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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Meine fliehenden Gedanken
The Last OneDurch das überaus nette Mitglied Efeu *knuff* bin ich aufs dichten gekommen... ich habe von meiner "Nähe" nur "gutes" zu hören bekommen.... ich werde hier ab und an mal was reinstopfen.... ich würde mich über kritik beider arten sehr freuen.... und ich danke denjenigen, die sich wirklich die zeit nehmen es hier zu lesen....


#1

2:16/26.10.'05
"Eine Nacht"


Die liebliche Nacht erwacht
Der Vorhang, die Dunkelheit senkt sich nieder
So habe ich in Träumen an dich gedacht
Doch entgegen aller Realität, vergehe ich in ihnen immer wieder

Der Mondenschein dringt tief in mein Herz hinein
Die dunklen Flügel weit gestreckt
Am Fenster stehend wird immer kalt mir sein
Doch habe ich dich noch nie geweckt

Vor Kälte zitternd betrachte ich deine Gestalt
Ich habe dich sanft zugedeckt, damit du liegst ganz weich
Ich schaue in den Spiegel, werde alt
Doch deine Schönheit übertrifft das Himmelsreich

Der tosende Sturm über den Horizont rennt
Meine Flügel dich vor ihm schützen
So einsam bin ich, mein Herz, es brennt
Werde ich dieser Welt überhaupt noch nützen?

So lege ich mich an dein Fußende
Werde noch in den Himmel schauen
Wenn ich den Weg zu dir doch fände
So nähert sich unaufhaltsam der verhasste Morgengrauen

The last One
The Last OneGestern Nacht entstanden...

#2

2:17/30.10.'05
"Schach"


Über alle Meere bin ich gereist
Ich habe viele Ländereien gesehen
Die Zeit verrann, ich bin vergreist
Muss Tag für Tag in der Stadt mir Brot erflehen

Ich sitze am Ufer eines Flusses verschlungen
Und schaue in den Spiegel meiner Seele
Ich sehe schmerzend alte Erinnerungen
Es beschleicht mich das Gefühl, als ob mir etwas fehle

Der Blick schweifend über Felder
Am Horizont wachen düst're Wälder
Ein einsamer Reiter in der Ferne
Die herbstlichen Wiesen beobachtete ich gerne

Ein Läufer rennt zu einer Mauer
Seine Schritte lassen nach
Hinter ihm hetzend ein sinistrer Bauer
Und plötlich das Wetter in die Szene brach

Die Mauer ist die eines Turms
Ziegel stürzen auf den Läufersmann
Tödliche Folgen eines Sturms
Der Bauern sich vorm Nähern nur noch hüten kann

In der Weite sehe ich Wesen kämpfen
Der König dort auf dem Schlachtfeld starb
All das nur, weil er um der Dame Herze warb
Das Flusswasser endlos kalt
Es soll die bösen Erinnerungen dämpfen
Ich muss wieder flehend in die Stadt sehr bald

The last One

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