| Abs | [COLOR=red]ok, irgendwie nimmt die qualität nach unten hin ab - dafür das alter der gedichte beträchtlich zu :) (Das haut genau bis zu "Nicht ernst nehmen" hin, das und die folgenden sind etwa am Tag des Postens geschrieben wurden, liegt in der Natur eines solchen Threads. Ich mache mir nicht die Arbeit, alles aufzurücken ... :) ) [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=21210]Kritik erbeten![/URL] [/COLOR] [i] Ok, der erste Teil der Drohnen-Reihe:[/i] [b]Universi [/b] Da marschieren sie Im Gleichschritt Uniform in Geist und Stoff Da marschieren sie Die Drohnen Für den Bienenstaat Da marschieren sie Wie Soldaten Krieg dem freien Geist! Da marschieren sie Wie ein Wesen Gleich Zellen im Drachenleib Da kriecht er Der große Drache Frisst Menschen, Dörfer, Welt Wie kommt es Dass trotz seiner Größe Nur ich seinen Namen weiß? |
| Abs | [I]der zweite teil der "drohnen-reihe"[/I] [b]Stille Wasser[/b] Architektur ist Gefangennahme Wenigstens haben Klaustrophoben genug frische Luft Wüsten sind Absonderung Wenigstens schwimmen Fische im Schwarm Worte sind Terrorismus Wenigstens haben Steine genug Durchsetzungsvermögen Korrektur Mauern sind inkonstant Zudem ist Flucht Stagnation Nichts ist endlos Zudem lassen sich nur Drohnen treiben Worte sind Schall Zudem ist der Tod lethargisch genug Ich bin ich, also bin ich Kühlschränke sind Blumenbeete |
| Abs | [I]der dritte, letzte und trotzdem älteste teil der drohnenreihe. nein, es geht NICHT um echte zombies. :) eigentlich is das richtig scheiße ... aber es is eins meiner ersten :D[/I] [b]Die Nacht der lebenden Toten [/b] Aufgerüttelt vom großen Nekromanten erheben sie sich aus ihren Löchern den tiefen dunklen Gräbern in denen sie so lange nutzlos reglos wartend lagen Sein Ruf Sein Wort Sein Schrei sei ihnen Befehl sei ihnen Ziel sei ihnen Sinn Sein Wunsch Ist auch der ihre Was sonst? sie sind tot und gedankenlos Seelenlos? Ziellos? Wunschlos? Wahrscheinlich folgen sie Ihm weil Er ihnen Leben gab oder weil Er ihnen Sinn gab? Sie folgen Ihm die morschen Knochen verfallen weil sie schon lange nicht bewegt wurden Sie folgen Ihm die hirnlosen Schädel glotzen weil sie schon lange nicht bewegt wurden Und der letzte Rest Mensch verfällt auch in jenen entstellten Hüllen |
| Abs | [I]Naja, ich hab mal in einem Forum ein Gedicht namens "Dunkles Lächeln" gefunden. Da gings halt irgendwie um so düstere Sachen wie eine Königin der Nacht ... naja wer unsere [URL=http://www.Radio-Schwarzbrot.de.vu]Kontaktanzeigen[/URL] liest, weiss was ich meine. Ich hab dann dieses Gedicht drunter gesetzt ... das war nicht böse gemeint, aber ... ich bin nun mal was ich bin.[/I] [b]Dunkles Lächeln [/b] Ein Lächeln so dunkel Gar düsterer Natur Auffiel im nächtlichen Gemunkel Nicht freundlich, düster nur So wusste ichs ganz klar Habe sehr gestutzt Denn die Ursache war: Zähne nicht geputzt! |
| Abs | [COLOR=red]ok, alle folgenden gedichte sind UUURalt, aber auch alte gedichte wollen gelesen werden. :)[/COLOR] [I]ein trauriges (?) liebesgedicht[/I] [b]Wintersonne [/b] sie strahlt weit oben am firmament unsagbar schön brennt seit langem feuer so kalt dass herzen gefrieren unnahbar kalt doch es wird frühling wärmer wenn wintersonne stirbt und frühlingssonne erscheint unsagbar schön warmes sonnenlächeln taut die herzen auf und doch ist sie unerreichbar entfernt |
