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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Die Wiese
Celefuin MoonliKritik:
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=49320[/url]

Ich hatte schon seit längerem den Wunsch mal wieder eine Geschichte zu schreiben.
Da ich mich schon sehr oft an fantastischen Welten versucht hatte, und im Moment Vampirromane gern lese, überlegte ich also es in der Realität handeln zu lassen, jedoch eben mit Vampiren.
Zum zweiten liebe ich es Geschichten ohne festgelegte Handlung zu schreiben. Hat man sich erst daran gewöhnt, dass man die Gesamthandlung etwas im Blick behalten sollte, kann man die Charaktäre auf diese Weise sehr authentisch agieren lassen.
Nun fing ich also an zu schreiben:
Ort - Meine eigene Stadt, jedoch mit kleinen Modifikationen und nur aus dem Gedächtnis, also sehr ungenau übernommen.
Ich began und stellte schnell fest, dass die Geschichte plötzlich nachdenklicgh wurde, mit Ideen und sogar kleinen Philosophien spielte.
Als ich endlich an die Stelle des erscheinenden Vampirs kam, erschien kein fantastisches Wesen, sondern ein Misanthriop und sagte laut und deutlich: Das wird kein fantastischere Roman so lang ich hier für Ume mitmach.
Und die Idee war geboren:
Auf den ersten Blick hört sie sich ulkig an.
Eine Wohngemeinschaft eines Schülers und eines jungen Künstlers, der jünger leidenschaftlicher Träumer, Optimist, Utopist, alles idealisierend, der ältere depressiv, sarkastisch, abgewidert vom Alltag, gelangweilt, abgeneigt beinahe allen Menschen.
Was geschehen wird ist mir noch nicht ganz klar und natürlich gibt es neben endlosen Gedankenausschweifungen auch Nebenhandlungen und übrigens auch lyrische Ansätze.


Hier ein Auszug:

"Das orangene Flimmern der Straßenlaterne. Das leise, andauernde Rauschen der Bäume. Das monotone Geräusch der ab und an vorbei fahrenden Autos. Das feuchte, kühle, saftige Gras.
Das Rufen des Käuzchens vom nahen Ahorn und der passierende Lichterzug einer beinahe leeren Straßenbahn.
Die schwarzen Sillhouetten der Gebäudefassaden, gegen das schillernde schwarz-blau des nächtlichen Firmaments.
All das macht den modernen Charme einer Juninacht aus."
Celefuin Moonli[COLOR=blue]Regen[/COLOR]

Rauschend durch die bäume tanzend
Blätter streichelnd
Äste brechend
In der Nacht Gesang schon fast
Mischt sich sacht mit leisem Lachen
Einklang mit dem Straßenlärm
Sinfonie der Nachtgeräusche
Dirigent im Sauseschritt
Spielt mit Haaren bläst durch Hemden
Singt von Freiheit
Trocknet Tränen
Trägt Geschrei und Lachen fort
Trägt von Mund zu Mund das Wort
Hüllt dich ein trägt Träume fort
Tanzt wie Traum von Ort zu Ort
Zerrt an Halmen
Zerrt an Kleidern
Reisst hinfort was er erhascht
Brucht und schlägt
Grölt immer lauter
Schöpfer Richter Sensemann
Geiger auf der grünen Wiese
Gottes Atem und Gesang
Celefuin Moonli[COLOR=deeppink]Individualismus[/COLOR]

Ihr redet von Revolution
Und zufrieden seid ihr nie
Ich sage euch ich habe schon
So lange meine Anarchie

Probe meinen kleinen Ausfstand
Still und leis und Tag für Tag
IHr habt mich immer dumm genannt
Weil ich euer Geschrei nicht mag

Ich ändre was ich ändern kann
Und weil ich keine Zeit verschwende
Red ich nicht wie ihr so lang
Weil ich denke Weil ich denke
Celefuin Moonli[COLOR=limegreen]Symbol aus Hoffnung[/COLOR]

