| Shiro | Wasserfarben Mit wenig Wasser, Mische ich die Farben Male ein Gesicht, Ohne Fehler, ohne Narben Perfekt müssen die Augen sein, Ohne Makel soll der Mund erschein’. Wie flüssiges Gold das Haar, Das Blau der Augen tief, doch klar. Der Bart ist aus goldnen Fäden gesponnen, Die Lippen wie flüssig Rubin, grad geronnen. So erschaffe ich das perfekte Gesicht, Doch es ergreift mich nicht. So blau die Augen, so schillernd das Haar. Es ist, als wäre nichts davon da. Langsam nehme ich den Pinsel auf Und lasse der Hand freien Lauf. Ganz von selbst, baue ich Fehler ein Die Augen zu dunkel, den Mund zu klein Dann trete ich zurück, betrachte mein Werk, Stück für Stück. Und als ich mich, an die Makel gewöhn, da sehe ich, das Bild ist schön. 07.8.05 |
| Shiro | Opfer und Täter Tropfen meines Blutes Den Rubinen gleich Geben deiner Haut die Farbe, denn sie ist so bleich Schreie meines Schmerzes Wie ein stürmischer Wind Durchwühlen deine Haare So lang durch all die Jahre Meine süßen Tränen Wie ein edler Wein Lässt du auf deine Zunge tropfen So köstlich kann das Leiden sein Und all mein Flehen, all mein Wein’ Lässt dich erschaudern an Mark und Gebein Es erquickt deinen Geist Wenn du mich in Stücke reißt So verdrängst du die Vergangenheit Die Zeit in der du Opfer warst Und wenn mein Leib nun nicht mehr bebt Und sich die Qual erneut erhebt Weißt du wer du bist Ein Opfer und Sadist 25.07.05 |
| Shiro | Zeichen Der Bruder, der seinen Bruder erschlägt. Schwarzer Rauch, der zum Himmel steigt. Roter Nebel, der im Flusse treibt. Der Tod, der durch eure Reihen geht. Euer König, der um Gnade fleht. Eure Ordnung, die im Chaos untergeht. Diese Zeichen, zeigen eure Hilflosigkeit. Gegen Habgier, Hass und Zeit 07.02 |