| Mephostophiles | Erlösung Pest, Pest du grausam Getier beantworte meine Fragen mir wer hat bloß dich erschaffen um so viele Menschen wegzuraffen hast den Opfern und ihren Familien alles genommen seh das Leid noch vor mir unverschwommen seh noch die Leidenen, höre noch den Schrei meiner geliebten, den ich dir nie verzeih hast mir genommen Kind und Weib und meinen Leben alle Herrlichkeit lebte fortan in tiefer Trauer Gefühle verschlossen hinter einer Mauer wandelte Jahrelang ziellos umher wo ich überall war, weiß ich nicht mehr habe gesammelt Erfahrungen und Wissen will die Zeit ja auch gar nimma missen doch ist es trotzdem nicht gerecht das ich Leben muss wie ein Knecht hatte Reichtum und ein Haus und gab dann alles aus suchte für meine Frau die beste Heilung um so größer war meine Enttäuschung als du sie dahingerafft und mich um den Verstand gebracht warum hast du das getan ich es nicht erraten kann hast gebracht dem Menschen schmerzen hast gefüllt mit Leid ihre Herzen Will nicht mehr Leben, nicht mehr sein sage zum Quallvollem Leiden nein will von dir nur noch Wissen eines warum bist du eine Kreatur des Leidens durch die Länder wanderst du machst keine Rast und keine Ruh tötest weiter und raffst danieder lässt die Opfer verzweifeln wieder und wieder aber was ist der Grund deiner Anwesenheit etwa die Ausrottung aller Menschlichkeit jedenfalls habe ich jetzt genug von Trauer, Tränen und Gefühlsbetrug will meinem Leben ein Ende setzen diesen Boden mit meinem Blut benetzen steche den Dolch mit Kraft in mein Herz empfange den süßen köstlichen Schmerz bitte ihn mit Gesten herein alles um mich herum wird klein fühle nahen mein Ende strecke zum Himmel die Hände mein Dasein schwindet meine Seele sich windet völlig neues Bewusstsein vor den Augen ein greller Schein meiner Kehle entsteigt ein Schrei das wars, es ist vorbei. |
| Mephostophiles | Er schlendert durch die Stadt Die keinen Namen hat Die so Prachtvoll schimmert An die er sich errinnert Er träumet von ihr jede Nacht Hat dort seine Kindheit verbracht Kennt jeden Winkel jeden Mann Er sich an alles errinnern kann Er wollte nie verlassen diesen Ort Hatte alles was er brauchte dort Doch es sollte nicht sein Er verlor sein Bein Humpelt nun fortwährend Den Saft des Todes in sich Gährend (ich poste hier ma einfach meine geistigen ergüssen rein) |
| Mephostophiles | Mondspaziergang oder der Sinn des Lebens Im Mondschein einer Nacht hat sich ein Wandersmann aufgemacht er hat kein Ziel, läuft immer weiter ist traurig, war lange nicht heiter nach Stunden findet er einen Wald sieht einen Steinkreis, macht halt "Ach diesen Steinen die in sich die Kraft vereinen möchte ich meinen Kummer sagen und tausend Fragen fragen" Der einsame Wanderer legt sich nieder und gibt in Gedanken sein Leben wieder errinnert sich aller Höhen und Tiefen und zu schluchzen und schniefen "Mein Leben ist nichts mehr Wert habe Jahrelang alles entbehrt und wofür der ganze Schweiß ? Wann kommt der Lohn, kommt der Preis ? Geschuftet für Kind und Weib um nun zu leben in Einsamkeit Ach Pest du grausam Tier hol mich auch, ich bin hier hast Freunde und Familie weggerafft und bei mir hasts nicht geschafft ich flehe dich an, raff mich danieder will nicht mehr leben, sehen meine Familie wieder" Er legt sich hin, legt sich schlafen will sein Waches Ich bestrafen er trauert und weinet stark er nicht mehr zu leben vermag ist eingeschlafen und nun weg liegt in seinem Steinversteck sicher vor Mensch und Tier ist er fühlt sich ruhig, hat keine Sorgen mehr... |
| Mephostophiles | Nun wandert er fortwährend den Saft des Todes in sich gährend... "Mondschein, Oh Mondschein nimm mich in deine Obhut ich will mich verstecken denn mich dürstet´s nach Blut... Was ist mit mir ? Bin ich ein Tier ? Was ist geschehen ? Ich kanns nicht verstehen... Ich fühle mich anders fühle mich wie neugeboren ich suche die Wahrheit warum bin ICH auserkoren ? Berufen um zu Leiden in ewiger Dunkelheit verdammt zu führen ein Leben in Einsamkeit... Aber wo bin ich hier ? und wo komm ich her ? Mein Verstand ich noch verlier kein Gedächtnis mehr... Keinerlei Errinnerungen wem bin ich Entsprungen ? wer ist meine Familie ? Oder bin ich alleine hier ? |
| Mephostophiles | Seht! Dort an dem Pfahl hängt sie nun sie ist unschuldig, was soll ich tun ? Ich bin verzweifelt, so helft mir jetzt es ist schon fast zu spät, doch die Hoffnung stirbt zuletzt Sie hat doch nichts nichts falsch gemacht ich senke den Kopf, denn der Priester schon lacht eine Träne läuft mir durch das Gesicht meine Tochter ist still, sie fleht nicht ein letztes mal schaue ich zu ihr ihre Augen sind matt, sie ist nicht mehr hier Ich hoffe das ihre Seele schon entflohen ist durch irgendeinen Trick, durch irgendeine List sie soll diese Höllenqualen nicht durchstehen müssen ich würde so gerne zu ihr gehen, noch einmal ihre Stirn küssen ihr Lebewohl sagen, mich entschuldigen für mein versagen kann nicht aussprechen, welch schuldgefühle mich plagen irgendwo ist es meine Schuld, das sie da nun gefesselt hängt deshalb lasst mich erzählen wie diese Geschichte anfängt... Mephostophiles alias Persico |