German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: ~gedankenwelt~
blue_darknessein paar gedanken von mir...



[center][b]

* Tote Engel *[/b]
[i]
Ein heller Schrei
Mitten in dunkelster Nacht
Durchbricht die drückende Stille
Erstickt

Ruf nach Hilfe
Ist in Not
Doch keiner hört
Bald ist es zu spät

Tief schneiden die Fesseln
Ein Messer blitzt im funkelnden Sternenschein
Rotes Blut fließt
Und färbt das feuchte Moos

Ein letzter stummer Laut
Das Ritual ist beendet
Eine rote Sonne geht auf
Das Opfer hängt

Wirkt so unverletzt
Ruht lieblich
Mïärchenhaft liegt sie in den kalten Ketten über der Erde
Fast schwebend
Doch tot

Man nahm ihr die Quelle des Seins
Und hinterließ
Einen toten Engel

~ März 2004 ~
[/i]

[/center]

(edits nur wegen den nicht wollenden umlauten...)

[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=47547]~kritik~[/URL]
blue_darkness[center]
[b]
* Treue *
[/b][i]
Leise rauscht das Meer.
Wellen brechen an den Klippen.
Doch in unserer Bucht ist alles still.
Wir liegen auf dem weichen Sand,
Arm in Arm.
Sanft spüre ich deinen ruhigen Atem
Wir sind sicher
Und die Zeit vergeht.

Die rote Sonne versinkt schweigend in den Weiten des Ozeans
Und wir sitzen dicht an dicht
Auf unseren Klippen
Über dem Meer
Unserem Zuhause.

Lieblich hältst du mich in deinem Arm
Und flüsterst mir in mein Ohr,
du wolltest mir was zeigen.
Lächelnd versprichst du bald wieder da zu sein.
Du stehst auf und schneidest dich an einer Scherbe.
Mein Blut auf dein Blut.

Wartend sitz ich in der Bucht -
Unser geheimer Ort.
Der Schlaf überkommt mich
Bis die schreckliche Nachricht mich panisch aus meinen Träumen reißt.
Im Straßengraben war ein LKW.
Alles sollte so schnell gegangen sein.
Du wärst sofort tot gewesen.

Ich kann es nicht fassen-
Ich will es nicht glauben.
Knie im Regen vor die nieder.
Wo ist deine Nähe, die mich beruhigte?
Wo ist dein Atem, der mich in den Schlaf wiegte?
Überall ist Blut.
Dein Blut auf mein Blut.

Ich stehe auf den Klippen.
Allein.
Der Wind weht -
Ich spür ihn nicht.
Ich kann nichts sehen,
Ein Schleier aus Tränen ruht auf meinen Augen.
Sie spiegeln meine ewige Liebe zu dir.

Ich kann das Meer nicht sehen -
Das Meer, das grau und trüb geworden.
Ich breite meine Arme aus.
Die Erde unter mir – sie löst sich auf.
Du sagtest, frei wie Engel wollen wir sein.
Ich lass mich fallen -
und schwebe über unserem Meer.
Frei von Kummer, frei von Sorge
„Ich komme“, rufe ich.
Mein Blut auf dein Blut
† Für alle Ewigkeit †
[/i]
[/center]
blue_darkness[center] ~ an eine Freundin ~

[b]
Spiel mit dem Feuer
[/b]
[i]
Verspiel's dir nicht, verspiel's dir nicht
Die Zeit schleicht herbei
Verspiel's dir nicht, verspiel's dir nicht.
Hör auf mich, verspiel's dir nicht.

Freundschaft hält ewig -
Denkst du.
Freundschaft ist einseitig -
Denkst du?
Verspiel's dir nicht, verspiel's dir nicht.
Alles ist vergänglich.

Freundschaft musst du pflegen,
liebevoll hegen.
Doch was machst du?
Verspiel's dir nicht, verspiel's dir nicht.
Hörst du nicht, verspiel's dir nicht!

In schlechten Zeiten war ich fürr dich da
Schaffte dir für einen Augenblick
Flucht aus deiner schmerzenden Welt.
Doch was machst du nun?
Verspiel's dir nicht...

Vertreibst mich aus deinem Leben,
schließt mich von allem aus
Wo wohnst du?
Was machst du?
Wie lebst du?
...
Wer bist du?
Merkst du es nicht? Verspiel's dir nicht.