| Abs | [I]Naja, fiese kleine Geschichte halt ... HAUPTSÄCHLICH wollte ich damals was austesten: der jeweils mittlere Vers gehört sowohl zum oberen, als auch zum unteren ...[/I] [b]Nachtgedanken [/b] Bei gelöschtem Licht versteckt unter meiner Decke Bin ich sicher dass mir nichts geschieht Unter dem Kissen die Dunkelheit wird alles Üble verbergen Es funktioniert bis heute hat mir nichts ein Leid getan Denn bis heute wusste ich nicht dass Dunkelheit keine fremden Schritte dämpft |
| Abs | [I]Beim gelangweilten Surfen im Netz (wo auch sonst?) fand ich mal eine Spiegelung dieses Gedichts. Auf einer Page über Selbstmord!! Hmm. Allerdings: auch wenn es so HEIßT, ist das nicht das Thema. Wenn man sich von seinen "Fesseln" losreißt, dann kann es sein, dass der fesselnde Gegenpart lebenswichtig war. Durchaus als Liebesgedicht zu verstehen.[/I] [b]Suizid [/b] Nur eine Marionette kann ich sein Nur ein Sklave kann ich sein? Gehalten von den Schnüren an meinen Gliedern Unterjocht von den Schnüren an meinen Gliedern? Revolution! ich lehne mich auf Revolution ich befreie mich! Ich trotze den Fesseln Ich trotze dem Puppenspieler Ich wehre mich bis alle Stricke reißen Ich wehre mich bis die Fesseln reißen Jetzt bist Du Puppenspieler nutzlos wie ein Klotz Holz Jetzt bin ich frei |
| Abs | [I]im reimen war ich schon damals scheiße :)[/I] [b]Ewig [/b] Ein – gefundner – Topf mit Koboldzaubergold Dem Finder ganz spezielles Glück bescherte: Die Erfüllung eines Wunsches hold “Ich hoffe es ist nicht zu sehr vermessen So der Glückspilz sprach zum Geist “Das ew’ge Existenz ist mein Ermessen “Wenn Du dir so den wahren Wunsch erfüllst So sprach der kleine Mann “Soll es geschehen, wie du es willst Da fing er an, der Zauberzwerg Sang laut und immer lauter Schallend von Tal zu Berg Des Mannes Freude aber währte nicht lang Nein ... ihm wurde seltsam Wurde bang Er wurde blass Und immer fahler Drum ward er wütend, spürte Hass Und als man nur noch einen Schatten blickte Hörte man, wie er wütend schrie Und tobte, immer bösre Flüche schickte Er verschwand in Schwefel, Rauch und Knall Und einzig und allein verblieb Der schwindend Flüche Hall “Ja, sprach der Zwerg “Kaum etwas hält ewig “Nicht Fluss, nicht See, nicht Berg “Aber eines überdauert jeden Ort “Und wärt immerdar: “Ein böses Wort |
| Abs | [I]Manchmal habe ich Bock auf sinnfreie "Gedichte"... Nur da, um mir beim Schreiben, oder erneutem Lesen Freude zu bereiten. Bitte sehr: :) [/I] ----------------------------------------------- Am Fenster in die dunkle Ferne Stand und sah ich diese Nacht Zuvor zerschoss die Laterne Bin von ihrem Licht erwacht ----------------------------------------------- Wie der Phoenix aus der Asche Wie der Teufel aus der Flasche Komm ich immer immer wieder Nur im Lenz - ich bin der Flieder! |
| Abs | [i]ok, wer im deutschunterricht nicht nur tic tac toe gespielt hat, weiss natürlich: lyrisches ich ist NICHT gleich autor. ich mag den titel. :D [/i] [b]Nicht ernst nehmen[/b] Mein Leben ist die Hölle Tralalala Meine Hölle ist das Leben Tralalala So ist das eben Alle das Leiden, all die Qual Reine Arglist, Tralalala All die Sorge, all die Fragen Reiner Argwohn, Tralalala So ist das Leben Sagten Sie Verständnis? Ohne Worte? Hahaha Sagten sie Verleumdung? Ohne Worte? Hahaha Eure? Meine? So ist das. Eben! |
