| RoteTraenen | Müde bette ich mein Gedanken auf das Kissen, noch zerwühlt von den finstren Ereignissen der vergangenen Nacht. Nicht wissen wollend was der Morgen bringt voller Angst welche Träume mir die Nacht wieder beschert. Manchmal frage ich mich ob ich überhaupt noch lebe Ob ich überhaupt noch da bin. Ich sehe mich daliegen als wäre ich gar nicht mehr ich nur noch eine Marionette Ohne eigenen Willen die Bewegung bestimmt durch fremden Willen. Habe keinen eigenen Willen mehr Keine Perspektive Keine Wünsche, keine Träume - nichts. Manchmal wünsche ich erhielt die Diagnose "Sie haben nur noch ein paar Wochen zu leben". Gehen sie heim und genießen sie die nächste Zeit. Was ist "daheim"? Was soll ich genießen? Was würde ich ändern, was anders machen? Was würde ich verpassen? Die Antwort erschreckt mich und ist doch Wegweiser zugleich Nichts, weil ich vergangene Zeit nicht mehr zurückholen kann Nichts, weil ich vieles gehabt und ebenso vieles verloren habe Nichts, weil es nichts mehr gibt, für das es sich zu Leben lohnt. Nichts, weil ich mich so sehr ich mich auch angestrengt habe, manche Ziele nicht erreichen konnte. Nichts, weil nach Nichts nichts mehr kommt. 03.12.2005 |