Hielt dich auf
dem Drang nachzugeben,
rote Tränen
bluten zu lassen.
Fing dich auf als alle anderen gingen.
Doch wo bist du jetzt?
Vergaßt du mich?
Ich bitte dich, verspiel's dir nicht...

Etliche Versuche dich zu erreichen -
Schweigen.
Meldest dich zu unwichtigen Sachen -
die mir durch ihren Unnütz
das Leben noch schwerer machen.
Trotz alledem weißt du genau,
das Spiel mit dem Feuer
ist bei mir sicher.
Sicherer als bei deinen Freunden,
die kommen und lästern,
blind in dein Herz stechen und wieder gehen -
Narben bleiben stehen.

Ich friere das Feuer für dich ein.
Komm zurück
Du kannst es dir nicht verspielen...


~Mai 2005~

[/i]
[/center]
blue_darkness[center]
[b]* Warten *[/b]
[i]
Tränen laufen über mein Gesicht
In der Hoffnung,
dass sie niemals ankommen würden
Doch sie fallen
Und hinterlassen auf dir
meine Trauer

Allein
in dem grauen Tag
Ohne Freude ohne Liebe
ohne Achtung ohne Leben

Als heller Stern
verwandeltest du mein Leben
Aus einem dunklen Kreis
der sich Alltag nannte
machtest du ein hell erfülltes Lächeln
Doch mein Glück war nicht von Dauer

Verzweifelt warte ich neben dir,
dass sich deine lieblichen Augen öffnen
dass mein Herz sich befreien kann
aus dem harten Panzer des Wartens,
um wieder zu atmen
Doch vergebens.


~ Januar 2004 ~
[/i]
[/center]
blue_darkness[center]
[b]* Ausgenutzt *[/b]
[i]
Mein Herz –
Es schlägt.
Leise
Tickt es nur für dich

Meine Seele –
Sie brennt.
Sehnsüchtig
Wartet sie nur auf dich

Meine Sehnsucht –
So groß wie tausend Ozeane.
Aufgewühlt
Verlangt nur nach dir

Meine Gedanken –
drehen sich nur um dich.
Versunken
Streifen durch gemeinsame Stunden

Mein Körper –
Süchtig nach dir.
Bebend
In Hoffnung dich zu spüren

Mein Bewusstsein –
Nur bei dir.
Brennend
Begierde nach dir

Doch wohin mit der flammenden Liebe?
Wie ein Spielball –
Hänge ich an dir.
Werd benutzt nach Lust und Laune
Und ich komm nicht von dir los.

Zu stark deine Art
Dein zuckersüßes Lächeln
Sanft weht das Haar im Winde.
Neben dir dein Geliebter
Nur ein neues Spiel.

Und ich stehe alleine im Schatten
Schaue zu.
Hänge an deinen Lippen
Bin so klein,
so unscheinbar.

Doch ich komme nicht weg,
mein Begehren zu groß.
Und so spiel ich weiter
Als Auswechselspieler am Ball

~ April 2004 ~
[/i]
[/center]
blue_darkness[center]

[b]* Ausgelöscht *[/b]
[i]
Brenn Feuer, brenne
Ich nähre dich
Schreibe meinen Ärger nieder
meine Wut
meinen Kummer
meine Angst
meinen Hass

Werfe das Pergament
mitten in dich rein
brenn brenn brenn
mitten in deine flackernden Flammen
und sie schießen wild empor

Das Feuer sprüht – es glüht
gelb, orange
grüne Funken fliegen
blutrot

Ich stelle mich
mitten in dich hinein
reiße meine Arme
gen Himmel empor.
Es ertönt ein schriller Schrei
Das Feuer,
es lodert ein letztes Mal
bis es erstickt
Rauch verdeckt mein Gesicht
Und ich lasse meine Hände fallen
Staub und Asche
Es ist vorbei....

~ Januar 2005 ~

[/i] [/center]
blue_darkness[center]
[b]
* Flucht *
[/b][i]
Ich schwebe zwischen Glück und tiefen Depressionen
Von goldenen Engelsflügeln getragen
Fliege ich in meinem Himmel
Durch rosarote Wolken
Den warmen Sonnenstrahlen nach.

Ich fliege in den Tag hinein
Im Rausche der Geschwindigkeit
Spüre wie der Wind mich wiegt
Und meine Haare wehen lässt.

Ich falle-
Immer tiefer - immer schneller
Der Boden kommt bedrohlich näher
Verlassen von meinen einst so glänzenden Flügeln
Spür mich aufschlagen wie ein harter Stein.


