| NeonHeroin | .meine Pulsadern tun weh. .vielleicht habe ich zu tief hineingeschnitten. .dieses mal. .hätte ich nicht so tief schneiden sollen?. .glaubst du, du hast verloren?. .doch was hast du besessen?. .und ist es dir wirklich ein verlust?. .geh. .öffne die tür. .siehst du den selben gang, auf dem du dich bereits befindest?. .zieh den vorhang zur seite. .die welt dreht sich immer noch. .wo warst du, als sie stand?. .schliess deine augen. .siehst du mich trotzdem?. .mismutig schaut sie sich die schitte an ihrem Arm an. .nein, sie sind zu flach. .viel zu schmerzlos. .viel zu flach. .viel zu flach im vergleich zu dem schnitt in ihrer seele. .die enttäuschung war mal wieder schuld. .sie sollte sich das hoffen abgwöhnen. .illusionen führen zu nichts. -ratsch- .der brechreitz kam mit den roten ziffern auf der digitalwage. -ratsch- .gut, dass blut rot ist. .es verdeckt den quell der scham. .dieses mal. |
| NeonHeroin | .fräulein ardele. .sie sehen heute so blass aus. .ist ihnen nicht gut?. .sie muss schlafen. .panik. .panik. .sie schläft nur. .sie hatte schon immer einen tiefen schlaf. |
| NeonHeroin | .ein bild. .ein bild entsteht. .ein bild entsteht in deinem kopf. .ein bild entsteht in deinem kopf und bleibt. .ein bild entsteht in deinem kopf und bleibt für immer. .das mädchen. .das mädchen mit dem messer. .das mädchen mit dem messer hinter der ecke. .das mädchen mit dem messer hinter der ecke kurz bevor sie kam. .5 minuten. .5 minuten später. .5 minuten später rief jemand. .5 minuten später rief jemand die polizei. .5 minuten später rief jemand die polizei und den leichenwagen. |
| NeonHeroin | Sag mir, warum ich mich nicht mehr spüre. Wo bin ich hin ? Sag mir, woher diese Leere kommt. Sag mir, wann ich dich verloren habe, ich habe es nicht gemerkt. Vergib mir. Sag mir, wann ich dich wiederfinde. Wieso hast du meine Hand losgelassen. Oder war ich es ? Wieso hat uns keiner gewarnt. Sag mir, wieso ich das Messer hier brauche, um zu wissen: Ich bin. Wo kommt es her? Und wo bin ich hin. |
| NeonHeroin | .schalt das licht aus. .zu manchen abenden passt kein licht. .mach die musik nicht an. .zu manchen episoden des lebens ist die stille der beste soundtrack. .bring dich um. .in manchen situationen bist du tod einfach besser dran. |
| NeonHeroin | .langsam werde ich taub. .geübt darin, dieses Gefühl zu unterdrücken. .auszublenden. .nur die Erinnerung daran treibt mir die Tränen ins Gesicht. .nur die Erinnerung an den Schmerz lässt mich manchmal noch fühlen. .nur du reisst manchmal noch die Wunden auf. .doch neuen Schmerz übergehe ich. .vermeide ich. .verweigere ich. .nun bin ich geworden wie du. .nun bin ich geworden wie ich niemals sein sollte. .langsam werde ich kalt. .langsam werde ich taub. |
| NeonHeroin | .nichts was war, bleibt. .nichts was ist, weilt. .und selbst der ewige tod. .zerbricht und zerfällt mit der zeit. |
| NeonHeroin | .wo bist du allein? .an dem Ort ohne Hoffnung? .an dem Ort ohne Heim? .wo kannst du wirklich ohne dich sein? .wo bist du einsam? .wo bist du allein? |
| NeonHeroin | Klaglos knie ich vor dir nieder, Klaglos wart ich auf den Schmerz. Ewig saust die Peitsche nieder, Ewig zielt sie auf mein Herz. Ich bereue nicht mein Kommen, Fürcht so sehr nur, dass du gehst. Soviel hab ich doch gewonnen, Jetzt, da du hier vor mir stehst. Ich verlange weder Gnade, Mitgefühl noch Akzeptanz. Lebst in mir wie eine Made, nur mein Herz fleht: Lass mich ganz! |
| NeonHeroin | .die Klinge am Hals. .und blutrote Muster. .zur Zierde. .zur Qual. .rostiger Stahl. .ein eisiger Schauer. .gefährlich und nah. .das Material. .ein tödlich, glitzerndes Ding an der Haut. .zur Zierde. .zur Qual. .rostiger Stahl. |
| NeonHeroin | Du bist der Wind in meinen Haaren. Unendlich zart auf meiner Haut. So wie ein Kind, das mit den Jahren sich seine Welt hat aufgebaut. Das schönste Blatt am Ast, der hellste Stern am Himmel. Du bist der Palast im Königreich. Du nimmst dem Leben die Last, des Prinzen's stolzester Schimmel. Dein Körper dem des Gottes gleich. Du bist der Sand zwischen den Steinen. Du bist das Blut in meinem Herz. Der weiße Strand an dem das Weinen keiner kennt, auch nicht den Schmerz. Du bist der Zauber der Nacht, der Leuchtschuss in der Not. Das schönste Blau am Himmelszelt. Du bist der Engel der wacht, und der erlöst vom Tod. Und wenn alles zerbricht, das was mich hält. |
| NeonHeroin | Die große Zeit des Lebens ist schon längst vorbei. Und du wartest vergebens auf das "Bühne frei". Staub fällt auf die Sitze, einst mal rot und weich. Und dein Kostüm aus Spitze: verknittert, alt und bleich. Notenblätter drehen achtlos sich im Wind. Siehst' auf der Bühne stehen dich selber noch als Kind. Keine Menschenmassen strömen mehr hierher. Einsam und verlassen, das Theater leer. Leis' der Opernsaal und Leer das Lichtspielhaus. Nur der alte Wachhund schaut und gibt Applaus. |