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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Maron's "kleiner" Garten
SweetMaronGut..nun mein Garten.. [manche Texte sind mit Bilder untermalen]

[B]Der Spiegel eines selbst...[/B]

"Komm her,...tritt näher"
[I]Ein kleiner glänzend heller Lichtstrahl der Sonne dringt durch die Rollläden der alten Holzfenster und wirft sein Licht auf einen großen Spiegel inmitten des dunklen Raumes.
Eine Junge Frau kommt aus der Dunkelheit näher an den Spiegel heran.[/I]
"Los...komm her und sie hinein!"
Mit leiser hauchender Stimme fragt die junge Frau "Und nun?"
"Sag mir was du siehst."
"Ich sehe.... eine junge Frau..."
"Sieh näher hin."
"..ich sehe.... ein.. ein kleines Mädchen!"
"Sieh in die Augen des Mädchens."
"Irgendwie nachdenklich...und doch etwas traurig...Das Mädchen weint ja!..."
"Sieh auf ihren Mund."
"Es geht nicht..das Mädchen hat die Hände vor ihrem Mund..so, als würde sie sich selbst zum schweigen zwingen..."
"Du musst genauer hinsehen."
[I]Die junge Frau tritt noch näher an den Spiegel heran. [/I]
"Sieh genauer hin."
"Die Hände... die Hände die das Mädchen zum schweigen bringen, das sind ja garnicht ihre..."
"Nein, das sind nicht ihre."
"Aber wessen dann?.:"
"Nun sieh noch einmal hin."
[I]Die junge Frau sieht noch einmal in den Spiegel. [/I]
"Das sind mehr als zwei Hände..."
"Von wem sind diese Hände?"
"Ich weiß es nicht... Ich kann es nicht erkennen.
Hinter dem Mädchen scheinen Menschen zu stehen..Aber es ist zu dunkel um ihre Gesichter zu erkennen..
Sag mir...warum bringen sie das Mädchen zum schweigen?"
"Damit es nicht schreit."
"Warum darf es denn nicht schreien?..."
"Weil das Mädchen sonst anfangen könnte zu leben."
"Aber..."
"Es darf nicht schreien. Es darf nicht Leben. Es soll schweigen."
"Das verstehe ich nicht..."
[I] Die junge Frau streckt ihre Hand dem Spiegel langsam entgegen [/I]
"Da..ihre Hände! Das kleine Mädchen streckt mir ihre Hand entgegen. So, als wolle sie dass ich ihr helfe..."
"Nein, das kleine Mädchen tut dies nicht."
[I]Die junge Frau berührt mit ihrer Handfläche die kalte Oberfläche des Spiegels. Sie legt ihre Hand in die, des Spiegelbildes.. [/I]
"Nein...das kann nicht sein.. das.."
"Ja. Genau. Du hast es erkannt."
"Aber...das...das bin ja.."
"Das bist DU!"
Written by,
Maron

[IMG]http://icache.20six.net/myblog/de/sweetmaron/img/666k.jpg[/IMG]
SweetMaronNun ne Kurzgeschichte.. wenn man es so will...

[B]~Kleines Mädchen~[/B]

Sieh dort,
das kleine Mädchen.
Es weint.
Früher hat es gelacht und hatte strahlende Augen.
Nun sind die Augen leer.
Kein strahlen mehr in ihnen.
Irgendetwas scheint dem Mädchen das Lächeln gestohlen zu haben.
Das Mädchen sitzt auf ihren Knien auf einem dunkellila Teppichboden.
Die Hände hat sie in ihren Schoß gegraben.
Sie trägt einen langen Schwarzen Mantel aus Baumwolle.
Der Mantel ist auf einer Seite über ihre Schultern gerutscht.
Ihre langen blonden Haare sind zerzaust.
Den Kopf gesenkt weint das kleine Mädchen.
Ihre Tränen kullern lautlos aus ihren Augen und fallen hinab auf ihre Hände.
Alles geschieht ohne einen Laut.
Nur ab und zu hört man das Mädchen leise schluchzen.
Was ist nur mit dir geschehen kleines Mädchen?
Wer hat dir dein Lächeln geraubt?
Im Kopf des kleinen Mädchens spielen sich Gedanken und Bilder ab.
Das kleine Mädchen weiß was passierte.
Sie sieht die Bilder vor sich.. Alle nacheinander..
Stimmen in ihrem Kopf beginnen auf sie einzureden.
"Nur 10 Minuten, länger brauch ich nicht.." ... tönt eine raue Männerstimme...
Dazu machen sich Bilder in ihrem Kopf breit.
Das kleine Mädchen sitzt immernoch auf dem Boden.
Still weinen sagt sie .."Helft mir"..
Dann erklingt eine weibliche Stimme.
"Ich brauche Abstand, vielleicht sehen wir uns nie wieder"
"Nein..." höre ich das kleine Mädchen ruhig sagen.
"Stell dich nich so an!", wieder eine männliche Stimme.
Die Stimme klingt gereizt.
"Lass mich..:" schluchz das Mädchen das wie in Trance zu sein scheint. "Lass mich.."
Die Stimmen, Bilder und Gedanken in ihrem Kopf geraten durcheinander.
Sie gräbt ihre Hände in ihre Haare.
"Hört auf.."
Das Mädchen beginnt zu zittern.
Lauter als alle anderen Stimmen kreischt eine ihr sehr vertraute Stimme, ihre eigene..
"Er ist tot.."
Das kleine Mädchen reist ihre Augen weit auf und schreit.
Sie schreit so laut sie kann.
Ihre Hände krallen sich in ihre Haare..immer fester.
Ich beobachte das Mädchen.
Ich würde es so gerne in den Arm nehmen.
Aber irgendetwas hindert mich daran.
Das kleine Mädchen zieht ihre Beine nun nah an sich heran und schlingt ihre Arme darum.
Sie umklammert sich selbst.
Laut beginnt sie zu weinen...
"Komm zurück..bitte komm zurück und hilf mir.:"
Diesen Satz wiederholt sie immer und immer wieder.
Sie zittert immer mehr.
Das kleine Mädchen ist ganz alleine.
Niemand ist da um sie in den Arm zu nehmen.
Und ich? Ich seh auch nur zu wie sie weint und weiß nicht wie ich ihr helfen soll.
Das Mädchen scheint mir immer näher zu kommen.
Ich kann sie immer deutlicher erkennen..
Wie sie da sitzt...zusammen gekauert und weint.
Immer mehr bitterlich weinend versteckt das Mädchen ihr Gesicht in ihren Armen.
Du scheinst mir so vertraut kleines Mädchen.
Ich strecke meinen Arm nach ihr aus,
sie ist mir so nah als könnte ich sie berühren.
Ich möchte ihr über den Kopf streicheln und ihr sagen das alles wieder gut wird...
Jedoch gerade ich mit meiner Hand ihrem Kopf näher komme,
ertaste ich nur die glatte Oberfläche des Spiegels,
der vor mir steht.....
©By Maron, 27.10.2005


[IMG]http://icache.20six.net/myblog/de/sweetmaron/img/km.jpg[/IMG]

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