Ich öffne die Augen
Um mich herum ist alles verschwommen – verdreht und schwarz.
Versuche zu entkommen
Aus dem Loch der bitteren Wirklichkeit

Ich schnall mir meine Flügel um -
Will entfliehen der Welt die mir so fremd
Nehme Anlauf und springe

Schwebe-
Über die Klippen
Lasse hinter mir die scheinbar heile Welt
Die bereitet mir allen Schmerz
Fliege-
Hinein in meine rosaroten Welt
Spüre meinen Wind
Spüre meine Schwerelosigkeit
Spüre meine Zufriedenheit.

~ Februar 2004 ~

[/i]
[/center]
blue_darknessan eine andere freundin...

[center]
[b]
* Wir beide *
[/b][i]
Gefunden durch Zufall
Aus purem Glück
Traf ich dich –
Mein zweites Ich

So leicht hätt’ ich dich verlieren können
Doch du bliebst mir treu
Die selben Gedanken
Die gleiche Freud’.
Halte dich,
lass dich nicht mehr gehen

Zweifelnd frag ich mich:
„Wer bist du bloß?
Mein zweites Ich?
Oder eine eigene Person?“
So gleich und trotzdem fremd

Konnte es kaum erwarten dich endlich zu sehn,
mich zu überzeugen,
dass es dich wirklich gibt,
mein zweites Ich,
in einer anderen Person

Doch eins steht fest:
So leicht lass ich dich nicht wieder los,
mein kleines Knuffelpuff!

~ März 2004 ~
[/i][/center]
blue_darkness[center][b]
* Erdrückt *
[/b][i]
Lass mich frei,
Ich kann nicht mehr
Erdrückt von deiner Liebe

Lass mich los,
Du hast mich verdrängt.
Herrscht über mein Leben,
hast es versenkt.

Lass mich laufen,
Ich braue meinen Raum.
Doch du nimmst ihn mir,
hörst mich kaum.

Lass mich gehen,
Ich ringe nach Luft.
Kurz vorm ersticken,
flüchte ich aus dieser Not.

Hättest du mich nur gehen gelassen,
Ich wäre zurückgekommen.
Doch nun ist es zu spät.

Geborgen bin ich nun durch neues Glück,
das mein Herz erstrahlen lässt.
Tief atme ich ein und gelassen wieder aus.

Doch für dich ist kein Platz,
In meiner neuen Welt -
Ohne dich

~ April 2004 ~
[/i]
[/center]
blue_darkness[center]
[b]* Freundschaft *[/b]
[i]
An einem kalten Winterabend
Wenn Engel ihre Flügel verlieren
der Schnee so unendlich tief
der See erfroren scheint

Wenn Geschöpfe der Nacht
mit leisen Schritten
ziehen ins ferne Land
die Zeit zu stehen scheint
Die Nacht so klirrend kalt

Einsam und verlassen
Auf der Suche nach dem Weg
In einem weißen Meer
Aus glitzernden Kristallen
Ohne Aussicht auf das Erhoffte

Glasscherbe in deiner Hand
Rotes Blut färbt den Schnee
Verzweifelt auf der langen Reise
Allein

Rufe mich
Ich eile
Hole dich aus diesem Loch der endlosen Tiefe
Und nehme dein Leid an mich
Hole dich heraus
Aus dem weißen, glitzernden Meer
von außen so prachtvoll.


~ Januar 2004 ~
[/i]
[/center]
blue_darkness[center][b]
* Zu zweit allein *[/b][i]

Alleine stehst du
Mitten auf der Straße
Es ist dunkel
Regen prasselt auf dich herab

Um dich herum ein paar Leute
Trotzdem bist du so allein
Würde dir gerne helfen
Dich so gern verstehen
Schreist nach Zuneigung
Doch du lässt mir keine Chance
Und gehst allein deinen Weg

Kann dich so nicht sehn
Möchte auf deinem Weg gehen
Auch mich nimmt keiner wahr
Was ich denke, was ich fühle.
Folge dir
Doch du drehst dich nicht um.

Nun bin ich es die schreit
Du bist so weit
Und trotzdem so nah
Bitte dreh dich um
Nimm mich nur einmal wirklich wahr
Damit ich dir zeigen kann
Wie sehr ich dich brauch

~August 2004~
[/i][/center]

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur