| Teire | [U]Zwischen Himmel und Hölle [/U] (9.12.04) Auf den Fluten, und mit dem Strom, Lässt es sich treiben, ohne Grenzen, Ein eig'nes Leben, ungehalten, Lässt sich führen, ohne Ketten, Der freie Himmel, über einem, Und der weite Blick, geradeaus, Die schwarze Tiefe, unter einem, Und die Mitte, da ist man zuhaus', Möcht' ich schweben, so werde ich steigen, Doch will ich nicht meinen, ich tue dies nur, Möcht' ich spüren, so werde ich sinken, Doch will ich nicht meinen, ich tue dies nur, Denn zwischen den Fronten, gedrängt von Oben, Der Unterschied, zwei tobende Instanzen, Da lasse ich mich treiben, dann von Unten, Und komme nicht ab, gen anderen Wegen, |
| Teire | [U]Ein Zerrbild?[/U] (15.12.04) Ein singendes Paar und weiche Wolken, Ein goldener Becher, gefüllt mit Sucht, Ein schwebendes Herz, versteckt die Geißel, Und nicht mehr frierend, was sie hinterließ, Ein Gedanke zuviel, ein starker Wind, Ein Tanz zu früh, sollte er doch nie sein, Schwer beflügelt nun das reizende Bild, Die Wunden nun offen voll Herrlichkeit, Nun seht, der Morgen wird es schon zeigen, Die Paarung ungleich voller List und Neid, Warum soll man sich noch länger plagen, Den Irrtum gebracht aus Unsichtbarkeit, Doch lass deine Lüge weiterlaufen, Die Zukunft bemessen in Dultsamkeit, Mit Trug als Preis das Leben erkaufen, Denn wer ist schon für die Wahrheit bereit, Die eine Wahrheit, das es doch nicht so ist, wie es vielleicht in deinen Träumen steht, Der Narr, der die Welt mit Utopien misst, Und das Leben im Vergleich nicht versteht. Denn jeder Weg endet stets vollkommen, Er wird verlieren, er wird vergehen, Einen Verlust hat er dann gewonnen, Er wird zitternd vor der Leere stehen, Also wo einst die Traumbilder waren, So wird nun verschwinden die Illusion, Dann heisst es Einsamkeit zu erfahren, Der Abschied einer wahren Emotion, Zu spät hat man die Unschuld verloren, Wo die Sucht war, zogen Wünsche heraus, Er konnte keine Tränen gebären, Und nun war der Traum seines Lebens aus, |
| Teire | [U]Seht ihr?[/U] (29.12.04) Dem Willen wegen habt ihr gelebt, Hier und da ein Ziel bestrebt, Seid weder bedacht noch beschämt, Wenn ihr all das zu euren Gunsten dreht, Und gebt euch nicht die Schuld, Sie zu erkennen fordert Geduld. Und hattet ihr einst geschwebt, So lernt doch, das es vergeht, Denn wenn der kalte Wind weht, Sich danach ein stilles Tuch legt, Lernt die Stille zu akzeptieren, Um nicht den Verstand zu verlieren, Tritt hinter dir in den Schatten, Dessen Licht du hast geboren, Denn nur ihn kannst du begatten, Wenn alles andere für dich gestorben, Tritt nicht nach vorne, wo du gewesen bist, Denn dort wirst du finden, dein Leben, das Licht, Du wirst es vermissen, wenn es nicht mehr ist, Und Verzweiflung heisst der Hirte, der dich rächt, Und siehst du herab zum höchsten Flug, Und ist dir der Wahnsinn nicht mehr genug, Dann bleibst du wach, wo alles andere ruht, Entfernst dich mehr von der Lebenswut, Die Sucht vergeht, das Letztere war schweigend geboren, Wo du jetzt stehst, alles unfruchtbar ist, Wo man auch bleibt, das Echo deiner Stimme war gefroren, Die Welt anders aussieht als zuvor... |
| Teire | [U]Ein mögliches Erwachen [/U] (5.2.05) Verloren Ein weite Steppe und ein dichter Wald, Eine neblige Silhouette, ein möglicher Sturm, Der Wind so schnell, doch es ist nicht kalt, Die Himmel so grau doch regnen tut es nicht, All diese Zäune, sie wirken so alt, Als Symbol der Stille ein gebrochener Turm, Geborsten und grell dieses aufdringliche Licht, Für einen Moment habe ich nicht geschaut, Träumte vom Ende des einen Traumes, Habe zuviel auf meine Hoffnung gebaut, Unter dem Gewicht bin ich aufgewacht, Der Wunsch schleichend birgt einen Laut, Verborgen im Schweigen des Windes, Das Schweigen hat ihn stetig weggebracht, |