| Abs | [i]gnihi, konnte nicht einschlafen. und dieses teil spukte schon einige zeit in meinem geist herum. ich habs im stile shakespeares gemacht, die anderen sonettformen fand ich zu anstrengend. :)[/i] [B]Versuch eines Sonetts im Stile Shakespeares Zur Lobpreisung und Verhöhnung der Letzten und Einen Quelle der Veränderung.[/B] Verehrte Schöpferin der neuen Leben! Mit Deinem Atem von Licht, heilig und weiß Sah man Dich vielgestaltig Formen weben, Geschaffen aus vergessnem Alten. Ach, sei's Der Keim neuer Welten, der Ursprung neuer Freuden. So wie Du dem Leben Formen schenkst, So schaffst Du uns auch neue Wege. Euer Lohn ist sie, die neue Welt, die Du erdenkst. Geheiligt sei Dein Zorn, gepriesen sei Dein Hauch, der ganze Völker zum heil'gen Lichte Sendet. Gerufen seiest Du, Quelle rein Der Gegenwart, der Zukunft, der Geschichte! Heute schließlich wird unsre Macht sich mehren Durch deine Kraft, Bombe die wir verehren! :D :D |
| Abs | bissi viele *and-reime ... hat aber seinen sinn. :) Leise rieselt der Schnee (Für Laura) Leise rieselt der Schnee Sterne, vom Himmel gesandt - Muss weinen, wenn ich’s seh: Oh, wer hat Euch verbannt? Sie singen: “Wie viel Leid Kann der Himmel tragen? So schwer wiegt euer Neid, Der Hass, all die Klagen Dass es uns vom Himmel zieht Wir bedecken das Land Mit unsrem stillen Lied Ja, Freund, hast es erkannt: Von niemandem vertrieben Sind wir Trost für die Welt Heilen’s Land, das wir lieben Wandelns zum Sternenfeld Still, im sanften Schlummer Bedeckt von mildem Licht Vergesst ihr allen Kummer Bitte Freund, weine nicht So schau unsren Reigen Und nimm unsren Trost Wir bringen das Schweigen Das alles Land liebkost“ Mehr ist’s nicht, was ich will Nur, dass ich Dich so seh: Du schläfst friedlich und still Leise rieselt der Schnee |
| Abs | letzte strophe vom schnee-gedicht editiert :) edit: vorletzte auch. :) die vierte auch. rofl |
| Abs | hatte langeweile! :) Leise rieselt der Schnee (Für Laura) Leise rieselt der Schnee Sternlein, himmelsgesandt Frag Euch, Herz tut mir weh: “Wer hat Euch dort gebannt?“ Gesungne Antwort im Wind: „Es steigt nicht nur was gut Dorthin wo Englein meist sind Auch Eure ganze Wut! So schwer ist alles was schlecht Das was uns halten soll Zerbricht, das zarte Geflecht Ja, das bringt euer Groll! Doch was abwärts uns zieht Nur stiller Friede fürs Land Bedeckt von unserem Lied Nun Freund, du hast’s erkannt: Geheilt, Dein einsames Ich Das freudlos sieht die Welt Die wir gewandelt für Dich Zum weißen Sternenfeld Der sanfte Schlummer so sacht Bedeckt von mildem Licht Er küsst, bevor ihr erwacht Die Tränen aus dem Gesicht So nimm den Reigen als Trost (Vom Himmel unser Tanz) Der all das Land liebkost Mit unsrem Sternenglanz!“ So lausch ich nun der Melodei Und schau nur noch zu Dir: Mein Herz, nun auch von allem frei Braucht nicht mehr, als Dich bei mir! Leise rieselt der Schnee … |
| Abs | eigentlich aus langeweile entstanden ... hab einfach vor mich hin und drauf los geschrieben: (n sinn hat es natürlich trotzdem :-)) [b]Funkenparabel [/b] Wir tanzen einen Ringelreihen Rundherum und Hin und Her Wie die Flammen, Heim im Herde, Tanzen wir im Menschenmeer Entzündet von des Einen Funken (Löschen wird die Menschenflut) Werden wir doch niemals wärmen Wie es nur der Eine tut In den Strudeln sind wir einzig In der dunklen Brandung: Licht Suchen ewig andres Leuchten Überstrahlen alles, finden nicht Drum ist unser Tanz so selten: Traurig trotz der Funkenglut Und einsam auch in all dem Reigen Lenkt uns vorwärts nur die Flut Stolzerfüllt von unsrem Glanze Wird die ew’ge Suche schwer: Hoffen auf das Eine Leuchten Doch das brennt schon lang nicht mehr |
