nicht auf sich warten.

Schon die zweite Nacht,
die ich durchwacht.
In Angst verharren,
Wände starren,
kahle Blicke,
nichtmal existent,
nur in meinem Kopf präsent.

Und nicht wissen,
die Zähne fest aufeinander gebissen,
weiß nicht, wie es weiter geht,
einsam- niemand versteht.

Flashbacks von den Verlorenen,
Angst vor Neugeborenen.
Neues Graun,
endlose Schreie,
die in meniem Kopf nur schallen,
und Wimmernd in meinem Kopf verhallen.
Einsam sind sie
wiedergesehen,
und niemand wird das verstehen.
enolAverletzen
versetzen.
Streitend
weinen
glücklich scheinen.

verzweifelt sein,
der Streit vergeht,
und bloß nicht wein'
weil niemand versteht.

Keiner sieht
und niemand fragt,
nie etwas dazu gesagt.

Schweigend verharren,
vergangene Minuten,
halten mich zum Narren!
ich will nicht bluten!

ich kann nicht wählen
muss mich quälen
will mich töten,
will mich zerstören,
niemand kann meine Not erhören.
Unausgesprochen,
werde ich gehen,
es geht mal wieder um's verstehen.

Verstanden, denn ich schweige aus,
will aus diesem Körper raus.
Misstrauen
-bitte- lass das Eis doch tauen,
ich will es brechen,
das alte rächen.
Das Alte,
die alten Stunden,
-nichts- habe ich überwunden.
Sie quälen mich heute,
nach so viel Zeit,
für nichts neues bin ich bereit.
Weil alles holt mich immer ein,
und ich schweige,
kann nicht schrei'n.
enolADunkelgöttin,
bitte erwacht!
Ich habe euch etwas mitgebracht!

Etwas ohne Sonne und Licht,
etwas,
was den Spiegel bricht.

Etwas,
was in der Dunkelheit,
eure einsame Seele befreit.

Ein Stück von
Energie, Liebe
und Magie.

Befreiung
aus der Himmelgruft,
Hinunter geleitet,
hinfort an die Luft.

Begleitet, ...
so seid bereit,
damit eure einsame Seele nicht schreit.

Anmutige Schritte,
nur eine einzige Bitte:
Lasst mich nicht einsam sein,
nicht allein
im Lichterschein.

Kerzen, ...
Feuerschein aus Blut,
Ohne Gefühl,
endlose Wut.
Keine Befreiung,
die Zweisamkeit Macht.

Und ich habe Euch etwas mitgebracht.
Etwas was das Dunkel bricht,
etwas,
es ist kein Licht.
Es ist Gefühl,
eine Gabe des Seins.
Glitzernde Tränen,
als hätte sie keins.
Kein Ich
kein Gefühl
gebrochene Seelen,
die es nicht wagen,
das Gefühl einfach stehen.
Einsam bleiben,
endlos wachen,
und das Gesicht verbirgt
unechtes Lachen.

Dunkelgöttin seid bereit,
damit eure einsame Seele nicht schreit.

Das Geühl begleitet,
der Weg an die Luft,
der einsame Weg,
zurück in die Gruft...




(ich weiß, ist wirr aber ich bin heute Nacht mal wieder so unfähig...)
enolAdas Nichts
geweinte Tränen,
die schweigend niedergehen.
Die untergehende Sonne,
die ihr Licht versendet.
Versucht mich zu berühren.

In der Wüste
steht ein Berg.
Auf den bin ich geklettert.
Nach tagelangem suchen,
das Licht,
es soll mich treffen.
Es soll mich wärmen,
mich erfüllen.

Nach unendlicher Anstrengung,
nach Tränen:
Blut,
Wasser,
Schweiß...
habe ich das Hoch erklommen.
Stehe da
erblicke das Land.
Stehe hoch oben
überblicke die Wüste meines Seins.

Die Sonne,
und wie sie untergeht,
versendet ihr Licht in strahlenden Kegeln
über die Wüste.
Meine Wüste.
Mein Sein.

Befreit mich,
ich stehe da,
die Hände weit von mir gestreckt,
Adler spielend,
frei sein wollend.