| Teire | [U]Ein mögliches Erwachen[/U] (5.2.05) Suchend Aus der Ferne hörte ich Stimmen, Stimmen als Farben schon längst verblasst, Und so oft folgte ich diesen, Ich folgte jedem Laut egal wohin, Zwar konnte ich mich nicht entsinnen, Soviele Stimmen habe ich schon verpasst, Und verstehe immer mehr, wo ich bin, Dem Trotz entrinnen wollte ich, Doch verschlungen die Motivation, Nichts außer mir verändert sich, Der Schlaf versprach soviel, Ich schaute mich um, doch sah ich nur mich, Ich konnte nicht erklären die Situation, Ein trockener Tanz, dem ich verfiel, |
| Teire | [U]Ein mögliches Erwachen[/U] (6.2.05) Schwere Herzen Graue Felder, in der Mitte schreie ich auf, So halte ich still, um die Stille zu brechen, Ich will stürzen den ewigen Lauf, Doch baldige Trümmer formen sich neu, Stille folgt nach dem Aufstand darauf, Man konnte mit dem Sturz nichts erreichen, Der Morgen folgt dem Gestern treu, Welches Rezept soll den Zauber verschlingen, Welcher Ton wird singen, wo verlorendes schweigt, Die Sucht nach Worte, die nirgentwo geblieben, Der Sturm, der auch nach dem Anfang ruht, Doch die Instrumente die das Unmögliche vollbringen, Vielleicht existent, nur, die Entfernung ist weit, Dort wo ich mich früchte, die Stille am meisten tobt... |
| Teire | [U]Unendlich weit...[/U] (9.2.05) Für einen Moment blieb alles still, Ohne Gedanken gab es kein Ziel, Das trauernde Nichts, das so verzweifelt ist, Hat bevor es begann, die Fülle vermisst, All' die Sorgen, die man hat, Brachen unbeschwerlich ab, So weit kann man sehen, wenn alles fehlt, Und einem der Weg zurück nicht mehr quält, Nun wollte man sagen, es war so schön, Und über all die Makel gehen, Man konnte nicht fliehen, man bewegte sich nicht, Man stand und sah, man stand und sah... All' die Dinge musste man sehen, Das Leben entstand und solle vergehen, Es pulsierte dort, wo alles war, Man konnte es sehen, doch war man nicht da, Die Jahre vergingen und man wurde alt, Doch hat man schon längst den Preis bezahlt, Das einem erlaubt, das Leben zu kosten, ... man stand nur da und man wollte nur träumen, Der alte Mann mit so jungen Wünschen, Wollte nicht sterben, wollte nur leben, Doch stand er nur da und war seiner Worte beraubt, Alles war taub und doch war er damit vertraut, Noch immer stand er da und konnte sehen, Weder neidisch noch wütend, Er starrte auf den Boden, er wollte nur fliehen, Irgentwohin wo man ihn vor dem Stillstand behüte', Jahre vergingen, und er war noch da, Sah auf dem Boden das ewig Gleiche... |
| Teire | Doch dann sah er auf, erhob seine Beine, Sah zum letzten Mal das ewig gleiche Bild, Schloss die Augen und ging stets nach vorne, Bis der Horizont seine Existenz vertilgt... |
| Teire | [U]Das Tribut des gefallenen Gottes[/U] - Kalte Schatten die sich ziehen, Die bei Höhen zur Seite fliehen, Ruhig wie ein Fluß stolzer Ufer, Werden sie wachsen, - Kerzenlichter wehen dicht, Vom grauem Wedel, vom dunklem Licht, So plötzlich wie bei einer Jungfer, Die Ränder erschwarzen, - Als Spielplatz für unbekanntes Leben, Sich schmachvoll die Gesichter bewegen, Vergessene gesetehen Leblosigkeit, Starren durch die nächtliche Welle, - Eine Umrandung, wie ein Mantel, der widerspiegelt, Nicht wandernd, nur wachend, zum Stillstand besiegelt, Lichter verspeisend, die Schwerelosigkeit, Gesichter zerfließen an selbiger Stelle, - Nur ein Schritt zu diesem Spiegel, Würde ihn in Stücke reißen, Wie es zuvor ohne Mantel geschah, Selbst die Blicke auf dem Mantel, Sollten eine Flucht ausrufen, Lässt explodieren zur zahlloser Schar, Mut ist mehr als was ihn führt, der Mantel geplagt vom Untergang, Die Gesichter die ihn einst berührt, Leise folgten sie dem untrennbarem Hang, Wie ein Feuer das einst geschürt, Verbrannt war der eiserne Holzbestand, Wie selbstverständlich, verkettet wie manch Element, Die Schatten vergangener Zeiten waren niemals getrennt, - |