Erkenntnis schreit der kleine Vogel
Und stürzt sich in den kalten Wind
Und Freiheit rufend steigt er auf
Wenn er die kleinen Flügel schwingt

Sehnsucht wimmernd liegt sie dort
Am Boden in dem weiten Nichts
Manchmal sehn die großen Augen
Die Schönheit eines heilgen Lichts

Und eines Tages steht sie auf
Die Arme weit von sich gestreckt
Flügel brechen durch die Haut
Feder bewehrt, gen Sonn gereckt

Und wie ein Vogel singt sie laut
Im Chor mit ewgen Winden
Um mit dem Vogel lachend dann
Am Horizont zu schwinden
Celefuin Moonli[COLOR=indigo]Optimist[/COLOR]

Heb den Kopf nicht aus den Schwaden
Jenes kalten, grauen nass
Hoffnung ist nicht eingeladen
Die Wahrheit ist wie tod so blass

Wach nicht auf aus deinen Träumen
Monotonie der Einsamkeit
Du willst das Leben doch versäumen
Der Liebe süße Eitelkeit

Vergiss den tristen Alltag nur
In deinem Labyrinth der Sterne
Gibts nicht Ariadnes Schnur
Die Wahrheit rückt in weite Ferne

Lass den Ekel doch zurück
Während du Orpheus umwirbst
Dein morbides kleines Glück
Während du unbemerkt stirbst
Celefuin Moonli[COLOR=seagreen]...:::Das gräserne Grab:::... (5.7.04)[/COLOR]
Oh trauriger, einsamer Wandersmann,
Liegst so kalt im feuchten Grün.
Kein Herz schlägt in denem toten Leib
Zwischen den Gräsern und Wurzeln.

Oh trauriger, einsamer Wandersmann,
Wer ließ dich nur hier zurück?
Liegst eiskalt im morgennaßen Gras
Wo die Tautropfen lautlos purzeln.

Und ich stehe hier und kenn dein Gesicht
Und kommen mir Tränen?
Ich merke es nicht.

Und ich weiß meine Liebe ist tot und verlorn
Und alles was ich liebte
Muss im Grase vergehn.

Es war schon Abend als der Schritt ihn trug.
Vom Walde her hin zum Dorf.
Die Lippen zum Pfeifen aufgelegt.
Oh so wunderbar seine Gestalt.

Und ich saß daheim an des Feuers Glut.
Und ich wartete auf seinen Kuss.
Und alles was ich je wieder von ihm sah.
Lag zwischen dem Tau eiskalt.

Und ich stehe hier und kenn dein Gesicht.
Und kommen mir Tränen?
Ich weiß es nicht.

Und ich weiß meine Liebe ist tot und verlorn
Und alles was ich liebte
Muss im Grase vergehn.

Mit der Dämmerung kamen die Feen hervor.
So wundervoll anzusehn.
Und die schönste legte die kühle Hand.
An meines liebsten Gesicht.

Und so sehr sich sein Geist gesträubt haben mag.
Seine Seele war schon verlorn.
Und bald lag er im Arm des Wesens vom Wald.
Des Geistes von Schatten und Licht.

Und ich stehe hier und kenn dein Gesicht.
Und kommen mir Tränen?
Ich weiß es nicht.

Und ich weiß meine Liebe ist tot und verlorn
Uns alles was ich liebte
Muss im Grase vergehn.

Und die Flügelgestalt liebte den Menschensohn
Auf ihre kalte lieblose Art.
Und er war verfallen dem seltsamen Bann.
Er hat sein Schicksal gewählt.

Und der Preis ist bekannt weil die Sage so spricht.
Und er musst ihn zahlen wie jeder.
Und sein Leben gekostet hat ihn die Nacht.
Sein Körper liegt hier entseelt.

Und ich stehe hier und kenn dein Gesicht.
Und kommen mir Tränen?
Ich weiß es nicht.

Und ich weiß meine Liebe ist tot und verlorn
Uns alles was ich liebte
Muss im Grase vergehn.