Bitte,
liebes Licht,
treffe mich und erfülle mich.
Ich blicke in die Sonne,
die untergeht
und schließe meine Augen.
Warte auf das warme Gefühl,
das mich umgeben soll.
Und als ich die Augen wieder öffnete,
tat sich mir ein Bild auf,
voll Dunkelheit.
Und mir wurde bewusst,
die Sonne hat mich verfehlt.
Die Wüste war ein Farbenmeer,
was mir enthalten blieb,
weil die Sonne es nicht vermochte,
mich zu wärmen
und mich sehen zu lassen...
enolASpiegelblicke

der Spiegel bewegt sich,
Sie fühlt sich gefangen,
die Berührung erstarrt...
weil sie eines Monsters glich.
Und ihr Spiegelbild naht:
Einem Elefanten -
mit Nilpferdzähnen.
Augenbraue eines Schaf's,
Ohren wie Nashorn,
Nase wie ein Schwein...
Augen einer Vogelspinne,
Beine wie ein Camelion...

als sie erschrocken von dannen wich.

Sie lachte,
starrte ihre Ohren an,
denn ihre Stimme
Blökte wie ein Esel.


Spiegelblicke,
ihr seid nicht wahr,
doch alle gar nicht wirklich da.

Doch als sie durch den Spiegel fasste,
um die Ohren abzureißen,
die Augen auszustechen und die Nase zu zerquetschen,
griff sie in einen Haufen Scherben

...und bekam Kopfschmerzen.

Doch alles blieb, wie es war.
enolAmeinst du, du weißt, wie es ist,
gebrochene Seele!?

Seelenschweigen,
Menschenleiden!?

Angeborene Depression,
Mondschein's Halluzination.

Fehlendes Glück,
was den Bäumen entrinnt,
der Sonne entflieht
und sich im All verliert?!


Du kennst mich nicht,
niemand weiß, wie ich bin.
Weißt nicht, wie ich fühle, denke, mich lenke...

bewegung, exkurs in die Vergangenheit,
irrelevantes Irrentreiben,
das ich doch eh nie lenken kann.

Gehen lassen,
endlos drehen,
einfach nicht mehr still zu stehen.
Zum stehen bringen,
Gnadenschuss.
Und jetzt ist Schluss.

Witzig war's,
eine schöne Zeit,
Doch eigentlich war's nie befreit.
Ich dacht wir wär'n zu zweit,
doch du, redest von getrennten Wegen,
wollte doch mal Liebe geben...
Wollte nur mal Liebe fühlen,
echtes Gefühl, Gehirn zerwühlen.
Berührt sein, werden, haben,
gehört das zu vergang'nen Tagen?!

Ich leb für dich
und du wirst geh'n.
Eigentlich dacht ich,
ich könnt's verstehn.

Du, mein Freund,
treuer Gefährte,
Sprichst von der Einsamkeit in deinem Herz.
Von Trauer und Wut,
von Verzweiflung und Schuld.

Du, mein Gefährte,
willst mir erzählen,
wie es ist,
frei zu wählen.
Welcher Weg der Schöne ist.

ich bin auf Mission,
nur dir zu helfen,
fast schon befähigt,
dein Glück zu spüren.
Und allein wirst du gehn,
bis der Weg für dich endet-
irgendwann, in späten Jahren.

Und mich da stehen lassen,
wo's am einfachsten ist.
Fallschirm,
kein Defekt,
damit sich Zeit mit Uhre deckt.
Keine Sekunde darf nur fehlen,
sonst wird sie dich im Grabe quälen.

Als wäre meine Zeit schon abgelaufen,
fühl ich mich,
so stehngelassen...
eigentlich dacht ich, ich könnt's fassen...

Fassen, das Glück,
es zeronn zwischen meinen Fingern,
und die kühlen stillen Tränen, die ich nicht zu weinen wage,
stehen nun in deinen Augen, denn du weißt schon jetzt,
dass wir nicht zusammen,
bis zum Ende uns begleiten.

Zweite Persönlichkeit,
wie ein kinderschrei,
der durch die Fassade dringt.
mich erreicht und dich weiterbringt.


Ende aus es ist vorbei?!
DOCH DA DRANG EIN KINDERSCHREI



[SIZE=3]MARTIN, LASS MICH NICHT ALLEIN[/SIZE]
enolAHunger

Hunger haben,
sich nicht ertragen.

10 Kilo, kann ich durchstehn,
10 Kilo, das müsste gehn.
10 Kilo, warum keine Disziplin,
10 Kilo, auf den Knien...

Erbrech ich mich und mein Leben,
habe nur noch das eine Streben.
Mag nichts anderes mehr seh'n,
kann die Sorgen nicht versteh'n.

Kann die Nähe doch nicht aushalten,
mag mich nur noch abschalten,
nichts mehr sehen,
nur noch vegetiern,
im Grunde werd' ich damit verlier'n...

ich werd mich beugen, irgendwann.
Wenn ich's nicht mehr sehen kann.
Ich will mich einfach nicht mehr ertragen,
will nie wieder hunger haben
enolATraumwunsch

Es geht nur
um meinen einen Traum
Getanzt im Garten,
voll schwarzer Rosen,
die singend ihre Blätter neigen.
Und im sanften nieselregen,
berühren sich die Weiden.
Und sie schweben umher,
zu Wolfsheim und den anderen Lieder,
die sie in die Unendlichkeit bringen.

Und still steht die Zeit,
denn weit und breit,
ist kein einziger Moment verschenkt.
Sie drehn sich und lachen,
sie weinen und halten,
sich engumschlungen in den Armen.
Und nichts reist's entzwei,
kein Sturm kein Regenfall
und an der Schlucht da bleiben sie stehn,
ein kurzer Kuss und mit geschlossenen Augen,
breiten sie die Arme aus...
halten sich
gleiten und fliegen
Und in den Lüften schwebend, auf die Erde blickend,
weinen sie wie Regen

und wachen morgens auf
in ihrem bett,
engumschlungen,
nie allein.
enolAWächter der Nacht

Der Wächter der Nacht
hätte niemals so gedacht
und so schwach gewacht.


Müde Augen,
dunkler Mond
dort oben,
hab ich noch nie gewohnt.
Die weite Reise,
hat sie sich gelohnt?

Wächter der Nacht,
er hat mitgedacht,
mitgelacht.

Spöttische Versuche,
Fluchtgedanke

Alles Betrug?
Nie gerannt,
nie umgewandt?
Nie erkannt?

Den Wächter der Nacht.
enolAWas ein kind denkt:

Ein Leben vergeht,
ganz ohne ein Wort.
Ein toter mehr,
war es Mord?

Damals wurde ein Kind geboren,
und es war klar,
sie ist verloren.

Das Kind denkt,
es wär' gemein.
es denkt drüber nach
und bleibt allein.

Sie dachte,
ihr würde nie jemand vertrauen
drum
ließ auch sie niemanden in ihre Seele schauen.

Sie ist sich sicher:
Alle wollen sie nur bekriegen,
doch sie,
wollte eigentlich nur Frieden...
enolAUnd sie schreit

Wenn sie schreit, will sie flieh'n,
doch sie weiß
wie das ist
zu verlieren.
Nicht fliehn zu können - ganz still zu stehn
Das Kind, wird nie jemand verstehn.

Sie weint, ihre Tränen
glitzern wie ein Sonnenstrahl.
doch in Wirklichkeit,
hatte sie nie die Wahl.

Lebt einsam in der Dunkelheit,
und schreit.

Vor Jedermann muss sie aufrecht stehn,
keiner will ihre gebrochene Seele sehn.

Man sperrt sie sonst in dunkle Räume
-sie schreit-
hat Angst,
vor dem Wald voller Bäume.

Schreiend,
wird sie von der Leere in die Enge getrieben,
Sie musste weichen.
Hat sich für das Schweigen entschieden.

(aber sie schreit...schweigend.)
enolA(ein Gedicht, was mich etwas erschrocken hat. Als Datum steht 20.8.1996
Ich bin November 1985 geboren, also war ich da 10 Jahre alt. Ich tipps mal genauso ab, wie's da steht:


Lost in eternity

In eternity- there it's hardly be arable.
I'm still there,
from time immemorial.
It cause me to fall.
My facade is furtile.
she is not burning- It's me!

Leave me alone!
Let my soul die!

You curse me
why?
I'm availeble for you. - Always.
You immortalize your name in my heart.
I stay in oblivion. - Ever.

You poisened me with your handy, your words.
You offensive me with your body.
You would never spare me with your body.
Sense of shame.
but I'm a shadow of my former self.
You desolat me and left nothig more as a broken heart.
A broken soul... a broken heart with broken dreams
and nothing remains.

Now.
I lost myself in eternity.
I hold the torch high up to the sky,
start a last attemp.
I failed...
Felt the calm before the storm.

My broken wings damned me in the darken eternity.
Oblivion?
An littel girl with broken wings.
Nothing remained.

You want to annihilate me.
Silence in my mind.

I will die in a purgatory
that's my future and my decay.

Good bye my dear, that was me.
A little girl... cursed in the purgatory.
There is a finx on it!
enolAbei den Glocken geht es um die Distanzglocken, die von E.T. Hall verfasst wurden. Die Geschichte wird zum Ende hin recht ekelig. Glaub ich zumindest... wollt es nur gesagt haben.

„Wahre meine Glocken, bitte.“
„Bitte was?“
„Wahre meine Glocken.“
„Was soll man wahren, wenn da nichts ist? Ausser den beiden männlichen Glocken natürlich.“

Eigentlich ist es nicht weiter, als die Bitte, „wahre die räumliche Distanz“, behalte den Abstand, damit ich wachsen und gedeihen kann, eng mich nicht ein, denn ohne Luft kann ich nicht existieren.
Aber wen kümmert es schon. Hübsche blau- grüne Augen, eine Figur, die scheinbar doch ganz annehmbar ist. Vielleicht auch etwas mehr als das, aber das ist ja nun wirklich Geschmackssache.
Es sollte für jeden ein leichtes sein, die Distanz des Mitmenschen so zu akzeptieren wie sie von ihm vorgegeben wird. Den Abstand, den jeder selbst für sich bestimmt hat einzuhalten und -nach Möglichkeiten- ihn nicht zu übertrampeln.
Denn ungefähr so oft wie man ihn übertrampelt, überrennt man gleichzeitig ein Stück Vertrauen, ein Stück Wichtigkeit für die Person.
Und wenn es eine Person ist, die einem besonders nahe steht, tut das um so mehr weh. Ungeachtet und unbemerkt rennt sie durch das Schlachtfeld des fremden Menschen, das er doch so zu behüten versucht. Man landet sozusagen in den Tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus, dringt in sie ein und wieder aus, ohne auch nur einen Funken des schlechten Gewissens zu haben. Es ist hart, das zu erleben. Es ist hart zu spüren, wie Menschen, denen man vertrauen wollte, diese Grenze gnadenlos durchstoßen und einem Schmerzen zufügen. Meistens an Stellen, an denen es besonders weh tut. Sie schlagen Löcher in den hilflosen Körper, der kaum mehr in der Lage ist sich zu wehren, nur zusehen kann, wie er ausblutet und leidet. Nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen, sieht man nur zu dem Licht, am Ende des Tunnels, erkennt nicht die Freiheit sondern den Tod. Den Zug, die Enge, das leere Verderben. Die Augen, die einem entgegenstarren, die bleiche Hand, die Knochen und die dürren Finger, die nach deiner Haut greifen, sie zerreißen wollen, zerfleischen, auseinander nehmen und die faulenden Stücke aus einem herauszerren wollen, sie gierig in den Mund führen, mit vergammelten Zähnen und die belegte Zunge, der nasse Speichel, der langsam genussvoll das Stück zermahlt und verschluckt. Das Ende des Stücks- und das Ende der Distanz. In sich vereinigt.
„wahre meine Glocken, bitte!“ war einst ihre leise Bitte. Die Stimme, der heisere Atem und die Angst- man wird überhört.