| Abs | *hüstel* mir war auf arbeit langweilig. also mal wieder ein spontangedicht. ;-) [B]zurück zum lehm[/B] schau gen himmel, blinder narr schau hinauf zum sonnenball sieh das feuer wunderbar lebensquell, fernab im all hör das lodern, tumber tor hör den schrei aus gottes kehl' lausch mit deinem tauben ohr dem heilgen lichte ohne fehl fühl des heißen mundes atem nur in der ferne feuersbrunst kannst hier im goldnem lichte baden liebkost von seiner liebend gunst arme, nur aus glanz gewoben ohne körper, ohne kraft haben grün aus holz gehoben aus toter erde lebenssaft heben was kein mensch vermag tragen was sonst niemand hält allein du denkst das nur am tag vergisst den lauf der runden welt keine weite mag es halten kein sonnentod stoppt diesen lauf und doch kannst du im dunkeln walten nimmst blind- und taubheit gern in kauf denn wie vom wurm ist deine haut nicht feucht, nicht sehend zwar doch im lichte brennt sie laut ein feuersturm, der zeigt was war lebst jetzt, würmern gleichend allein im wimmeln deiner art und dem licht der wahrheit weichend begehst du kriechend deine fahrt ließt arm und beine fallen waren unnütz, nur ballast gabst damit auch die krallen so dass du nichts zum schutze hast [I][SIZE=1](korrekturgelesen von mirja :-) )[/SIZE] [/I] |
| Abs | [B]kein gedicht[/B] ich schau in deinen kopf leere. füße. armer tropf! in der mitte schwebt ein herz vernarbt, hart wie eisenerz eine niete, gelöst, schwächt die naht nicht verschweist, geflickt mit draht so kann ich durch die spalte schauen drinnen liegt ein knabe, tot. ein grauen. sein kopf: zerschossen. die waffe in der hand. werther ist's. da lehnt er. zerschossen. an der wand. in der anderen hand: seine briefe. lotte wollt sie nicht. da wollt er nicht mehr. schrieb eine nachricht: "kein gedicht" da frag ich: "kein gedicht? es reimt sich doch!" er schaut mich an. ohne gesicht. (hat er ja zerschossen) "dann lassen wir das reimen" sagt er. "das leben reimt sich nicht." "und was machst du da, in ihrem herz?" frag ich ihn. "ich faule. lös mich auf. ich bin der tote poet. hab mich erschossen, die waffe hielt nicht ich. bald bin ich weg. dann ist auch dieses herz leer." "ja, man kann auch mit totem herz leben. und dabei ist man zumindest nicht unglücklich" "ja. und mit leerem kopf ist man viel glücklicher" erwidert er. und sagt: "aber du kannst gar nicht mit mir reden. ich bin tot. außerdem kann man nicht in fremde herzen schauen." natürlich. und tote poeten schreiben keine gedichte! |
| Abs | [I]Ok, das is doof. Aber ... manche Sachen müssen einfach mal gesagt werden. :) [/I] Tick Ein Pendelschlag Hebt die Welt aus den Angeln Und kippt die Zeit Der Schlag von Engelsflügeln Kein Schwan, nicht weiß Ein Pendel schlägt Der Fall zurück Flügelschlag Und die Welt reimt sich wieder Der Mond, den wie beide sehen Der Weg, den wir beide gehen Du, an meiner Hand Herzen, in Liebe entbrannt Dein Lächeln, himmelsklar Schlichte Worte, immerwahr Deine Augen, freudenhell Deine Liebe, Lebensquell Dann geht der Reim Es kommt das Grau Vor Augen, im Herzen Nur Klagen, nur Schmerzen Es reimt sich doch Der Mond? Fels im All Wegespläne? Nur Wörterhall Meine Hand? Mag kein Herz zu halten Feuer? Wird erkalten Lächeln? Auch nur Schweigen Worte? Der Lügen Reigen Augen? Kein Seelentor Liebe? Tanzt dem Reigen vor! Tack! Es schwingt zurück Ein ganzes Leben, im Flügelschlag Und doch: nur einherzschlaglang Tick! Ein Pendelschlag |