Und ich trage den Toten zurück zum Dorf.
Und sein Körper ist viel zu leicht.
Und die Tränen rinnen unbemerkt
Meine kalten Wangen herab.

Und erreichen tat sie die Hütten nicht mehr.
Denn das Herz ihr gebrochen wart.
Und es wurde das Gras an jenem Morgen.
Für beide Menschen zum Grab.

Oh Wandernde hört was zu erzählen ich weiß.
Und gebt auf meine Worte Acht.
Die Bardin bin ich und singe hier.
Und erzählte euch dies heute Nacht.


[COLOR=darkblue]...:::Der düstre Wald:::... (6.7.04)[/COLOR]

Dies ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Hier ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt

Ein Wandrer kam
Von den Hügeln her
Er ging in den Wald
Und man sah ihn nie mehr

Seine Spuren enden
Zwischen Wurzel und Stamm
Im düsteren Wald
Wo´s schwarz ist und klamm

Denn dort ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Dort ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt

Es war am Abend
Als der schritt ihn trug
Entlang diesen Pfad
Er war müde genug

Das der Bann dieses Waldes
Ihn gefangen nimmt
Und er muss erkennen
Das jede Sage stimmt

Dort ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Dort ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt

Am Ende des Pfades
Im Wald scheints zu sein
Sieht er ein Licht
Von bläulichem Schein

Die Neugier ergreift ihn
Er eilt es zu sehn
Und dort Im Wald
Blickt ein Einhorn er stehn

Hier ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Hier ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt

Er folgt dem Wesen
Dem verbotnen Getier
Er sollte nicht sein
In dem Walde hier

Und doch eilt er voran
Und verliert den Verstand
Und verloren ist er
Im verwunschenen Land

Denn dort ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Dort ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt

Und er kehrt nie zurück
Und verweilt im Wald
Und genau wie das Land
sind seine Glieder kalt

Wer den Fuß hierher setzt
Muss auf ewig ruhn
So gebt Acht auf die Mächte
Die hier Zauber tun

Denn hier ist der düstre Wald
Und der Regen fällt
Hier ist es schwarz und kalt
Eine Zauberwelt


[COLOR=purple]...:::Der Mondgeist:::... (6.7.04)[/COLOR]

Und sie schaut auf zum strahlenden Mond
Und sie glaubt sein Gesicht zu erkennen
Und es zerreisst sie die Sehnsucht nach ihm
Und sie wagt es nicht Sehnen zu nennen

In der Nacht kam er
Als sie am Fenster stand
Mit dem silbernen Mondlicht
Als schönstes Gewand

Sein Haar war der Staub
Der in den Strahlen tanzt
Seine Glieder nur Schemen
Des Sternenglanz

Sie selbst eine Tochter
Von menschlichem Blut
Doch schön wie die Nacht
Mit augen wie Glut

Sie lockte den Geist
Und merkte es nicht
Und vor ihr Stand
Die Fee aus dem Licht

Und sie schaut auf zum strahlenden Mond
Und sie glaubt sein Gesicht zu erkennen
Und es zerreisst sie die Sehnsucht nach ihm
Und sie wagt es nicht Sehnen zu nennen

In dem Augeblick
Als sie hoch zu ihm sah
Um ihr Herz ihre Seele
Geschehen es war

Verwirrt war der Sinn
Entfesselt die Liebe
Sie folgt in die Schatten
Dem verbotenen Triebe

Sie ahnt nicht von Trauer
Von Sehnsucht und Leid
Frei sind nur die Träume
Zum fliegen bereit

Ûnd sie gibt sich ihm hin
Dem nächtlichen Traum
Dem Erlöser vom Tage
Von Zeit und Raum

Und sie schaut auf zum strahlenden Mond
Und sie glaubt sein Gesicht zu erkennen
Und es zerreisst sie die Sehnsucht nach ihm
Und sie wagt es nicht Sehnen zu nennen

Und die Nacht geht vorüber
Und der Tag bricht herein
Und der Nachtgeist des Dunkels
Muss gewesen sein

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