Man steht inmitten eines leeren Platzes. Tausend Menschen umringen einen, gehen stumm an einem vorbei, brabbeln laut vor sich hin. So, dass man kein Wort versteht. Man hält sich die Ohren zu, damit man nicht hört, was sie sagen, damit man das Gekreische und die schrillen, unerkennbaren Laute nicht zusammensetzten kann. Damit das Gebilde nie komplett wird. Nicht erleben, wie sie überschritten wird, die Glocke. Unerlebt, verdrängt und eigentlich auch nie passiert, macht man sich auf der Suche es Un-Wahnsinns der Welt. Der eigenen Welt. Dem eigenen Körper oder dem, was man so für sich entdecken mag. Die Schlacht. Man sieht auf zum Himmel, betrachtet mühelos die Wolken, die lässig an einem vorbeiziehen. Das Gesicht vor Anstrengung verzerrt, die Zähne zusammengebissen. Man schmeckt das Salz, das auf einmal in den Mund dringt, Tränen des Versuches, den Himmel zu erkennen. Tränen der Konzentration, denn die Wolken sind gehässig und treiben die Sonnenstrahlen vor sich her, dir in die Augen. Die Hände noch immer fest auf die Ohren gepresst, fängt man an zu schreien und kneift die Augen zu. Man schreit tonlos. So laut, dass die Menschen stehen bleiben um dich zu sehen. Du schreist BLEIB MIR FERN, WAHRE MEINE GLOCKEN, BITTE!
Verständnislos wirst du angeguckt. Eine Hand bewegt sich aus der Ferne unablässig auf dich zu. Im konstanten Tempo schleicht sie immer schneller werdend. Du versuchst sie wegzuschlagen, doch du schlägst zu früh. Du traust dich nicht die Augen zu öffnen, hast die Hand nun von deinen Ohren genommen, betrachtest die Menschen, die um dich herumstehen, dich erschrocken und mit aufgerissenen Augen anstarren und sich nicht zu bewegen wagen. In der Sekunde fängt die Welt an zu rotieren. In eierförmigen Kreisen zieht sie um dich herum. Du spürst nur, wie durch die Rotationen die Sonne in gleichmäßigen Zügen an dir vorbeizuzischen scheint, denn in dem Schwarzen vor deinen Augen, wird es in ungleichmäßigen Abständen immer etwas heller und du bist dir sicher, dass sie sein muss, die sich von den gehässigen Wolken hat treiben lassen. Irgendwann hältst du es nicht mehr aus. Aus deinem Schreien ist Stille geworden. Stumm siehst du dich dastehen, wie du den Mund aufgerissen hast, deine Zunge fehlt, Stattdessen liegt ein kleiner roter See in deinem Mund. Du setzt dich auf deine Zähne, die mit moosähnlichem belegt sind und hypnotisierst fasziniert die Nixen, die in dem roten See schwimmen. Von deinem Blick ergriffen verfallen diese in Bewegungslosigkeit. Sie hören auf zu atmen, sterben - gehen in dem roten See unter und du schließt den Mund. Leider nicht mehr rechtzeitig, sendet dein Gehirn den Impuls „raus“ bevor du dich selbst verschluckst. Die eigene Distanzglocke überschritten. Du liegst in dem See aus deinem eigenen Blut. Langsam spürst du, wie der Schluckreflex von deinem Gehirn an die Nerven in Mund und Hals geleitet werden, du kannst es nicht verhindern. Du rutscht gnadenlos hinunter, siehst die Klappe, die Speise und Luftröhre voneinander trennt und nimmst den Weg der Speiseröhre. In dieser schreien komische kleine Gestalten nach Hilfe, doch du kannst nichts tun. Löcher und Wunden klaffen nach innen und nach außen deiner Speiseröhre und an einer kannst du dich festhalten und du blickst erschrocken in die Tiefe. Schwindel überfällt dich. Nun schaust du dich erschüttert um. Überall aus den Wunden klaffen kleine, dürre Arme, schreien nach deinem Fleisch. Fleisch, dein Fleisch will dein Fleisch, sich selbst auffressen. Wie paralysiert schreist du: „WO IST DIE DISTANZ, WO IST MEINE GLOCKE??“ Eine Stimme antwortet gequält und von Schmerzen geplagt „draußen“ und stirbt ab. Du fragst dich was es war, wo es herkam und guckst unter dich. Es war das Stück Fleisch, an dem du dich festgehalten hast. Du hast einen Teil von dir umgebracht. Distanz? Wer tritt was? Du fängst an zu weinen. Du siehst, dass deine Tränen Löcher in die Speiseröhre fräsen, wie Säure. Du vernimmst schreien, stöhnen, schmerzgeplagte Laute, gequältes schluchzen und kleine Kinder, denen Arme und Beine abgerissen werden, deren Rumpf nun daliegt und von den dürren Händen, den weißen Fingern erfasst wird, hart umschlossen wird und der Kopf irgendwann platzt. Erschreckend stellst du fest, dass die Kinder alle aussehen wie du selbst.
Plötzlich schreckst du auf Du vernimmst einen dumpfen Schmerz an deinem Rücken und Wärme. Hinter dir schmatzt es. Du fährst herum und verlierst dein Gleichgewicht, nun schmerzt dein Rücken mehr. Du siehst eine dünne, bleiche Hand aus der Wunde greifen auf dessen letzten Hautfetzten du bis gerade gehockt hast. Unter den Fingernägeln klebt altes Blut.
enolA„NICHT ICH“ schreist du. „Du bist alles hier“ antwortet etwas, was du nicht orten kannst. „NICHT ICH!“ schreist du wieder und wieder und irgendwann ist dein Schreien das einzige neben dem rödeln des Magens und den ungleichmäßigen, platzenden Geräuschen deiner Kinderköpfe. Du vernimmst nichts mehr außer dem und dein Kopf hallt. Leere. Du fasst mit der Hand an deinen Rücken. „Meine Wirbelsäule, meine Wirbelsäule, wo ist meine Wirbelsäule?“ kreischt nun du, außer dir vor Wut. Außer dir? Nein, nicht außer dir. In dir. In dir vor Wut. Du stehst nun am Rand, mit dem Rest Rücken zur Tiefe und starrst auf die Hand, die dir eben ein Stück Wirbelsäule herausgerissen hat. Die Hand greift erneut nach dir. Mit deiner anderen Hand greifst du nach deinem Herzen. „Nicht mein Herz!“ schreist du, und guckst auf deine Hand. Du bemerkst, dass es die gleiche, bleiche Hand ist, die gerade auf der Haut über deinem Herzen liegt. „NEIN!“ schreist du, trittst einen Schritt zurück und fällst. Die Hand winkt, als sie dich fallen sieht.
Du wirst lange fallen. Sehr lange. Du weißt nicht, wie lange. Irgendwann klatscht du mit einem dumpfen Schlag auf und bemerkst, dass du im Magen gelandet bist. Es riecht komisch und dir wird ein wenig schlecht. Hier sind ebenfalls Löcher in den Wänden, Blut überall, geplatzte Kinderköpfe, weiße Hände, bleiche Finger und du. Und ich? Überall greifen Hände nach dir. Du bemerkst, dass du in einer komisch grünlichen Plörre liegst. Sie ist aggressiv, denn du bist gerade dabei, dich aufzulösen. Du bemerkst, dass deine Fingernägel anfangen sich aufzulösen. Nun wird dir endgültig schlecht. Du merkst, wie in dir dein Gehirn den Impuls „erbrechen“ an den Magen weiterleitet. Der Befehl wird befolgt. Unweigerlich.
Kontraktionen und eine enorme Erschütterung überfallen dich. Du hälst dir den Bauch weil dir so schlecht ist. Doch der Magen weigert sich. Das Gehirn sendet aggressiv Impulse, wütende Befehle, jedes Stück Fleisch schreit, jede Wunde rebelliert und es scheint zu zerreißen, das Gehirn diktiert den Rest und peitscht es aus, hellrote Striemen säumen nun den Weg nach oben, der noch nicht gegangen wird. Du spürst einen Schmerz im Rücken und erinnerst dich an die Wunde. Du greifst nach Hinten und merkst, dass da ein Loch ist. Du kannst die Knochenabsplitterungen fühlen, den stechenden Schmerz. Du hast dir an einem Knochenstück den Finger abgeschnitten, er liegt nun am Boden und versinkt in der Brühe aus rot-grünem, stinken Wasser. Das Blut vereint sich mit dem andere, Distanz überschritten? Grenze übersehen, in den tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus? Du kannst mit deinen restlichen Fingern bis auf die Organe fassen, du merkst, wie das rot-grüne Zeug dich immer mehr zersetzt, immer mehr, Stück für Stück genüsslich verspeist. Jetzt ist es zu viel. Der diktatorische Kopf, dein fehlender Finger, deine aufgelösten Fingernägel. Du hälst dir den Kopf und stellst fest, dass auch die Haare nicht mehr da sind. Du siehst sie in der Ferne davontreiben. An der Wand erkennst du in der Feuchtigkeit dein Spiegelbild. Du hast keine Augen mehr, deine Nase fehlt, es sind nur noch Löcher da. Deine Lippen sind weg, deine Zähne fast vergammelt. Du versuchst aufzuspringen doch du kannst nicht. Du beugst dich vornüber und beginnst zu erbrechen. In der gleichen Sekunde wirst du miterbrochen. In rasender Schnelle findest du den Weg nach oben, vorbei an den Händen, die nach dir greifen, an den geplatzten Köpfen und den Wunden, den Fetzen von Leben.
Du bist draußen. Frei. Mit zittrigen Knien und rebellierendem Bauch stehst du auf, du denkst an die anderen Menschen, die dich angestarrt haben, was mögen sie denken? Eine mit Blut überströmte Frau, der ein Stück Wirbelsäule fehlt, keine Haare mehr auf dem Kopf. Keine Fingernägel und stinkend. Du denkst an die rotierende Erde, an die Sonne, die gehässigen Wolken. Du hast Angst. Nun öffnest du die Augen.
Du blickst dich um. Es ist Nacht, du bist allein.

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